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Katzensprache

Allgemeines zu Körpersprache
Es braucht zwar einige Zeit, damit Du das Verhalten Deiner Katze deuten kannst, aber wenn Du es einmal erlernt hast, wirst Du eigentlich fast immer Verstehen, wie sich Deine Katze gerade fühlt oder was sie von Dir möchte. Abgesehen davon, dass die Katze ihren Schwanz zum Steuern beim Springen oder Fallen (hier dient der Schwanz als Ausgleichgewicht, damit die Katze sich schnell im Flug drehen kann und so sicher und wohlbehalten auf allen Vieren landet) benutzt, kann man den Schwanz der Katze als Stimmungsbarometer ansehen. Es ist anzumerken, dass sich bei einer Katze die Stimmungen gegenteilig im Vergleich zum Hund äußern. Würde man einen Hund mit wedelndem Schwanz sehen, würde man denken, dass er sehr freudig und gut gelaunt ist. Bei einer Katze dagegen zeigt das an, dass sie sehr verärgert ist, aber lese doch selbst:

 

Signale des Schwanzes
Schwanz hat Form eines Fragezeichens Die Katze befindet sich in übermütiger Spiellaune
hochgestreckter Schwanz zeigt meist Freude – Hochstrecken kann aber auch größte Wut (z.B. beim Kampf) bedeuten!
Katzenschwanz hängt einfach herunter Die Katze befindet sich in ausgeglichener, normaler Stimmung
Schwanz wird ruckartig hin- und her bewegt Die Katze ist erregt – ob positiv oder negativ.
Schwanz peitscht von einer Seite zur anderen Die Katze ist sehr verärgert – schnellt der Schwanz plötzlich hoch, greift das Tier unter Umständen im selben Moment an.
Schwanz nur an der Wurzel hochgezogen; Spitze zuckt erregt Die Katze befindet sich in Drohstellung

 

Signale von Augen, Ohren und dem Gesicht
Die Augen sind halb geöffnet, die Ohren in Normalstellung Die Katze ist völlig entspannt.
Die Ohrmuscheln sind nach vorn gedreht, die Augen sind weit geöffnet die Katze zeigt höchste Aufmerksamkeit – mit derselben Ohrstellung geht die Katze auch zum Angriff über (der Körper zeigt dann allerdings die Drohhaltung)
Ohrmuscheln drehen sich leicht nach außen irgendetwas erregt den Unmut der Katze
ein gestelltes und ein angelegtes Ohr Die Katze ist unsicher, fühlt sich in ihrer Haut nicht wohl und kämpft noch um die richtige Entscheidung
Flach zur Seite gelegte Ohren Die Katze fühlt sich sehr unwohl, hat eventuell Angst und befindet sich in einer leichten Abwehrbereitschaft
Ohren leicht nach hinten gelegt und Ohrmuscheln stark seitlich gedreht, die Augen zu leichten Schlitzen geformt. Die Katze ist trotz Angst sofort zur Abwehr bereit, sie überlegt, ob sie kämpfen oder besser flüchten soll.
(Fauchen und) flach an den Kopf gepresste Ohren, die Pupillen sind jetzt stark verengt Die Katze wehrt in höchster Not einen Angreifer ab, sie versucht ihn mit diesem Gesichtsaudruck in die Flucht zu schlagen.
Stirnrunzeln Die Katze drückt Verwunderung oder auch Missmut aus.
Die Pupillen sind ganz groß Der Stubentiger befindet sich in einem Augenblick der Liebe, Wut oder Angst
Die  Katze schaut Dir  mit wohlwollendem Blick in die Augen und zwinkert Dir zu In der Katzensprache ist es das Zeichen von: Ich mag Dich und respektiere Dich.
eingeschickt von Carsten per E-Mail
Die Ohren sind hoch aufgestellt, die Augen blicken offen und selbstbewusst Jetzt ist die Katze bereit zu einem Reviergang, sie hätte aber sicher auch Lust zu spielen.
Die Ohren sind leicht angelegt und nach hinten gestellt, die Pupillen minimal verengt Die Katze ist angespannter Erwartungshaltung, irgendetwas macht sie nervös.
Ganz eng anliegende Ohren, die Augen zu schmalen Sehschlitzen zusammengekniffen, das Maul zum Fauchen geöffnet So sieht die Katze aus, wenn sie zum Kampf bereit ist.

