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Alle Artikel von Tom - 15. Seite

Geburt

Geburt
Bei den meisten Katzen verläuft der Geburtsvorgang völlig unproblematisch. Dennoch gibt es einige Punkte, die Du beachten solltest. Bevor Du Deine Katzen decken lässt, empfiehlt sich eine Voruntersuchung beim Tierarzt. Etwa ab der fünften Woche der Trächtigkeit kannst Du ihre Futterration erhöhen und allgemein darauf achten, dass sie eine ausgewogene Ernährung erhält. Die Trächtigkeit dauert ungefähr 63-65 Tage. Einen Tierarzt benötigt die Katze meistens nur, wenn die Geburt nach 65 Tagen noch nicht erfolgt ist oder wenn die Wehen länger als vier Stunden dauern und starke Blutungen auftreten. Macht die Katze bei der Geburt den Eindruck, dass es ihr wirklich schlecht geht, solltest Du den Tierarzt sofort holen. Nach einer starken Presswehe erscheint die Fruchtblase und mit ihr das erste Junge. Die Mutter beißt die Fruchtblase auf, durchbeißt die Nabelschnur, und weitere Junge werden geboren. Der Wurf kann ein bis acht Junge betragen. Nach der Geburt verdient die Katzenfamilie Ruhe, wenn Du Dich vergewissert hast, dass keines der Kinder erdrückt werden kann, dass kein Junges sich verkriechen kann, und dass die Mutter über genügend Milch verfügt. Wenn Du eine Milchdrüse vorsichtig zwischen zwei Fingern zusammenpresst, müsste ein Tropfen Milch erscheinen. Hat die Katzenmutter auch nach etwa sechs Stunden noch keine Mich, muss der Tierarzt geholt werden. Falls Totgeburten bei dem Wurf sind, müssen sie sofort entfernt werden. Während der Stillperiode ist es wichtig, dass die Katzenmutter weiterhin besonders nahrhaftes Futter erhält. Nach etwa drei Wochen kannst Du die Mahlzeiten verringern, nach ungefähr sechs bis acht Wochen sollte die Futtermenge wieder normal sein, allerdings hat die Katze immer noch einen erhöhten Vitaminbedarf!

Wenn die Mutter nicht weiß, was zu tun ist
Zunächst muss das Baby aus der Fruchthülle befreit werden (mit dem Kopf beginnen). Es kann sinnvoll sein, das Baby auszuschleudern, um womöglich aspiriertes Fruchtwasser aus den Atemwegen zu entfernen, dazu wird der Welpe sicher mit dem ganzen Körper (Kopf bitte ebenfalls sicher fixieren) umfasst und dann in zügigen Abwärtsbewegungen mit dem Kopf nach unten ausgeschleudert. Auch ein Absaugen des kleinen Kätzchens mit dem Mund kann den gewünschten Erfolg bringen. Lasse Dir das Vorgehen von einem erfahren Züchter oder dem Tierarzt vor dem Termin demonstrieren.

Die Welpen müssen nun abgenabelt werden. Dazu ist es am praktischsten, mit den gründlich gesäuberten Händen die Nabelschnur ca. zwei Zentimeter vom Welpen weg mit den Fingernägeln erst blutleer zu reiben und dann mit den Fingernägeln „durchzuknibbeln“. Durchschneiden mit der desinfizierten Schere erzielt den gleichen Effekt. In vielen Büchern lies man, man soll die Nabelschnur abbinden und dann durchschneiden. Ist der Welpe aber sehr agil, dreht und wendet sich und schreit, dauert dieses Handling mit dem sterilen Zwirn oft zu lange. Obendrein ist der Welpe oft noch mit der noch in der Mutter befindlichen Nachgeburt verbunden, dreht und wendet sich die Mutter ebenfalls, wird ein Abbinden oft sehr schwierig, so dass sich die erste Variante des Abnabelns als wesentlich leichter praktikabel herausgestellt hat.

Nun muss der Welpe trockengebügelt werden. Dazu nimmt man am besten ausgekochte Frottierhandtücher, die nicht weichgespült sein sollten. Rubbeln Sie ruhig kräftig, denn Sie stimulieren so die Atmung des Welpen. Nun verbringt man den trockenen Welpen an den Bauch der Mutter, wo er beginnt eifrig nach den Zitzen zu suchen.

Die Nachgeburt wird der Mutter vorgelegt, damit sie sie fressen kann. Manche Mutterkatzen nehmen sie nur klein geschnitten an.

Komplikationen bei der Geburt können sein:

·         primäre Wehenschwäche

·         sekundäre Wehenschwäche

·         trockener Geburtskanal

·         Beckenenge bzw. „Rachitisches Becken“

·         Einhorngravidität (alle Welpen liegen in einem Uterushorn)

·         zu großer Welpe

·         Uterussruptur (die Gebärmutter reißt)

·         zwei Welpen treten gleichzeitig in den Geburtskanal ein

·         fehlerhafte Haltung der Welpen

Checkliste für die Geburt

Wurfkiste, Bettlaken, Einlagen, Frottierhandtücher, Babywaage
Telefon, Telefonnummer des Tierarztes in Reichweichte,
Uhr, Rotlichtlampe, Wärmflasche, Transportbehälter, Schere, Desinfektionsmittel, Fieberthermometer
Katzenmilchersatz, Babyflasche,
Quelle: Auszugsweise aus einigen Fachzeitschriften bzw. Zusendungen

Lese zur Geburt auch weiterführende Informationen in der Katzenkinderfibel unter Katzenwelt/Ratgeber.
Entwicklung bis zur Geburt
Tage nach der Befruchtung Entwicklungszustand
5-7 Embryonen wandern in die Gebärmutterhörner
12-15 Einnistung der Embryonen in die Gebärmutterschleimhaut
24 Tastsinn der Früchte erstmals nachzuweisen
28 Früchte mit Fruchthüllen im Bauch der Katze zu ertasten
35 Vergrößerter Leibesumfang sichtbar
50 Knochen der Früchte im Röntgenbild zu erkennen
54 Stellreflex der Früchte bildet sich aus
voll entwickelt in 5. Lebenswoche
64 (58-69) Geburt zu erwarten
Die Geburtsdauer beträgt in etwa 30 Minuten pro Frucht – die normale Geburt ist nach spätestens 24 Stunden abgeschlossen.
Geburtenkontrolle
In der Bundesrepublik gibt es viele Katzen, deren Haltung nicht immer den Vorstellungen des Tierfreundes entspricht. Allein aus tierschützerischen Gründen sollte deshalb eine wirksame Geburtenkontrolle durchgeführt werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Durch Verabreichung von Mitteln, die den Geschlechtstrieb kurzzeitig unterbrechen, erreicht man einen relativen Erfolg. Doch diese Mittel können auf Dauer gesehen auch Nebenwirkungen haben. Hier berät Dich Dein Tierarzt gern. Eine endgültige, aber auch erfolgreiche Lösung ist die Kastration. Beim Kater werden unter Narkose die Hoden entfernt, wodurch die Samenbildung unterbleibt. Der Katze amputiert man die Ovarien (Eierstöcke) und, sofern erforderlich, einen Teil der Gebärmutter.
Entwicklungsphasen des Katzenkindes
1. Tag
Kätzchen können noch nichts sehen, wenn sie zur Welt kommen. Sie entwickeln innerhalb kurzer Zeit einen ausgeprägten Geruchs- und Tastsinn, durch die sie schnell die Nahrungsquelle finden. Sie sind noch nicht sehr aktiv und klettern nur zögernd und recht unbeholfen im Nest herum. Auf Helligkeitsunterschiede reagieren sie schon gut und zucken bei plötzlicher Einwirkung heller Lichtquellen zusammen. Das Geburtsgewicht bewegt sich zwischen 80 und 110g. Die Tiere schlafen sehr viel und sind nur zu den Mahlzeiten wach.2. Tag
Die Kätzchen haben jetzt durchschnittlich schon 15g zugenommen. Sie saugen kräftig bei der Mutter mit dem deutlich erkennbaren Milchtritt. Der Milchtritt ist eine angeborene Verhaltensweise, der da zu dient, den Milchfluss beim Muttertier anzuregen. Die kleinen Katzenpfoten treten, meistens mit gespreizten Krallen, links und rechts auf den Zitzenansatz.3.-7. Tag
Jetzt wiegen die Kleinen schon 30g mehr. Der Geruchssinn ist schon recht gut entwickelt. Obwohl die Kätzchen noch nichts sehen können, fauchen sie mit einem zarten „fffffff“, wenn jemand mit einem fremdartigen Geruch in ihre Nähe kommt. Auch der Tastsinn hat Fortschritte gemacht. Problemlos finden sich die Tiere im Fell der Mutter zurecht und können bereits Fellpartien und ihre nähere Umgebung im Körbchen unterscheiden. Am 7. Tag öffnet das erste Kätzchen die Augen. Sie sind nur halb geöffnet und das Tierchen kann noch nichts sehen.

8. Tag
Jetzt ist schon ein deutliches Schnurren zu hören. Es klingt zwar noch abgehackt, aber immerhin schon nach richtiger Katze. Noch etwas unbeholfen beginnen die Kätzchen, sich Bauch und Pfoten zu belecken. Auch an Gewicht nehmen sie weiter zu. Das schwerste wiegt jetzt 250g, also bereits 150g mehr als bei der Geburt. Die Krallen können schon gut eingezogen werden, gehen aber noch nicht ganz in die Hautfalte zurück.

9. Tag
Das letzte Kätzchen öffnet die Augen. Bei seinen Geschwistern sind die Augen bereits völlig offen. Allerdings können die Tierchen ihre Umgebung noch nicht vollständig wahrnehmen, da ihre Augen noch trübe sind.

10.-17. Tag
Die Kätzchen beginnen, ihre Umwelt genauer zu erforschen. Neugierig kriechen sie zum Nestrand und versuchen, über ihn hinwegzuklettern. Wenn sie jedoch merken, dass es abwärts geht, ziehen sie sich schnell wieder zurück. Sie werden aber zusehends mutiger.

18. Tag
Etwa um diese Zeit können die Kätzchen richtig sehen. Tapfer lassen sie sich über den Nestrand kullern. Werden sie zurückgesetzt, beginnen sie das Aussteigen von vorne. Die Kätzchen reagieren auch prompt auf visuelle Reize. Die Fingerkuppe wird mit den Augen verfolgt und das Köpfchen dreht sich mit.

19. Tag
Jetzt spielen die Kätzchen schon fleißig miteinander. Es finden kleine Kämpfe statt, die allesamt aber noch unbeholfen wirken. Wenn eines der Kätzchen über den Nestrand klettert, mischt sich die Katzenmutter in das Spiel ein und fasst ihr Kind am Nacken. Dabei trippelt sie recht energisch mit den Hinterfüßen nach dem Katzenjungen. Dann jedoch besinnt sie sich und lässt das Junge los. Deutlich kann man beobachten, wie die Mutter sichtlich darauf lauert, mit ihren Kindern spielen zu können.

20. Tag
Das schwerste Kätzchen wiegt jetzt 370g, es hat also sein Geburtsgewicht um fast das Dreifache überschritten. Es ist auch schnell herangewachsen und misst jetzt 25cm mit Schwanz. Im Nest gehen die Tiere jetzt ein und aus. Es macht ihnen sichtlich Spaß, ihre Umwelt zu erforschen. Mimik und Gestik sind auch schon ausgeprägter: Die Tiere gehen bei Fremden bereits mit einem leichten Katzenbuckel in Abwehrstellung, legen die Ohren am Kopf an, sträuben das Fell, fauchen leise und kauern sich auf den Boden. Die Körperpflege ist differenzierter geworden.

21.-22. Tag
Als Mutter Katz kurz außer Haus ist, harnt eines der Kätzchen ins Nest. Es scharrt jedoch noch nicht und kann auch mit der bereitgestellten Katzentoilette nichts anfangen. Die Toilette wird ab jetzt allen Kätzchen immer wieder gezeigt.

