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Katzenkrankheiten - 2. Seite

Alternative Medizin

Allgemeines zu Alternative Medizin
Die Naturheilkunde biete eine alternative Behandlungsmöglichkeit an. Sie kann Dir unter anderem bei aggressiven Katzen sehr nützlich sein. Durch die Bachblütentherapie kann man schon erreichen, dass eine aggressive Katze ausgeglichener und ruhiger wird. Du musst dafür das typische Verhalten und die Veranlagung Deiner Katze kennen oder kennen lernen. Für jeden Typ gibt es entsprechende spezifische Bachblüten-Zusammenstellungen. Die Akkopunktur wird schon seit Ewigkeiten bei dem Menschen angewendet, warum sollte sie nicht auch Deiner Katze helfen?
Geschichte der Homöopathie
Geschichte

Die Homöopathie wurde vor fast 200 Jahren von einem deutschen Arzt namens Samuel Hahnemann begründet.
Er entwickelte die Theorie von “ similibus similia curentur, „, welche besagt, dass Gleiches Gleiches heilt.

Wirkungsweise

Homöopathische Arzneimittel werden in einer sehr spezifische Weise zubereitet.
Die ursprüngliche Substanz  stammt normalerweise von einer natürlichen Quelle, wie Pflanzen oder Mineralien und wird schrittweise verdünnt. Im homöopathischen Sprachgebrauch wird dieses Verdünnen potenzieren genannt, da durch jeden Arbeitsschritt die „Heilkraft“ der Arznei verstärkt wird. Selbst, wenn rein rechnerisch nicht einmal mehr ein Molekül der ursprünglichen Substanz vorhanden ist. Die homöopathische Grundlagenforschung befindet sich vergleichsweise in den Kinderschuhen. Doch obwohl die eigentlichen Wirkungsmechanismen noch weitgehend im Dunkeln liegen, haben klinische Versuche und die tägliche Praxis ergeben, dass Homöopathie Erfolge bringt.

Behandlung

Es gibt zwischen ein und zwei tausend homöopathische Arzneimittel, von denen der ausgebildete Homöopath das finden muss, welches am besten mit dem Symptombild des Patienten übereinstimmt.
Aus diesem Grund dauert der Erstbesuch des Patienten einige Zeit, meistens länger als beim Schulmediziner.
Dieses erstes Aufsuchen des Homöopathen kann auch etwas kostspieliger sein, weil es oft Stunden dauert, den Patienten in allen Einzelheiten kennen zu lernen, was aber unabdingbar für eine homöopathische Diagnose ist.
Dafür sind die Arzneien vergleichsweise sehr billig und von Nebenwirkungen praktisch frei.
Ein großer Vorteil der homöopathischen Behandlung liegt darin, die Lebenskraft zu stärken und  so insgesamt die Abwehrbereitschaft des Körpers auf Krankheiten zu erhöhen..
Herkömmliche Medikamente unterdrücken häufig Zeichen der Krankheit, ohne dass die auslösende Ursache beseitigt wurde (symptomatische Behandlung).

Kleine Lehre der Homöopathie

Das homöopathische Heilmittel Silicea:
Der Tierhomöopath verordnet diese Mittel zur Nachbehandlung von chronischen Leiden und Entzündungen mit Eiterbildung, wie z. b. Afterdrüseninfektion, chronische Bindehautentzündung oder Mittelohrentzündung. Silicea ist ein anderer Ausdruck für Kieselsäure, die vom Körper in winzigen Mengen ins Gewebe eingelagert wird.

Das homöopathische Heilmittel Arnika:
In der Tierheilkunde gibt man Arnikatabletten bei Vorbereitung und Nachbehandlung von operativen Eingriffen, Zahnbehandlungen, nach einem Schock oder starker körperlicher Anstrengung, nach einer schweren Geburt, einem Unfall und Verletzungen aller Art. Arnika ist eines der wirksamsten homöopathischen Mittel  und wird auch als „Allheilmitte“ bezeichnet.

Das homöopathische Heilmittel Hypericum:
Der Tierhomöopath verordnet dieses Mittel, das auch Johanniskraut heißt, bei Schmerzen durch Bisse, Verletzungen oder anderen Wunden. Es kann auch positiv auf Lähmungserscheinungen einwirken. Bei Katzen kann man Schmerzen of schlecht erkennen. Ruhelosigkeit oder mangelnder Appetit kann Anzeichen dafür sein.

Das homöopathische Heilmittel Arsenicum:
Dieses ist bei den meisten Menschen nur als Gift bekannt. Dass es auch als homöopathisches Heilmittel dient, wird so manchen verwundern. Es wird jedoch als Mittel gegen akutes Erbrechen und Durchfall, gegen Fieber, Bindehautentzündung, Niesen, Appetitlosigkeit und viele Hauterkrankungen auch in der Tierhomöopathie eingesetzt. Bei Arsenicum ist der Wirkstoff, wie bei allen homöopathischen Mitteln, extrem hoch verdünnt und damit unschädlich.

Das homöopathische Heilmittel Cantharis:
Der Tierhomöopath verordnet Cantharistabletten bei akuter und chronischer Blasen- und Nierenentzündung, bei Insektenstichen, Verbrühungen oder Ekzemen. Homöopathische Heilmittel sind zur Nachbehandlung einer chronischen Krankheit oft besser als zur Ersttherapie.

Das homöopathische Heilmittel Sulfur:
Der Tierheilpraktiker verordnet dieses Mittel bei Ekzemen, chronischen Hautleiden, Krätze, Räude oder Vereiterungen. Es eignet sich, richtig angewandt, auch bei chronischem Durchfall oder Fieberzuständen. Sulfur, also Schwefel, wird schon seit Jahrhunderten zur Behandlung von Hautproblemen, aber auch bei Verstopfung angewandt.

Das homöopathische Heilmittel Scutellaria:
Der Tierhomöopath verordnet dieses Mittel bei Angst, Überregbarkeit und Nervosität. Katzen, die übermäßig lebhaft sind und die Wohnung auf den Kopf stellen, können ein wenig besänftigt werden. Man bezeichnet Scutellaria (Helmkraut) auch als den homöopathischen „Tranquillizer“.

Das homöopathische Heilmittel Euphrasia:
Der Tierheilpraktiker empfiehlt Euphrasia zur Linderung von Bindehautentzündungen und bei tränenden Augen. Ein Tropfen der Urtinktur mit einem Eierbecher voll abgekochtem, lauwarmen Wasser gibt ein recht wohltuendes Augenbad. Innerlich wird Euphrasia bei allergischen Erscheinungen und Schnupfen angewandt.

Die Schüssler-Salze
Dr. Schüssler war davon überzeugt, dass exakt aufeinander abgestimmte Mineralsalze einen geordneten physiologischen Zellstoffwechsel überhaupt erst möglich machen. Der berühmte Homöopath sah in Geweben und Organen einen Zusammenschluss bestimmter Zellverbände, die ganz spezielle Funktionen innehaben. Eben diese Funktionen, von denen natürlich auch in hohem Maße der Gesundheitszustand eines Lebewesens abhängt, seien auf die Existenz anorganischer Salze angewiesen, um problemlos zu agieren. Schüssler beschrieb zwölf Salze, die im Blut und in den Körperzellen nachweisbar und für das Wohlbefinden des Organismus mit verantwortlich sind. Der wissenschaftliche Ansatz des Homöopathen wurde nach seinem Tod von Schöpfwinkel durch zwölf „Biochemische Ergänzungsmittel“ vervollständigt. Die Wirkungsweise stellt sich als substitutionelle Homöopathie dar, bei der sie als Stimulans der körperlichen Regelmechanismen fungieren. Sie sind zwar nicht in der Lage, von außen fehlende Stoffe zu ersetzen, aber dennoch betreiben die Schüssler-Salze allem Anschein nach einen Mangel-Ausgleich. Sie sorgen dafür, das kranke Zellen, die nicht mehr Mineralien oder Spurenelemente aufnehmen können, über einen längeren Zeitraum hinweg feinmolekularen Reizen ausgesetzt sind, um so deren Mangel bzw. Missverhältnis auszugleichen. Die Salze sind bis zu einem Verhältnis von D6 oder D12 verrieben. Dosierung in Tablettenform.
Übersicht über die 12 Schüssler-Salze
Bezeichnung: zum Einsatz bei folgenden Indikationen:
NR. 1: CALCIUM FLUORATUM
(Die Zubereitung des grauweißen Pulvers erfolgt durch eine Vermischung mit Milchzucker und einer anschließenden Verreibung.)
Knochen- und Zahnanomalien
Knochen- und Zahnerkrankungen
krankhafte Veränderungen an der Wirbelsäule
verhärtetes Bindegewebe u. Drüsen
Unterstützung von Tumorbehandlungen
NR. 2: CALCIUM PHOSPHORICUM
(Das Salz wird gerne in Verbindung mit Calcium fluoratum angewendet.)
Knochen- und Zahnprobleme
nervöse Störungen
Juckreiz
oberflächliche o. eitrige Entzündungen
Schwäche
NR. 3: FERRUM PHOSPHORICUM
(Hergestellt wird dieses Salz aus Eisenphosphat.)
Eisenmangelanämie
Infektionsanfälligkeit
frische Wunden, Verletzungen, Blutungen
Lebensschwäche
erkrankte Jungtiere
NR. 4: KALIUM CHLORATUM
(Hergestellt aus dem Mineral Sylvin)
Katarrhe verschiedener Organe u. d. Schleimhäute
Impfreaktionen
Verbrennungen
lokale Pilzerkrankungen
NR. 5: KALIUM PHOSPHORICUM
(Da dieses wertvolle Mineral in vielen Lebensmitteln vorkommt, ist Kaliummangel allgemein recht selten.)
Infektionskrankheiten
Erschöpfungszustände
Nervosität und Schlaflosigkeit
Herz- u. Muskelschwäche
Entzündungen, Bakterien-, Virenbefall
NR. 6: KALIUM SULPHURICUM
(Wird chemisch hergestellt.)
chronischen Entzündungen
rheumatischen Gelenk- u. Muskelschmerzen
Vergiftungen
NR. 7: MAGNESIUM PHOSPHORICUM
(Wird auch als „homöopathisches Aspirin“ bezeichnet)
Koliken
Neuralgien
Migräne
NR. 8: NATRIUM CHLORATUM (MURIATICUM)
(Hauptbestandteil dieses Mittels ist Kochsalz)
nässenden Ekzemen
Abmagerung
Appetitlosigkeit
Nervenschwäche
NR. 9: NATRIUM PHOSPHORICUM
(Chemisch hergestellt, soll den Säurehaushalt regulieren)
Neigung zur harnsauren Diathese
Gallen- und Nierengries
Gallen-, Nieren- und Blasensteine
rheumatische Erkrankungen
NR. 10: NATRIUM SULPHURICUM
(Wird auch als Glaubersalz bezeichnet.)
nässende Hautausschläge
Hautpilze
Ödeme, die durch Nieren- oder Leberinsuffizienz verursacht werden
rheumatische Erkrankungen
NR. 11: SILCEA Drüsenentzündungen
Verhärtungen im Bereich der Drüsen
Narben
akuten und chronischen Entzündungen mit Eiter und Neigung zur Fistelbidlung
NR. 12: CALCIUM SULPHURICUM
(Ist eigentlich nichts anderes als Gips)
Erweichung und Resorption alter eitriger Prozesse (Abszesse, Furunkel, etc.)
Bachblütenthearpie
Geschichte und Idee

Die Bachblütentherapie wurde erstmals von dem walisischen Arzt Edward Bach erwähnt.
Seiner Meinung nach basieren Krankheiten auf psychischen Konflikten.
Da Körper und Geist (oder Seele) nicht zu trennen sind vertrat er die Auffassung, nie nur die Krankheit selbst zu behandeln, sondern immer den Patienten als Ganzes zu sehen. Der geistige Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden ist unbestritten und Bach sagte diesen zu, über das vegetative Nervensystem negativ auf das Immunsystem zu wirken, indem dieser sogenannte „Gefühlsschlacken“ produziert, die den „Energiekörper verunreinigen“.
Er ging von der Annahme aus, dass bestimmte seelische Persönlichkeitstypen zu ganz bestimmten Reaktionsweisen neigen, was sie dann auch im Krankheitsfall tun.

