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Kurzhaarkatzen schlank 2

Devon Rex, Rex-Katzen, Egyptian Mau, Japanese Bobtail, Korat, Ocicat, Russisch Blau 
 

Kurzhaar-Katzen (Schlankformen)  – Devon Rex

 devonrex
Ursprung:
Die Devon Rex ist nicht etwa mit der Cornish Rex verwandt, sondern entsprang einer natürlichen Mutation, die 1960 bei einem verwilderten Kater in Devon beobachtet wurde. Als dieser sich mit einer ebenfalls verwilderten Katze der Gegend paarte, gab es im Wurf ein Kätzchen mit lockigem Fell. Später wurde das Kätzchen mit einem Cornish-Rex-Kater gekreuzt – das Ergebnis waren normalhaarige Kätzchen. Dies bewies, dass die Information für gelocktes Fell auf verschiedenen Genen lag. Nur durch Inzuchtkreuzungen konnte das Gen erhalten werden, ehe die Katzen mit anderen Kurzhaar gekreuzt wurden. Siamkatzen und andere Rassen wurden später eingekreuzt, um verschiedene Fellfarben zu erzielen. 1967 wurde die Devon Rex als eigene Rasse anerkannt.Charakter:
Intelligent und schelmisch. Die Devon Rex sitzt selten still und ist bekannt für ihre Neugier und Fresslust.Körperbau:
Mittelgroß mit schlankem, festem, muskulösem Körper und langen Beinen. Der Kopf ist keilförmig mit großen, tief angesetzten Ohren und vollen Wangen. Ihren typischen koboldhaften Ausdruck verdankt diese Rasse ihrer Gesichtsform sowie ihren großen Augen.

Fell:
Kurz, fein und gelockt oder gewellt, jedoch nicht so dicht wie das Fell der Cornish Rex. Diese Rex-Rasse hat Deckhaare, die ebenfalls gewellt sind. Die Tiere sollten nie kahl aussehen. Die Schnurrhaare sind genauso gewellt wie das Körperfell, können aber schnell brüchig werden und ausfallen. Katzen mit hellem Fell sollten im Sommer nicht mit ungeschützten Ohren in die Sonne gehen.

Augen:
Groß, weit auseinander liegend; von beliebiger Farbe.

Merkmale:
Fellpflege: kaum nötig
Stimme: gesprächig
Temperament: aktiv
Ursprungsland: Großbritannien
Ursprungszeit: 1960
Gewicht: 2,5 – 4 kg
Varianten: alle Fellfarben und -zeichnungen sind zugelassen
Rasse: weltweit anerkannt