23.-24. Tag
Die Jungen haben sich prächtig entwickelt. Ein Teil der Schneidezähnchen ist bereits durchgebrochen. Das komplette Milchgebiß der kleinen Katzen umfasst 26 Zähnchen. Der Durchbruch der Milchzähne kann bereits mit dem 8. Lebenstag beginnen und ist in der Regel nach 30 Tagen abgeschlossen. Bereits nach zwei Monaten beginnt das Milchgebiß sich zu verändern. Das komplette bleibende Gebiß ist mit etwa sieben Monaten ausgebildet und umfasst 30 Zähne.

25.-26 Tag
Die Kätzchen haben weiter zugenommen und so eine schöne Körperfülle entwickelt. Mutter Katz macht ausgedehntere Spaziergänge und kehrt lediglich noch zum Spielen und Saugen zu ihren Jungen zurück. Obwohl die kleinen Kerlchen recht lebhaft sind, benötigen sie noch sehr viel Schlaf. Im abgedunkelten Zimmer schlafen sie die ganze Nacht über. Erst morgens, wenn jemand das Zimmer betritt, kommen sie aus ihrem Körbchen.

27.-28. Tag
Dies ist ein besonderer Katzentag. Ab nun wird zugefüttert, da bei der Mutter die Milch langsam versiegt. Die Kätzchen stellen sich bei ihrem ersten Milchtrunk recht unbeholfen an. Sie niesen und husten dabei. Aber sie lassen nicht locker und damit ist der erste Schritt der Zufütterung gelungen.

5.-6. Woche

Nun wird die Körpersprache differenzierter. Die Entwicklung der Beutefanghandlungen beginnt. Die munteren Kerlchen werden der Mutter zur Last. Das angebotene Dosenfutter schlingen sie nach einer kurzen Probe ohne weiteres hinunter.

7.-8. Woche
Nun ist die Feinmotorik schon ganz gut entwickelt. Die Kätzchen üben fleißig Anschleichen und Fangen. Es macht ihnen Spaß überall hochzuklettern und der Mutterkatze ins Ohr zu beißen. Manchmal treiben es die Kleinen allerdings so sehr auf die Spitze, dass sich die Mutter zurückzieht.

Quelle: „zugesendetes Material“ Verfasser: „unbekannt“



Gehirn

Einführung Biofeedback und das Gehirn
Alle Sinnesorgane und die Hormondrüsen des Körpers senden Informationen an das Gehirn. Dieses wertet die chemischen Signale aus und weist den Körper mittels des Nervensystems an, wie er reagieren soll. Das Gehirn übermittelt auch Instruktionen an die Hauptdrüse im Hormonsystem der Katze, die Hypophyse oder Hirnanhangdrüse. Die Informationen aus dem Gehirn regen die Hypophyse zur Bildung von Hormonen an, die Funktionen und Aktivitäten wie die Stoffwechselrate und das Sexualverhalten steuern. Dazu ist sehr viel Energie notwendig. Das Gehirn macht zwar weniger als ein Prozent des Körpergewichts aus, erhält aber 20 Prozent des vom Herzen ausgepumpten Bluts.
Alle Hormone, die die Körperfunktionen steuern und aufrechterhalten oder das Verhalten der Katze regulieren, unterliegen der direkten oder indirekten Kontrolle des Gehirns. In beiden Fällen sendet das Gehirn chemische Botschaften an den Hypothalamus, der die Hypophyse kontrolliert. Die Hypophyse wiederum produziert die Hormone, die anderswo Vorgänge stimulieren.
Steuerung der Körperfunktionen
Im Gehirn erzeugte Hormone steuern die meisten alltäglichen Körperfunktionen. Der Hypothalamus tief im Gehirn erzeugt das Antidiuretische Hormon (ADH), das die Konzentration des Urins überwacht und das Ocytocin, das bei der Kätzin die Wehen und den Milchfluss anregt. Die Hypophyse produziert eine Reihe von Hormonen. Ein wachstumsförderndes Hormon und sein Gegenteil, ein wachstumshemmendes Hormon, regulieren die Produktion des Wachstumshormons im Katzenhirn. Die Produktion dieses Hormons geht nach dem Welpenalter weiter, doch seine Bedeutung für die ausgewachsene Katze ist ungeklärt. Das Thyrotrope Hormon (Thyreotropin) regt die Schilddrüse an, die den Stoffwechselumsatz reguliert. Das Adrenocorticotrope Hormon (ACTH) stimuliert die Adrenalindrüse zur Ausschüttung von Cortisol als Reaktion auf Stress oder Gefahr. Die Bildung von Geschlechtshormonen, Eizellen und Sperma wird bei der Kätzin durch das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und beim Kater durch das Luteinisierende Hormon (LH) reguliert. Ein erst neuerdings entdeckter hormonaler Kontrollmechanismus betrifft das Melanin. Die Hypophyse produziert das Melanocytstimulierende Hormon (MSH), das die Melaninsynthese in der Zirbeldrüse anregt. Das Melanin ist an der Auslösung der Schlafzyklen beteiligt und überwacht die innere Uhr des Körpers, die den Tag- und Nach-Rhythmus aufrechterhält.
Die Nebennierendrüsen
Die Nebennierendrüsen, die den beiden Nieren aufsitzen, bestehen aus der Nebennierenrinde und dem davon eingeschlossenen Nebennierenmark. Die Nebennierenrinde erzeugt Cortisol und andere Hormone, die für den Stoffwechsel zuständig sind und die Reaktion des Körpers auf Verletzungen bestimmen. Das Nebennierenmark bildet Epinephrin und Norepinephrin, bekannter unter den Namen Adrenalin und Noradrenalin. Diese Hormone steuern den Herzschlag und die Erweiterung der Blutgefäße. Die Nebennierendrüsen sind ein wesentlicher Bestandteil des Biofeed-Regelkreises. Dieses System reguliert die Kampf-oder-Flucht-Reaktion und hat eine ganz unmittelbare Auswirkung auf das Katzenverhalten. Der Biofeedback-Mechanismus bestimmt die Wesenseigenschaften, die Verträglichkeit und die Zähmbarkeit einer Katze.
Der biologische Computer
Über all diesen Aktivitäten thront das Gehirn. Das Gehirn ist ein unvorstellbar kompliziertes Informationsspeichersystem, das aus Milliarden von spezialisierten Zellen, den sogenannten Neuronen, besteht, von denen jede bis zu 10000 Verbindungen zu anderen Zellen aufweist. Die Neuronen kommunizieren untereinander mit chemischen Botenstoffen, den Neurotransmittern. Bei einer sieben Wochen alten Katze flitzen die Botschaften mit fast 400 km/h durch das Gehirn. Diese Geschwindigkeit nimmt mit dem Alter ab, doch neueren Studien zufolge kann dieser Abbau rückgängig gemacht werden. Ältere Katzen, die mental angeregt werden, können tatsächlich ein schwereres Gehirn bekommen. Die Gewichtszunahme ist nicht auf neue Hirnzellen, sondern auf mehr Verbindungen zwischen den vorhandenen zurückzuführen.
Die Fähigkeit des Gehirns, Informationen zu speichern, ist genetisch vorprogrammiert. Manche gespeicherten Daten sind instinktiv oder angeboren und steuern das Sexualverhalten, die Reviermarkierung, die Aggressivität und im Welpenalter eingegangene Bindungen. Das Katzengehirn kann aber auch neue Daten aufnehmen, etwa die Art und Weise, wie ein Katzentürchen benutzt oder Nahrung beschafft wird. Anatomisch ähnelt das Gehirn der Katze dem aller anderen Säugetiere. Das Kleinhirn steuert die Muskeln, das Großhirn ist für das Lernen, Emotionen und Verhalten zuständig und der Hirnstamm für das Nervensystem. Ein Netzwerk von Zellen, das sogenannte limbische System, integriert wahrscheinlich Instinkt und Lernen. Der Konflikt zwischen dem, was eine Katze instinktiv tun möchte, und dem, was das Lernen sie zu tun zwingt, wird vermutlich hier ausgetragen.
Katzenintelligenz
Schaltkreise und Hormone bilden den Rahmen, in dem sich die Persönlichkeit entfaltet. Diese Struktur ist von Katze zu Katze verschieden und durch Vererbung beeinflusst. Sie ist freilich nur ein Teil des Gesamtphänomens; Entwicklung beruht auch auf Lernen. So wie der Mensch sich bei der Geburt instinktiv durch Laute mitteilen möchte, aber zuerst die Sprache erlernen muss, so werden auch Katzen mit dem Instinkt geboren, ihr Territorium zu markieren und zu verteidigen oder für ihren Lebensunterhalt zu jagen, doch sie müssen lernen, wie das geht. Katzen, die nicht zu jagen brauchen, um zu überleben, entwickeln einfach nie die für die Jagd zuständigen Gehirnbereiche. Viele jagen dennoch, sind aber nicht so erfolgreich wie jene, die das Jagen erlernt und praktiziert haben. Verwilderte Katzen erlangen ein gesundes Misstrauen gegen andere Tiere und Menschen, denn Katzen sind klein und gegenüber solchen Widersachern relativ wehrlos. Wenn wir Kätzchen in unserer Wohnung aufziehen, greifen wir aktiv in die Entwicklung ihres Gehirns, ihrer Biofeedback-Mechanismen und ihres Verhaltens ein. Eine Katze, die vor ihrer siebten Lebenswoche von Menschen aufgezogen wird, hat ein modifiziertes Biofeedback. Sie lernt, dass Menschen ungefährlich sind – ein Wissen, das sich ihrem Gehirn und ihren hormonellen Reaktionen auf uns fest einprägt.
Manche Leute glauben, Katzen könnten nichts lernen; sie sind scheinbar unfähig dazu, weil ihr Gehirn für eine solitäre Lebensweise ausgelegt ist und kaum auf soziales Lernen anspricht, das wir als „Rudeltiere“ ganz selbstverständlich nutzen. Katzen gehorchen in der Regel nicht, um gelobt zu werden, weil eine Belobigung für einen einzelgängerischen Jäger keinen Überlebensvorteil darstellt, aber sie können unsere Wünsche erfüllen, wenn sie dafür eine Futterbelohnung erhalten.
Das Nervensystem
Das Nervensystem, die Gesamtheit der erregungsleitenden und erregbaren Organe, koordiniert alle Körpervorgänge und Lebensäußerungen der Katze. Es arbeitet eng mit dem Hormonsystem zusammen, mit dem es durch das Gehirn und die Hypophyse verbunden ist, um alle natürlichen Funktionen des Tiers Sekunde für Sekunde, Tag für Tag aufeinander abzustimmen. Während die Hormone langsam, aber langfristig wirken, reagiert das Nervensystem mit seinen phantastisch komplizierten Vernetzungen schnell, exakt und direkt auf innere wie äußere Vorgänge. Einige Bereiche des Nervensystems werden von der Katze bewusst kontrolliert; andere funktionieren scheinbar automatisch, werden aber in Wirklichkeit auf tieferen, unbewussten Ebenen gesteuert. Informationen wandern in zwei Richtungen durch das Nervensystem: Sensorische Nerven informieren das Gehirn darüber, wie sich die Katze fühlt,  und motorische Nerven leiten Informationen vom Gehirn weg und teilen dem Körper mit, was er dann tun soll.
Zentral und Peripher
Das Nervensystem wird in das zentrale und das periphere unterteilt. Das zentrale Nervensystem umfasst das Gehirn und das Rückenmark – das Kommandozentrum des Körpers und die Schnellstraße für die zweibahnige Übermittlung der Nervenimpulse. Das periphere Nervensystem empfängt Informationen über Temperatur, Tasteindrücke und Schmerzen und leitet Befehle an die Muskeln weiter. Es besteht aus den Hirnnerven und den spinalen oder peripheren Nerven.
Die Hirnnerven sind zuständig für die Gesichtsmuskeln und die Weiterleitung von Informationen der Sinnesorgane. Sie verlaufen unterhalb des Gehirns zum Hirnstamm. Die Spinalnerven gehen vom Rückenmark in dessen ganzer Länge aus und verbinden die Extremitäten mit dem Zentralnervensystem.
Die Unterteilung des Nervensystems dient dem besseren Verständnis, ist aber keine physische Trennung. Viele Nervenzellen liegen teils im Zentralnervensystem und teils im peripheren System.
Chemische Botenstoffe
Das Nervensystem besteht aus Nervenzellen oder Neuronen und unterhält Zellen, die Strukturen bilden und Myelin produzieren. Ein Neuron ist bedeckt mit zweigähnlichen Gebilden, den sogenannten Dendriten, die Botschaften von anderen Zellen empfangen. Jede Zelle besitzt auch einen langen schwanzartigen Fortsatz, der Axon genannt wird und Botschaften an andere Nervenzellen oder direkt an Organe übermittelt. Alle diese Botschaften werden von Neurotransmittern weitergeleitet. Das sind chemische Substanzen, die in den Axonen gebildet werden und die winzige Lücke zwischen den Nervenzellen, den synaptischen Spalt, überwinden. Neuronen berühren einander nie. In jedem Augenblick, selbst im Tiefschlaf, sendet und empfängt das Nervensystem einer Katze zahllose Botschaften. Jede Zelle verschickt dabei gewöhnlich Botschaften an Tausende von anderen Zellen.
Willkürliche, automatische  und unbewusste Kontrolle
Willkürliche Kontrolle
Das periphere Nervensystem besteht aus Millionen von Nervenfasern, die zu einzelnen Nervensträngen gebündelt sind. Diese leiten Informationen der Haut und der Muskeln zum Gehirn und Anweisungen vom Gehirn zurück zu den Muskeln. Einzelne Nervenfasern, die von einer einzigen Zelle ausgehen, können bis zu 30 cm lang sein. Die gesamte Struktur gleicht anatomisch einem weitverzweigten Wurzelsystem.Automatische Kontrolle
Das vegetative (autonome) Nervensystem überwacht die unwillkürlichen Funktionen und Aktivitäten. Solange eine Katze entspannt und streßfrei ist, ist der Parasympathicus zuständig. Unter Streß übernimmt der Sympathicus sofort die Kontrolle, er beschleunigt den Puls, weitet die Pupillen und leitet Blut zu den Muskeln, damit sie unverzüglich in Aktion treten können.Unbewusste Kontrolle
Viele Funktionen des Nervensystems werden bewusst oder willkürlich gesteuert. Wenn eine Katze ein Beutetier erblickt, kontrolliert sie bewusst ihre Muskeln, damit sie sich auf das Opfer stürzen kann. Sinnesnerven leiten Botschaften zum Gehirn weiter, und motorische Nerven leiten Botschaften zurück zu den Muskeln und stimulieren sie, so kontrolliert zu funktionieren, wie es für einen präzisen Beutesprung notwendig ist.
Andere Aktivitäten geschehen dagegen unwillkürlich. Das gilt in der Regel für die inneren Organe, etwa die Regulierung des Herzschlags und der Atmung und die vielen Verdauungsvorgänge. Solche unwillkürlichen Aktivitäten werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Das vegetative System besteht aus zwei Teilen, einem sympathischen und einem parasympathischen. Der erste fördert Aktivität, der zweite hemmt sie. Bei einer entspannt ruhenden Katze koordiniert der Parasympathicus die unwillkürliche Aktivität: Die Pupillen sind entspannt, Puls und Atmung langsam und regelmäßig. Gerät die Katze unter Streß, übernimmt der Sympathicus die Kontrolle; er regt den Hypothalamus und die Hypophyse im Gehirn an, die Nebennierendrüsen zur Kamp-oder-Flucht-Reaktion zu stimulieren. Diese Abläufe sind zwar komplex, erfolgen aber blitzschnell.