So widmete er sich der Aufgabe eine Heilmethode für diese negativen Gefühls- oder Gemütszustände zu finden, die einfach und  nebenwirkungsarm anzuwenden sein sollte. Dabei entdeckte er die Heilkraft verschiedener Wildpflanzen, die eben heute als Bachblüten  bekannt sind. Die, in den von ihm verwendeten Pflanzen enthaltene Energie hat die Kraft, die Gefühlsschlacken so in Bewegung zu versetzen, dass sie sich von selbst auflösen und daher der Krankheit zumindest ihre psychische Grundlage entzogen wird.

Herstellung

Angewendet werden die Bachblüten als Pflanzenauszüge. Die reifen Blüten werden morgens gepflückt und in frischem Quellwasser ausgezogen, bis sie verwelkt sind und dem Wasser ihre Energie übertragen haben. Danach werden diese Essenzen mit Alkohol konserviert und nach dem Vorbild der Homöopathie zu den gebrauchsfertigen Tropfen verdünnt.

Anwendung

Die Bachblütentherapie wird vor allem bei  Angstzuständen, Verhaltensauffälligkeiten, Stress und zur unterstützenden Behandlung diverser Erkrankungen eingesetzt.

Übersicht über die verschiedenen Bachblüten
Bezeichnung: zum Einsatz für:
Agrimony (Odermennig) unausgeglichene und unruhige Tiere
Aspen (Espe, Zitterpappel) sensible und ängstliche Tiere
Beech (Rotbuche) aggressive Tiere
Centaury (Tausendgüldenkraut) willensschwache, unterwürfige und gutmütige Tiere
Cerato (Bleiwurz, Hornkraut) unsichere Tiere mit mangelndem Selbstvertrauen
Cherry Plum (Kirschpflaume) angespannte, in Stresssituationen stehende Tiere
Chestnut Bud (Rosskastanienknospe) konzentrations- und lernschwache Tiere
Chicory (Wegwarte) Tiere, die nach Aufmerksamkeit suchen
Clematis (Weiße Wegwarte) motivationslose, desinteressierte und passive Tiere
Crab Apple (Holzapfel) Tiere mit übertriebenem Reinlichkeitsbedürfnis
Elm (Ulme) Tiere mit geringem Selbstvertrauen und innerer Sicherheit
Gentian (Herbstenzian) misstrauische und übervorsichtige Tiere
Gorse (Stechginster) Tiere mit geringem Lebenswillen
Heather (Schottisches Heidekraut) Tiere mit hohem Zuwendungsbedürfnis, die daher lästig und aufdringlich sind
Holly (Stechpalme) aggressive und gefährliche Tiere
Honeysuckle (Geißblatt) Tiere mit wenig Lebensfreude und denen Veränderungen zu schaffen machen
Hornbeam (Hainbuche) erschöpft wirkende und unmotivierte Tiere
Impatiens (Drüsentragendes Springkraut) nervöse, leicht reizbare Tiere
Larch (Lärche) Tiere mit mangelndem Selbstvertrauen
Mimulus (Gefleckte Gauklerblume) ängstliche und überempfindliche Tiere
Mustard (Wilder Senf) launische und unausgeglichene Tiere
Oak (Eiche) unermüdliche, sich verausgabende Tiere
Olive (Olive) kraftlose und oft müde Tiere
Pine (Schottische Kiefer) unsichere und unterwürfige Tiere
Red Chestnut (Rote Kastanie) übertrieben fürsorglich und bemutternde Tiere
Rock Rose (Gelbes Sonnenröschen) Angstzustände und panikartiges Verhalten
Rock Water (Wasser aus Heilquellen) Tiere mit extrem eingefahrenen Gewohnheiten
Scleranthus (Einjähriger Knäuel) Tiere mit extremen Stimmungsschwankungen
Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern) psychisch und körperlich geschockte Tiere
Sweet Chestnut (Edelkastanie) erschöpfte, an der Grenze ihrer Belastbarkeit stehende Tiere
Vervain (Eisenkraut) übertrieben eifrige und dickköpfige Tiere
Vine (Weinrebe) tyrannische Tiere, die sich nicht unterordnen wollen
Walnut (Walnuss) ?
Water Violet (Sumpfwasserfeder) unnahbare, einzelgängerische Tiere
White Chestnut (Rosskastanie) konzentrationsschwache und unsichere Tiere
Wild Oat (Wildtrespe) intelligente Tiere ohne Durchhaltevermögen
Wild Rose (Heckenrose) depressiv erscheinende Tiere ohne Lebenswillen
Willow (Weide) schlecht gelaunte, mürrische Tiere
Rescue (Notfalltropfen) Bestehen aus: Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose, Star of Bethlehem
Aromatherpaie
Die Aromatherpie ist in aller Munde. Mit Düften können wir uns entspannen und anregen, über Gerüche stimulieren wir unser Immunsystem, schnuppern uns in den Schlaf oder lassen uns mit einem Weck-Aroma aus demselben holen. Tieren geht es nicht anders – aber: Ihre Nasen sind noch nicht so überlastet wie unsere. Und sie sind tausendmal feiner und sensibler. Außerdem stinkt so mancher Katze, was wir duftend empfinden. Wenn Du Dein Tier also mit einer Aromatherapie verwöhnen willst, musst Du sie viel feiner dosieren und zu anderen Aromen greifen. Katzen z. B. erinnert der Baldriangeruch keineswegs an Menschen, sondern an Kater und Kätzinnen in Hochzeitslaune. Ein Grund, warum schon feinste Baldriangeruchsspuren sie „geistig wegtreten“ lassen. Ähnliche Hochgefühle entstehen, wenn die Katzennase Catnip, das getrocknete Grün der Katzenminze schnuppert. Es erinnert die Katze an Muttern, an Liebe, an Sex, auch wenn sie ihn nie hatte. Manche Katze besabbert Catnipspielzeug, andere schleppen es stundenlang mit sich herum, wieder andere verteidigen es gegen jeden und alles. Aber eigentlich alle reagieren darauf. Der Grund, warum Katzen gerne mit Spielzeug spielen, wenn man mit den Handflächen daran gerubbelt hat oder warum sie gerne mit „Schweißsocken“ spielen, ist der, dass sie die Spuren, die der Mensch darauf hinterlässt, sofort erkennen und dieser Geruch bei ihnen die Erinnerung an herrliche Stunden mit dem Herrchen weckt.

Aromen, die Katzen erregen: Baldrian, Catnip, Olivenöl, Lebertran, Melkfett, Lavendel

