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Admin

Fähigkeiten

Die Fähigkeiten
Springen Eine Katze springt aus dem Stand ca. fünfmal so hoch, wie sie selbst groß ist. Diese gewaltige Sprungkraft steckt in den muskulösen Hinterbeinen. Sie landet nur dort wo sie landen wollte, indem sie vorher genau die Entfernung abmisst. Will sie wieder runter, so beugt sie sich zunächst so weit vor, dass es aussieht als würde sie eine Wand hinunter laufen. Damit verkürzt sie die Entfernung zum Boden. Beim Herabklettern von Bäumen hat die Katze dann doch so ihre Schwierigkeiten, weil sie mit den nach hinten gerichteten Krallen keinen Halt findet. Daher gehen Katzen rückwärts einen Baum herunter. Das klappt  bei kleinen, unerfahrenen Katzen oft nicht so gut, dass in solchen Fällen meistens der Mensch zur Hilfe eilen muss.
Fallen Die Katze verfügt über die Fähigkeit beim Fallen immer auf den Füßen zu landen. Sie dreht sich beim Sturz blitzschnell, zuerst der Vorderkörper, dann das Hinterteil. Der Rückenteil wird gekrümmt, um den Aufprall abzuschwächen. So landet die Katze auf allen Vieren. Der Schwanz dient ihr dabei als Steuer und Bremse.
Pfoten Jede Katze geht auf leisen Sohlen, sie berührt nur mit den Zehen den Boden. Die Vorderfuße haben fünf, die Hinterfüße haben dagegen nur vier Fußballen. Damit die Krallen beim laufen nicht abgewetzt werden, zieht die Katze die Krallen in sogenannte Hauttaschen ein. Die Krallen werden durch Kratzen geschärft. Deswegen sollte ein Kratzbaum in keiner „Katzenwohnung“ fehlen.
Balancieren Durch den Schwanz balanciert die Katze wie ein Seiltänzer. Außerdem lassen sich an dem Schwanz verschiedenste Stimmungslagen ablesen. Mehr zu den Stimmungslagen findest Du unter Rubrik „Katzensprache“.
Fell Das Fell der Katze dient ihr zum Schutze vor Kälte, Nässe und Hitze. Im Sommer hat jede Katze dünnes, im Winter dickes Fell. Durch einen kleinen Muskel wird das Fell bei Erregung aufgerichtet.
Fallen Wenn es mal passiert, das eine Katze von einem Baum oder ähnliches herunterfällt, beginnt sofort ihr Regulierungseffekt. Beginnend vom Kopfende folgt die automatische Drehaktion. Zuerst dreht sich der Kopf, bis er zum Boden gerichtet ist, dann werden die Vorderbeine gedreht und nah an das Gesicht herangezogen, um es ggfs. vor dem Aufprall zu schützen. Danach wird der obere Teil des Rückgrats gedreht, so dass die vordere Hälfte des Körpers mit dem Kopf eine Linie bildet. Letztendlich werden die Hinterbeine angezogen, sodass jetzt alle vier Extremitäten zur Landung bereit sind – währenddessen dreht die Katze gleichzeitig auch die hintere Hälfte ihres Körpers herum, um mit dem Vorderkörper gleichzuziehen. Kurz vor dem Aufprall spreizt sie alle vier Beine dem Boden entgegen und macht einen Buckel, um die Kraft des Aufpralls somit abzufedern.
Der Schwanz agiert bei diesem ganzen Geschehen als art Balancierstab.

Der Regulierungsprozess
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Quelle Fotos: www.katzenwesen.de

 