 



Genetik

Vererbung von Merkmalen
Die Details der Genetik sind sehr komplex, aber die Basis der vererbten Merkmale ist jedoch recht einfach. Alle lebensnotwendigen Informationen liegen in den Genen, die in jeder Körperzelle enthalten sind. Die meisten dieser Informationen sind bei allen Säugetieren gemeinsam. Der Rest macht die Katzen zu dem, was sie sind, und uns Menschen zu dem, was wir sind. Die wissenschaftliche Vererbungslehre wurde von Gregor Mendel (1822-1884) begründet, der nachwies, dass bei Kreuzungen die elterlichen Merkmale teils dominant und teils rezessiv weitergegeben werden. Das 1953 von Crick und Watson entwickelte Modell der DNS, also des genetischen Speichersystems, führte zu neuen Erkenntnissen, was den Einfluss des Erbguts auf Körpermerkmale, emotionales Verhalten und Krankheiten betrifft.
Die Vererbung folgt einfachen, mathematischen Gesetzen. Jede Zelle im Körper einer Katze enthält einen Kern. Jeder Kern enthält wiederum 38, in 19 Paaren angeordnete Chromosomen, die gerade so groß sind, dass man sie mit einem starken optischen Mikroskop erkennen kann. Jedes Chromosom hat die Form einer eng gewundenen Doppelspirale aus Desoxyribonukleinsäure (DNS oder DNA), die sich ihrerseits aus Tausenden von Komponenten, den Genen, zusammensetzt, welche wie Perlen aufgereiht sind. Jedes Gen besteht aus vier unterschiedlichen Proteinen – A, T, C, G, und die Kombination dieser Proteine liefert die Informationen für alle Lebensäußerungen der Katze.
Kopien und Mutationen
Jedesmal wenn eine Zelle, etwa eine Hautzelle, ersetzt wird, werden ihre Chromosomen kopiert. Die DNS teilt sich längs der Mitte wie ein Reißverschluss. Ribonukleinsäure (RNS oder RNA), die der DNS entspricht, wird gebildet und gleichsam als Schablone für die Bildung neuer DNS aus den Proteinen der Zelle verwendet. Der Kopiervorgang verläuft so präzise, dass nur in jeweils einer Million Kopien ein Fehler oder eine Mutation in einem einzigen Gen vorkommt. Doch solche seltenen Fehler können können Krebs auslösen und das Altern beschleunigen.
Erbinformationen werden auf andere Weise weitergegeben. Ei- und Samenzellen enthalten jeweils nur 19 Chromosomen, also ein halbes Paar. Bei der Empfängnis vereinen sich die 19 Chromosomen im Ei mit den 19 im Sperma und lassen so eine neue und neuartige Folge von 19 Paaren entstehen. Jedes Kätzchen ererbt von jedem Elternteil jeweils die Hälfte seines genetischen Materials. Wenn sich die Chromosomen verbinden, ordnen sich auch die Gene für jedes Merkmal nebeneinander an. Fehler oder Mutationen, die manchmal in den Ei- oder Samenzellen vorkommen, bringen neue Merkmale hervor.
Dominante und rezessive Merkmale
Genetische Abweichungen von Merkmalen, zum Beispiel die Haarlänge, werden als dominant bezeichnet, falls eine Kopie davon notwendig ist, um Wirkung zu zeigen, und als rezessiv, wenn zwei Kopien, eine auf jedem Chromosom in einem Paar, nötig sind. Ursprüngliche Merkmale sind im allgemeinen dominant, neue Mutationen rezessiv: Katzen hatten ursprünglich ein kurzes Fell, und das Gen dafür erhielt das Zeichen L, doch vor langer Zeit geschah eine Mutation, die ein rezessives Gen für langes Haar, das mit l bezeichnet wird, hervorbrachte. Eine Katze, die ein dominantes Merkmal zeigt, kann heterozygot (spalterbig) sein und die rezessive Alternative verdeckt unter dem dominanten Merkmal tragen; eine Katze mit einem rezessiven Merkmal muss dagegen für dieses homozygot (reinerbig) sein, da sie keine Alternativen trägt. Zwei heterozygote Kurzhaarkatzen – beide Ll mit dem rezessiven Gen für langes Haar – bringen, wenn sie miteinander verpaart werden, im Schnitt zwei Ll-Kätzchen, ein LL-Kätzchen und ein langhaariges ll-Kätzchen hervor. Äußerlich lässt sich nicht feststellen, welche der drei kurzhaarigen Nachkommen das l-Gen haben, das sie befähigen würde, langhaarige Nachkommen zu erzeugen. Leider sind nicht alle Vererbungsregeln so einfach. Viele Merkmale sind polygenetisch und werden durch eine unbekannte Genkombination bestimmt. Zudem sind nicht alle Gene einfach dominant oder rezessiv; manche Mutationen zeigen eine partielle Dominanz über andere oder sogar über die ursprüngliche Erscheinungsform.
Allele
Spezielle Informationen über ein Merkmal sind stets am selben Ort (Locus) auf jedem Chromosom in einem Chromosomenpaar angesiedelt; dieser paarige Ort wird Allel genannt. Die Informationen in einem Allel können sich verändern. Wenn sie an beiden Orten gleich sind, sind die Anweisungen homozygot; sind sie verschieden, sind die Anweisungen heterozygot.
Mendelsche Vererbungsmuster
Mehrere wichtige Merkmale im Erscheinungsbild der Katze sind identifiziert worden. Dominante Merkmale werden mit Groß-, rezessive mit Kleinbuchstaben bezeichnet. Eine Kurzhaarkatze bekommt das Zeichen L, sofern Testverpaarungen sie nicht als LL ausweisen, denn L muss nur einmal in einem Allel auftauchen, um Wirkung zu zeigen; die Natur des zweiten Gens innerhalb des Paars bleibt gewöhnlich unbekannt. Untern aufgeführt siehst Du ein Diagramm, welches zeigt, wie Langhaar- und Kurzhaarmerkmale weitergegeben werden. Es sind Durchschnittsergebnisse im Laufe vieler Paarungen.
LL = ll
Ll Ll Ll Ll = Ll
Ll = ll Ll Ll LL
Ll Ll ll ll
Merkmale im Erscheinungsbild der Katze
A Agouti oder Tabby
a Nicht-Agouti oder einfarbig
B Schwarz
b Braun oder Chocolate
b1 Hellbraun oder Cinnamon
C Voll pigmentiert oder einfarbig
cb Burmazeichnung oder Sepia
cs Siamzeichnung oder mit Abzeichen (Points)
D Dichte, dunkle Farbe
d Verdünnte, helle Farbe
l Melaninhibitor oder Silberung
i Pigmentierung bis zur Wurzel
L Kurzhaar
l Langhaar
O Orange oder geschlechtsbezogenes Rot
o Melanistische, nicht-rote Farbe
S Weiße Fleckung oder Bi-Colour
s Einheitliche Farbe auf dem ganzen Körper
T Gestreift oder getigert
Ta Abessiniertabby oder Ticking
tb Gestromt
W Weiß, dominant über alle Farben
w Normalfarben

 



Anatomie Teil 2

Anatomie 2
Schädel

Katzen haben im Gegensatz zu anderen Tieren einen kurzen, nach vorne gerundeten Schädel. Der obere Teil des Schädels (Gesichtsschädel) unserer Katzen setzt sich aus der Schädelhöhle, dem Stirnbein, dem Scheitelbein, dem Schläfenbein, dem Jochbein dem Nasenbein und den Oberkieferknochen zusammen. Das Stirnbein grenzt an das Scheitelbein. Vom Stirnbein setzt sich das Nasenbein, welches am Oberkiefer endet. Der Oberkiefer besteht aus einem paarigen Hohlknochen. Die Oberkieferbeine bestehen aus einem mittleren, hohlen Teil mit einer Verbindung zur Nasenhöhle. Das Jochbein ist deutlich seitlich ausgeprägt. Die Augen ruhen in den Augenhöhlen. Der Unterkiefer ist durch ein Gelenk mit dem Hirnschädel verbunden. Er besteht aus dem Unterkieferkörper, den Zahnfächern und dem Unterkieferrast mit Gelenk- und Muskelfortsatz auf beiden Seiten.
Um die Beute festzuhalten und zu zerteilen, hat unsere Samtpfote ein Raubtiergebiss mit langen Eckzähnen, Reißzähne oder Fangzähnen und kräftige vordere Backenzähne. Im sitzen Kiefer insgesamt 30 Zähne (16 oben und 14 unten). Der Unterkiefer hat einen Backenzahn weniger. Allerdings hat eine Katze als Fleischfresser weniger Zähne als wir. Das Gebiss der Katze ist auf das Zerteilen der Beute ausgerichtet und da die Katze ihren Unterkiefer kaum hin und her bewegen kann, muss sie beim Kauen den Kopf mal nach links und mal nach rechts drehen. Sie kann das Fleisch also nicht zermalmen, sondern nur zerkleinern und schlucken. Zur Unterstützung hat hier eine starke Kaumuskulatur. So wird das Gebiss einer Katze zu einem effektiven Werkzeug und ist gleichzeitig eine Waffe.