Magnetfeldtherapie
Außer Sportpferden werden mittlerweile auch Hunde und Katzen vermehrt mit der Magnetfeldtherapie behandelt. Viele Tiere fühlen sich auf der Therapiematte wohl, besonders wenn das Herrchen sie dabei streichelt. Einige Katzen können sich so entspannen, dass sie einschlummern, anscheinend ist die Wirkung des Magnetfeldes sehr beruhigend. Die Therapiematte pulsiert in bestimmten Stärken und Frequenzen und sendet Wellen an den Tierkörper aus. Diese Energie dringt zu jeder einzelnen Zelle vor und versorgt die Zellen mit hundert Prozent Sauerstoff, erklären die Therapeuten die Wirkung der Magnetfelder. So wird außer der Haut auch tiefere Schichten wie Knochen und Muskeln therapiert. Im Inneren werden so Prozesse angekurbelt, die den körpereigenen „Reparaturmechanismus“ fördern.  Einige Katzenbesitzer schwören auf die Magnetfeldtherapie und sagen, dass Erfolge schnell sichtbar wären. Dabei sei es relativ egal, welches Leiden behandelt werde: Brüche und Wunden würden schneller heilen, Durchblutungsstörungen könnten verbessert werden und das Immunsystem würde gestärkt. Für die Magnetfeldtherapie braucht es keine Spritzen oder Tabletten, die das Tier  schlucken muss. Außerdem ist dei Behandlung an sich völlig schmerzlos. Grundsätzlich hat sie so gut wie keine Nebenwirkungen. Nur in Sonderfällen wie Tumoren kann eine Magnetfeldtherapie gravierende Auswirkungen haben. Deshalb sollte grundsätzlich vor Therapiebeginn der Tierarzt konsultiert werden, um herauszufinden ob und welche Therapie die richtige ist. Nur mit einer genauen Diagnose und der richtigen Magnetfrequenz kann die Behandlung dem Kätzchen helfen. Eine Therapie beim Tierarzt dauert etwa 20 Minuten und wird eventuell als Therapieserie angewandt. Dreimal in der ersten Woche, danach vielleicht noch zweimal pro Woche. Viele Ärzte kombinieren auch die Magnetfeldtherapie mit der Schulmedizin oder mit alternativen Naturheilmethoden. Dass ein Magnetfeld sehr wohl Auswirkungen auf den Organismus hat zeigt das natürlich Magnetfeld der Erde. Zugvögel und Fische, sowie Bienen orientieren sich immer instinktiv danach.
Wer nun nicht so recht an die Magnetfeldtherapie glauben möchte, dem sei gesagt, dass Katzen selbst sich mit ihrem Schnurren und den somit erzeugten Frequenzen einer Selbstheilung unterziehen oder es einfach nur zur Beruhigung benutzen.
Aloe Vera
Heute gibt es eine riesige Palette an Produkten mit Aloe Vera zur äußeren und inneren Anwendung. Die vielen Inhaltsstoffe (400) sollen einfach gegen alles wirken z. B. gegen Pilze, Bakterien, Entzündungen, Hautprobleme, Viren, Schmerzen, Verbrennungen, Infektionen. Sie reinigen den Darm, stärken das Immunsystem, regen den Appetit an, fördern die Verdauung und die Sehkraft.
Viele Produkte werden auch extra für Tiere angeboten. Da Haustiere häufig unter Fell- und Hautproblemen leiden wie auch an einem sensiblen Magen oder Appetitlosigkeit, greifen viele Tierfreunde zu diesen Produkten. Natürlich können solche Produkte den Tierarzt nicht ersetzen…
Akupunktur
Ob man es glauben mag oder nicht: Tatsächlich ist die Akupunktur bei Tieren genauso alt wie beim Menschen, nämlich rund 6000 Jahre. In den USA lassen Hundehalter schon seit langem ihre vierpfotigen Freunde mit den kleinen Nadeln behandeln.
Nun mag man meinen, dies würde schmerzen. Aber: Das Stechen der Nadeln unter die Haut ist überhaupt nicht schmerzhaft und dient dazu, den durch eine Krankheit unterbrochenen Energiefluss im Tierkörper wieder zu regulieren. Die Wirkung der Nadeln auf das einzelne Tier kann allerdings unterschiedlich sein – beispielweise beruhigend, entspannend oder sogar einschläfernd.
Die Akupunktur gilt als Schmerztherapie. Angewandt werden kann sie aber auch bei Arthrosen, Atemwegserkrankungen, Schwächezuständen oder Haut- und Augenentzündungen. Wichtig: Nur gesunde, funktionsbereite Körperzellen können akupunktiert werden. Auch Stress lässt sich durch eine Akupunkturbehandlung abbauen. Die Heilungskräfte innerer Organe können angeregt werden. Ob die Therapie bei dem jeweiligen Patienten angezeigt ist, stellt der Akupunkteur vor der ersten Sitzung in einer ganzheitlichen Untersuchung des Tieres fest. Bei manchen Erkrankungen ist eine Akupunkturtherapie nicht ausreichend. Angewandt werden kann sie bei den meisten Heimtieren.
Weitere Informationen gibt es bei der Internationalen Gesellschaft für Veterinär-Akupunktur: www.ivas.org
Salbeitee bei z. B. Zahnfleischentzündungen
Wer feststellt, dass sich seine Katze ständig die Schnauze reibt, würgt oder schlecht Luft bekommt, sollte schnellstmöglich seinen Tierarzt aufsuchen. Aber auch der Halter kann etwas tun. Bei einfachen Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen helfen Spülungen mit lauwarmen Salbeitee oder eine Mischung aus Arnikatinktur, Calendulatinktur (ein Löffel der Mischung auf ein Glas warmes Wasser). Spüle damit zweimal täglich mit einer Plastikspritze (natürlich ohne NADEL!!!) vorsichtig die Mundhöhle Deiner Katze aus.
Wasser – flüssiges Heilmittel garantiert ohne Nebenwirkungen
Es ist das älteste Heilmittel der Welt, wird in allen Kulturen genutzt und ist universell einsetzbar. Nach den Menschen können jetzt auch Tiere von den Kräften des feuchten Elements profitieren. Wasser bereitet Hunden zwar natürlich mehr Freude als Katzen – sie können und wollen gerne baden -, aber den Katzen hilft das nasse Element natürlich auch. Fell, Haut und Schleimhäute vor allem bei Wohnungskatzen leiden enorm unter der trockenen Raumluft. Schon ein winziger Springbrunnen oder ein offenes Aquarium (natürlich mit Schutz vor dem reinfallen) schafft Abhilfe. Von beiden geht zudem noch eine beruhigende Wirkung auf nervöse Samtpfoten aus. Wasserdampf zum Inhalieren löst Schleim und macht die Atemwege frei. Für viele Katzen ist das Einatmen der feuchtwarmen Dämpfe sogar ein Genuss.
Ganz neu und besonders empfehlenswert für ältere Tiere, und für Tiere die unter Bandscheibenschäden und arthritischen Beschwerden leiden, ist das Wasserbett. In ein robustes (krallen- und zahnsicheres) „Laken“ wird Wasser und eine Emulsion gefüllt. Das flexible Gelee passt sich den Bewegungen des darauf liegenden Körpers unaufhörlich an, so dass das Körpergewicht auf die gesamte Bettfläche verteilt wird. Kein Gelenk wird durchs Liegen dauerbelastet, dadurch verkrampfen die vierbeinigen Schläfer nicht unbewusst, sondern entspannen die Muskulatur und das Skelett. Zusätzlich kann das Gelwasser auf jede gewünschte Temperatur aufgeheizt werden. Die Wärme unterstützt dann die Heilprozesse, die im Schlaf stattfinden.
Heilen durch Berührung (Akupressur)
Berührungen vermitteln Freundschaft und Liebe, geben Vertrauen und Kraft. Dass auch Tiere liebevolle Berührungen genießen, merkt jeder Besitzer bei den täglich fälligen Streicheleinheiten. Mehr sogar, Berührungen können auf die verschiedenste Weise Körper und Seele unserer vierbeinigen Hausgenossen heilen. Fast schon ein Klassiker auf diesem Gebiet ist der TTouch, zusammen mit anderen Übungen auch als TT.E.A.M. (Tellington-Touch-Every-Animal-Method) bekannt, der von der Kanadierin Linda Tellington-Jones entwickelt wurde. Ursprünglich nur für Pferde gedacht, fand sie mit dieser Methode einen Weg, zahlreichen verschiedenen Tierarten zu helfen. Selbst ein Python zählte schon zu ihren Patienten! Doch das schönste am TTouch ist, das es quasi von jedem erlernt und angewendet werden kann. Mit kreisenden, abstreichelnden Bewegungen wandert man über den Körper der Katze. Finger, Hand oder auch Fingerkuppen und Ballen liegen leicht auf dem Fell. Nun beschreibt die Hand eine 1 1/4 Drehung, wobei das Fell mit verschoben wird. Ob mit oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, spielt keine Rolle. Und nicht der Druck ist entscheidend – schon sanftes Drehen bringt eine große Wirkung, denn ein ganz wichtiges Element des TT.E.A.M. ist die intensive Beschäftigung mit dem Tier. Versuche es doch einfach einmal selbst, Dein vierbeiniger Liebling wird es Dir zeigen, welche Berührungen ihm gut tun und welche nicht.
Auch die aus der menschlichen Arztpraxis bekannte Reflexionsmassage tut Tieren gut und hilft. Dabei sind die Grundgedanken bei Mensch und Tier die gleichen: Der Körper teilt sich in drei Querbereiche und zehn Längslinien, die in Händen und Füßen enden. Dadurch entstehen dort die so genannten Reflexpunkte, die, über die Längslinien, mit allen Organen des Körpers verbunden sind. Durch Massage dieser Punkte werden also Impulse an die verschiedensten Organe geschickt. Bei Tieren gibt es jedoch einen Unterschied: Die Reflexpunkte an den Pfoten sind nicht besonders stark ausgeprägt, darum wird bei ihnen der Kopf massiert. Je nach Krankheit unterscheiden sich zwei Massagearten: die ableitende, die Energien nimmt und so Entzündungen und Schmerzen lindern kann, und die aufbauende Massage, die Energien aufbaut und so die Genesung beschleunigt. In der Praxis sieht der Unterschied so aus, dass bei der ableitenden Massage links mit dem Uhrzeigersinn und rechts gegen den Uhrzeigersinn massiert wird und bei der aufbauenden Massage ist es dann umgekehrt. Die ableitende Massage kann man einfach einmal ausprobieren, bei der aufbauenden Massage sollte man vorher einen Fachmann zu Rate ziehen, da sich eventuelle Entzündungen dadurch ggf. verschlimmern statt verbessern.
Fast schon mystisch mutet die esoterische Reikitherapie an. Sie geht davon aus, dass Eingeweihte in der Lage sind, über ihre Hände oder auch nur durch Gedanken die Lebenskraft Qi auf Mensch und Tier zu übertragen und sie so körperlich und seelisch zu stärken. Reiki wird in Seminaren gelehrt, in denen der Meister seinen Schülern die Fähigkeit vermitteln möchte, die so genannten Reikistrahlen auszusenden und so zu Gebern der kosmischen Energien zu werden, an die die Reikitheorie glaubt.
Ob nun kosmische Energien oder Reflexpunkte, TTouch oder einfach liebevolle Streicheleinheiten: Berührungen tun gut und die Katze wird die zusätzliche Aufmerksamkeit mit Sicherheit genießen.
Wie Licht und Farben heilen helfen – Die Lichttherapie
Die Sonne, das wissen wir alle, stärkt unser Immunsystem, über ihre Strahlen fängt die Haut eine Vorform von Vitamin D ein und kann daraus das für Knochen, Fell und Haut so wichtige Vitamin erzeugen. Doch farbiges Licht kann noch mehr. Lichttherapie ist keine neue Erfindung: Seit es Elektrizität gibt, werden schniefende Katzenkinder und geschwächte Tiere unter Rotlicht gesetzt, wo sie nicht nur von der Wärme profitieren. Das Farblicht weckt das natürliche Abwehrsystem, stimuliert die Durchblutung, erweitert die Gefäße und wirkt vor allem auf die Seele. Mittlerweile hat die alternative Medizin die Rotlichttherapie wiederentdeckt und setzt sie auch bei Verhaltensstörungen ein. Hypernervöse oder überängstliche Katzen, aber auch apathische Tiere finden nach „Bestrahlungen“ ihre Ausgeglichenheit und ihren Lebensmut wieder. Tierheilpraktiker setzen gezielt punktuelle Lichtbestrahlung in verschiedenen Farben gegen Krankheiten und deren Erreger ein, nicht nur Rotlicht, sondern auch blaues, türkisfarbenes, grünes oder gelbes. Mit Farben und deren heilsamer Wirkung können Sie das Leben aller Deiner Tiere bereichern.
Katzen nehmen Farben anders wahr als wir Menschen, trotzdem zeigt buntes Licht Wirkung. Und dass auch sie Farbvorlieben haben, kannst Du leicht feststellen. Lasse Deine Samtpfote ihr Schlafkissen selbst wählen und biete ihr drei verschiedene Farben und/oder Muster an. Du wirst bald feststellen, dass jede Katze eine persönliche favorisierte Farbe hat. Wenn Du diesen Lieblingsfarbton erst einmal weißt, kannst Du ihn gezielt einsetzen: z. B., um der Katze einen neuen Kratzbaum angenehm zu machen oder sie an einen neuen Schlafplatz zu gewöhnen. Die Farbtherapie beim Tier steckt noch in den Anfängen, die genauen Wirkungsweisen kennen wir noch nicht. Aber dass alle Tiere, die sehen können, auf verschiedene Farben unterschiedlich reagieren, das ist bewiesen.
Tierkinesiologie – die geheime Sprache der Muskeln
Mit der Sprache der Muskeln machen sich Fachkundige ein Bild vom Gesundheitszustand eines Körpers. Indem der Therapeut z. B. den Armmuskel des Patienten drückt, fühlt er dessen Stärke oder Schwäche und kann auch Ungleichgewichte im Energiefluss feststellen. Zu wenig oder zu viel Energie kann krank machen. Nur der ungehinderte Fluss der Energie bedeutet einen gesunden Körper. Doch da man Tiere nicht bitten kann, ihre Muskeln spielen zu lassen, arbeiten Tierkinesiologen mit einem Mittelsmann, meist der Besitzer. Er berührt das Tier und der Therapeut den Muskel des Menschen. So gelangt die Information zu dem Therapeuten. In der Kinesiologie verbinden sich traditionelle asiatische Erfahrung mit modernen Erkenntnissen.
Ganz im Sinne der klassischen asiatischen Medizin betrachtet die Diagnose- und Heilmethode der Kinesiologie den Körper als Ganzes, um zu helfen – und nicht nur das einzelne Symptom. Dieser ganzheitliche Ansatz sieht in dem Symptom der Krankheit immer ein Alarmzeichen dafür, dass der gesamte Organismus ein Problem hat. Oft hat eine Krankheit mehrere Ursachen – und die gilt es herauszufinden, um das Tier optimal zu heilen. Deshalb ist es so wichtig, immer auch den Tierarzt einzuschalten.
Die Kinesiologie versucht vor allem, Stressfaktoren zu entdecken und aufzulösen. Die Balance des Körpers soll zurückgewonnen und sein Energiefluss ausgeglichen und optimiert werden. Dabei helfen sanfte Therapien, die das Tier nicht belasten. Die Kinesiologie arbeitet viel mit alternativen Heilmethoden wie Akupunktur, Meridianmassage, traditioneller chinesische Medizin, Homöopathie, Bachblüten unter anderem.
Die magische Wirkung der Steine – eingeschlossene Energie 
Und sie entfaltet ihre Wirkung auch bei Tieren. Vielleicht sogar stärker als bei uns Menschen, weil die Sinne von Katze und Hund sehr viel feiner reagieren, viel aufnahmefähiger für Wellen und Strömungen sind. Das kannst Du leicht ausprobieren. Nehme einen Amethyst und lege ihn auf die Fensterbank. Deine Katze wird dessen Nähe suchen, wenn sie sich entspannen, ruhen oder schlafen will. Auch Jaspis beruhigt und hilft zu relaxen. Es genügt, eine Schale mit solchen Steinen in der Nähe der Schlafplätze zu platzieren, wenn Du mit einem Draufgänger zusammenlebst, der Abends einfach keine Ruhe geben möchte. Um das Alleinelassen der Katze zu erleichtern, kannst Du Karneol und Rauchquarz in der Umgebung der Katze wirken lässt. Auch das Tigerauge löst Spannungen im Körper und öffnet ihn für positive Enegie. Überängstliche Gemüter können Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gewinnen, wenn Du Lapis und Citrin wirken lässt. Natürlich sind die Steine keine akuten Allheilmittel gegen ernsthafte Erkrankungen. Hier kann nach wie vor nur der Tierarzt helfen. Doch sie stabilisieren den Kreislauf und das Herz, sie wirken deutlich auf Stimmungen, können negative Energie erden, also entfernen, und so Platz schaffen für positive Energie, die sich dann in Kreativität, Konzentration und Offenheit zeigt.
Niewundcreme
Hier erhältst Du ein Rezept wie Du Dir eine Niemwundcreme selber herstellen kannst.
Die braune feste Paste wird in vielen tropischen Ländern als Wundpaste für Nutztiere verwendet.
Auch bei Katzen erfüllt sie sehr gute Dienste. Gebe die Niempaste auf die verkrustete Wunde, lasse Dich aber nicht von dem Aussehen und dem Geruch der Paste abschrecken, ihre Wirkung ist überzeugender Grund genug sie zu verwenden.Herstellung einer Niemwundcreme                   
10g Niempaste
10Tr. D-Panthenol
2Tr. Strohblumenöl(Helichrysum italicum)
15Tr. Meristemextrakt
1/2TL. Niemöl bzw. Speiseöl (z.b. Sonnenblumenöl)Bei der Niemwundcreme wird die Wirkung der Niempaste durch zusätzliche Wirkstoffe unterstütz.
Die Soffe mit dem Öl und der Niempaste verrühren. Der Ölzusatz sorgt für eine weiche Konsistenz der Creme. Die Wundcreme kann so auch an besonders empfindlichen Körperteilen wie den Ohren verwendet werden und haftet auch besonders gut.
D-Panthenol und Meristemextrakt wirken entzündungshemmend und heilungsfördernd. Du solltest die Creme aber nicht auf offene Wunden auftragen! Die Zutaten für Deine Niewundcreme bekommst Du in Apotheken oder gut sortierten Reformhäuser. Weitere Informationen findest Du im „Das Hobbythek Katzenbuch“
Quelle: „Das Hobbythek Katzenbuch“ weiterführendes Material unter www.miau.de

 