Kennzeichnung

Kennzeichnung durch Transponder/Tätowierung

Bei der elektronischen Kennzeichnung wird ein Transponder unter die Haut der Katze im Bereich von Hals oder Schulter verbracht. Ein Transponder ist nur etwa 12 mm lang. Er besteht aus einer gewebeverträglich beschichteten Glaskapsel, die einen Mikrochip mit Antenne enthält. Der Mikrochip trägt einen unveränderlichen Zahlencode, der nur einmal vorkommt. Dieser Zahlencode kann mit einem speziellen Lesegerät, über das inzwischen viele praktizierende Tierärzte, Amtstierärzte und Tierheime verfügen, abgelesen werden. Der Transponder ist dabei absolut passiv, verfügt über keine eigene Energie und strahlt nicht. Nur während des Lesevorgangs werden vom Lesegerät elektromagnetische Wellen ausgesandt, die den Transponder kurzzeitig aktivieren, um den Code abzurufen. Seit Einführung des ISO-Standards für Transpondersysteme setzt sich dieses sichere Verfahren mehr und mehr zur Kennzeichnung von Katzen, Hunden und anderen Tieren durch. Jeder ISO-Transponder kann mit jedem ISO-Lesegerät unabhängig vom Gerätehersteller abgelesen werden. Der Transponder wird mit einer sterilen Kanüle injiziert. Dafür ist eine Narkose oder Lokalbetäubung der Katze in der Regel nicht erforderlich. Die Tätowierung erfolgt dagegen unter Vollnarkose. Es wird eine einmalige Nummer ins Ohr tätowiert.
Ganz wichtig: Die Katze muss nach der Kennzeichnung – Tätowierung und/oder Transponderkennzeichnung – unbedingt bei einer Registrierstelle, z.B. bei Tasso, gemeldet werden! Deine Tierärztin / Dein Tierarzt wird das in der Regel für Dich mit Deiner Zustimmung erledigen. Zusammen mit den Daten zu Deiner Katze wird Deine Adresse und Telefonnummer dort gemeldet. Unter Berücksichtigung des Datenschutzes werden diese Daten bei der Registrierstelle verwaltet. Von der Registrierstelle erhälst Du eine Meldebestätigung und einen Halsbandanhänger, der bei Verwendung zusätzlich auf die Registrierung hinweist. An folgenden Stellen sollten die Tätowier- bzw. Transpondernummem vermerkt werden: Registrierstelle, Patientenkartei der Tierarztpraxis, Impfpass und – wenn vorhanden – Abstammungsnachweis. Sollte Deine Katze einmal verloren gehen und z.B. bei einem Tierheim abgegeben werden, wird die Katze nach einer Tätowierung und mit dem Lesegerät nach einem Transponder abgesucht. Über Nachfrage bei der Registrierstelle kann mit Hilfe der gefundenen Nummer der Besitzer ermittelt werden. Schon viele Katzen haben auf diese Weise ihr Frauchen oder ihr Herrchen wiedergefunden.
Bei der Tätowierung wird der Katze ein Zahlencode in die Haut am Ohr tätowiert. Sie erfolgt unter Vollnarkose, weil die Katze sonst zu starke Schmerzen hätte und diese natürlich gegen den Tierschutz verstößt. Beim Tätowieren wird eine schwarze Paste in die Ohren geschmiert, die in die kleinen Tätowierlöcher eindringt und damit die Kennzeichnung bleibend macht. Diese Schwarze Paste trocknet und bildet einen schwarzen Film auf der Haut, der nach einiger Zeit von selbst abfällt. Wenn allerdings eine Kruste aus dem Gehörgang herauskommen sollte oder die Katze sich kratzt und den Kopf schüttelt, sollte man einen Tierarzt aufsuchen.

 

Die wichtigsten Adressen der Haustier-Register:

Deutschland
Deutsches Haustierregister im Deutschen Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Tel.01805/231414Internationale Zentrale Tierregistrierung
www.tierwelt.deTasso-Haustierregister
Postfach 65795 Hattersheim
Tel.06190/4088

Österreich
SOS-Haustierruf,
Ignatz Rieder, Kai 37
5026 Salzburg-Aigen
Tel. 0662/620577

Schweiz
Tier-Rettungsdienst
Postfach 9151
8050 Zürich
Tel. 01/2112222

 

 

Wissenswertes
Du kannst Deine Katze auch tätowieren lassen. Du solltest aber bedenken, dass dieser Eingriff aufgrund der Schmerzen die eine Katze bei vollem Bewusstsein hätte, stets unter Vollnarkose gemacht wird. Zudem kann die Tätowierung nach einer gewissen Zeit vollständig vom Fell verdeckt werden und muss so eventuell noch mal wiederholt werden. Abgesehen von der Kennzeichnung direkt am oder im Körper solltest Du zusätzlich ein Adressanhänger am Halsband befestigen, so dass bei entlaufenen Katzen der Finder sich direkt mit Dir in Verbindung setzen kann. Dass klingt fast so, als ob man auf die anderen Kennzeichnungsmöglichkeiten verzichten kann. Du solltest aber bedenken, dass ein Ausreißer sein Halsband verlieren könnte, wenn er irgendwo damit hängen bleibt (wenn Deine Katze ein Halsband tragen soll, verwende bitte eins mit Klick-Verschluss – in der Regel löst es sich beim hängen bleiben). Die Kennzeichnung ist nicht allzu teuer (ca. 30 Euro). Wir empfehlen aufgrund des geringeren Eingriffs (Spritze unter die Haut) die Kennzeichnung mit dem Transponder. Falls dennoch Tätowierung solltest Du diese am besten direkt mit der Kastration machen lassen. So sparst Du Dir und vor allem Deiner Katze eine zusätzliche Vollnarkose.