Zähne

Welpen haben nur 26 Milchzähne. Im Alter von etwa zwei Wochen brechen die ersten Milchzähne eines Kätzchens durch und mit acht Wochen ist das Welpengebiss dann vorhanden. Mit vier bis sechs Monaten erfolgt der Zahnwechsel und mit neun Monaten ist das Gebiss einer erwachsenen Katze vollkommen entwickelt. Durch Zahnstein verliert eine Katze ihre Zähne. Servieren sie daher ihrer Samtpfote auch Trockenfutter. Ein gesundes Gebiss ist weiß und das Zahnfleisch rosa; ein mit Zahnstein &überzogenes ist grau bis braun verfärbt. Katzen mit Zahnerkrankungen riechen nicht nur aus dem Maul, sondern in der Folge kann sie auch ernsthaft (z. B. Nieren) erkranken. Beim Besuch des Tierarztes müssen daher auch die Zähne untersucht und der Zahnstein entfernt werden.
Mit den nach innen gebogenen Reißzähnen (2) oder Eckzähnen fasst und tötet sie ihre Beute und mit seitlich gerichteten Kopf reißt sie die Fleischbrocken aus dem Beutetier. Eine Katzenmutter setzt sie allerdings auch ein, um ihre Jungen, die bei diesem Biss in eine Tragstarre fallen, in ein sicheres Versteck zu bringen. Die vorderen kräftigen Backenzähne (3) zerteilen das Fleisch mundgerecht um es nun herunterzuschlucken. Auch kleinere Knochen werden zermalmt. Da Hühnerknochen leicht splittern, lösen sie bitte die Knochen vom Hühnchen aus. Durch die aggressiven Magensäfte wird die Nahrung nun verdaut. Die winzigen Schneidezähne (1) im Ober- und Unterkiefer benutzt eine Katze nur um Fleischreste vom Knochen abzuschaben oder zur Fellpflege. Mit Geschick angelt sie sogar Flöhe aus ihrem Fell. Danach folgt im Unterkiefer links und rechts eine Zahnlücke und der letzte verkümmerte Backenzahn.

Die Zahnformel des Milchgebisses bezogen auf die Kieferhälfte
oben 3 P 1 C 3 I
unten 2 P 1 C 3 I
Die Zahnformel einer erwachsenen Katze bezogen auf die Kieferhälfte
oben 1 M 3 P 1 C 3 I
unten 1 M 2 P 1 C 3 I
Die Bedeutung:
M=Molare(s) = Backenzähne P=Prämolare(s) = Vorderbackenzähne C=Canini = Reisszähne I=incisivi = Schneidezähne
Das Rückgrad

Das Rückgrat der Katze besteht aus unterschiedlichen Wirbeln: 7 Halswirbel, 13 Brustwirbel, 7 Lendenwirbel, die von vorne nach hinten an Breite zunehmen, 3 Kreuzbeinwirbel und 20-23 Schwanzwirbel. Da die Rückenwirbel sehr elastisch miteinander verbunden (im Gegensatz z.B. beim Menschen) sind, dadurch ist das Rückgrat sehr beweglich. Nur die Kreuzbeinwirbel sind starr verbunden und damit keine Bewegung zulassen. Das Schlüsselbein ist verkümmert und in der Muskulatur eingebettet, so dass das Schultergelenk trotzdem einen festen Halt hat. Die Halswirbel sind besonders gut drehbar und da zusätzlich zwischen dem ersten und zweiten Halswirbel ein Gelenk ist, kann eine Katze ihren Kopf nach allen Seiten, auch rückwärts gut drehen. Die hohen Dornfortsätze der Halswirbel garantieren die gute Befestigung für eine kräftige Muskulatur. Eine Voraussetzung für die Sprungkraft, das gute Klettervermögen und auch das die Katze beim Fallen auf die Füße landet, ist die Drehfähigkeit der Lendenwirbel. Die Beweglichkeit der Schwanzwirbel zeigt nicht nur die aktuelle Stimmung Ihres Vierbeiners, sondern hilft auch beim Sprung, Laufen und Fallen als „Balancegerät“.

Brustkorb

Der Brustkorb (Thorax) einer Katze setzt aus Brustwirbel, an denen die Rippen (13 Stück) befestigt sind und dem Brustbein (Sternum) zusammen. Das Brustbein besteht aus mehreren kleinen Knochen, die durch Knorpel verbunden sind. Mit zunehmendem Alter verhärten diese Knorpelstückchen allerdings und bilden damit eine Einheit. Die Schulterblätter der Katze sind dünne, flache Knochen und an den vorderen, schmalen Teilen befinden sich die Pfannen der Schultergelenke. Die Schulterblätter liegen lose seitlich am oberen Teil des Brustkorbs an und werden lediglich durch Muskeln und Bänder gehalten. Dadurch kann sich eine Katze nicht nur durch engste Ritzen zwängen, sondern auch mühelos auf einem schmalen Sims laufen. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass Kopf und Wirbelsäule unbeweglich bleiben, aber Schulterblätter und Beine fast den Boden berühren, um fast den Erdboden berührend, sich an eine Beute anschleichen zu können. Auch beim Laufen bewegen sich die Schulterblätter gleichzeitig mit den Oberarmbeinen.

Das Becken

Das Becken der Katzen ist äußerst schlank ausgebildet und besteht aus den beiden Hüftbeinen. Die beiden Hüftbeine bilden zusammen mit dem Darmbein, Scharmbein und Sitzbein den Beckengürtel. Die Kreuzbeinwirbel und der erste Schwanzwirbel begrenzen die Beckenhöhle. Die feste Verbindung des Beckens mit den Kreuzbeinwirbeln ist ideal zum Schleichen, bei Stürzen und um bei Sprüngen abzufedern. In der halbkugelförmigen Beckenpfanne liegen die Oberschenkel. Die gesamte Anordnung der Beckengliedmaße trägt und unterstützt den Katzenkörper beim Laufen und Springen und liefert mit den freien Gliedmaßen, die nötige Kraftübertragung.

Vorderlauf

Der halbkugelförmige Gelenkkopf des Oberarmbeins lagert in der Gelenkpfanne des Schulterblattes und ist zum restlichen Knochen leicht verdreht ist. Es bildet die knöcherne Grundlage des Oberarms. Das Oberarmbein ist ein Röhrchenknochen, dessen Gelenkende mit glasartigem Knorpel überzogen ist. Der Oberarmknochen endet mit einem rollenförmigen Gelenk, das in der Einbuchtung der Elle eingebettet ist und auf der Gelenkfläche der Speiche aufliegt. Diese Gelenkform nennt man Ellenbogen. Speiche und Elle, auch Unterarmbein genannt, sind etwa gleich stark, sind nur durch einen kleinen Zwischenraum getrennt und enden rollenförmig. Es folgen mehrere Karpalknochen, die nebeneinander zweireihig angeordnet sind, unter anderem das seitlich herausragende Erbsenbein. Dann die unterschiedlich langen Voderfußknochen (vergleichen Sie Ihre Handfläche) und Zehenknochen mit den Krallenbeinen. Der gesamte Aufbau des Vorderlaufes in Verbindung mit dem Schultergelenk hilft der Katze, Stöße zu dämpfen und abzufangen.

Hinterlauf

Der Oberschenkel, der einen abgewickelten Gelenkkopf hat, sitzt in der Beckenpfanne. Damit der Unterschenkel im Oberschenkel gleiten kann, ist er am Ende mit einem Rollkamm und einer Rollfuge ausgebildet. Der Unterschenkel hingegen ist durch ein Kniegelenk und einer tropfenförmigen Kniescheibe mit dem parallel verlaufenden Schienbein und Wadenbein (Unterschenkel) verbunden. Das Schienbein ist am oberen Ende verdickt, so dass das Wadenbein anliegen kann und zusätzlich ist eine Auskehlung vorhanden, damit die Kniescheibe geführt wird. Der Hinterfuß unserer Katze besteht aus dem Tarsalknochen, dem Sprungbein und dem Fersenbein. Der Tarsalknochen setzt sich aus drei Reihen zusammen. Wie eine Gelenkrolle funktioniert das Sprungbein. Das Fersenbein ragt aus dem Hinterlauf deutlich heraus und bildet damit die Vorstufe zur Ferse.

 

Pfoten

Dem Skelett folgend bauen nach den Beinen sich die Füße wie folgt auf: Eine Katze besitzt 7 Vorderfußwurzelknochen, die das sehr bewegliche und drehbare Fußgelenk bilden. Direkt an den Fußwurzelknochen sitzen 5 Mittelhandknochen oder Vordermittelfußknochen, an die sich 5 Zehenknochen der Vorderhand oder des Vorderpfoten anschließen. Ihre Pfoten setzen Katzen nicht nur zum Klettern ein, sondern auch wirksam zum Greifen, Zuschlagen und zur Körperpflege. Vielleicht haben Sie schon einmal beobachtet, dass Ihr Liebling diese wie ein Löffel zum Trinken oder Fressen benutzt. Wenn sich Katzen vorwärts bewegen, treten sie nicht mit der ganzen Pfote auf, sondern nur mit den Zehenspitzen und gehören damit zu der Gruppe der Zehengänger. Den typischen geschmeidigen Gang nennt man auch Schleichgang. Das Fell geht bis zu den Ballen, je nach Rasse unterschiedlich stark ausgeprägt. Die spitzen und sichelförmigen Krallen liegen in Krallenscheiden verborgen und schnellen nur bei Bedarf hervor. Sie sind eine Kletterhilfe und eine wirksame Waffe zur Verteidigung und der Jagd. Unsere Samtpfote läuft, sprintet und landet nur auf den Zehenspitzen, im Gegensatz zu anderen Lauftieren. So kann hier nicht das gesamte Gewicht auf vielen Knochen sich verteilen. Damit sie einer solchen Belastung standhalten können, halten Gewebebänder die Knochen fest zusammen und lassen nur eine geringe Seitenbeweglichkeit in den Fußgelenken zu.

Nur mit den Vorderpfoten, an denen sich Duftdrüsen zum Markieren des Reviers befinden, schärft und wetzt sie die Krallen. Wir finden dann die alten und ausgedienten Krallenhüllen. Um die hinteren Krallen auf Vordermann zu bringen, setzt sie ihre Zähne ein. Die Krallen sind nicht nur zum Jagen oder bei einer Verfolgungsjagd, sondern auch für das Sozialverhalten untereinander wichtig. Die Vorderpfoten haben 5 Zehen, vier an der Pfote und der kürzere Daumen ist weiter oberhalb angeordnet.
An den hinteren Pfoten sind 4 große Zehen, die fünfte ist verkümmert.
Der Aufbau der Gliedmaßen der Menschen ähnelt denen der Katze, nur sind die Längenverhältnisse umgekehrt. So sind die Oberarmbeine und Oberschenkel kürzer, dafür werden die Beine über Mittelfußknochen, Fußknochen bis zu den Zehen immer länger. So erreicht unser Vierbeiner die hohen Geschwindigkeiten. Damit sie den großen Beanspruchung standhalten können werden die Knochen von Gewebebänder fest zusammenhalten. Gleichzeitig ergibt sich daraus eine nur geringe Seitenbeweglichkeit in den Fußgelenken.
Die Fußballen

Je nach Rasse ist die Farbe und Größe der Ballen unterschiedlich, aber sie dienen als Stoßdämpfer bei Sprüngen, als Bremse, um schnell die Laufrichtung zu ändern und schützen vor Verletzungen, wenn die Katze durch dorniges oder steiniges Unterholz streift. Auch sorgen die Ballen mit der dicken Haut dafür, dass die Fußwurzelknochen nicht verletzt werden. Die Vorderpfoten haben fünf und die Hinterpfoten vier Fußballen. Ungeklärt ist die Funktion des einzelnen Fußballens, der nur an den Vorderpfoten oberhalb der übrigen Fußballen sitzt und den Boden nicht berührt. Für die normale Fortbewegung ist dieser Extraballen eigentlich ohne Bedeutung.