Kurzhaar-Katzen (Schlankformen)  – Andere Rex-Katzen
Die Cornish und die Devon Rex sind die bekanntesten der kraushaarigen Katzen, doch stieß man von Zeit zu Zeit auf der ganzen Welt auf ähnliche Mutationen. Viele davon starben rasch aus – gewöhnlich deshalb, weil nicht genügend Interesse für eine Zucht vorhanden war. Kurzlebig waren die Rex-Katzen aus Italien, Ohio, Oregon und die Preußische Rex. Ein Tier namens Ural-Rex wurde Anfang der neunziger Jahre in Russland entdeckt. Man weiß nicht, ob mit ihr ein Zuchtprogramm aufgestellt wurde. Die German Rex stammt von einer verwilderten Katze ab, die in den vierziger Jahren in Ostberlin entdeckt wurde. Sie unterscheidet sich von der Cornish dadurch, dass ihr Fell durch seine dicke und dichte Unterwolle fülliger erscheint. Ernstzunehmende  Zuchtprogramme wurden sowohl in Deutschland als auch in den USA erstellt. In den fünfziger Jahren gewann die Rasse, die älter ist als die meisten anderen Rex-Linien, in den USA an Beliebtheit. Man stellte fest, dass die Mutation des Fells im wesentlichen der der Cornish Rex entspricht, auch wenn die Körperform anders ist. Die Cornish wurde immer beliebter, und die German Rex verlor an Terrain. Die FIFe (der internationale Katzenverband) erkennt sie zwar noch an, trotzdem sieht man die German Rex heute nur noch selten auf Katzenausstellungen. Die Selkirk Rex ist nach den Selkirk-Bergen in Wyoming, USA, benannt. 1987 wurde erstmals ein Tier in einem Wurf eines Katzenheims entdeckt. Das ungewöhnliche Fell fiel einem Fachmann auf. Ein Zuchtprogramm wurde in Montana erstellt, wo die Katze mit verschiedenen anderen Arten gekreuzt wurde. So entstanden der rundliche Körper und der kurzschnauzige, runde Kopf. Das rezessive Langhaargen war von Anfang an dabei – langhaarige Selkirk sind besonders auffällig. Die Rasse ist heutzutage in den USA und im benachbarten Kanada sehr beliebt; wegen ihres dicken, gewellten Fells nennt man sie auch scherzhaft „Schafskatze“. Angeblich ist dies die einzige dominante Rex-Variante. Die Züchter sind sich über Rex-Katzen immer noch nicht einig. Manche mögen das gewellte Fell nicht, andere verteidigen die Rasse und bewundern ihre liebevolle, spielfreudige Persönlichkeit.
Kurzhaar-Katzen (Schlankformen)  – Egyptian Mau
 mau
Ursprung:
Mau heißt in der ägyptischen Sprache „Katze“. Mit dieser Rasse haben die Züchter versucht, jene Katze wieder neu zu erschaffen, deren graziöse Gestalt man in altägyptischen Grabmalereien sieht. Begonnen wurde damit im Jahr 1953, als eine russische, in Rom lebende Prinzessin eine getupfte Katze aus Kairo mitbrachte. Sie paarte diese mit einem Tier, das dem ägyptischen Botschafter in Italien gehörte. Ein Kater aus dem Wurf wurde mit seiner Mutter rückgekreuzt. Nach ein paar Jahren reiste die tierliebende Prinzessin in die USA, wo ihre Katzen die Grundlage einer Zucht bildeten. 1968 wurde die Rasse in Amerika schließlich offiziell anerkannt; Ende der siebziger Jahre gelangte die dort entwickelte Linie dann nach Europa. Es kam zu Verwechslungen, weil der Name Mau in England auch für die orientalischen getupften Tabbies verwendet wurde.Charakter:
Sozial, intelligent, extrovertiert, abenteuerlustig.Körperbau:
Langer, eleganter Körper. Die Egyptian Mau ist ein abgewandelter siamesischer bzw. orientalischer Typ mit einem runderen Gesicht als das der übrigen Orientalen. Sie ist eine sehr schöne Katze mit einem auffällig getupften Fell.

Fell:
Glatt, kurz und eng anliegend ist das Haarkleid, mit klar abgesetzten Tupfen. Ein deutliches M sollte auf ihrer Stirn stehen.

Augen:
Mandelförmig, aber nicht allzu orientalisch; Farbe: Blassgrün

Merkmale:
Fellpflege: kaum nötig
Stimme: eher still
Temperament: aktiv
Ursprungsland: USA
Ursprungszeit: 1953
Gewicht: 2,25 – 5 kg
Varianten: Schwarz, Smoke, Bronze und Silber
Rasse: in den USA und in Europa anerkannt