Sinne

Die Sinnesleistungen
Gehörsinn Die Katze hört in Frequenzbereichen bis zu 65 kHz(20 kHz beim Menschen). So nimmt sie Geräusche wie Laufen, Piepsen und Nagen von kleinen Beutetieren auf. Selbst beim „Dösen“ reagiert sie sofort auf fremde Geräusche. Mehr als ein Dutzend Muskeln wirken zusammen, um die Ohrenbewegungen exakt zu steuern. Orten können Katzen ihre Beute bis zu einer Entfernung von rund 20 Metern sehr genau.
Tastsinn Ohne Schnurrhaare würde die Katze nicht in der Lage sein z.B. durch ein Loch zu schlüpfen. Mit diesen sensiblen „Antennen“ misst die Katze die Breite einer Öffnung ab und weiß so sofort, ob sie stecken bleiben könnte. In der Dunkelheit sind die Schnurrhaare ihr Leitsystem um nicht an Stühlen, Tischbeinen oder anderem zu stoßen.
Sehsinn Katzen können in der Dunkelheit beinahe genauso gut sehen wie bei hellem Tageslicht. Die Augen stellen sich automatisch sofort auf die jeweiligen Lichtverhältnisse ein. Bei Dunkelheit weiten sich die Pupillen und werden groß, damit auch der letzte Rest an Licht gesammelt wird. Bei Helligkeit verengen sie die Pupillen zu einem schmalen Schlitz. Die Katze nimmt nur noch oben und unten ein wenig Licht über die Pupillen auf. Da die Pupillen so groß sind, kann die Katze Details nicht sehr scharf sehen. Das Auge der Katze besteht aus ca. 400.000 Sehzellen pro Quadratmillimeter Netzhaut (Menschen nur ca. 100.000). Der Blickwinkel der Augen beträgt 180 Grad. Beide Augen, mit sich überkreuzenden Blickwinkeln, ermöglichen einen extremen Weitwinkelblick von rund 280 Grad. Tests haben gezeigt, dass Katzen zwischen Grün, Blau und Gelb unterscheiden können, die Farbe Rot und Orange nur als Grautöne wahrnimmt. Zwischen folgenden Farben können Katzen unterscheiden: Rot und Grün, Rot und Blau, Rot und Grau, Grün und Blau, Grün und Grau, Blau und Grau, Gelb und Blau und Gelb und Grau. Weiteres ist derzeit noch nicht genügend erforscht. Im Vergleich zum Menschen hat die Netzhaut der Katze nur ein sechstel der Zäpfchen (farbempfindliche Zellen). Katzen nehmen gerade soviel Farbe wahr, um in ihrer angestammten Umgebung überleben zu können. Nachdem sich jede Art in einem anderen Umfeld entwickelt hat, dürfte das Farbensehen bei den verschiedenen Katzenarten entsprechend unterschiedlich ausgeprägt sein.
Geruchssinn Die Katze macht sich mit dem Geruchssinn ein „Bild“ von allem. Ob Futter, fremde Katzen oder andere Menschen. Jeder Katzenbesitzer kann immer wieder beobachten, wie die Katzen mit dem Kopf, Kinn, Schwanz und Pfote sich an Gegenstände reiben. Hierbei werden Duftmarken hinterlassen, die nur von Artgenossen wahrgenommen werden können. Im Vergleich zum menschlichen Riechorgan ist die Katzennase allerdings mit rund 200 Millionen Riechzellen doppelt so gut bestückt. Für bestimmte Düfte hat die Katze noch ein zweites Riechorgan, das Jacobsonsche Organ.
Geschmackssinn Geschmack- und Geruchssinn sind eng miteinander verbunden Sie werden als die chemischen Sinne bezeichnet. Die Katze nimmt über ihre Zunge jeglichen Geschmack auf und kann ihn somit zuordnen. Auf der Zunge der Katze sitzen viele, kleine Warzen. Wenn die Katze mit ihrer Zunge über die Haut des Menschen leckt, fühlt es sich wie Sandpapier an. Eine erwachsene Katze hat in einem Teil auf der Zunge und einem Teil in der Kehle liegenden Gewebehügelchen, sogenannte Papillen rund 250 pilzförmige Papillen mit jeweils 40 bis 40000 Geschmacksknospen. Sie kann saure, bittere und salzige, aber keine süßen Geschmacksqualitäten wahrnehmen.
Ortssinn Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass Katzen ein Heimfindevermögen besitzen. Forscher in Deutschland und den USA haben nachgewiesen, dass vor allem ältere Katzen wieder heimfinden, wenn sie in einer Entfernung von 12km freigelassen werden. Daraus kann man den Schluss ziehen, dass sich die Tiere wahrscheinlich an magnetischen Feldern orientieren: An Katzen angebrachte Magneten stören nämlich das Heimfindevermögen. Das könnte erklären, warum in den Gehirnzellen der Katze winzige Spuren von Eisen eingelagert sind.
Gleichgewichtssinn Neben dem Hören hat das Ohr außerdem eine zweite Funktion. Es dient dazu, der Katze zu helfen, die Balance zu halten. Während die meisten Haustiere auf dem Boden leben, ist die Katze von Hause aus ein Klettertier mit einem empfindlichen Gleichgewichtssinn. Das Gleichgewichtsorgan, der Vestibularapparat, befindet sich im Innenohr. Richtungs- oder Geschwindigkeitsänderungen werden in diesem Organ sofort registriert, das der Katze einen ausgleichenden Orientierungswechsel ermöglicht. Nach einem Sturz einer Katze reagiert blitzschnell dieses Organ, damit die Katze auf allen vieren landet. Danach kannst Du häufig beobachten, wie sie ihren Kopf schüttelt. Das tut sie, damit die Flüssigkeit im Gleichgewichtsorgan wieder in die Ursprungsposition zurückfließt.
Das Zeitgefühl Katzen verfügen über ein unglaubliches Zeitgefühl. Viele Katzenbesitzer werden es kennen: Sie kommen von der Arbeit nach Hause, fahren gerade mit ihrem Auto vor und genau in diesem Moment springt die Katze aufs Fenstersims. Auch gibt es viele Katzen, die ihr Herrchen oder Frauchen, genau zwei Minuten bevor der Wecker klingelt, wecken. Praktisch, allerdings behalten sie diesen Weckdienst manchmal auch am Wochenende bei. Dieses genaue Zeitgefühl ist für eine Katze in freier Natur von großer Bedeutung. Sie weiß genau, wann die beste Zeit zum Jagen ist und wann sich ein Rivale im Revier aufhält, dem man besser nicht begegnet. So passt eine Wildkatze ihre täglichen Gewohnheiten den Tieren ihrer Umgebung an und eine Hauskatze dem Rhythmus ihres Haushaltes.