Blutgruppen unserer Katzen

Unsere Hauskatzen haben drei verschiedene Blutgruppen, die je nach Rasse unterschiedlich häufig vorkommen. So hat die Europäisch Kurzhaar Katze (EHK) in der Regel die Gruppe A, dagegen ist die Verteilung bei getesteten Britisch Kurzhaar Katzen 40 % Gruppe A und 59 % Gruppe B. Weitere Blutgruppen sind die Gruppen B und AB. Nach der letzten Gruppe bezeichnet man das Blutgruppensystem der Katzen als AB-System. Da in den Gruppen A und B jeweils Antikörper der anderen Blutgruppe vorhanden sind entstehen Unverträglichkeiten, die bei einer Bluttransfusion und insbesondere bei der Aufzucht der Welpen durch die Muttermilch zu Hämolyse, Zerfall der roten Blutkörperchen; führt. Wenn die Welpen ohne erkennbaren Grund sterben, kann Blutunverträglichkeit der Katzeneltern die Ursache sein, daher müssen um dieses zu vermeiden, die an sonsten gesunden Welpen für zwei Tage zu einer Ersatzmuter geben oder mit Aufzugsmilch aufziehen. Danach dringen die Antikörper nicht mehr durch die Darmwand. Die bei einer säugenden Mutter in dem Kolostrum (Muttermilch der ersten paar Tage) enthaltenden Abwehrstoffe und Immunstoffe können bei sorgfältiger Hygiene vernachlässigt werden.
Blutgruppenunverträglichkeit
Der medizinische Fachausdruck für die Blutgruppenunverträglichkeit heißt feline neonatale Isoerythrolyse oder „Fading kitten syndrom (FNI). Erste Anzeichen des Zerfalls der roten Blutkörperchen können eine Gelbsucht, Blutarmut oder ein bräunlicher Urin der Welpen sein. Da die Antikörper der Blutgruppe B stärker dominieren, als die der Blutgruppe A, sind die Jungen mit der Blutgruppe A stärker gefährdet. Hat hier der Kater die Gruppe A und die Katze die Gruppe B, muss dies bei der Paarung von Katzen beachtet werden. Aber Katzen mit der Blutgruppe AB besitzen dagegen keine Antikörper.

Quelle: www.katzenwesen.de Copyright: „R. Neumann“

 



Anatomie Teil 1

Kurzgefasste Anatomie
Katzen sind Raubtiere. Deshalb ist ihr Körperbau in hervorragender Weise auf diejenigen Umweltverhältnisse ausgerichtet, die sie in ihrem natürlichen Lebensraum vorfinden. Katzen können meisterhaft schleichen, springen und klettern. Dabei wirken sie geschmeidig und elastisch. All dies wird ihnen durch das harmonische Zusammenspiel von Skelett, Sehnen und Muskeln ermöglicht. Die Katzenpfoten entsprechen auch den kätzischen Erfordernissen. Die Tiere haben die Fähigkeit, sich sachte und leise fortzubewegen, aber auch kräftig zuzupacken und hohe Hindernisse zu erklimmen, wenn es notwendig ist. Ebenso ausgeprägt sind die Sinnesorgane der Katze. Sie kann ausgezeichnet hören und sehen. Ihre Augen passen sich den Lichtverhältnissen an und nehmen auch noch bei spärlichstem Licht Gegenstände wahr. Weiteres über Sinnesleistungen und Fähigkeiten der Katze in den anderen Rubriken.

 

 

Gebiss der Katzekatze_150
Das vollständige Gebiss eines gesunden erwachsenen Tiers besteht aus 30 Zähnen. Wie der Hund bekommt jedoch auch die Katze zunächst ein Milchgebiss, dass nur 26 Zähne hat. Ab dem vierten Lebensmonat beginnt mit dem Ersatz der Schneide- und Reißzähne der Zahnwechsel. Etwa mit einem halben Jahr hat eine Katze ihr vollständiges Gebiss mit 16 Zähnen im Ober- und 14 Zähnen im Unterkiefer. Dabei sind die vier dolchartigen Fangzähne die gefährlichste Waffe einer Katze. Mit ihnen fängt und tötet sie ihre Beute. Schneide-, Reiß- und Backenzähne zermalmen das Futter anschließend zu verdauungsfähigen Stückchen. Das Gebiss der Katze bedarf keiner außergewöhnlichen Pflege – es wird einmal im Jahr beim Check-up vom Tierarzt untersucht. Eventuell wird bei dieser Gelegenheit Zahnstein entfernt, der sich bilden kann.
Eine detaillierte Übersicht zum Thema Zahnerkrankungen findet ihr unter www.vet-dent.com/wissenswertes.htm

 

Krallen und Pfoten
Krallen und Pfoten sind für Katzen ausgesprochen wichtig. Bei den diversen Sprüngen, z.B. von Ast zu Ast, von Sims zu Sims, aufs Sofa oder beim Beutesprung, dienen die Pfoten als Stossdämpfer und Bremshilfe. Die Sohlenballen, mit kräftiger Hornhaut überzogen und gepolstert, verleihen der Katze außerdem den leisen Gang. Beim Klettern auf Bäume benutzt die Katze ihre Krallen als Steigeisen. Beim Gehen jedoch zieht sie sie ein, damit sie nicht abgewetzt werden. Damit die Krallen scharf bleiben, schärft die Katze sie regelmäßig an Bäumen oder ihrem Katzenbaum bzw. Kratzbrett.
Die Pfote besteht aus dem Karpalballen, dem Ballen der Daumenkralle sowie der herzförmigen Sohlen- und den vier Zehenballen. Die Pigmentierung der Ballen kann unterschiedlich ausfallen.Das Karpalorgan
Ein Tastkörperchen, das beim Klettern bedeutsam ist. Wie in den Zehen- und Sohlenballen befinden sich auch in der Haut der Karpalballen zahlreiche Schweißdrüsen (deren Sekret unter anderem als Duftsignal dient), außerdem Druckrezeptoren, die Pacinikörperchen. Doch die Karpalballen, die ja nur an den Vorderläufen vorkommen, zeigen auch eine Besonderheit: Rund drei Zentimeter über ihnen nämlich entspringen drei bis sechs meist pigmentlose extrem berührungsempfindliche so genannte Sinushaare. Sie sind den Schnurrhaaren (Vibrissen) der Katze vergleichbar und fungieren als zusätzliche Schwingungsrezeptoren. Man nennt sie deshalb auch Karpalvibrissen. Neben den Haarbälgen dieser ziemlich steifen Haare befinden sich zudem einige Duftdrüsen, deren Sekret insbesondere beim Klettern auf dem Untergrund verteilt wird. Karpalvibrissen und Haarbälgen bilden zusammen das Karpalorgan, ein Organ, das vornehmlich beim Klettern seine Wirkung entfaltet.
Quelle: „Internet“ Verfasser: „unbekannt“

 

Kopfbereich

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Zunge
1. Geschmacksknospen
2. Widerhäkchen
3. Geschmacksknospen

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Ohr
1. äußerer Gehörgang
2. Hammer, Amboss, Steigbügel
3. Trommelfell
4. Mittelohr
5.Eustasische Röhre
6.Hörnerv
7.Schnecke
8.Schneckengang
9.ovales Fenster

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Nase
1. Hypothalamus
2. Nasenhöhle
3. Maul
4. Zunge

5. Kanal
6. Gehirn
7. Riechkolben
8. Nasenschleimhaut
9. Jakobsonsche Organ

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Auge
1. Bindehaut
2. oberes Lid
3. Iris
4. Hornhaut
5. Linse
6. Kammerflüssigkeit
7. unteres Lid
8. Aufhängeapparat
9. Unterer Augenmuskel
10. Sehnerv
11. Glaskörper
12. Netzhaut
13. Gefäß
14. Lederhaut

Quelle: „Internet“  Verfasser: „www.katzenwesen.de

 

Lymphsystem der Katze
Neben dem Blutgefäßsystem durchzieht das Lymphgefäßsystem als weitverzweigtes Netz den Körper. Der Inhalt der Bahnen ist Lymphe, eine Flüssigkeit, die aus dem Körper stammt, bestimmte Filterstationen – die Lymphknoten – durchläuft und dann wieder dem Blut zugeführt wird. Befinden sich jetzt krankmachende Keime in dieser Lymphe, so können diese in den Lymphknoten ausgefiltert werden und führen hier zu Reaktionen, die als Umfangsvermehrungen der Lymphknoten sichtbar werden.

 

Auf das Fell sind einige wesentliche Lymphknoten in ihrer Lage aufgezeichnet

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1. Ohrspeicheldrüsenlymphknoten
2. Kehlgangslymphknoten
3. Oberflächliche Halslymphknoten
4. Achselhöhlenlymphknoten
5. Oberflächliche Leistenlymphknoten
6. Kniekehllymphknoten

Aktiver Bewegungsapparat – Skelettmuskulatur
Die Bewegung der Gelenke erfolgt durch die Einwirkung der Muskeln. Jeder Muskel besitzt einen Ursprungsbereich, der oberhalb des Gelenkes liegt und einen Ansatz unterhalb des Gelenkes. Wird jetzt der Muskel durch Einen Nervenreiz veranlasst, sich zusammenzuziehen, so verkürzt er sich. Da zwischen Ursprung und Ansatz das Gelenk liegt, können die Knochen bei der Verkürzung des Muskels bewegt werden. Als wesentliche Wirkungsgruppe unterscheidet man zwischen den Muskeln nach ihrer Funktion: Beuger, Strecker und Dreher. Die Wirkungsweise eines Muskels hängt immer von der Lage seines Ursprungs und Ansatzes ab.

 

Darstellung der oberflächlich gelegenen Muskulatur
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1. Oberlippenheber & Erweiterer des Nasenloches 2. Jochmuskel 3. Rückzieher des äußeren

Augenwinkels

4. Heber des inneren Augenwinkels 5. Äußerer

Kaumuskel

6. Lange Auswärtszieher des Ohres
7. Brustbein-Kopf-Muskel 8. Schulter-Hals

-Muskel

9. Schlüsselbeinstreifen
10. Schlüsselbein-Oberarmmuskel 11. Schulter-Hals

-Muskel

12. Trapezmuskel
13. Deltamuskel 14. Unterer

Grätenmuskel

15. Dreiköpfiger Muskel
16. Breiter Rückenmuskel 17. Unterer

gezahnter

Muskel

18. Äußerer schiefer Bauchmuskel
19. Innerer schiefer Bauchmuskel 20. Oberarmmuskel 21. Tiefer Brustmuskel
22. Oberarm-Speichenmuskel 23. Äußerer Speichen-muskel 24. Gemeinsamer Zehenstrecker
25. Äußerer Ellenbogenmuskel 26. Tiefer Zehenbeugen-muskel 27. Äußerer Zehenstrecker
28. Runder Einwärtsdreher 29. Innerer Speichen-muskel 30. Oberflächlicher Zehenbeuger
31. Schneidermuskel 32. Spanner der Schenkelfaszie 33. Mittlerer Kruppenmuskel
34. Oberflächlicher Kruppenmuskel 35. Schwanz-Oberschenkel

-muskel

36. Zweiköpfiger Oberschenkel-Muskel
37. Halbsehniger Muskel 38. Halbhäutiger

Muskel

39. Wadenmuskel
40. Langer Wadenbeinmuskel 41. Langer

Zehenstrecker

42. Vorderer Schienbeinmuskel
43. Tiefer Zehenbeuger

 

Passiver Bewegungsapparat – Knochen und Gelenke
Das tragfähige Skelettsystem gibt dem Katzenkörper seine Stabilität und schütz gleichzeitig empfindliche Organe wie Herz und Lunge im Brustkorb und das Gehirn im Kopf. Durch gelenkige Verbindungen der einzelnen Knochen untereinander ist überhaupt erst eine Fortbewegung möglich. Bei den Gelenken kann man einen Beugewinkel und einen Streckwinkel unterscheiden. Wird das Gelenk gebeugt, so werden die freien Enden der Knochen des Gelenkes einander genähert, wird es gestreckt, entfernen sich die Knochenenden voneinander. Zur Ausführung der Vielzahl der Bewegungsabläufe sind die einzelnen Gelenke sehr unterschiedlich gebaut und haben verschiedene Bewegungsradien.