Kurzhaar-Katzen (Schlankformen)  – Japanese Bobtail
 bobtail
Ursprung:
Die Bobtail ist eine alte Rasse, die möglicherweise bereits vor rund eintausend Jahren aus China nach Japan eingeführt wurde; vielleicht existiert sie sogar noch länger. Zunächst durfte nur der Adel diese Tiere halten – sie wurden damals an Leinen ausgeführt. Doch als Katzen im 17. Jahrhundert dringend als Pestbekämpfer gebraucht wurden, fanden sie größere Verbreitung. Die beliebteste Variante ist die dreifarbige Mi-Ke, die Glück bringen und mit der winkenden Katze von Japan verwandt sein soll. Bilder und Statuen dieser winkenden Katze, die eine Pfote erhoben hält, sollen Glück bringen. 1968 wurde die Rasse in die USA gebracht, wo sie gezielt zu einer feineren und leichteren Katze weitergezüchtet wurde. Obwohl die Tiere in den USA und in Japan immer beliebter werden, sind sie ansonsten nicht sehr weit verbreitet.Charakter:
Sozial, freundlich und intelligent.Körperbau:
Mittelgroß und gut bemuskelt ist die Erscheinung dieser Rasse. Wie die Manx hat die Bobtail längere Hinter- als Vorderbeine; ihr Gang ist deshalb ungewöhnlich. Ihr Kopf sollte dreieckig sein. Am auffälligsten ist der kurze Schwanz; ruhen die Tiere, rollen sie ihn ein; in Bewegung dagegen halten sie ihn senkrecht. Es ist seltsam, dass die beiden bekanntesten Kurzschwanzkatzen, die Manx und die Bobtail, jeweils von Inseln stammen. Man vermutet, dass sie aufgrund des eingeschränkten Genpools durch Mutationen entstanden.

Fell:
Kurz und eng anliegend. Das Fell sollte rund um den Schwanz abstehen. Eine halblanghaarige Variante kommt ebenfalls vor.

Augen:
Groß und oval; die Farbe sollte zum Fell passen.

Merkmale:
Fellpflege: regelmäßig, bei Halblanghaar häufiger
Stimme: gesprächig
Temperament: mäßig aktiv
Ursprungsland: Japan
Ursprungszeit: vor dem 19. Jahrhundert
Gewicht: 2,5 – 4 kg
Varianten: die klassische Version ist schwarz, rot oder Tortie mit Weiß, allerdings werden auch andere Farben akzeptiert
Rasse: in den USA, Europa und Japan anerkannt

Kurzhaar-Katzen (Schlankformen)  –  Korat
 korat
Ursprung:
Die Korat ist eine der ältesten bekannten Rassen und gilt in ihrer Heimat Thailand als heiliges Tier und als Glücksbringerin. Ein Korat-Paar war dort das traditionelle Brautgeschenk. Ursprünglich soll die Katze aus Korat, einer östlichen Provinz Thailands stammen. Gegen Ende der fünfziger Jahre gelangte sie in die USA, wo ein Zuchtprogramm erstellt wurde. Europa erreichten die Korat erst in den siebziger Jahren. Zwar sieht man sie momentan nicht sehr häufig auf Ausstellungen, doch die Züchter schätzen und fördern sie sehr.Charakter:
Intelligent, ruhig, sanft und anhänglich. Die Tiere schätzen die Gesellschaft anderer Korat.Körperbau:
Elegant, mittelgroß und muskulös. Das herzförmige Gesicht und die großen Ohren machen diese Rasse besonders attraktiv.

Fell:
Kurz und eng anliegend. Das Fell sollte entlang der Wirbelsäule leicht, aber merklich aufgerichtet sein.

Augen:
Groß, rund und leuchtend; manche Kätzchen haben zunächst gelbe Augen, die erst im Alter von zwei bis drei Jahren die korrekte grüne Färbung annehmen.

Merkmale:
Fellpflege: kaum nötig
Stimme: still
Temperament: aktiv
Ursprungsland: Thailand
Ursprungszeit: vor dem 18. Jahrhundert
Gewicht: 2,5 – 4,5 kg
Varianten: akzeptiert wird nur das ursprüngliche Blau
Rasse: weltweit anerkannt

Kurzhaar-Katzen (Schlankformen)  –  Ocicat
 ocicat
Ursprung:
In den sechziger Jahren wurde in den USA ein Zuchtprogramm aufgestellt, um eine Siamkatze mit Abessinier-Abzeichen zu schaffen. In der zweiten Generation kam ein schönes, goldgetupftes Katerchen zur Welt. Er sah aus wie ein junger Ozelot, und so entstand die heute als Ocicat bekannte Rasse. Sie ist in den USA am beliebtesten, hat aber auch in andern Ländern Bewunderer.Charakter:
Freundlich, intelligent und sozial.Körperbau:
Gut bemuskelt und stämmig. Kennzeichnend für die langgestreckte Katze sind ihr breiter Kopf mit der ebenfalls breiten Schnauze. Die großen, weit auseinander stehenden Ohren tragen an der Spitze Haarbüschel. Die Hauskatze wirkt fast wie eine Wildkatze.