 



Haut und Haare

Hautstruktur
Die Katzenhaut ist zweilagig. Die Oberhaut besteht aus rund 40 Schichten abgeflachter toter Zellen, die in fetthaltiges Sebum, eine ölige Hautausscheidung, eingebettet sind. Unter dieser Hornschicht liegt die etwa vier Zellen dicke lebende Epidermis, die Basalschicht. Sie ist nicht sehr fest, spielt aber eine wichtige Rolle im Immunsystem des Körpers. Unter normalen Umständen brauchen die Zellen etwa drei Wochen, um von der Basal- zur Hornschicht zu wandern, doch dieser Vorgang beschleunigt sich, wenn die Haut verletzt ist; dann verkürzt sich die Abstoßung auf zwei Wochen. Unter der Epidermis befindet sich die vereinte Leder- und Unterhaut, das eigentliche Strukturelement der Haut. Sie besteht aus starkem, elastischen Bindegewebe und enthält Drüsen, Blutgefäße, Nerven und Rezeptoren. Jeder Haarbalg ist mit einer Schweißdrüse und einer Talgdrüse verbunden, die beide in der Unterhaut liegen. Die Talgdrüsen produzieren das fettige Sebum, das die Bakterienflora reguliert und dem Haar seinen Glanz verleiht. Sie konzentrieren sich auf den Hals und Rumpf, vor allem aber auf die Lippen und das Kinn. Spezialisierte Talgdrüsen säumen die Augenlider und erzeugen einen öligen Schutzfilm für die Augen. Andere spezialisierte Talgdrüsen um den After und zwischen den Zehen können Pheromone ausscheiden.
Anders als wir Menschen schwitzen Katzen nicht, um ihre Körpertemperaturen zu regulieren: Sie hecheln, was wenig effektiv ist, oder belecken sich ausgiebig.
Die Schweißdrüsensekrete halten die Haut geschmeidig, scheiden Abfallstoffe aus, liefern Nahrung für die Mikrofauna der Haut und enthalten Substanzen. die den Körper vor Chemikalien und gefährlichen Mikroben schützen. Wahrscheinlich sondern sie auch Pheromone ab. Schweißdrüsen, die mit Haarfollikeln gekoppelt sind, werden epitrichial genannt. Atrichiale Drüsen, etwa die an den Fußballen, sondern ihre Sekrete nach außen und nicht in Haarbälge ab.
Arten von Fellhaar
Unterwolle
Die Unterwolle ist der Haut am nächsten und ihre Hauptaufgabe besteht darin, das Tier vor Kälte zu schützen und seine lebenswichtige Körpertemperatur konstant zu halten. Sie besitzen auf ihrer Länge etwa den gleichen Durchmesser, sind jedoch nicht glatt, sondern weisen viele kleine Wellen auf.Graunnenhaare
Die Graunnenhaare bilden das mittlere Fell. Sie liegen in der Mitte zwischen der weichen Unterwolle und den Deckhaaren des oberen Fells. Ihre Funktion liegt in der Isolation und dem Schutz. Sie sind rauh und werden zur Spitze hin erst etwas voller.Deckhaare
Die Deckhaare bilden das schützende Oberteil. Sie sind die längsten und dicksten Körperhaare und dienen dazu, das Unterfell vor äußeren Einflüssen zu schützen, es trocken und angenehm warm zu halten. Diese Haare sind glatt und der Länge nach gleichmäßig zur Spitze hin verjüngt.