 

 

Darstellung des Knochengerüstes/Skelett
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1. Zwischenkieferbein 2. Oberkieferbein 3. Stirn
4. Hirnschädel 5. Jochbogen 6. Unterkiefer
7. Augenhöhle 8. Halswirbel 9. 6 von 7 ausgebildeten Halswirbeln
10. 2 Rippe 11. 13 Rippe 12. Brustbeinanfang
13. Brustbeinende 14. 1 Brustwirbel 15. Letzter Brustwirbel
16. 1 Lendenwirbel 17. 7 Lendenwirbel 18. Kreuzbein
19. Schwanzwirbel 20. Schulterblatt 21. Oberarm
22. Speiche 23. Elle (22. & 23. = Unterarm) 24. Vorderfußwurzel
25. Vordermittelfuß 26. Vorderzehen 27. Becken
28. Hüftgelenk 29. Oberschenkel 30. Kniescheibe
31. Schienbein 32. Wadenbein (31.&32. = Unterschenkel) 33. Hinterfußwurzel
34. Hintermittelfuß 35. Hinterzehen

 

Verdauungsorgane 
katze_236Im Bereich der Maulhöhle befinden sich die kräftig ausgebildeten Zähne, von denen die Hakenzähne oder Fangzähne auffallen. Besondere Bedeutung für die Nahrungsaufnahme haben im Oberkiefer der P4 und im Unterkiefer der M1 als Reißzähne, mit denen die Katze die Nahrung abreißt. Diese Nahrung wird in der Maulhöhle eingespeichelt (Speicheldrüsen) und dann durch die Speiseröhre in den Magen transportiert, wo die Verdauung fortgesetzt wird. Die Nahrung wird im Dünndarm mit den Abschnitten: Zwölffingerdarm(12), Leerdarm und Hüftdarm weiter aufgespaltet, wobei Verdauungssäfte aus der Leber(10) und der Bauchspeicheldrüse helfen. Im Dickdarm mit den Abschnitten: Blinddarm, Grimmdarm und Enddarm(13) wird die Verdauung beendet und die nicht verdauten Reste zum Kot eingedickt.katze_226

 

 

Kopfspeicheldrüsen und Übersicht der Körperhöhlenorgane
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1. Ohrspeicheldrüse 2. Unterkieferdrüse 3. Unterzungendrüse
4. Oberkieferbackendrüse 5. Vorderer Lungenlappen 6. Mittlerer Lungenlappen
7. Hinterer Lungenlappen 8. Herz 9. Zwerchfell
10. Rechte Leberhälfte 11. Magen 12. Zwölffingerdarm
13. Enddarm 14. Netz 15. Niere
16. Harnleiter 17. Harnblase

 

Herz und Kreislauf

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Das Herz ist die Pumpe des Körpers, die für den Bluttransport sorgt. Über die Venen gelangt das sauerstoffarme, verbrauchte Blut zur rechten Herzhälfte und wird von hier zur Lunge gepumpt. Die Lunge versorgt das Blut mit Sauerstoff, der für alle Vorgänge im Körper von Bedeutung ist. Von der Lunge gelangt das Blut zurück ins Herz, in dessen linke Hälfte und wird jetzt durch das Herz in die Hauptschlagader(3) gepumpt, von wo aus es sich über die Arterien und Kapillaren im Körper verteilt und über die Venen zur rechten Herzhälfte zurückfließt.

 

Übersicht der Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der Lage des Herzens
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1. Luftröhre 2. Herz 3. Hauptschlagader
4. Speiseröhre 5. Zwergfell 6. Leber
7. Magen 8. Milz 9. Netz
10. Niere 11. Harnleiter 12. Harnblase
13. Enddarm

 

Luftwege

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Die Atemluft gelangt durch die Nase in die Lunge. In der Nase wird die Luft angewärmt und angefeuchtet. Diese Anfeuchtung ist für die Sättigung der Luft in der Nase mit Wasserdampf und das Verdunsten der Produkte der Drüsen in der Nase von Bedeutung. Hierdurch wird das Riechen wesentlich unterstützt. Die so präparierte Luft gelangt durch den Kehlkopf und Kreuzung des Verdauungsweges in die Luftröhre und von hier in die Bronchien. Diese verzweigen sich vielfach in den Lungen bis zu feinsten Bläschen, durch deren Wand hindurch der Austausch des mit der Luft eingeströmten Sauerstoffes und des aus dem Blut stammenden Kohlendioxids erfolgt. Dieses Gas wird bei der Ausatmung in die Umwelt abgegeben. Die Luft kann auch über die Maulhöhle aufgenommen werden, was aber nur bei starker Belastung erfolgt.

 

Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der Atemwege
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1. Nasenhöhle 2. Atmungsrachen 3. Luftröhre
4. Vorderer Lungenlappen 5. Mittlerer Lungenlappen 6. Hinterer Lungenlappen
7. Speiseröhre 8. Zwerchfell 9. Leber
10. Magen 11. Magenausgang 12. Zwölffingerdarm
13. Dünndarm 14. Enddarm 15. Niere
16. Harnleiter 17. Harnblase 18. Eierstock
19. Gebärmutter

 

Zwerchfell

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Das Zwerchfell ist ein Muskel und trennt den Brustkorb mit Herz und Lunge vom unteren Bauchbereich. es besteht aus dem gabelförmigen, aber dünnen Zwerchfellspiegel und umgrenzendem muskulösem Gewebe, das von einer Vene durchdrungen wird. Da bei der Ausatmung das Zwerchfell erschlafft, drängen die Eingeweide in den Brustbereich und engen die Lunge ein. Erst bei der Ausatmung erweitert sich die Lunge, da das Zwerchfell durch die Muskelanspannung sich abflacht und damit wieder sich in Richtung Bauchhöhle wandert. Wenn das Zwerchfell der Katzen gerissen oder gebrochen sein sollte, wandern die Organe aus der Bauchhöhle in die Brusthöhle und drücken auf Herz und Lunge. Kurzatmigkeit, Atemschwierigkeiten, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Magen-Darm-Störungen, Gewichtsverlust oder allgemeines Unwohlsein sind sichtbare Zeichen. Manche Katzen, besonders jene, die mit diesem Defekt geboren werden, zeigen nur wenige Anzeichen. Sie wachsen und leben mit dem Defekt und lernen, ihn zu kompensieren.

 

Männliche Geschlechtsorgane
Man unterscheidet hier: die zwei Keimdrüsen-Hoden(17), die die Samenzellen bilden-, die zwei Nebenhoden(17), die die Samenzellen speichern, die zwei Samenleiter(18), durch die die Samenzellen transportiert werden, und die Vorsteherdrüse(19), die zu dem Samen noch bestimmte Sekrete dazugibt. Durch die Harnröhre, in die die Samenleiter münden, wird der Samen beim Deckakt in die Gebärmutter abgegeben. Das Glied des Katers(20) ist nach hinten gerichtet.
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Harnsystem
1. Blase
2. Hoden
3. Penis
4. Harnleiter
5. Harnröhre

 

Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung  der männlichen Geschlechtsorgane
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1. Maulhöhle 2. Zunge 3. Schlingrachen
4. Speiseröhre 5. Zwerchfell 6. Leber
7. Magen 8. Milz 9. Dünndarm
10. Enddarm 11. Luftröhre 12. Herz
13. Hauptschlagader 14. Niere 15. Harnleiter
16. Harnblase 17. Hoden und Nebenhoden 18. Samenleiter
19. Vorsteherdrüse 20. Glied

 

Weibliche Geschlechtsorgane

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Diese gliedern sich von vorn nach hinten in zwei Eierstöcke(14), zwei Eileiter, die Gebärmutter(15) mit ihren beiden Hörnern und dem kurzen Körper, den Gebärmuttermund sowie die Scheide(17) und den Scheidenvorhof. Beim Deckakt liegt das Glied in der Scheide und der Samen wird in die Gebärmutter abgegeben. Am Eierstock sind zu dieser Zeit Eizellen frei geworden, die in den Eileiter fallen. Hier treffen sie auf die aktiv vorwärts wandernden Samenfäden und es kommt zur Befruchtung. Die befruchteten Eizellen gelangen in die Gebärmutter, wo sie sich festsetzen und zu geburtsreifen Katzen entwickeln.

 

Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der weiblichen Geschlechtsorgane
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1. Herz 2. Hintere Hohlvene 3. Vordere Hohlvene
4. Unpaare Vene 5. Hauptschlagader 6. Zwerchfell
7. Leber 8. Magen eröffnet 9. Zwölffingerdarm
10. Dünndarm 11. Niere 12. Harnleiter
13. Harnblase 14. Eierstock 15. Gebärmutter z.T. eröffnet
16. Frucht in der Gebärmutter 17. Scheide

 

Näheres zu den oben aufgeführten Daten und Abbildungen
Die Anatomie ist die Lehre von Lage, Gestalt und Bau der Teile eines Lebewesens sowie ihrer räumlichen Anordnung. Am Beispiel der Europäischen Kurzhaarkatze ( Hauskatze ) werden die wichtigsten anatomischen Fakten aufgezeigt. Die oben aufgeführten Daten, die in Zusammenarbeit mit Professor Dr. H. Wissdorf, Anatomisches Institut der Tierärztlichen Hochschule Hannover und dem Grafiker G.Kapitzke, Isernhagen, entstanden sind, vermitteln einen Einblick in den Bau des Katzenkörpers. Sehr detailliert zeigen sie das Skelett, die Muskeln, die einzelnen Abschnitte der Verdauungsorgane, das Herz- und Kreislaufsystem sowie die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane.
Quelle: EFFEM-FORSCHUNG FÜR HEIMTIERNAHRUNG www.effem.de Verfasser: Prof. Dr. H. Wissdorf Grafik: G. Kapitzke

 

 



Katzenalter

Das Alter der Katze
Katzen haben eine lange Lebenserwartung. Laut einem Bericht in einem Fachbuch wurde eine Katze sogar 34 Jahre alt.  Wird die Katze gut gepflegt ist ein Alter von 20 Jahren mit Sicherheit keine Seltenheit. Das Durchschnittsalter liegt bei ca. 10-14 Jahren und hängt von den Lebensumständen, der Ernährung und äußeren Einflüssen ab. Hier möchten wir euch eine Übersicht des Alters einer Katze im Vergleich zum Alter eines Menschen geben:
Übersicht – Tabelle
Katzen Menschen
1 Monat 6 Monate
3 Monate 4 Jahre
6 Monate 10 Jahre
1 Jahr 18 Jahre
2 Jahre 25 Jahre
3 Jahre 30 Jahre
4 Jahre 35 Jahre
6 Jahre 40 Jahre
8 Jahre 50 Jahre
10 Jahre 60 Jahre
12 Jahre 70 Jahre
14 Jahre 80 Jahre
16 Jahre 90 Jahre
Die hier aufgeführte Umrechnung ist von anerkannten Katzenforschern erstellt worden. Erstaunlich aber wahr.
Lebensabschnitte der Katze
Das neugeborene Kätzchen

Neugeborene Kätzchen kommen blind und taub zur Welt. Um die Atmung in Gang zu bringen muss die Mutter sie direkt nach der Geburt ablecken. Mehr als trinken und schlafen können die Kleinen jetzt noch nicht. Nach jeder Mahlzeit schleckt die Mutter auch die Bauchpartie des Kätzchens ab, so dass die Verdauung funktioniert. Ein frisch geborenes Kätzchen wiegt zwischen 70 und 100 g, doch nimmt es am Tag ca. 15 g zu. Etwa am 10. Tag öffnen sich die Augen und die Sinne erwachen. Das gemütliche Nest wird jedoch noch nicht verlassen.