Fell:
Glatt, kurz und gut getupft. Außer an der Schwanzspitze sind alle Haare gebändert. Auf der Stirn sollte ein M sichtbar sein. Der Körper ist mit verstreuten Tupfen bedeckt, die am Schwanz eine dunklere Färbung annehmen.

Augen:
Groß, weit auseinander liegend, mandelförmig und leicht schräg stehend; mit der Ausnahme von Blau ist jede Augenfarbe zugelassen.

Merkmale:
Fellpflege: kaum nötig
Stimme: gesprächig
Temperament: aktiv
Ursprungsland: USA
Ursprungszeit: 1964
Gewicht: 2,5 – 6,5 kg
Varianten: Schwarz, Blau, Chocolate, Lilac, Cinnamon, Fawn und die Silbervarianten dieser Farben
Rasse: weltweit anerkannt

Kurzhaar-Katzen (Schlankformen)  –  Russisch Blau
Ursprung:
Diese Tiere hießen ursprünglich einmal Archangel-Katzen, denn sie stammen angeblich aus der Hafenstadt Archangelsk in Nordrussland. Wahrscheinlich wurden sie im Verlauf des 19. Jahrhunderts von Matrosen aus dieser subarktischen Stadt ins wärmere Westeuropa gebracht. Um die Jahrhundertwende erreichte die Russisch Blau schließlich auch Nordamerika. Dort gewann sie besonders im Westen rasch an Beliebtheit. Weil sie immer wieder mit der Britisch Blau verwechselt wurde, kursierte sie in Amerika schon bald unter der Bezeichnung „Foreign Blue“ – ihren eigentlichen Namen erhielt sie erst im Jahr 1939 wieder zurück. Obwohl Blau als charakteristische Farbe gilt, sind auch schon Schwarze und Weiße Russisch Blau vorgekommen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Rasse nämlich so selten, dass sie um ein Haar ausgestorben wäre. Einzig und allein durch Auskreuzen mit Britisch-Blau-Tieren sowie mit Blue-Point-Siamesen konnte sie vor dem Aussterben bewahrt werden.Charakter:
Typische Eigenschaften sind Intelligenz, Gutmütigkeit und Sanftmut. Bei diesem Tier handelt es sich um eine insgesamt relativ ruhige Rasse.Körperbau:
Mittelgroß bis groß, elegant und graziös mit langen, schlanken Beinen. Mit ihren geschmeidigen Bewegungen sieht diese Katze beinahe aus wie eine Ballerina beim Spitzentanz. Der Kopf hat ein schmales Profil mit vorstehenden Schnurrhaarkissen und großen, auf einem flachen Schädel hoch angesetzten Ohren.

Fell:
Fein, weich, seidig und plüschartig. Ungewöhnlich dick ist das Doppelfell dieser Rasse, das wegen der silbrig-getippten Deckhaare leicht schimmert. Der Flaum der Unterwolle ist besonders wasserabweisend. Das dichte Fell ist wohl auf die bitterkalten Winter in ihrer Heimat zurückzuführen.

Augen:
Mandelförmig und weit auseinander liegend; in lebhaftem Grün.

Merkmale:
Fellpflege: kaum nötig, außer bei Fellwechsel
Stimme: still
Temperament: mäßig aktiv
Ursprungsland: Russland
Ursprungszeit: vor dem 18. Jahrhundert
Gewicht: 3 – 5,5 kg
Varianten: Blau, Schwarz und Weiß
Rasse: weltweit anerkannt (nur Blau)

Devon Rex, Rex-Katzen, Egyptian Mau, Japanese Bobtail, Korat, Ocicat, Russisch Blau 
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