Vibrissae
Die Vibrissae sind sehr viel längere und härtere Haare, die als sensible Tastorgane arbeiten. Diese Tasthaare bilden den Schnurrbart auf der Oberlippe der Katze, weiter findet man sie auf den Wangen, am Kinn, über den Augen und an den Gelenken der Vorderpfoten. Im Vergleich mit anderen Haartypen gibt es von diesen nur sehr wenige, aber sie spielen eine lebenswichtige Rolle, wenn die Katze bei schlechten Lichtverhältnissen auf Erkennungsgang ist oder jagt.

Haarkleid
Haare bestehen größtenteils aus Keratin (Hornstoff), dem gleichen Gerüsteiweiß, das die Außenschicht der Haut und die Krallen bildet, die Hautanhanggebilde sind. Weil das Haar hauptsächlich Protein enthält, wird durch das normale Haarwachstum ein hoher Prozentsatz der täglichen Proteinaufnahme aufgezehrt.
Die Haaroberfläche setzt sich aus überlappenden Kutikulazellen zusammen, die vom Körper wegweisen. Fährt man an einem Haar von der Wurzel bis zur Spitze entlang, fühlt es sich glatt an, in der Gegenrichtung jedoch rau wegen der Anordnung der Zellen. Die Kutikula reflektiert das Licht und trägt so zum Fellglanz bei; ein stumpfes Fell kann auf eine Schädigung der Kutikula hindeuten. Das haar wächst in Zyklen, die durch Hormone, die Tageslichtdauer und die Umgebungstemperatur gesteuert werden. Der Mensch hat einfache Haarbälge oder -follikel: Aus jedem wächst ein einzelnes, großes Haar hervor. Katzen besitzen dagegen eine effizientere Wärmeisolierung, die sie ihren kombinierten Haarfollikeln verdanken: Bis zu sechs Leit- oder Primärhaare, die jeweils von feineren Sekundärhaaren (Grannen- und Woll- oder Daunenhaare) umgeben sind, gehen aus jedem Follikel hervor. Jeder Follikel ist mit einem eigenen Arrektormuskel gekoppelt, der die Leithaare aufrichten kann. Katzen sträuben ihr Fell, wenn sie beunruhigt oder wütend sind, aber auch um die Isolierung zu verbessern und Wärmeverluste zu reduzieren. Katzen verfügen außerdem über zwei spezielle Typen von Sinneshaaren: Die Schnurrhaare oder Vibrissen sind dicke, steife Haare, die an Kopf, Kehle und Vorderbeinen wachsen. Andere große Einzelhaare, die Leithaare, die jeweils von einem komplizierten Netz aus Blutgefäßen und Nerven umgeben sind, verteilen sich über den ganzen Körper und fungieren wie kurze Schnurrhaare.