Das erste Vierteljahr

Ab Mitte der 3. Woche beginnen die kleinen Kätzchen vorsichtig, das Nest zu verlassen. In den nun folgenden Wochen lernen sie die Katzentoilette kennen (Empfehlung: eine „Katzenkindertoilette“ mit niedrigem Rand) und schauen das Scharren und Vergraben von ihrer Mutter ab. Jetzt spielen die kleinen Kätzchen auch miteinander und üben die Bewegungsabläufe wie Angriff, Abwehr, Flucht und Verfolgung. Außerdem lernen sie gewisse Rufe und auch Warnsignale, die sie in Deckung gehen lassen. Mit 5 Wochen sind alle Sinne voll entwickelt und ab der 6. Woche säubern und lecken die Kätzchen sich selbst. Nun erfolgt auch langsam die Entwöhnung von der Muttermilch, so dass sie in der 10. – 12. Woche von der Mutter getrennt und in ein neues Zuhause gegeben werden können. Sie brauchen dann eine spezielle Ernährung, die auf die Bedürfnisse junger Katzen abgestimmt ist.

Die ausgewachsene Katze

Ab dem 4. Monat bis zum 6. Monat verliert die Katze ihr Milchgebiss und erhält ihre endgültigen Zähne. Alle Fähigkeiten einer ausgewachsenen Katze sind nun voll entwickelt, wie z.B. das Anschleichen, Beutefangen und Verteidigen. Eine Kätzin wird zwischen dem 7. und 12. Monat das erste Mal rollig, ein Kater zwischen dem 9. und 12. Monat geschlechtsreif. Wenn ein Kater soweit ist, fängt er an, seine Umgebung zu markieren. Am besten sollte man seine Katze rechtzeitig vorher kastrieren lassen. Bei einem Kater handelt es sich hierbei um einen kleinen Eingriff, von dem er sich recht schnell erholt. Eine Kätzin erholt sich innerhalb von 1-2 Tagen und braucht dabei Ruhe.

Die ältere Katze

Biologisch gesehen ist eine achtjährige Katze bereits ein Senior. Ihre Aktivitäten nehmen in den nächsten Jahren für den Menschen kaum wahrnehmbar ab. Aber es gibt eine ganze Reihe von Katzen, die 10 Jahre und älter sind, die ungestüm durch die Wohnung sausen und keine Spielmöglichkeit auslassen. Erste erkennbare Alterserscheinungen sind die längeren Ruhe- und Schlafperioden, zunehmende Steifheit in den Gliedern sowie manchmal auch das Nachlassen der Seh- und Hörkraft. Jetzt ist der Katzenfreund gefragt, seiner Katze das Leben bequemer zu machen. Zum Beispiel kann die Katze mit Hilfe eines Stuhls, der vor der Fensterbank steht, mit einem „Zwischenstop“ ihren Lieblingsplatz leichter erreichen. Die ältere Katze ist außerdem besonders wärmebedürftig, der Katzenliebhaber sorgt deshalb am besten dafür, dass sie stets ein warmes Fleckchen findet. Bei älteren Katzen stellt sich der Stoffwechsel um, und sie brauchen deshalb eine spezielle Ernährung.

Quelle: „Internet“ Verfasser: „unbekannt“

 



Trockenfutter

Allgemeines zu Trockenfutter
Trockenfutter ist nicht gleich Trockenfutter. Es gibt riesige Unterschiede. Es gibt unter anderem Trockenfutter zum Preis von ca. 1 Euro je nach Marke, welches dann, wie dass Dosenfutter einen Fleischanteil von ca. 4% hat und es gibt Trockenfutter zum Preis von ca. 15 Euro je nach Marke, welches einen Fleischanteil von ca. 60% hat und nicht als Hauptbestandteil tierische Nebenerzeugnisse hat. Natürlich lässt sich über die richtige Fütterung immer wieder streiten, aber eins steht fest: Deine Katze weiß am besten, was sie mag und verträgt – natürlich nur auf die reine Fütterungsmethode und den Futtersorten anzuwenden!. Sonst würde sie nachher eventuell nur noch Leckerlies vorziehen…
Trockenfutter auf einen Blick
Gerade entwöhnte Jungkatzen führt man langsam an die Vollkost heran. Man reicht zunächst breiartige Kost und geht nach einer Eingewöhnungsphase zur Normalkost über. Weniger anstrengend ist die Fütterung mit Dosen- oder Trockenfutter. Trockenfutter enthält Getreide, Fisch , Fleisch, pflanzliche Eiweißextrakte, Milch, Hefen, Mineralstoffe, Zucker, Öle und Fette. Darüber hinaus sind noch Vitamine hinzugegeben. Da dem Trockenfutter das Wasser bis auf 10% entzogen ist, muss die Katze immer Zugang zum gefüllten Wassernapf haben. Die Tagesration für eine ca. 4 kg schwere Katze beträgt 100 g. Jüngere Katzen von vier bis sechs Wochen enthalten viermal täglich eine kleinere Portion in Milch. Die Futterrationen sollen so gesteigert werde, dass die Katze im Alter von einem halben Jahr etwa 100 g Futter erhält. Trinken Katzen nur wenig Wasser, musst Du Dosenfutter hinzufüttern, um einen Flüssigkeitsspiegel aufrechtzuerhalten. Die Ernährung mit Trockenfutter ist sehr bequem. Das Futter wird nicht so schnell ranzig, wie das Dosenfutter und die Katze wird bei hochwertigem Trockenfutter den größten Teil der Nahrung verdauen und nicht ausscheiden, wie es beim Dosenfutter der Fall ist. Der Nachteil beim Trockenfutter ist, dass man nicht haargenau die entsprechende Menge zur Verfügung stellen kann, da dieses Futter durch das entzogene Futter im Magen dazu neigt, aufzuquellen. Deshalb solltest Du niemals größere Mengen, als Deine Katze wirklich benötigt und verdauen kann, bereitstellen. Es kann zu Blähbauch und Krämpfen führen. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass die lebenslange Fütterung ausschließlich mit Trockenfutter das Risiko von Nierenproblemen im Alter zumindest beeinflusst. Ob und inwiefern negativ können wir nicht genau sagen.


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Trinken

Allgemeines zu Trinken
Die Katze muss immer Zugang zu frischem, sauberen Wasser haben, besonders wenn sie viel Trockenfutter zu sich nimmt. Es reicht nicht, nur bei den Mahlzeiten für genügend Wasser zu sorgen.
Möglichkeiten der Flüssigkeitszufuhr
Wasser – Du solltest Deiner Katze immer ausreichend Wasser zur Verfügung stellen und den Wassernapf täglich erneuern und säubern. Denke aber daran, dass Katzen oft die chemischen Zusätze im Leitungswasser wie z.B. Chlor und auch das Spülmittel herausriechen können. Deswegen gehen auch sehr viele Katzen lieber an Pfützen oder Tümpel zum Trinken. Beim Reinigen des Wassernapfes also immer sehr lange mit klarem Wasser ausspülen, um das Spülmittel loszuwerden und am besten einige Zeit erst abstehen lassen, damit sich die Chemikalien verflüchtigen können.
Milch – Die Milch ist ein guter Eiweißlieferant. Sie sollte nicht zu lange stehen, keine Anteile von Laktose enthalten und niemals mit Futter vermischt werden. Durch die Vermischung mit Futter führt es zur Gärung und somit zu einem Blähbauch bei Deiner jungen Katze. Um Durchfälle zu vermeiden, solltest Du die Milch mit Wasser verdünnen. Besonders anfällig für Magenverstimmungen aufgrund von Milch sind Siamkatzen. Außerdem solltest Du immer auch Wasser daneben stellen und der Katze die Wahl lassen. Manche, vor allem erwachsene Katze verabscheuen sogar Milch und Milch ist nicht lebenswichtig für eine Katze.
Tee – Verdünnter Kamillentee kann der Katze zum Beispiel bei Beschwerden des Bauches bzw. der Verdauung gegeben werden.
 Quelle: „Internet“ Verfasser: „unbekannt“

 


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Tipps Fütterung

1. Ab dem 4. Monat Milch vermeiden, da sie Durchfälle erzeugt. Wird Milch verwendet, ist sie zur Hälfte mit Wasser zu verdünnen.
2. Anzahl der Fütterungen gemäß dem Katzenalter beachten.
3. Stets zur selben Zeit füttern.
4. Der Futterplatz muss sauber und ruhig sein. (Auf keinen Fall in der Nähe der Katzentoilette!)
5. Futternäpfe immer sauber halten, damit die Reste nicht sauer werden.
6. Zweimal wöchentlich wenig gekochtes, knorpeliges Rindfleisch füttern, damit das Gebiss der Katze gesund bleibt. Ansonsten das Fleisch immer gut kochen. (Tipp fürs Gebiss: Whiskas Denta-Bits)
7. Nach dem Fressen braucht die Katze eine Ruhephase. Sie möchte nicht gestört werden.
8. Zwei- bis dreimal wöchentlich sollte der Katze ein Multivitaminpräparat (gemäß tierärztlicher Anordnung) gegeben werden.
9. Leber und andere Innereien füttert man am besten nur einmal in der Woche, um eine zu hohe Vitaminzufuhr zu vermeiden.
10. Zur Verdauung benötigt die Katze auch Grünfutter. Manche nehmen gerne Gras, andere Petersilie. Man muss einfach ausprobieren, was die Katze frisst. Im Handel gibt es auch Katzengras.
11. Jede Katze muss genügend Bewegung und frische Luft haben. Auch dadurch wird ihre Widerstandskraft gegen Krankheiten gestärkt.
12. Nicht zuviel, dafür aber vielseitig füttern.
13. Das Nassfutter nicht aus dem Kühlschrank füttern, auch nicht im Sommer. Dann besser kleiner Dosen Katzenfutter kaufen, die in einem Mal aufgebraucht werden können.
14. Ein rohes Eigelb, aber nur das Eigelb, ca. 2 Mal die Woche dem Futter hinzugeben. Das sorgt für ein schönes, glänzendes Fell.
15. Soll die Katze den Haarballen erbrechen und nicht ausscheiden, gebt ihr ein Mal in der Woche einen Teelöffel Olivenöl ins Futter.
16. Niemals Milch mit Futter mischen. Dies kann dazu führen, das die Milch mit dem Futter reagiert und die Katze einen harten Bauch bekommt. Die Milch gärt mit dem Futter!