Katzen-Life.de folgen/empfehlen

Hautparasiten

Allgemeines zu Hautparasiten/Hautkrankheiten
Hautkrankheiten kommen bei einer Wohnungskatze nicht so häufig vor, wie bei einer freilaufenden Katzen. Durch eine ausreichende Hygiene kannst Du bestimmten Erkrankungen Deiner Katze vorbeugen. Sollte es dennoch der Fall sein, dass Deine Katze an einem Hautparasit/ einer Hauterkrankung leidet, so suche sofort einen Tierarzt auf. So kannst Du auf jeden Fall schnellstmöglich die nötigen Schritte/die Behandlung einleiten.
Der Katzenfloh
Er ist einer der bekanntesten Hautparasiten der Katze. Besonders aktiv ist er in der warmen Jahreszeit. Seine Eier legt er in staubigen Ritzen, Ecken und im Lager der Katze ab. Das Blut der Katze ist seine Nahrung. Die Nahrungsaufnahme erfolgt stechend-saugend. Notfalls wechselt er auch auf den Menschen über. Der Katzenfloh gilt als Zwischenwirt verschiedener Bandwurmarten. Im Grunde hat jeder Warmblütler seinen eigenen Floh. Auf der Suche nach Nahrung kann die spezifische Flohart eines Tieres aber auch auf andere Tiere übergehen. Insgesamt gibt es etwa 1500 Floharten, wovon 80 in Europa leben.
Bereits aus drei Flohweibchen können in nur drei Wochen 1000 neue Flöhe und ca. 200.000 entwicklungsfähige Eier hervorgehen – eine wahre Flohexplosion. 90 Prozent aller Katzen und Hunde werden mindestens einmal in ihrem Leben von Flöhen befallen. Das Risiko ist im Frühjahr und Sommer besonders groß, denn die Parasiten entwickeln sich bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit besonders gut. Mangelnde Kenntnisse über den Entwicklungszyklus der Flöhe und unzureichende Behandlungsmethoden lassen den Flohbefall zu einem langwierigen und auch ernsthaften Problem werden. Flöhe sind ein gesundheitliches und ein hygienisches Problem. Denn die erwachsenen Flöhe im Fell des Tieres machen gerade einmal fünf Prozent der Flohpopulation aus. Dagegen bilden Floheier, -larven und -puppen zusammen 95 Prozent der Flohbevölkerung, die sich größtenteils in der Umgebung des Tieres verteilen und sich hier unbemerkt zu erwachsenen Flöhen entwickeln und die Flohexplosion fortsetzen.Symptome: Häufiges Scharren und Kratzen, Fellschütteln und Fellzuckungen. Gelegentlich kleine Knötchen in der Haut.

Therapie: Wirksam ist Flohpuder, das in allen Apotheken und ärztlichen Hausapotheken erhältlich ist. Es gibt aber auch ein Injektionsmittel, das zwar nicht direkt für diesen Zweck entwickelt wurde, aber gegen alle Parasiten hilft. Frage Deinen Tierarzt. Prophylaktisch solltest Du durch Desinfektion gute hygienische Verhältnisse schaffen. Empfehlenswert ist hier auch ein Katzenhalsband und ein Dampfreiniger, der nicht nur der Katze gegen Flöhe hilft, sondern auch die Hausmilbe tötet. Weitere Informationen unter Pflege/Medizin.

Die Zecke
Sie kennt jeder Katzenfreund. Ähnlich wie der Floh, lebt auch sie vom Blut ihres Opfers. Häufig tritt sie in den Spätsommermonaten auf. Die Zecke sitzt auf Sträuchern und Gräsern und wird durch die Wärmeausstrahlung sowie C0-2-haltiger Luft (durch Geruchswahrnehmung) und den verursachten Vibrationen vorbeistreifender Tiere angezogen. Sie lässt sich in das Fell der Katze fallen oder kriecht dorthin. Mit den Beißwerkzeugen bohrt sie sich in die Haut. Zecken können, ebenso wie Flöhe, verschiedenste Krankheitserreger auf die Katze übertragen: neben Borrelien sind dies Ehrlichien (das sind Bakterien) und die Babesien (hierbei handelt es sich um einzellige Blutparasiten). Glücklicherweise sind ernsthafte Ehrlichiose- bzw. Babesiose-Erkrankungsfälle in Deutschland noch sehr selten – doch der „Katzen- und Hundetourismus“ stellt hier ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential dar. Die am weitesten verbreitete Zecke in Deutschland ist der sogenannte Holzbock.

Nachdem die Zecke sich auf der Katze eingeniestet hat, lässt sie sich noch einige Minuten Zeit. Danach sucht sie einen geeigneten Platz, die Suche kann einige Stunden dauern, bevorzugt werden von ihr warme u. geschützte Bereiche an Brust, Hals und Nacken. Das Andocken braucht deshalb solange, weil es ja möglichst unauffällig passieren soll – die Zecke hat schließlich vor, hier mehrere Tage zu verweilen. Für eine ausreichend große Mahlzeit braucht sie nämlich zwischen vier und 10 Tagen. Damit sie in der Zeit nicht entdeckt wird, bildet sich im Zeckenspeichel gerinnungshemmende Substanzen sowie Stoffe, die entzündungshemmend und lokal betäubend wirken, zudem Materialien, die die Zecke regelrecht in der Haut der Katze verankern.
Letzteres ist auch der Grund dafür, weshalb sich angezogene Zecken so schwer entfernen lassen: deshalb immer mit der Zeckenzange entfernen, auf alte Hausrezepte verzichten!

Symptome: Wie beim Flohbefall. Stirbt eine Zecke in der Haut ab, kommt es zu schweren Entzündungen.

Therapie:  Entfernen der Zecke mit einer Zeckenzange.. Damit ist es sehr simpel, die Zecke vernünftig zu entfernen. Die Kosten liegen bei ca. 3-5 Euro. Entfernen der Zecke: Fasse die Zecke weit vorne am Kopfansatz und ziehe sie mit einem Ruck aus der Haut. Darauf achten, dass der Kopf nicht stecken bleibt, da es sonst zu Entzündungen kommen kann.

Prophylaxe: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Katze vor (massivem) Zeckenbefall zu schützen. Zum Beispiel:

  • Durch das Aufbringen von Insektiziden auf ihren Körper (Spot-On)
  • oder Kontaktinsektizide als Pump-Spray
  • oder Halsbänder mit Insektizidbeschichtung
  • oder homöopathische bzw. Naturheilmittel (nur bedingt z.B. Aromaöle, die aber meist nicht gut von der Katze vertragen werden)
  • und natürlich das regelmäßige gründliche Absuchen des Katzenfells
Die Herbstgrasmilbe
Dieser Parasit befällt das Kätzchen an den weichen Hautstellen des Körpers. Bevorzugt werden die Zwischenzehenräume, der Unterbauch und das Gesicht. Die Milben haben eine rötliche Farbe und sind in der abgeschabten Haut zu finden. Gelegentlich bilden sich an den befallenen Stellen kleine Flecken.

Symptome: Kratzen und Scharren, Fellschütteln, häufiges Kratzen am Ohr.

Therapie: Speziell dafür vorgesehenes Puder. Einschäumen mit Pedixolseife. Der Schaum muss trocknen können und die Katze darf ihn unter keinen Umständen ablecken. Einreibungen mit anderen Spezialmitteln. Befrage auf jeden Fall den Tierarzt.

Die Raubmilbe
Von diesem Parasit wird unsere Katze seltener befallen. Es gibt verschiedene Raubmilbenarten. Sie legen ihre Eier an den Haarwurzeln ab und ernähren sich von den Schuppen. Übertragen werden sie von Hunden und Kaninchen. Der Mensch kann auch befallen werden.

Symptome: Mäßiger Juckreiz und eine große Anzahl von Schuppen. Die Milben sind auf einer hellen Unterlage relativ gut zu sehen.

Therapie: Behandlung mit speziellem Puder und speziellem Waschmittel. Auf jeden Fall den Arzt befragen!

Madenfraß
Symptome: Die Katze stinkt und stellt sehr bald die Nahrungsaufnahme ein. In schwierigen Fällen kann rasch der Tod eintreten.

Ursachen: An Verklebungen und Absonderungen unzugänglicher Körperstellen (Aftergegend usw.) legen Fliegen ihre Eier ab. Die Maden schlüpfen und fressen an der Katze. Da das Kätzchen diese Stellen nicht putzen kann, kommt es bald zu größeren Gesundheitsschäden. Heimgesucht werden vor allem ungepflegte und schwache Katzen.

Behandlung: Die Haare an den betreffenden Stellen müssen entfernt werden. Die Larven werden abgenommen und vernichtet. Das Tier muss dem Tierarzt vorgestellt werden, der die Wunde ausschneidet, damit keine weitere Infektion entstehen kann. Nach dem operativen Eingriff erfolgt die Wunddesinfektion. Danach eine peinlich genaue Pflege durch den Katzenhalter nach Anweisung des Arztes.

Folgeschäden: Da die Maden Gift absondern, erfolgt in kurzer Zeit eine Wundinfektion mit raschem Tod. Nach erfolgreicher Behandlung können noch verschiedene Organe durch die Gifteinwirkung eine Zeitlang geschädigt sein.

Ernährung: Nach Anweisung des Arztes.

Haarbruch
Symptome: Gebrochenes, schütteres Haar in der Rückengegend.

Ursachen: Mangelnde Fellpflege und besondere Beanspruchung bei herumstreunenden Katzen. Ernährungsstörungen.

Behandlung: Futterumstellung und Vitamingaben.

Ernährung: Nach Maßgabe des Arztes.

Haarverfilzungen
Symptome: Büschelweise zusammenhängendes Haar. Struppiges Fell.

Ursachen: Mangelnde Fellpflege.

Behandlung: Herausschneiden der Verfilzungen, gelegentliche Haarwäsche und tägliche Haarpflege.

Ekzem
Symptome: Entzündung, die flächenhaft ausgebildet ist. Juckreiz; die Katze kratzt oder leckt sich häufig.

Ursachen: Mangelnde Pflege, Parasitenbefall, Verletzungen durch Scharren und Kratzen. Falsche Ernährung, Diabetes, Leber-, Magen- und Nierenleiden, Stoffwechselstörungen.

Formen: Akutes Ekzem (linsengroße rötliche Gebilde mit Bläschen, Juckreiz). Chronisches Ekzem (Schwellungen in der Kehlgegend, an der Halspartie, Rückenpartie und Lendengegend mit mäßigem Juckreiz).

Behandlung: Abscheren der Haare, damit Luft und Sonne heilend auf die Haut wirken können. Auslauf an der frischen Luft verschaffen. Behandlung der inneren Störungen. Reinigen der Ekzemkruste mit dreiprozentiger Wasserstoffperoxidlösung. Auftragen eines Brandliniments nach Maßangabe des Arztes. Halskragen anlegen.

Folgeschäden: Narben, Fellausdünnungen für längere Zeit.

Ernährung: In Absprache mit dem Arzt.

Chronische Entzündung
Vorkommen: An der Mundschleimhaut, den Lippen, der Bauchhaut und an den Extremitäten.

Ursachen: Unhygienische Haltung, verschmutzte Umwelt, chemische Umwelteinflüsse, ständige kleinere Verletzungen.

Symptome: Starke Rötung mit einhergehender Schwellung, die Entzündungsstelle hat erhöhte Temperatur, gelegentlich blutet der Entzündungsherd und es kommt zu Eiterungen.

Behandlung: Schaffung hygienischer Verhältnisse und Sauberhalten der Umwelt. Fachgerechte Versorgung von Wunden und tägliche Pflege.

Ernährung: Vollwertig, mit Vitamin- und Mineralgaben.

Abszesse
Symptome: Es bilden sich Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen) in der Haut, die schmerzhaft sein können. Meistens weisen die betroffenen Stellen eine erhöhte Temperatur auf. Das Allgemeinbefinden der Katze ist stark herabgesetzt. Das Tier ist matt und reduziert die Nahrungsaufnahme. Später entstehen an den betroffenen Hautstellen eitrige Höhlen.

Ursachen: Beiß-, Kratz- und andere Wunden, die durch krankmachende Keime infiziert werden.

Therapie: Abszessreife abwarten. Danach erfolgt die chirurgische Eröffnung, Desinfektion und Wundversorgung. Nur der Arzt darf einen Abszess behandeln.

Folgeschäden: Narben und ausgedünnte Haarstellen, die sich jedoch im Laufe der Zeit regenerieren.

Ernährung: Nach Ratschlag des Arztes.

