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Sinne

Die Sinnesleistungen
Gehörsinn Die Katze hört in Frequenzbereichen bis zu 65 kHz(20 kHz beim Menschen). So nimmt sie Geräusche wie Laufen, Piepsen und Nagen von kleinen Beutetieren auf. Selbst beim „Dösen“ reagiert sie sofort auf fremde Geräusche. Mehr als ein Dutzend Muskeln wirken zusammen, um die Ohrenbewegungen exakt zu steuern. Orten können Katzen ihre Beute bis zu einer Entfernung von rund 20 Metern sehr genau.
Tastsinn Ohne Schnurrhaare würde die Katze nicht in der Lage sein z.B. durch ein Loch zu schlüpfen. Mit diesen sensiblen „Antennen“ misst die Katze die Breite einer Öffnung ab und weiß so sofort, ob sie stecken bleiben könnte. In der Dunkelheit sind die Schnurrhaare ihr Leitsystem um nicht an Stühlen, Tischbeinen oder anderem zu stoßen.
Sehsinn Katzen können in der Dunkelheit beinahe genauso gut sehen wie bei hellem Tageslicht. Die Augen stellen sich automatisch sofort auf die jeweiligen Lichtverhältnisse ein. Bei Dunkelheit weiten sich die Pupillen und werden groß, damit auch der letzte Rest an Licht gesammelt wird. Bei Helligkeit verengen sie die Pupillen zu einem schmalen Schlitz. Die Katze nimmt nur noch oben und unten ein wenig Licht über die Pupillen auf. Da die Pupillen so groß sind, kann die Katze Details nicht sehr scharf sehen. Das Auge der Katze besteht aus ca. 400.000 Sehzellen pro Quadratmillimeter Netzhaut (Menschen nur ca. 100.000). Der Blickwinkel der Augen beträgt 180 Grad. Beide Augen, mit sich überkreuzenden Blickwinkeln, ermöglichen einen extremen Weitwinkelblick von rund 280 Grad. Tests haben gezeigt, dass Katzen zwischen Grün, Blau und Gelb unterscheiden können, die Farbe Rot und Orange nur als Grautöne wahrnimmt. Zwischen folgenden Farben können Katzen unterscheiden: Rot und Grün, Rot und Blau, Rot und Grau, Grün und Blau, Grün und Grau, Blau und Grau, Gelb und Blau und Gelb und Grau. Weiteres ist derzeit noch nicht genügend erforscht. Im Vergleich zum Menschen hat die Netzhaut der Katze nur ein sechstel der Zäpfchen (farbempfindliche Zellen). Katzen nehmen gerade soviel Farbe wahr, um in ihrer angestammten Umgebung überleben zu können. Nachdem sich jede Art in einem anderen Umfeld entwickelt hat, dürfte das Farbensehen bei den verschiedenen Katzenarten entsprechend unterschiedlich ausgeprägt sein.
Geruchssinn Die Katze macht sich mit dem Geruchssinn ein „Bild“ von allem. Ob Futter, fremde Katzen oder andere Menschen. Jeder Katzenbesitzer kann immer wieder beobachten, wie die Katzen mit dem Kopf, Kinn, Schwanz und Pfote sich an Gegenstände reiben. Hierbei werden Duftmarken hinterlassen, die nur von Artgenossen wahrgenommen werden können. Im Vergleich zum menschlichen Riechorgan ist die Katzennase allerdings mit rund 200 Millionen Riechzellen doppelt so gut bestückt. Für bestimmte Düfte hat die Katze noch ein zweites Riechorgan, das Jacobsonsche Organ.
Geschmackssinn Geschmack- und Geruchssinn sind eng miteinander verbunden Sie werden als die chemischen Sinne bezeichnet. Die Katze nimmt über ihre Zunge jeglichen Geschmack auf und kann ihn somit zuordnen. Auf der Zunge der Katze sitzen viele, kleine Warzen. Wenn die Katze mit ihrer Zunge über die Haut des Menschen leckt, fühlt es sich wie Sandpapier an. Eine erwachsene Katze hat in einem Teil auf der Zunge und einem Teil in der Kehle liegenden Gewebehügelchen, sogenannte Papillen rund 250 pilzförmige Papillen mit jeweils 40 bis 40000 Geschmacksknospen. Sie kann saure, bittere und salzige, aber keine süßen Geschmacksqualitäten wahrnehmen.
Ortssinn Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass Katzen ein Heimfindevermögen besitzen. Forscher in Deutschland und den USA haben nachgewiesen, dass vor allem ältere Katzen wieder heimfinden, wenn sie in einer Entfernung von 12km freigelassen werden. Daraus kann man den Schluss ziehen, dass sich die Tiere wahrscheinlich an magnetischen Feldern orientieren: An Katzen angebrachte Magneten stören nämlich das Heimfindevermögen. Das könnte erklären, warum in den Gehirnzellen der Katze winzige Spuren von Eisen eingelagert sind.
Gleichgewichtssinn Neben dem Hören hat das Ohr außerdem eine zweite Funktion. Es dient dazu, der Katze zu helfen, die Balance zu halten. Während die meisten Haustiere auf dem Boden leben, ist die Katze von Hause aus ein Klettertier mit einem empfindlichen Gleichgewichtssinn. Das Gleichgewichtsorgan, der Vestibularapparat, befindet sich im Innenohr. Richtungs- oder Geschwindigkeitsänderungen werden in diesem Organ sofort registriert, das der Katze einen ausgleichenden Orientierungswechsel ermöglicht. Nach einem Sturz einer Katze reagiert blitzschnell dieses Organ, damit die Katze auf allen vieren landet. Danach kannst Du häufig beobachten, wie sie ihren Kopf schüttelt. Das tut sie, damit die Flüssigkeit im Gleichgewichtsorgan wieder in die Ursprungsposition zurückfließt.
Das Zeitgefühl Katzen verfügen über ein unglaubliches Zeitgefühl. Viele Katzenbesitzer werden es kennen: Sie kommen von der Arbeit nach Hause, fahren gerade mit ihrem Auto vor und genau in diesem Moment springt die Katze aufs Fenstersims. Auch gibt es viele Katzen, die ihr Herrchen oder Frauchen, genau zwei Minuten bevor der Wecker klingelt, wecken. Praktisch, allerdings behalten sie diesen Weckdienst manchmal auch am Wochenende bei. Dieses genaue Zeitgefühl ist für eine Katze in freier Natur von großer Bedeutung. Sie weiß genau, wann die beste Zeit zum Jagen ist und wann sich ein Rivale im Revier aufhält, dem man besser nicht begegnet. So passt eine Wildkatze ihre täglichen Gewohnheiten den Tieren ihrer Umgebung an und eine Hauskatze dem Rhythmus ihres Haushaltes.

 

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