Geschlechtsreife

Katzenliebe
Wenn Du ein wenig aufpasst, wirst Du das Näherrücken der „tollen Tage“, der periodisch verlaufenden sexuellen Zyklen Deines Tieres, nicht übersehen können. Die Katze beginnt mehr als sonst zu schmusen und will beschmust werden, miaut mit tieferer Stimme, streicht Dir um die Beine, liebt besonders das Kraulen in der Kreuzgegend, wobei sie ihren Schwanz steil nach oben oder seitwärts stellt. Gurrende Laute werden ausgestoßen, die sich bis zu lauten Schreien steigern – wie durchdringendes Babyschreien. Besonders charakteristisch ist das Herumrollen auf dem Boden, daher auch die Bezeichnung für die Katzen-Hitze: Rolligkeit.
Früher als Du denkst, wird Deine Katze fortpflanzungsfähig – mit etwa 6-7 Monaten! Spätestens jetzt musst Du Dir Gedanken machen, weil Du mit der Tatsache umgehen musst, dass Du ein Tier im Haus hast, das nicht allein bleiben und Dir alljährlich stolz einen oder mehrere Würfe allerliebster kleiner Kätzchen präsentieren wird. Es sei denn, Du möchtest Deine Katze als reine Wohnungskatze halten und darauf achten, sie niemals in die Nähe eines potenten Katers zu bringen. (Alternative: Kastration) Aber selbst dann musst Du mit einigen Folgeerscheinungen leben, die eine sexuell aktive Katze mit sich bringt. Über einige Wochen hinweg wird Deine Katze für einen in der Ferne jaulenden Kater alles liegen- und stehenlassen; In diesen Zeiten musst Du stets auf verschlossene Türen achten. Eine von starken natürlichen Trieben gebeutelte Katze allein zu lassen entbehrt nicht einer gewissen Grausamkeit. Zudem haben Katzen einen unberechenbaren sexuellen Zyklus, der es nicht erlaubt, das Einsperren nur auf die Rolligkeitsperioden zu beschränken. Du müsstest bis zum äußersten konsequent bleiben, wenn Du unerwünschten Nachwuchs vermeiden willst. Statt dem Einsperren gibt es folgende drei Möglichkeiten der Verhütung: 1. Kastration, 2. Sterilisation, 3. Pille
Katerliebe
Kater werden, wenn ihre „Männlichkeit“ erwacht, unruhig; sie streben mit Macht ins Freie und lassen sich auf viele Kämpfe ein, um ihren Platz in der Bruderschaft der Nachbarkater zu sichern. „Ranzig“ werden heißt das in der Fachsprache. Unüberriechbar sind die Duftmarken, die an alle möglichen und unmöglichen Stellen in der Wohnung gesetzt werden. Schon wegen dieses Geruchs ist es fast ausgeschlossen, einen nicht kastrierten Kater in der Wohnung zu halten. Ihn in der Wohnung einzusperren ist außerdem ein Qual für das Tier: Bald riecht es wie im Katzenheim, und Verhaltensstörungen sind so gut wie programmiert. Lässt Du ihn ins Freie, wird er zu einer sinnlosen Katzenvermehrung beitragen. Die traurige Folge: Viele Kätzchen werden nach der Geburt eingeschläfert, ausgesetzt oder kommen qualvoll um, wieder andere enden als Streuner vor dem Gewehr der Jäger. Daher ist unbedingt anzuraten, Deinen Kater kastrieren zu lassen, sobald er beginnt, Urinmarken in die Wohnung zu setzen. Das kann bereits im Alter von 6 Monaten geschehen, bei Edelkatzen auch schon mal erst im Alter von bis zu 14 Monaten (z.B. Perser) eintreten. Erst dieser kleine Eingriff macht ihn zu einem wirklichen Haustier – er kann sich enger an den Menschen binden. Seinen Jagdinstinkt verliert er dadurch nicht, er muss keineswegs zwangsläufig träge und fett werden. Übergewicht ist immer eine Folge falscher Ernährung. Auch beim Kater bringt die Sterilisation kaum Vorteile. Seine Duftmarken setzt er auch weiterhin. Verzichte deshalb auf diese heute ohnehin kaum mehr praktizierte Methode.
Geschlechtsorgane des Katers
Der Hoden
Die Hoden des Katers befindet sich gut sichtbar unter der Aftergegend. Bei einem Kater von 5kg wiegen sie zusammen ca. vier Gramm. Dort liegt das samenbildende Gewebe, das aus vielen netzartig verzweigten Kanälchen besteht. Sie haben eine Länge von insgesamt 25 Metern. Darin werden die Spermien gebildet und werden dort im sogenannten Nebenhodenkanal gespeichert. Hoden und Nebenhoden münden in den Samenleiter, der mit Blutgefäßen und Nerven als Samenstrang in die Bauchhöhle führt. Beide Samenleiter münden in die Harnröhre, die durch die erbsengroße und relativ feste Prostata nicht vollständig umschlossen wird. Spermien, sowie die Sekrete der Prostata u. Harnzwiebeldrüse bilden zusammen die Samenflüssigkeit, auch Ejakulat genannt. Die Menge beträgt ca. 0,01-0,05ml pro Samenerguss.Der Penis
Die einfach gebaute Vorhaut umgibt ihn ringförmig. Er besteht aus dem paarigen Schwellkörper, dessen beiden Schenkel fest mit dem Sitzbein des Beckens verwachsen sind. Sie vereinigen sich an der Peniswurzel. Dieses Hohlorgan, dessen Adersystem bei der Versteifung mit Blut prall aufgefüllt wird beträgt im Ruhezustand etwa 20 Millimeter, die Penisspitze ist ca. 4 Millimeter lang. Im Penis sitzt interessanterweise ein kleiner Knochen. Bei der Erektion wird der Penis anderthalbfach verlängert, der Durchmesser verdoppelt sich. Eine eigentliche Eichel hat der Kater nicht, dafür verfügt er aber über eine Spitzenkappe. Der Penis ist nach hinten gerichtet und nur erigiert parallel zur Rückenlinie nach vorne. Trotzdem muss beim eigentlichen Akt der Rücken des Katers sehr stark gekrümmt werden, um ein Eindringen in die Scheide zu erleichtern.Die Wolluststacheln
Auf der Penisspitze befinden sich ca. 100-200 verhornte Papillen von etwa einen Millimeter Länge, die wie Widerhaken wirken, da sie nach hinten gerichtet sind. Das Wachstum dieser kleinen Stacheln ist hormongesteuert und wird somit durch eine Kastration beeinflusst. Nach der Einführung des Penis schreit die Katze dann laut auf, dann ist es auch schon alles vorbei.