Fettschwanz
Er entsteht durch zu starke Talgproduktion. Meistens wird die Oberseite des Schwanzes durchfettet. Langhaarkatzen sind besonders gefährdet. Vermeiden kann man den Fettschwanz durch die tägliche Fellpflege.
Warzen
Symptome: Es entstehen grießkorngroße Erhebungen (Papeln) auf der Haut, die porös sein können. Oft ist der Kopf betroffen. Die Warzen können auch in Gruppen auftauchen.

Ursachen: Virusinfektion.

Behandlung: Wegätzen oder Wegbrennen durch den Tierarzt.

Geschwülste
Symptome: Mehr oder weniger große Erhebungen auf der Haut, die durch Druck schmerzen können. Befallen kann jeder Körperteil der Katze sein. Die Geschwülste können festsitzen oder auch unter der Haut verschiebbar sein.

Ursachen: Wundinfektionen, innerer Infekt.

Behandlung: Operative Entfernung und Medikamentengabe durch den Arzt.

Folgeschäden: Organbeeinträchtigungen.

Ernährung: Nach Angaben des Arztes.

Hautpilzerkrankungen
Verursacher sind Hautpilze der Gattung Microsporum und Trichophyton. Microsporum canis ist mit großem Abstand der häufigste Erreger einer Hautpilzerkrankung bei der Katze. Die Übertragung erfolgt vorwiegend direkt von Katze zu Katze. Die überall in der Wohnung verteilten Pilzsporen sind sehr widerstandsfähig und bleiben in der Umwelt lange Zeit ansteckungsfähig. Deshalb kann die Pilzerkrankung auch durch die Hände, durch Kleider und Schuhe des Menschen, durch Transportkäfige, Bürsten und andere Gegenstände übertragen werden. Besondere Gefahren gehen von der Zusammenkunft vieler Katzen aus verschiedenen Haushalten in Tierhandlungen, Katzenpensionen und Tierheimen sowie auf Katzenausstellungen aus.

Krankheitsanzeichen: Von der Zeit der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Haut- und Haarveränderungen verstreichen mind. l bis 2 Wochen. Oft entstehen runde oder ovale, teilweise zusammenfließende haarlose Bezirke. Die Haut ist an diesen Stellen häufig verdickt, und am Rand ist eine wallartige Erhöhung erkennbar. Die Haare brechen oft wenige Millimeter über der Hautoberfläche ab. Manchmal sind Schuppen und Krusten vorhanden. Der Juckreiz fehlt am Anfang meistens, kann aber später bei Verschlimmerung der Entzündung auftreten. Bei einigen Katzen sind die Befunde nicht so auffällig, sie haben nur ein stumpfes Fell mit teilweise vermehrter Schuppenbildung. Manche Katzen sind ganz ohne sichtbare Haut- und Haarveränderungen mit Pilzen besiedelt. Sie haben für die Übertragung eine besondere Bedeutung.

Vorbeugung und Behandlung: Weil z.B. Milbenbefall ganz ähnliche Symptome hervorrufen kann, stellen die Tierärztin oder der Tierarzt die Diagnose nicht nur aufgrund der bloßen Krankheitsanzeichen. Häufig sind Zusatzuntersuchungen, wie z.B. die Betrachtung mit einer UV-Licht-Lampe erforderlich. Sicherheit kann ein sogenanntes Hautgeschabsel bringen, bei dem mit einer Klinge Hautschuppen, Haare und Krusten abgenommen werden. Diese Probe wird dann für die mikroskopische Beurteilung und zur Anzüchtung der Pilze auf einem speziellen Nährmedium verwendet. Leider dauert es manchmal einige Wochen bis das endgültige Laborergebnis vorliegt. Bei hochgradigem Pilzbefall müssen langhaarige Katzen geschoren und mehrere Wochen mit Tabletten und mit pilztötenden Lösungen behandelt werden. In der Wohnung müssen wenigstens alle Bereiche in und um die Lieblingsplätze der Katze sowie alle Spiel- und Pflegegerätschaften mehrmals gereinigt und desinfiziert werden. Alle tierärztlichen Anweisungen sollten gewissenhaft durchgeführt werden – es handelt sich um eine hochansteckende Krankheit, die auch auf den Menschen übertragbar ist!



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Gefahren

Allgemeines zum Thema Gefahren – vorbeugen, verringern und deuten
Wir möchten Dich hier über allerlei Gefahren für Deine Katze aufklären. Zum einen kannst Du im Vorfeld schon einiges tun, um Gefahren zu verbannen oder zu verringern und zum anderen solltest Du Anzeichen einer Verletzung oder Vergiftung deuten können, um dann direkt den Tierarzt aufsuchen zu können.  Zum Schluss dieser Seite haben wir Dir eine Liste zur Anregung für eine Hausapotheke zusammengestellt. Informiere Dich gut, Deine Katze wird es Dir danken.
Erste Hilfe Ja – Selbstdiagnose und Behandlung Nein
Vergiftungen
Giftige Zimmerpflanzen
Alpenveilchen, Azalee, Clivie, Efeu, Elefantenfuß, Farne, Ficus, Orchidee, Usambaraveilchen, Weihnachststern, und einige andere.
Giftige Gartenpflanzen
Adlerfarn, Buchsbaum, Cristusdorn, Chrysantheme, Efeu, Engelstrompete, Feldstiefmütterchen, Fetthenne, Geranie, Ginster, Goldregen, Hyazinthe, Iris, Jasmin, Krokusse, Lebensbaum, Lorbeer, Maiglöckchen, Mistel, Nachtschattengewächse, Narzissen, Nelken, Rhododendron, Schleierkraut, Schneeglöckchen, Tannen, Tulpe, Wacholder, und viele andere.
Giftig sind unter anderem auch: Teebaumöl, Öle, Lacke, Reinigungsmittel, Leim, Kleber, Farben, Medikamente, Alkohol, Tabak, Spülmittel,  Kosmetika und Cremes .Mehr Infos zum Thema Vergiftungen findest Du unter der Rubrik Vergiftungen…
Verbrennungen/Verätzungen
Verbrennungen kommen im Haus relativ häufig vor. Die verletzte Stelle ist sofort mit kaltem Wasser ausgiebig zu übergießen. Die Wunde muss mit einer entsprechend großen Mullkompresse abgedeckt werden: der Tierarzt ist unverzüglich aufzusuchen. Besonders bei größeren Verbrennungen muss die Katze viel trinken, um einen zu großen Flüssigkeitsverlust zu verhindern. Notfalls flößt Du ihr etwas Wasser oder verdünnte Milch ein. Ist ein Arzt erst später erreichbar, kannst Du ein schmerzstillendes Mittel verabreichen. Sofern das Tier einen Schock erleidet, wird mit der Schockbehandlung (näheres findest Du in der Rubrik Pflege/Medizin) begonnen. Bei sehr kleinen und weniger schweren Verbrennungen trägst Du eine entzündungshemmende Antibiotikasalbe oder eine Brandsalbe dünn auf die Wunde auf.

Bei Verätzungen, die meist durch Berührung von Säuren entstehen, wird die Katze mit Wasser und Seife behandelt. Das Fell und die Haut des Tieres ist vorsichtig und ausgiebig damit abzuwaschen. Günstig ist es, wenn Du zur Behandlung eine Kernseifenlauge herstellst und anschließend mit klarem Wasser gut nachwäschst. Lauge und Wasser müssen wohl temperiert sein. Danach solltest Du unbedingt den Arzt aufsuchen!

Katzen nie unbeaufsichtigt in der Küche alleine lassen, nachdem man gekocht hat. Katzen sind von Natur aus neugierig und könnten sich an der Herdplatte verbrennen. Wenn Du im Sommer öfters grillst, solltest Du währenddessen Deine Katze im Haus lassen. Vorsichtig ist auch bei Kerzen/Teelichtern geboten. Das Fell einer Katze fängt leicht Feuer. Lasse deswegen alle Gefahrenquellen niemals unbeaufsichtigt!

Ertrinken
Obwohl Katzen sehr wasserscheu sind, können sie recht gut schwimmen. Allerdings saugt sich ihr Fell schnell mit Wasser voll und behindert so den Schwimmvorgang. Dadurch passiert es, dass eine Katze dem Ertrinken nahe ist. In solchen Fällen zuerst Ruhe bewahren. Die Katze, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, am Nackenfell packen und aus dem Wasser ziehen. Das Tier an den Hinterbeinen fassen und mit dem Kopf nach unten hängen, damit das Wasser aus dem Mäulchen laufen kann. Ist die Katze bewußtlos, wird sie zur Wasserentleerung an den Hinterbeinen gefaßt und einige Male vorsichtig im Kreis geschwungen. Anschließend kontrollierst Du, ob die Atemwege frei sind und führst bei Bedarf die Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzmassage aus. Der Tierarzt ist schleunigst zu verständigen bzw. aufzusuchen.

Wie bei unserer damals noch sehr kleinen und tollpatschigen Katze beinahe geschehen, solltest Du unbedingt immer den Toilettendeckel schließen. Dies stellt eine Gefahr für Deine Katze dar. Das gleiche gilt auch, wenn ihr euch ein Bad einlässt. Durch die rutschigen Armaturen kann es leicht passieren, dass die Katze ins Wasser fällt und von alleine nicht mehr herauskommt. Eine überaus schlimme Gefahr für Deine Katze ist Nachbars Regentonne. Falls Du selber eine Regentonne aufgestellt hast, kannst Du Vorsorge treffen, indem Du Dir einen passenden Deckel dafür kaufst. In der Nähe eines Kanals solltest Du Dich Fragen, ob Du Deine Katze überhaupt nach draußen läßt!

Informationen zum Thema Mund-zu-Mund Beatmung und Herzmassage findest Du unter der Rubrik Pflege/Medizin
Abschnürungen
Kinder und Katzen können gute Freunde werden. Das Katzentier wird angekleidet, bekommt ein Zierband um Schwanz und Pfoten und wird an der Leine Spazieren geführt. Eine recht possierliche aber auch gefährliche Sache. Nicht selten kommt es hier zu Abschnürungen. Das Blut staut sich im abgeschnürten Körperteil, was sich durch eine gehörige Schwellung bemerkbar macht. Wenn die Abschnürung erst vor wenigen Minuten erfolgte, kannst Du das Band vorsichtig durchschneiden und das Gliedmaß des Tierchens leicht massieren. Sollte das Band sehr festsitzen, solltest Du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Vermutest Du, dass die Abschnürung schon vor längerer Zeit erfolgte, gehe bitte mit der Katze schnell zum Arzt. Würdest Du diese Abschnürung selbst lösen, könnte es zur Einschwemmung von sauren und giftigen Schlacken in den Körper kommen.
Strangulierungen
Jeder Tierarzt rät Dir von Halsbändern ab. Durch zu festsitzende Halsbänder, aber auch durch Schlingen werden oftmals Strangulierungen verursacht. Das Band oder die Schlinge ist sofort durchzuschneiden. Danach überprüfst Du kurz, ob die Atem- und Herztätigkeit vorhanden ist. Wenn nicht, musst Du die künstliche Beatmung durchführen und schnellstens einen Tierarzt holen lassen. Möchtest Du eine Katze an die Leine gewöhnen, verwende ein Brustgeschirr! Falls Du selbst Deiner Katze ein Halsband angelegt hast, verwende zumindest eins mit Klick-Verschluss. Ausschließen, oder gar ganz Verbannen, lässt sich die Gefahr der Strangulierung dadurch natürlich nicht, aber es ist in den meisten Fällen so, dass sich das Halsband dann von alleine löst.
Stromschläge
Katzen sind von Natur aus neugierig und erforschen jeden Winkel im Haus. Obwohl sie sehr vorsichtig und bedacht sind, gelangen sie doch manchmal an gefahrenvolle Stellen. Bedingt durch ihren Spieltrieb haken sie gerne nach herabhängenden Seilen und Kabeln. Kommen sie rein zufällig an ein Stromkabel, kann ein Stromschlag die Folge sein. In solchen Fällen solltest Du immer erst an Dich selber denken; dies gilt insbesondere dann, wenn das Tier am Stromkabel hängen bleibt, denn ein Helfer, der selbst am Stromkabel hängt, kann nicht mehr helfen und schwebt in höchster Lebensgefahr.

Sofortmaßnahmen:
1. Durch Herausdrehen der Sicherung Strom sofort abstellen.
2. Einen Gummihandschuh anziehen und die Katze vom Kabel wegziehen.
3. Überprüfung von Herz- und Atemtätigkeit.
4. Bei Bedarf künstliche Beatmung durchführen.
5. Sofort einen Tierarzt verständigen lassen.