 

Ein Katzengesicht kann vieles sagen
Ein wichtiger Teil der Körpersprache ist die Mimik. Jeder Katzenfreund weiß, dass die Ausdrucksfähigkeit eines Katzengesichtes groß ist. Die Stimmungslage einer Katze können Sie sehr gut sowohl am Katzengesicht als auch an Ohren und Augen erkennen. Die Stellung der Ohren und Tasthaare sowie das Verengen und Erweitern der Pupillen verändern den Gesichtsausdruck am prägnantesten. Hier einige Beispiele, wie Sie die Stimmung einer Katze ungefähr einschätzen können:
 Gesichtsausdruck
  1. Die Katze hebt den Kopf hoch und zieht ihn dabei zurück – ihr Gegenüber ist ihr zu aufdringlich.
  2. Die Katze schliesst die Augen halb und dreht die Ohren leicht zur Seite – sie geniesst.
  3. Die Katze stellt die Ohrmuscheln hoch, dreht sie nach hinten und verengt die Pupillen – sie warnt, sich vorsichtig ihr gegenüber zu verhalten.
  4. Die Pupillen der Katze erweitern sich trotz Licht – sie ist erschrocken.
  5. Die Katze spitzt die Ohren und öffnet die Augen weit – sie möchte spielen.
  6. Die Katze legt die Ohren an, schliesst die Augen halb und dreht den Kopf leicht zur Seite – sie gibt zu erkennen, dass sie ihrem Gegenüber nichts tun möchte und erwartet von ihm das Gleiche.
Quelle: „Internet“ Verfasser: „unbekannt“

 

Flehmen
Die Katze sitzt regungslos da, der Kopf ist leicht erhoben, das Maul ist leicht geöffnet und die Mundwinkel ein bisschen zurückgezogen. Die Nasenlöcher sind geweitet. Der Gesichtsausdruck der Katze wirkt irgendwie „dümmlich“. Diese Mimik nennt man Flehmen. Hat die Katze einen Geruch ganz besonderer Art aufgenommen, dann behält sie diesen Gesichtsausdruck mehrere Sekunden bei und verharrt fast regungslos. Erst wenn die Wahrnehmung zu Ende ist, löst sich die starre Haltung wieder und sie leckt sich einmal kurz die Lippen. Die Katze verfügt über ein zweites Geruchsorgan, das Jacobson´sche Organ. Es liegt im Gaumenbereich und ist für die Geruchs- und auch Geschmacksaufnahme verantwortlich. Eine Katze flehmt dann, wenn sie Düfte wahrnimmt, die sie besonders erregen. Die Grimasse hilft ihr, die Gerüche durch das Jacobson`sche Organ aufzunehmen und zu verarbeiten.

 

Schnattern
Wenn die Katze ein für sie unerreichbares Beuteobjekt entdeckt (z.B. einen Vogel vorm Fenster), beginnt sie durch schnelles Auf- und Abbewegen des Kiefers mit den Zähnen zu klappern. Es entsteht ein schnatterndes oder meckerndes Geräusch. Der Laut ist eine Art Übersprungshandlung. Die Katze führt automatisch Bewegungen wie beim Beutefang aus. Schnattern ist eine völlig unbewusst und unwillkürlich ablaufende Handlung, die nur durch den Anblick des nahen Beutetieres ausgelöst wird..

 

Treteln
Beim Treteln vollzieht die Katze leichte Trampelbewegungen mit gespreizten Pfoten, wobei die Krallen abwechselnd ein- und ausgefahren werden. Kleine Katzenkinder treteln bei der Mutter und bearbeiten damit das Gesäuge, um den Michlfluss anzuregen. Auch viele ältere Katzen (allen voran unser Filou!) treteln und suchen sich dafür meist ihre menschliche Bezugsperson aus. Eine Katze tretelt in Situationen, in denen sie sich rundum wohl fühlt. Es ist für den Menschen ein großer Liebesbeweis durch die Katze, der allerdings recht schmerzhaft sein kann

 

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