Der Penisknochen
Dieses hohlmeißelähnliche Gebilde von etwa drei bis fünf Millimeter Länge entwickelt sich mit der Geschlechtsreife aus ursprünglich sehnigem Gewebe. Der Penisknochen verstärkt die Festigkeit des Penis, erleichtert dessen Einführung in die Scheide, unterstützt die Stempelwirkung der Penisspitze und erhöht die Reizwirkung des Geschlechtsaktes.

Geschlechtsorgane der Katze
Die Geschlechtsorgane der Katze setzen sich aus den zwei Eierstöcken, der Gebärmutter mit Eileitern und Muttermund, der Scheide und Scham zusammen.

Die Eierstöcke
Die Eierstöcke enthalten das Gewebe, in dem die Eizellen heranwachsen. Es handelt sich um längliche Organe, die acht bis neun Millimeter lang und etwa sieben Millimeter breit sind, sowie rund vier Millimeter dick. Sie hängen an einem Band in der Bauchhöhle dicht hinter den Nieren und sehen bei der herangewachsenen Katze wie winzige „Himbeeren“ aus. Diese sogenannten Follikel dienen der Eizelle zum heranwachsen. Meistens sind an den Eierstöcken auch kleine gelbliche Knötchen zu entdecken, die sogenannten Gelbkörper.

Die Gebärmutter, Der Gebärmutterhals
Sie besteht aus zwei Hörnern sowie dem Gebärmutterkörper (Corpus uteri). Diese beiden Hörner sind bei Jungkatzen zwirnsfadendünn. Bei Katzen, die schon geworfen haben, weisen sie etwa die Länge von ca. acht bis zehn Zentimeter und drei bis vier Millimeter Dicke auf. Die Eileiter münden in die Gebärmutterhörner. Von dort geht es in den unpaarigen Gebärmutterkörper, der rund zwei Zentimeter lang und etwa genauso dick ist wie die Hörner. Ein kleines Knötchen markiert den Gebärmutterhals. Er hat nur einen äußeren Muttermund.

Die Eileiter
Zu den Eierstöcken hin liegen die beiden Eileiter. Sie sind etwa fünf Zentimeter lang und ein bis drei Millimeter dick. Durch sie sollen die nach dem Platzen der Eibläschen (Follikel) freiwerdenden Eizellen in die Gebärmutter durch die Eileitertrompete einwandern. Diese Verbindung ist nicht hundertprozentig dicht und in extrem selten Fällen kommt es dazu, dass sich eine Eizelle in die Bauchhöhle verirrt – wenn dann noch eine Samenzelle hinzukommt führt dies eventuell zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft, die auch bei Katzen nicht absolut ausgeschlossen ist.

Die Scheide
Die Scheide ist ein etwa vier Zentimeter langer Schlauch in der einerseits die Gebärmutter – durch den Muttermund abgegrenzt – und anderseits die Harnröhre mündet. Die Scheide geht nach außen in den Scheidenvorhof über. Auch viele Katzen haben ein Jungfernhäutchen (Hymen). Nach außen geht die Scheide in die Scham über. Sie ist mit feinen Haaren sehr dicht bewachsen. Die wulstigen Schamlippen laufen bauchwärts in einem spitzen und rückwärts in einem stumpfen Winkel zusammen. Der Kitzler liegt in einer Schleimhauttasche. Der eigentliche Kitzlerkörper, der genauso wie der Penis bei sexueller Erregtheit anschwillt, ist ca. einen Zentimeter lang.