 


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Spezialfutter

Allgemeines zu Spezialfutter
Genauso wie wir im Krankheitsfall eine andere Ernährung erhalten und als Kind besonders vernünftig ernährt werden sollten und im hohen Alter die Ernährung umstellen und auf Vitamine, Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen achten, so ist es als Katzenbesitzer einfach die Pflicht Deiner Katze die richtige Ernährung zu geben und dafür Sorge zu tragen, das es ihr an nichts fehlt.
Ernährung der kranken Katze
Krankheitsbeginn mit Tendenz zur Nahrungsverweigerung
Infusion durch den Arzt. Bei Besserung des Zustandes Traubenzucker in Wasser aufgelöst eingeben (1 Teelöffel in 1/2 Glas Wasser). Mit zunehmender Besserung pipettenweise Fleischbrühe vom Rind und später Säuglingsnahrung vom Rind oder Huhn suppenähnlich mit Wasser anrühren. Im Krankheitsfalle am besten sofort zum Tierarzt gehen, um gefährliche Krankheiten auszuschließen und mit ihm die weitere Behandlungs- und Fütterungsweise abzuklären.Phase nach Abklingen der Krankheitssymptome
Püriertes gekochtes Rindfleisch. Dosenfutter mit Wasser verdünnt. Mit zunehmender Genesung Übergang zum Normalfutter. Man geht so vor, dass das flüssige Futter allmählich breiartig angerührt wird und nach und nach festere Form annimmt.Besondere Hinweise
Genügend Wasser zu trinken geben. Bei milchtrinkenden Katzen die Milch stets zu 50% mit Wasser verdünnen. Mehrmals täglich Flüssigkeit in kleinen Mengen anbieten. Vitaminpräparate nach Arztvorschrift verabreichen. Bei Erbrechen pipettenweise im Abstand von 1/2 Stunde füttern. Bei starkem Durchfall und Erbrechen, sofern es die Konstitution erlaubt, 24 Stunden hungern lassen. Danach leichtverdauliche flüssige Kost geben und fettes Futter vermeiden. Bei Durchfall können bis zu drei Kohlekompretten in einem Teelöffel Wasser aufgelöst verabreicht werden. Milch, Honig, Milz, rohe Leber und Lunge sind nicht zu füttern, da sie abführend wirken. Bei Verstopfung darf die Katze diese Nahrungsmittel haben. Innereien oder Fleisch vom Schwein niemals roh füttern. Bei Genesung Übergang zum Normalfutter.
Ernährung der älteren Katze
Mit einer dem Alter angepassten Ernährung können altersbedingte Prozesse wie z. B. Abbau der Nierentätigkeit, Abnehmen des Geschmacksempfinden entgegengewirkt werden.

Wie sollte so ein optimales Katzenfutter aussehen?
Das beste Futter zur Nierenschonung ist ein Futter, das sehr hochwertiges Eiweiß in ausreichender, aber nicht überschüssiger Menge enthält. So bekommt der Körper alles, was er für den Stoffwechsel braucht, ohne zu viele Abfallstoffe produzieren zum müssen. Auch Phosphor zählt zu den belastenden Stoffen. Ein verringerter Phosphorgehalt im Futter ist also hilfreich Man sollte frühzeitig (ab dem 8. Lebensjahr) auf Futtersorten mit diesen Eigenschaften umstellen, damit die Nieren früh genug geschont werden und noch lange funktionsfähig bleiben. Neben den Nieren lässt auch die Verdauung der älteren Katze etwas nach. Sie braucht daher ein Futter mit leicht verdaulichen Inhaltsstoffen und erhöhter Vitaminzufuhr, um trotz verminderter Verdauungsleistung, noch die optimale Menge an Nährstoffen aus der Nahrung ziehen zu können. Bei Katzen ab 8 Jahren verändern sich die Organfunktionen und der Stoffwechsel beginnt sich umzustellen. Dadurch werden die Nährstoffe anders verwertet als bei jungen Katzen. Die Zusammensetzung der Nahrung muss deshalb auf diese Veränderung abgestimmt sein. Nur dann ist das Wohlbefinden einer älteren Katze gewährleistet. Eine Katze ab 8 Jahren hat den gleichen Energie- und Proteinbedarf wie eine zweijährige. Durch die Umstellung des Stoffwechsels in diesem Lebensabschnitt können sich jedoch die Haut- und Fellbildung verändern. Deshalb benötigen Katzen ab dem achten Lebensjahr besonders viel Vitamine aus dem Vitamin B-Komplex, da diese Haut und Fell weiterhin gesund und glänzend erhalten. Sehr wichtig ist bei älteren Katzen auch die regelmäßige Kontrolle der Zähne. Denn Zahnstein ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann durch Eiterherde in der Maulhöhle den ganzen Organismus belasten und die Katze nimmt dann unter Umständen zu wenig Futter auf. Wird Zahnstein nicht rechtzeitig entfernt, können unter Umständen sogar alle Zähne ausfallen. Regelmäßige Zahnsteinkontrolle und ein Trockenfutter zur Pflege der Zähne sollten daher auch bei älteren Katzen nicht fehlen!

Fazit:
Mit einem schonenden und hochwertigen Trockenfutter, das speziell auf die ältere Katze abgestimmt ist und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt (Nierenfunktion, Zahnsteinkontrolle) kann man die Gesundheit der älteren Katze lange erhalten. Des weiteren bieten die bekannten Hersteller wie z. B. Whiskas spezielles Nassfutter an. (Senior-)

Ernährung der Katzenkinder
Der Körper der Katzenkinder vollbringt in den ersten Monaten enorme Leistungen. Deshalb sollte man die Fütterung der kleinen Katzen sehr ernst nehmen und das Futter nicht nach eigenem Ermessen, sondern nach Qualität und vor allem entsprechend den Bedürfnissen von Kitten kaufen.

Wie sollte so ein optimales Katzenfutter aussehen?
Die Katze vervielfacht in sehr kurzer Zeit ihr Körpergewicht. Die Bausteine für dieses Wachstum bezieht sie ausschließlich aus ihrem Futter. Deshalb sollte ein Kittenfutter folgende Eigenschaften haben: Mineralien und Vitamine sind genau auf die Bedürfnisse abgestimmt – zuviel davon kann schaden. Hauptbausteine des Körpers sind Eiweiß und Fettsäuren. Deshalb sollte das Futter hochwertiges tierisches Eiweiß enthalten, da es die nötigen Aminosäuren für den Körperbau enthält. Es sollte hochverdaulich und energiereich sein. Es gibt zwei Möglichkeiten von Futter, das Nass- oder das Trockenfutter. Hier müssen folgende Vorteile, die für das Trockenfutter sprechen genannt werden:

  • Das Futter kann man der Katze für den ganzen Tag hinstellen, ohne dass es schlecht wird. Die kleine Katze kann dadurch viele kleine Mahlzeiten zu sich nehmen und überfordert ihren Magen nicht mit großen Futtermengen.
  • Das Katzengebiss wird durch das Zerbeißen der festen Brocken gestärkt und kann richtig ausgebildet werden. Katzenkinder, die ausschließlich Nassfutter erhalten, haben oft später zu wenig Kaumuskeln, um festes Futter zu zerkauen. Zahnprobleme treten dadurch häufiger auf.
  • Die Entwöhnung der Kätzchen sollte mit der zehnten bis zwölften Woche abgeschlossen sein. Schon während dieser Zeit kann Fertignahrung (Nassfutter) zugefüttert werden.

Fazit:
Eine hochverdauliche Trockennahrung mit einem hohen Anteil an tierischem Eiweiß ist der beste Start für ein gesundes Katzenleben. Neben der guten Fütterung sollte man, um eine gesunde Katze großzuziehen, auf keinen Fall die Schutzimpfungen und das regelmäßige Entwurmen der kleinen Stubentiger vergessen. Des weiteren bieten die bekannten Hersteller wie z. B. Whiskas spezielles Nassfutter an. (Junior-)

Junge Katzen richtig füttern – ab dem 6. Monat sollte Deine Katze 1-2 mal am Tag gefüttert werden
Alter Fütterung pro Tag Gewicht der Katze in kg. ca.
6. bis 12. Woche 6 0,6
3. Monat 5 0,9
4. Monat 4 1,2
5. Monat 3 1,5
Futtermittelallergie 
Die Tierarztpraxen und Kliniken sind voll von ihnen und die Fälle häufen sich. Immer mehr Katzen erkranken an Futtermittelallergien. Oft ist es so, dass viele Wochen verstreichen bevor der Laie das Problem erkennt und die Ursache des scheinbar unerklärlichen Übels gefunden ist.

Unterschiedliche Formen der Futtermittelallergie
Allergische Reaktionen auf bestimmte Futterbestandteile können bereits bei jungen Katzen auftreten. In der Regel ist es nicht eine Nahrungsumstellung, die zu den Symptomen der Futtermittelallergie führen, sondern eher der Einfluss des Futters über einen längeren Zeitraum hinweg.
Fachleute vermuten, dass eine echte Futtermittelallergie eine Kombination verschiedener Typen von allergischen Reaktionen darstellt. Zu Unterscheiden von der nichtimmunologisch begründeten Intoleranzen. Die klinische Diagnose gestaltet sich als schwierig. Nach einer einmaligen „Provokationsfütterung“  mit vermutlich allergieauslösenden Futtermitteln wartet man das Abklingen der Symptome ab und setzt anschließend eine mehrwöchige Eliminationsdiät fort, die alle wahrscheinlich allergieauslösenden Stoffe weglässt. Danach wird die Katze wiederum mit einigen womöglich allergenen Stoffen konfrontiert um die Ursache möglichst gut einzugrenzen.
Manchmal tritt bereits nach 15 bis 30 Minuten eine allergische Reaktion auf, in anderen Fällen dauert dies bis zu zehn Tage. Die Abheilung der provozierten Symptome kann mitunter bis zu neun Wochen andauern.

Auslösende Bestandteile
Futtermittelallergien können prinzipiell über alle Bestandteile des Futters ausgelöst werden. Eiweiße, bestimmte Getreidesorten, Futterzusatzstoffe und Verdickungsmittel gelten als häufigste Allergene. Synthetische Vitamine, Lock-, Geruchs-, Aroma- und Konservierungsstoffe sowie Antioxidantien wie sie bei minderwertigen Futtermitteln verwendet werden, können bei empfindlichen Katzen angeblich auch Unverträglichkeiten hervorrufen. Meistens tritt die Allergie in diesem Zusammenhang nicht immer sofort auf. Es ist die dauerhafte Aufnahme dieser Stoffe (giftige Toxine), die den Organismus der Katze zusehenst schwächt. Das Immunsystem wird durch diesen dauerhaften Kampf sehr empfindlich und dadurch auch anfälliger für bestimmte Allergene.

Einseitige Fütterung
Den häufigsten Fehler bei der Behandlung von Futtermittelallergien machen Katzenbesitzer mit der Umstellung auf einseitige Futtersorten. Wenn z. B. die allergieauslösenden Futtersorten aus Getreide, Mais, Fett bestehen und man dann nur noch Lamm und Reis oder Fisch füttert oder selbstgekochtes gibt kann es langfristig zur falschen Ernährung kommen. Die Zugabe synthetischer Vitamine kann auch keine Alternative darstellen. Vor allem, wenn mit der Zeit eine gefährliche Mangelernährung auftritt, die wiederum zu lebensbedrohlichen krankhaften Veränderungen führt, stellt die einseitige Fütterung eine nicht unerhebliche Gefahr für die Gesundheit der Katze dar.

Symptome
Folgende Anzeichen sollten als deutliche Warnsignale gewertet werden. Treten davon eine oder mehrere Symptome wiederholt oder länger auf, sollte man unbedingt (genauso wie bei jeder Unsicherheit mit dem Gesundheitszustand des Tieres) ein Tierarzt aufgesucht werden. Denn bleibt die Futtermittelallergie unbehandelt führt sie häufig zu einem massiven gesundheitlichen Verfall des Tieres und zu chronischen Schäden des Organismus.

  • hartnäckiger oder immer wiederkehrender, nicht jahreszeitenbedingter Juckreiz
  • häufiges Belecken bestimmter Körperstellen („Kahllecken“)
  • Ödeme der Augenlider
  • vermehrte Schuppenbildung
  • Pusteln
  • ekzemartige Veränderungen
  • Entzündungen z.B. im Bereich der Ohren
  • Störungen des Magen-Darmtraktes
  • Durchfälle
  • Erbrechen

 

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