Erstickungen/Erstickungsanfall
Niemals solltest Du Plastiktüten oder ähnliches einfach achtlos in der Wohnung herumliegen lassen. Die Katze könnte sich darin verfangen und womöglich ersticken!

Die Katzennahrung ist heute so beschaffen, dass sie mühelos zerkleinert und geschluckt werden kann. Von Natur aus lauern Katzen aber auch gerne am Mittagstisch und warten bis sie den einen oder anderen Bissen erhaschen können. Besonders wenn es um die beliebten Hähnchenknochen geht, ist Vorsicht geboten. Daran hat sich schon manche Katze verschluckt und einen Erstickungsanfall erlitten. In solchen Fällen musst Du zuerst Ruhe bewahren und beobachten, ob die Katze noch atmen kann. Bekommt sie noch Luft, lasse das Tier zunächst gehen; erfahrungsgemäß kriegt es dann nach kurzer Anstrengung den steckengebliebenen Knochen von selbst wieder heraus. Ringt das Kätzchen nach Luft und gibt zu erkennen, dass es sich selbst nicht helfen kann, schreite ein. Zunächst nimmst Du die Katze an den Hinterfüßen hoch und lässt sie mit dem Kopf nach unten hängen. Dann klopfe ihr mit mäßigen Schlägen auf die Schulter.

Hilft dies nicht, packe das Tier mit festem Griff am Nackenfell, öffne das Mäulchen und fische mit einer langen, stumpfen Pinzette den Knochen aus dem Hals. Wenn die Katze bei Bewusstsein ist, solltest Du unbedingt einen Helfer hinzuziehen, denn sie wird sich heftig wehren. Bist Du allein und wirst mit dem Tier nicht einig, kannst Du die Katze in einen kleinen, stabilen Kissenbezug stecken und den Kopf herausschauen lassen. Den Kissenbezug bindest Du am Hals der Katze zu. Ist die Katze bewusstlos, lege sie auf die Seite, öffne ihr das Mäulchen, ziehe die Zunge heraus und greife mit einer Pinzette den steckengebliebenen Gegenstand. Ist keine Atemtätigkeit mehr vorhanden, führe die künstliche Beatmung durch. Anschließend gehst Du mit ihr zum Tierarzt.

Erfrierungen
Katzen sind allgemein unempfindlich und vertragen auch gut Kälteeinwirkungen. Es ist jedoch möglich, dass eine Katze im Winter längere Zeit draußen ist oder sogar im Freien nächtigt. Bei zu großer Kälteeinwirkung kann es dann zu Erfrierungen kommen. Besonders empfindlich sind Nase, Ohrenspitzen, Zehen und Schwanz. Geringere Erfrierungen zeichnen sich durch eine weißliche Haut und durch Haarausfall aus. Bei Erfrierungen höheren Grades kommt eine Rötung der Haut hinzu. Die Katze hat deutliche Schmerzen.

Hochgradige Erfrierungen lassen die erfrorene Stelle anschwellen, dann schrumpfen; danach löst sich die Haut und eine nässende Wunde bleibt zurück. Bei solchen Erfrierungen solltest Du sofort zum Arzt. Die Haut dunkelt an der erfrorenen Stelle nach. Durch die Erfrierung wird der Blutfluss in der entsprechenden Körperregion gehemmt. Bei geringfügigen Erfrierungen kannst Du selbst versuchen, den Blutfluss wieder in Gang zu bringen. Hierzu massierst Du mit Deiner Hand vom gesunden Gliedmaß aus zur erfrorenen Stelle hin. Anschließend kannst Du ein wenig Vaseline auftragen. Der Arzt ist unbedingt zu befragen und verordnet vielleicht eine Frostsalbe.

Krämpfe
Viruserkrankungen, Vergiftungen, Gehirnerschütterungen, hohes Fieber, Wurmbefall und Gehirnentzündungen können Krämpfe hervorrufen. Die Katze verliert meist das Bewusstsein und fällt unter heftigen Zuckungen zur Seite. Manchmal kotet und nässt sie. Aus dem Katzenmäulchen kann zäher Schaum treten. Damit Du nicht selbst verletzt wirst, nimmst Du die Katze mit einer Wolldecke auf und legst sie an einem ruhigen Ort auf eine weiche Unterlage. Es gilt zu verhindern, dass sich das Tier am harten Boden oder herumstehenden Möbeln verletzt. Dann verständige sofort den Arzt. Mehr kannst du in solchen Augenblicken nicht tun; Du musst geduldig warten, bis der Anfall vorüber ist. Sollte es allerdings zu einem Herz- und Atemstillstand kommen, führe die künstliche Beatmung durch. Ansonsten lagerst Du die Katze auf der Seite.
Hitzschlag/Sonnenstich
Wenn Katzen in zu engen Behältern ohne genügende Sauerstoffzufuhr transportiert werden, oder wenn man sie in einen Auslauf ohne Schatten gibt, können sie einen Hitzschlag oder Sonnenstich erleiden. Die Katze hechelt (sehr schnelles Atmen) und ist benommen. Häufig erbricht sie und hat eine hohe Temperatur. Hier gilt es, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Die Katze wird ausgiebig mit kaltem Wasser übergossen und zum Ruhen an einen kühlen Platz gebracht. Wenn das Kätzchen in der Lage ist, Flüssigkeit zu sich zu nehmen, erhält es schluckweise Wasser. Als Stärkungsmittel dient Traubenzucker, der in Wasser aufgelöst wird. Ein halber Teelöffel in 200 ml Wasser ist ausreichend. Bessert sich der Zustand trotz Notfallbehandlung nicht, solltest Du einen Arzt aufsuchen.
Insektenstiche
Sie kommen besonders häufig während der Sommerzeit vor. Die Stiche von Hornissen, Bienen und Wespen können dann gefährlich werden, wenn sie am Kopf der Katze gesetzt wurden. Der Kopf schwillt an, das Tierchen bekommt Atemnot. In solchen Fällen legst Du kühle Tücher auf und gehst am besten unverzüglich zum Tierarzt, der ein Spezialpräparat spritzt. Wird Deine Katze gar in den Rachen gestochen, ist höchste Eile geboten. Du gibst dem Kätzchen einen Eiswürfel ins Mäulchen und gehst sofort zum Arzt. Ist ein Tierarzt nicht erreichbar, wird Dir ein praktischer Arzt oder Apotheker sicherlich helfen. Zur Vorsorge solltet Ihr sämtliche Fenster – Kippfenster zusätzlich mit Kippfensterschutz – , die Ihr im Sommer öffnet im vornherein mit Fliegengittern versehen. So ist zumindest für die im Haus lebende Katze die Gefahr einigermaßen gebannt.
Fellverklebungen
Durch die Neugierde der Katzen kommt es gelegentlich vor, dass sie in einem Farbtopf, Teergefäß oder in einer Ölwanne landen. Da Katzen Giftstoffe, die sich in diesen Substanzen befinden, sehr schnell über die Haut aufnehmen, ist sofortiges Handeln angezeigt. Du solltest in einer Wanne genügend lauwarmes Wasser zubereiten und reichlich Geschirrspülmittel hinzugeben. Dann wasche die Katze gründlich ab und trockne sie ausgiebig. Wehrt sich das Kätzchen heftig, hole einen Helfer, der das Tier am Nackenfell festhält. Bei Verklebungen durch Ölfarbe müssen die Haare abgeschnitten werden. Befindet sich danach noch Ölfarbe auf der Haut, trage Vaselinecreme auf. Diese fetthaltige Creme löst die restliche Ölfarbe. Ist jedoch eine größere Hautfläche intensiv mit Ölfarbe verklebt, solltest Du auf jeden Fall den Arzt befragen.

Verwende zum Reinigen bitte keine scharfen Mittel und vor allem kein Terpentin, da dies für die Katze sehr schädlich ist! Dies gilt für alle phenolhaltigen Präparate. Deshalb solltest Du im Ernstfall einen Fachmann zu Rate ziehen. Vermutest Du, dass die Katze von der giftigen Substanz geleckt hat, solltest Du unverzüglich den Tierarzt aufsuchen. Ist er nicht gleich erreichbar, kannst Du einen gestrichenen Teelöffel Magnesiumsulfat in Wasser auflösen und der Katze geben.

Biss- und Kratzwunden
Größere und tiefgehende Verletzungen sollte nur der Arzt behandeln. Kleinere, oberflächlichere Wunden werden mit dreiprozentiger Wasserstoffperoxidlösung abgewaschen und mit einem Antibiotikapulver betupft. Achte darauf, dass die Verletzung nicht nässt. Sie ist immer wieder abzutupfen und neu mit Salbe zu versorgen, bis sich ein Schorf gebildet hat. Verheilt die Wunde nicht, ist der Tierarzt zu befragen.
Augenverletzungen
Hier kannst Du selbst nicht viel tun. Wichtig ist, dass das verletzte Auge mit einer feuchten Mullkompresse leicht abgedeckt wird. Auf keinen Fall fest verbinden. Sollte der Augapfel aus der Augenhöhle getreten sein, drücke ihn mit einer temperierten, wasserfeuchten Mullkompresse ganz leicht in die Augenhöhle zurück; danach legst Du eine zweite Mullkompresse darüber und gehst unverzüglich zum Arzt. Wir empfehlen, bei allen Augenkrankheiten den Tierarzt aufzusuchen.
Gefahr durch Balkone
Der Balkon stellt eine große Gefahrenquelle für die Katze dar. Zwar sind Katzen sehr vorsichtig und würden eigentlich nie ins Ungewisse springen, aber es kann mal vorkommen, dass ein Vogel auf der Balkonumrandung sitzt und die Katze hinterher springt. Um die Katze vor solchen eventuellen Unfällen durch Sturz zu schützen, gibt es in den meisten Zoofachgeschäften mittlerweile spezielle Katzennetze, die man an jeden Balkon anbringen kann. Also lieber vorbeugen als im Nachhinein zu bedauern, dass Deine Katze schwere Verletzungen von dem Sturz bekommen hat.
Gefahr durch Kippfenster
Gekippte Fenster sind eine sehr große Gefahr für Katzen. Durch Neugier oder aber, da sie die Frischluft riechen und Gerüche von draußen wahrnehmen, kann es passieren, dass die Katze versucht, durch das gekippte Fenster zu springen. Wenn sie dann mit dem Kopf steckenbleibt und sich zu befreien versucht, passiert es meistens, dass sie immer tiefer hinab rutscht und sich so schwerste Verletzungen zufügt. Im schlimmsten Falle bist Du gerade nicht zu Hause und Deine geliebte Katze erleidet einen qualvollen Tod durch ersticken. Also solltest Du nie das Fenster gekippt lassen, wenn Du Dich nicht zu Hause befindest. Falls Du auf ein gekipptes Fenster nicht verzichten möchtest, solltest Du Dir einen Kippfenster-Schutz(im Fachhandel erhältlich) anbringen, damit die Katze erst gar nicht in einer solch ausweglosen Lage landet!
Gefahr durch Nähzeugs, Heftzwecke, usw.
Nach dem Nähen solltest Du alles sorgfältig wegräumen. Die Katze ist nun mal neugierig und könnte in eine Nadel treten oder sie sogar verschlucken. Das gleiche gilt für alle sich im Haushalt befindlichen spitzen Gegenstände. Am besten lässt Du erst gar nicht solche Gegenstände für Deine Katze erreichbar in der Wohnung liegen.
Anregungen für eine Notfallapotheke
1. Kohlekompretten
2. Eine kleine Verbandsschere
3. Eine lange, stumpfe Pinzette
4. Mullkompressen (groß und klein)
5. Einige Mullbinden (verschiedene Größen)
6. Ein Band zum Abbinden
7. Leukoplast
8. Desinfektionsmittel
9. Thermometer
10. Watte
11. Vaseline
12. Eine kleine Flasche physiologische Kochsalzlösung. Du selbst kannst diese Lösung herstellen, indem Du in einem halben Liter abgekochtem Wasser einen Teelöffel Salz auflöst. Die Kochsalzlösung muß ab und zu erneuert werden.
13. Dreiprozentige Wasserstoffperoxidlösung zur Wundbehandlung
14. Antibiotikapuder und Salbe
15. Medikamente, die der Tierarzt verordnet hat.
16. Die Adressen von Apotheken, Tierärzten und Notdiensten.