Sexualzyklus der Katze
Zeitraum Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung
Vorfrühjahr groß bei allen Katzen
Frühjahr sehr groß bei allen Katzen
Frühherbst groß bei allen Katzen
Oktober bis Januar gering bei überwiegend draußen lebenden Katzen
immer gegeben bei vorwiegend im Haus lebenden Katzen
3.-6. Trächtigkeitswoche etwa 10 Prozent aller Katzen
18-20 Stunden nach der Geburt es gab schon Einzelfälle
1-2 Wochen nach der Geburt groß, wenn die Jungen nach der Geburt entfernt wurden
1-2 Wochen nach dem Absetzen der Jungen groß
Eine Zeitperiode, in der eine Befruchtung ausgeschlossen ist gibt es praktisch nicht.
Hormone – Steuerung des Sexuallebens
Der Sitz des Sexualzentrums ist der Hypothalamus, sprich das Zwischenhirn. Dort erfolgt die Steuerung des Sexuallebens durch körpereigene Botenstoffe, den sogenannten Hormonen. Das männlich bestimmende Hormon ist das Keimdrüsenhormon Testosteron. Es hat seinen Namen von der Bildungsstätte im Hoden (Testis). Das weiblich bestimmende Hormon ist das Östrogen. Östrogene lösen im geschlechtsreifen Körper die Brunst (Östrus) aus, daher auch deren Name. Wie jedes Hirnzentrum hat auch der Hypothalamus eine vorgesetzte Stelle, die Richtlinien vorgibt und untergeordnete Abteilungen, die Anweisungen entgegennehmen. Dem Sexualzentrum ist das Großhirn als Sitz des Verstandes, der Vernunft und der Überlegungen vorgesetzt. Über Sinnesorgane (z.B. Nase)  werden Reize aufgenommen, die unter anderem sexuelle Aktivitäten fördern oder hemmen. Diese Reize leitet das Großhirn in gefilterter Form an den Hypothalamus weiter. Der Verstand kann und soll entscheiden, ob einem sexuellen Impuls nachgegeben werden kann oder nicht. Untergeordnet ist dem Hypothalamus die Hirnanhangdrüse (Hypophyse), genauer der Vorlappen. Nach genauer Aufforderung durch den Hypothalamus schüttet sie im wesentlichen drei Hormone aus:
Das follikelstimulierende Hormon (FSH) fördert die Reifung der Follikel am Eierstock, bereitet also die Bildung der Eizellen vor.
Das luteinisierende Hormon (LH) hat zwei Funktionen. Zum einen bewirkt es mit der Ausreifung der Follikel den sogenannten Eisprung, zum anderen fördert es die Bildung des Gelbkörpers.
Das dritte Hormon Prolaktin fördert die Ausbildung der Milchdrüse und unterhält die Milchproduktion.
Die reifen Follikel produzieren ihrerseits das Hormon Östrogen und erzeugen so den starken Drang zur Fortpflanzung.
Sexuelle Abweichungen
Nymphomanie:
Darunter versteht man den krankhaft gesteigerten Geschlechtstrieb bei Weibchen. Sie ist eine behandlungsbedürftige Krankheit und keineswegs eine Unart oder Untugend.Hypersexualität:
Einige Kater treibt ein besonders starker Geschlechtstrieb, Hypersexualität oder auch Satyriasis genannt.Homosexualität:
Selten und dann meistens bei mehreren in der Wohnung gehaltenen Kater, in der Regel ohne Einführung des Penis.

Kronismus:
Das verzehren einiger Junge von der Mutter. Dies erfolgt meistens aus dem Grund, das die Mutter erkennt, das ein Tier zu schwach ist oder der Wurf zu groß zur Bewältigung ist.

Kannibalismus:
Unzweifelhaft werden immer wieder Jungkatzen durch Kater getötet und zuweilen auch verzehrt. Man diskutiert zwei Ursachen:
1. Fehlgeleiteter Sexualtrieb
2. Das Töten anderer Katzen um nur sein eigenes Erbgut durchzusetzen

Geschlechtsreife
Katzen werden in der Regel mit 6-9 Monaten, auch mal erst ab dem zwölften Monat geschlechtsreif. In Ausnahmefällen (bei Winterkatzen unter besonders guten Wetterbedingungen) kann die Geschlechtsreife bereits zwischen dem vierten und fünften Lebensmonat eintreten, genauso wie es einige Rassen gibt wie z. B. die Orientalen, die die „Pubertät“ bereits auch mit dem vierten Monat erreichen.

 



Katzen-Life.de
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