 



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Krankheiten A-Z

Krankheiten und medizinische Begriffe – alphabetisch sortiert:

 

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Abdominalerkrankungen
Erkrankung des Bauchfells (z. B. Bauchwassersucht) oder Operationen zur Behebung von Leiden in der Bauchhöhle, wie Magenverdrehung, Fremdkörper im Magen oder Darm und Gebärmuttervereiterung.Abnabeln
Häufig sind die Neugeborenen noch von den Eihäuten umgeben. Die Mutter befreit das Gesicht des Neugeborenen leckend. Durch die Leckmassage des Körpers werden Atmung und Kreislauf angeregt. Normalerweise zieht die Mutter die Nachgeburt an der Nabelschnur heraus und verzehrt sie. Anschließend frisst sie die Nabelschnur bis hin zum Bauch des Jungen, bis nur noch ein kleiner Rest übrig bleibt.Abortus
Fehlgeburt

Abszess
Eiteransammlung in nicht vorgebildeter Körperhöhle.Durch in kleine Stich-, Riss- oder Bisswunden eingedrungene Eitererreger ausgelöst. Häufiger bei männlichen Katzen als Folge von Rivalitätskämpfen.

Abwehrsystem
Immunsystem: Fremdorganismen werden erkannt und beseitigt. Hierbei handelt es sich um Krankheitserreger, körperfremdes Gewebe oder sonstige Fremdstoffe.

Albinismus
Ausfall der Pigmentbildung: Völliger Ausfall wird selten beobachtet. Häufiger auftretend ist Teilalbinismus. Dadurch entstehen die eindrucksvollen Phänomtypen wie: Burmesen, Siamesen, Albinos

Allergie
Überempfindlichkeitsreaktion des Organismus auf äußere Einwirkungen durch körperfremde Substanzen. Äußerungen: Juckreiz, Entzündungen und Schwellungen der Haut und / oder auch Schleimhäute.

Alopezie
Haarausfall durch: Hautkrankheit, Hormonstörungen, Futtermangel

Analbeutel
Die Analbeutel befindet sich seitlich der Afteröffnung. In den Analbeuteln wird das von einer Drüse produziertes Sekret gespeichert. Dieses Sekret enthält Duftstoffe die zur Erkennung unter den Tieren und zur Individualmarkierung dient.

Analkontrolle
Bei Begegnung zweier Katzen umkreisen sich häufig beide vorsichtig und bemühen sich die Analgegend der anderen zu beriechen. Bei freundlicher Begegnung legt eine der beiden ihren Schwanz leicht angehoben zur Seite und erlaubt so der anderen die Analkontrolle.

angeborener Nabelbruch
Eingeweidebruch. Die Durchtrittstelle des Nabels schließt sich nach der Geburt nicht. In kleinen Nabelbrüchen wird die Bruchstelle meist durch Netz- oder Fettgewebe ausgefüllt. Nur größere Nabelbrüche sollten operiert werden.

Angina
Mandelentzündung. Merkmale: häufiges Gähnen – vereinzelt Würg- und Brechreiz

Anomalie
Abweichung vom Normalzustand an vielen Organen oder Körperabschnitten. Je nach Ausprägung unbedeutend bis tödlich.

Antibabypille
Nur zu empfehlen bei Katzenzucht und nur unter tierärztlicher Beobachtung.

Anzeigen einer Erkrankung
Verhaltensänderungen: Schläfrigkeit, Bewegungsunlust, Appetitlosigkeit, vermehrter Durst, glanzloses Fell, die Katze putzt sich nicht, Abweichung der Körpertemperatur (je niedriger desto schlimmer); Verklebungen von Augen, Nasenöffnung, Mundspalte, After und Scham; Blutiger Harn.

Appetitlosigkeit
Ursache: Eintöniges Essen, das Wetter (große Hitze, Gewitter, Sturm) Umgebungsveränderung, Vereinsamung, Trennung von den Jungen oder anderen Bezugspersonen, Rolligkeit, Erkrankung. Längere Beobachtung wird auf jeden Fell empfohlen.

Ascites abdominalis
Bauchwassersucht. Ansammlung von Körperflüssigkeit in der Bauchhöhle.

Askaridiasis
Spulwurmbefall

Aspirationspneumonie
Verschluckbedingte Lungenentzündung. Fehlgeschluckte Fremdkörper (Staub, Fressen, Wasser), Lungenabschnitte die sich entzünden. Futterverweigerung, pumpende, angestrengte Atmung, Fieber, selten Husten.

Atemfrequenz
Anzahl der Ruheatemzüge liegen in der Regel bei 25 – 30 pro Minute und kann von der Umgebungstemperatur, Geschlecht und Alter abhängig sein.

Atropin
Alkaloid aus Tollkirsche, Stechapfel, Bilsenkraut. Hemmt Drüsensekretion, Darmbewegungen. Krampflösend, pulsbeschleunigend, pupillenerweiternd.

Augenerkrankungen
Es ist selten, dass eine Katze mit einer Augenerkrankung zur Welt kommt, meistens durch Kämpfe mit Rivalen.

Augenliederkrankung
Sofern sich die Augenlieder nicht binnen 10 Tage nach der Geburt von selbst öffnet, wird tierärztliche Beratung empfohlen. Augenliederentzündung wird meist durch Katzenschnupfen verursacht. Anfänglich wässriger Ausfluss, gerötet, dick geschwollene Lieder miteinander verklebt. Meistens im Sommer durch Grassamen verursacht.

Augenpflege
Eine regelmäßige Pflege, wie bei den Ohren ist bei den Augen im Normalfall nicht erforderlich.

Bandwurmbefall Taeniasis.
Für Menschen gefährlich werden kann der „Fuchsbandwurm“. Katzen, die Mäuse, Fledermäuse oder Bisamratten erbeuten, können den Menschen damit infizieren. Nimmt der Mensch die von der Katze ausgeschiedenen Eier auf, dann fungiert er als Zwischenwirt. In ihm entwickeln sich nicht die Bandwürmer, sondern deren Vorstufen, die sogenannten Finnen. Sie befallen inner Organe, wo sie bisweilen ein enorme Größe erreichen.

Bauchbruch
Durch einen Bauchbruch fallen einzelne Organe oder Darmabschnitte unter die unverletzte Haut. Bauchbrüche müssen umgehend operiert werden.

Bluthochdruck
Gerade bei älteren Katzen kommt dieses wohl sehr oft vor. Das Schlimme ist, dass dadurch viele andere Krankheiten zum Vorschein kommen, wie Gleichgewichtsstörungen, Verschlechterung der Augen sowie Blutungen etc. Bis 180 ist wohl noch die Grenze, alles andere ist schon schlecht. Es gibt „Katzeninternisten“, die ganz andere Behandlungsmöglichkeiten haben und natürlich auf solche Krankheiten spezialisiert sind. Selbstverständlich sind diese Behandlungen relativ kostspielig, aber zum Wohl der Katze.

Botulismus
Vergiftung durch das Bazillus Clostridium botulinum gebildete Toxin.

Bronchialasthma
Lungenerkrankung

Bronchitis
Lungenerkrankung

Brucellose
Übertragbare Krankheit. Ansteckung meist durch Milch, Eihäute oder Fleisch von brucelloseverseuchten Rindern.

Brustkorb
Thorax

chemische Informationsübertragung
Geschmack – Geruchswahrnehmung – Markierung

Cholornaphthalinvergiftung
Eine Cholornaphthalinvergiftung kann sich die Katze durch frischimprägniertem Holz zuziehen. Symptome: – Hautreizungen – Bindehautentzündung – zunehmender körperlicher Verfall.

Coma urämicum
Urämie

Combelen Propionylpromazin

Beruhigungsmittel.

Comotio cerebri
Gehirnerschütterung.

Cremor dentium
Zahnstein.

Cushing
Übermäßige Produktion der Nebennierenrindenhormone wegen eines Gehirn- oder Nebennierentumors. Symptome: – Erschlaffung der Bauchdecke – papierdünne Haut – großer Durst- Verfettung- flächenhafter Haarausfall

Damm
Teil der Körperwand, der den Beckenausgang bedeckt und zwischen der Afteröffnung und der Scheide bzw. dem Hodensack liegt.

Darm
Der Darm beginnt am Magenausgang und endet am After. Er liegt in der Bauchhöhle und wird in Dick- und Dünndarm unterteilt.

Darmblutung
Häufiger bei Jungkatzen. Bei freilaufenden Katzen kann es mehrere Möglichkeiten geben: – Verletzung mit spitzen oder rauen Gegenständen – Verzehr von vergifteten Nagetieren – tumorbedingte Darmbeschädigung. Auf jeden Fall zum Arzt gehen.

Darmentzündung
Wie beim Menschen gehen auch bei der Katze manche Darmentzündungen mit einem Wechsel von Durchfall und Verstopfung einher. Manche wirken sich nicht auf das Allgemeinbefinden aus, wenigstens nicht sofort; bei anderen verschlechtert sich der Zustand der Tiere schnell, einige sind Symptome einer Allgemeinerkrankung. Man unterscheidet unter ernährungsbedingter (drastische Umstellung der Ernährung), viraler ( meist als Symptom schwerer Allgemeinerkrankungen), bakterieller (meist durch Kolibakterien verursacht), chronischer (wahrscheinlich allergischen Ursprungs) und durch Parasiten hervorgerufener Darmentzündung.

Darmerkrankungen
Symptome: – fehlender Appetit – Durchfall – Erbrechen – Verstopfung – nicht immer Temperatur

Darmpech
Dunkelbraungrüner, zäher Inhalt des Enddarms von Neugeborenen. Wird in den ersten Stunden nach der Geburt wieder ausgeschieden.

Darmverschluss
Darmverstopfung.

Darmverstopfung
Bei länger andauernden Darmverstopfung sofort einen Arzt aufsuchen.

Depression
Zu Depressionen kann es bei zu enger Käfighaltung oder im Tierheim kommen.

Dermatitis
Hautentzündungen.

Dermatomykosen
Hautpilzbedingte Erkrankungen.

Desinfektion
Im Normalfall nicht nötig. Falls doch sollten möglichst die Stellen desinfiziert werden, an denen sich die Katzen am häufigsten aufhalten, wie z. B. Kissen Schlaflager und Ritzen am Boden oder zwischen Schränken. Ihnen und Ihrer Katze zuliebe, versuchen Sie es doch mit natürlichen Desinfektionsmethoden.

Diabetes mellitus
Zuckerharnruhr. Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, wobei mit dem Harn Zucker ausgeschieden wird.

Diarrhöe
Durchfall. Nach einem Fasttag (nur schwarzer Tee der leicht gesalzen sein soll) stets kohlenhydratarme und eiweiß- und wirkstoffreiche Nahrung zum Verzehr geben.

Diät
Nur nach Absprache mit dem Arzt. Außer Sie legen einen Fasttag in der Woche ein. Doch dann sollte das Tier mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden.

Dickdarm
Ist ca. 20 – 45 cm lang und wird in den Blinddarm, den Grimmdarm und den Enddarm eingeteilt.

Durchfall
Diarrhöe

Eingabe von Medikamenten
Das Unterschieben von Arzneimitteln mit dem normalen Futter gelingt selbst bei Lieblingsspeisen nur in den seltensten Fällen. Bei herabgesetztem oder fehlendem Appetit bleibt Ihnen nur die Zwangseingabe übrig. Dieses lässt sich am Besten durch zwei Personen bewerkstelligen. Die erste Person sollte die Katze so halten, dass sie niemanden verletzen und fliehen kann. Die zweite Person sollte dann die Tablette möglichst weit nach hinten auf die Zunge der Katze legen. Die Katze sollte solange gehalten werden bis sie die Tablette auch wirklich geschluckt hat. Bei Einnahme über einen längeren Zeitraum empfiehlt es sich das Medikament im Wasser oder Tee aufzulösen und es ihr mit Hilfe einer Spritze in den Mund zu spritzen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Spritze seitlich in den Mund der Katze eingeführt wird. Auch sollten Sie darauf achten, dass Sie tröpfchenweise injizieren um ein Verschlucken der Katze zu vermeiden.

Emklapsie
Plötzlich einsetzende, schwere Krampfanfälle entweder in den Tagen vor der Geburt oder in den folgenden 8 Tagen.

Ektoparasiten
Auf der Haut schmarotzende Gliedertiere, die sich entweder vom Blut oder Hautzellen ernähren und durch ihre Anwesenheit bzw. Stoffwechselprodukte den Wirt belästigen oder schaden. – Flöhe – Läuse – Haarlinge – Zecken – Ohrmilben

Ektropium
Augenliederkrankung.

Ekzem
Häufigste Form der Katzenhautkrankheit. Flächenhafte, mit Juckreiz einhergehende Entzündung der oberflächlichen Hautschichten. Bevorzugt erkranken langhaarige Edelkatzen und Europäische Kurzhaar, sehr viel seltener Siamkatzen.

Elektrolytlösungen
Meist isotonische, der Blutzusammensetzung entsprechend wäßrige Salz- und Nährstofflösungen, die zur künstlichen Ernährung oder bei schweren füssigkeitsverlustreichen Erkrankungen(Durchfall) vom Tierarzt injiziert werden.

Endocarditis
Entzündung der Herzinnenhaut.

Endoparasiten
Im Katzenkörper schmarozende Einzeller oder Würmer, die dem Tier durch Blutentzug, die Stoffwechselprodukte entziehen oder mechanisch schaden.

Epilepsie

Sammelbegriff für Anfallsleiden, das bei verschiedensten Erkrankungen als Symptom auftritt. Beispielsweise: – mangelhafte Sauerstoffversorgung des Gehirns, – zu wenig Blutzucker, – Vergiftung durch Chemikalien, – Harnvergiftungen, – schwere Spulwurmbefall.  In schwerer Form: – Bewusstlosigkeit, – andauernde Krämpfe, – Speichelfluss, – Kau- und Schnappbewegungen, – Ganzkörperzuckungen ohne Bewusstseinsverlust.

Erbfehler
Genetischer Defekt.

Erbrechen
Nach Gras- oder faserreicher Grünpflanzenaufnahme normal, ebenso zur Entleerung der abgeputzten Haare, die teilweise verknäult erscheinen. Häufiges Erbrechen kann auf eine Erkrankung hindeuten. In jedem Fall den Tierarzt zur Abklärung aufsuchen.

Exsikkose
Austrocknung des Körpers.

Fehlgeburt
Abortus

Fettsucht
Adipositas

Fiebermessen
Es empfiehlt sich, ein Thermometer eigens für die Katze anzuschaffen. Denn das übliche Thermometer ist zu dünn und kann sehr schnell brechen. Es gibt spezielle Katzenthermometer mit Plastikhüllen zum Drüberziehen, damit eine einwandfreie Hygiene garantiert wird. Zum Messen der Temperatur sollten zwei Personen gegenwärtig sein, eine Person sollte die Katze so halten, dass sie sich nicht befreien kann. Die zweite Person führt das Thermometer langsam und unter Drehbewegungen in den After der Katze (verwenden sie hierfür speziell erhältliches Gleitmittel). Nach ca. 2 bis 3 Minuten hat man den Wert ermittelt.

Filialgeneration
Parentalgeneration

FIP Erreger:
Coronaviren – Inkubationszeit: Wochen bis Jahre – bevorzugt erkranken: Katzen unter 1 Jahr und dann wieder ältere.
Ansteckung: Speichel, Kot, Harn. Achtung beim gemeinsamen benützen von Fressgeschirr oder Katzentoiletten. Widerstandsfähigkeit des Virus in der Außenwelt: gering – Formen: die „feuchte Form“ macht die Bauchwassersucht (eigentlich ja „feline infectiöse peritonitis“), die „trockene Form“ verursacht an verschiedenen Organen granulomatöse Veränderungen (z.B. an den Nieren, der Leber, Lunge, Darm, Netz usw.), auch zentralnervöse Formen sowie Augenformen werden durch die trockene Form verursacht. Beide Arten können auch gemischt vorkommen
Symptome: Lethargie, Appetitlosigkeit, Fieber, Ikterus (Gelbsucht), Durchfall und bei der feuchten Form das birnenförmig (!!!) vergrößerte Abdomen. Diagnose: im Blut durch den sogenannten „FIP-Test“, welcher den Antikörpertiter bestimmt, nicht das Virus selbst nachweisen kann; sagt also nur aus, dass die Katze einmal mit dem Virus in Berührung gekommen ist und Antikörper gebildet hat! Dieser Titer erlaubt keine prognostische Aussage und darf ohne klinisch manifeste Symptome nie als Euthanasiegrund herangezogen werden! Seit einiger Zeit Nachweis viraler Nucleinsäuren (damit direkter Coronavirusnachweis) mittels „PCR“….da aber auch hier viele Faktoren mitspielen, die zu erläutern hier den Rahmen sprengen würde, ist auch diese Methode keine perfekte in der Prognostik. Impfung: seit einigen Jahren am Markt „Primucell“, erfolgt in die Nase der Katze, Wirksamkeit umstritten. Prognose : man ist hier geteilter Meinung, die Mehrheit meint, die Erkrankung verlaufe stets tödlich.
Dem ist entgegen zu halten, dass weder jede Katze, die sich infiziert hat, auch tatsächlich an FIP erkranken muss und dass es immer wieder Fälle gibt, bei denen der Titer auf Null sinkt, sowie Fälle von Spontanheilungen. Zur Therapie ist ebenfalls zu sagen, dass sich hier die Geister scheiden, man aber allgemein sagt, es gebe keine kausale Therapie, allenfalls eine symptomatische……auch hier würde eine Erklärung zu sehr in die Tiefe gehen!

Flohbefall
Wenn Katzen von Flöhen befallen sind sollten Sie am besten einen Tierarzt aufsuchen. Die meisten Mittel lassen sämtliche Flöhe binnen 24 Stunden absterben. Da sich allerdings Flöhe nicht permanent auf ihren Wirt befinden ist damit zu rechnen, dass ihre Eier an den Lieblingsplätzen der Katzen aufzufinden sind. Diese sollten konterminiert werden. Diese Prozedur sollten Sie möglichst zweimal innerhalb von vierzehn Tagen wiederholen, denn es dauert ca. 4 bis 12 Tage bis die Flöhe aus ihren Larven schlüpfen.

Frühgeburt
Wird das Katzenjunge vor dem 57 Tag zur Welt gebracht, spricht man von einer Frühgeburt. In diesem Fall kann ist es schwierig sein das Junge am Leben zu erhalten.

Gastritis
Magenschleimhautentzündung Symptome: – Erbrechen – verminderte Lebhaftigkeit – verminderter Appetit
Ursache: – Unverträgliche Nahrung Bei einer Gastritis sollten Sie die Katze mindestens 12 h fasten lassen.

Gastroenteritis
Magen-Darm-Entzündung. Ursache: – bakterielle Infektion – Vergiftung – Futterallergie
Symptome: – Erbrechen – Durchfall

Gebährmuttererkrankungen
Symptome: – Mattigkeit – Fieber – blutig-eitriger Ausfluss – Futterverweigerung

Gebissfehler
Karpfenbiss oder Hechtbiss.

Gehirnerschütterung
Commotio cerebri.

Gehörgangentzündungen
Parasitäre Entzündung, hervorgerufen durch Milben. Milben werden direkt übertragen (durch gegenseitiges Putzen). Sie sollten, wenn Ihre Katze Milben aufweist sofort gegen die Milben angehen (Pulver). Chronische Fälle müssen operiert werden.

Generalfehler
Gilt für alle Katzen. Schädigung der Wirbelsäle, der Augen, des Gebisses und/oder auch Schädigung an inneren Organen. Geburtsfehler.

Genitalerkrankung
Beim Weibchen tritt eine Anomalie nur selten auf. z. B. – nichtdurchgängiges Jungfernhäutchen, so dass die Gebärmuttersekrete nicht korrekt auslaufen können. Nur operativ zu beseitigen.  – Tumor an Scheide und Eierstöcke. In diesem Fall ist der Ausfluss blutig oder eitrig. – Gebärmutterverdrehung Die Katze erbricht, der Bauch schwillt einseitig an und ist extrem schmerzempfindlich und die Katze ist sehr matt.  Beim Männchen:  -wird der Kater zu früh kastriert, kann es passieren, dass sich der Penis nicht von der Vorhaut trennt. Dadurch kann der Kater seinen Penis nicht richtig putzen und bekommt eine schmerzhafte Entzündung. In diesem Fall muss der Penis entfernt werden. Des weiteren können sich die Hoden nicht richtig entwickeln und verklemmen sich zwischen den Leisten. Kastration wird erforderlich. – Verletzungen durch Bisse und Kratzen bei Kämpfen. Dabei können starke Schwellungen und eitrige Entzündungen auftreten, ebenso Fieber und Apathie. Fast immer einseitige Kastration.

Glaukom
Grüner Star. Augenerkrankung

Glossitis
Zungenentzündung, Entzündung der Mundschleimhaut nach Verbrennung, Verätzungen.
Symptome: – Futterverweigerung – vermehrte Speichelabsonderung – Lustlosigkeit – unangenehmer Geruch aus der Mundhöhle
– Zunge gerötet und leicht geschwollen – Bläschenbildung. Bei schweren Fällen Zungenamputation.

Hakenwurmbefall
Für Jungkatzen die in feuchten, warmen Zwingern leben besteht die Gefahr sich mit 4 – 18 mm langen Rundwürmern zu infizieren. Diese nisten im Dick- und Dünndarm und saugen täglich 0,12 ml Blut. Das kann unter Umständen bis zum Tot der Katze führen. Symptome: – Blasse Schleimhäute – blutiger Durchfall. Behandlung durch den Arzt.

Harnblasenentzündung
Nach Unterkühlung oder durch bakterielle Infektion. Häufiges Harnen, wobei nur wenige Tropfen, manchmal bluthaltigen Urins abgesetzt werden. Durch Wärme und rechtzeitige Behandlung gute Heilungstendenz.

Hautjuckreiz
Die Katze zieht sich über das normale Putzen und Kratzen Wundstellen zu.

Hecheln
Da die Katze nur an Sohlen, Zehballen, an den Lippen, am Kinnwinkel, in der Zitzenumgebung und am After Schweißdrüsen besitzt muss sie bei erhöhter Temperatur zu Hecheln beginnen, dadurch wird Ihr Schweiß absorbiert und ihre Körpertemperatur reguliert.

Hechtbiss
Angeborene Verkürzung des Oberkiefers. Vorbiss.

Herpesvirus
Hauptsächlicher Erreger des Katzenschnupfens. Inkubationszeit 5 – 7 Tage.

Herzerkrankungen
Kommen häufiger bei älteren Katzen vor. Anzeichen dafür: Husten, schwere Atmung (Katze atmet bei geöffnetem Mund), Abmagerung könnte auf ein Herzleiden hindeuten. Kann andere Blutwerte negativ beeinflussen, z.B. Nieren. Viele Tierärzte scheinen darauf nicht aufmerksam zu werden und behandeln oftmals die Symptome im Hinblick auf eine andere Krankheit – Niereninsuffizienz. Als Ursache kommen außer Infektionskrankheiten vor allem chronische Erkrankungen der Leber, der Nieren und anderer Organe in Betracht. Manchmal liegt ein Herzklappenfehler zugrunde. Das Herz kontrahiert sich nicht mehr maximal. Es wird müde und schwach. Sein Schlagvolumen nimmt ab. Das Blut wird nur noch unvollständig aus den Kammern ausgetrieben. Es kommt hierdurch zu Blutstauungen, die im Laufe der Zeit zu einer Überdehnung der Herzwand und damit zu einer Herzerweiterung führen können. Bis zu einem gewissen Grad vermag sich der Körper diesem Zustand anzupassen.
Bei einer Störung dieses Gleichgewichtes durch Überanstrengung oder hinzukommende Krankheiten sowie bei stärkerer Ausprägung des Herzschadens machen sich die Erscheinungen der Herzschwäche bemerkbar. Sie äußern sich in Kurzatmigkeit bis hin zu hochgradiger Atemnot, in Teilnahmslosigkeit und Appetitlosigkeit. Oft nehmen die Katzen eine sitzende Stellung ein, sind ruhelos und atmen mit offenem Fang. Bei fortgeschrittener Erkrankung weisen Zunge und Schleimhäute eine bläuliche Farbe auf (Zyanose). Infolge Stauungen im kleinen Kreislauf stellt sich mitunter Husten ein, wobei gleichzeitig weißer Schaum herausbefördert wird. Die Herzschwäche zieht auch andere Organe in Mitleidenschaft, besonders die Leber und Nieren. Hin und wieder hat dies eine Bauch- oder Brustwassersucht zur Folge.

Holzbockbefall
Nur bei freilaufenden Katzen während der Sommermonate. Zecken lassen sich von Sträuchern oder ähnlichem auf das Tier fallen und bohren ihren Kopf in die Haut und trinken das Blut. Mit einer speziellen Zeckenzange ist die Zecke leicht zu entfernen. Vorsicht, wenn der Kopf abreißt kann es leicht zu einer Infektion kommen.

Homologie
Übereinstimmung. In den diploiden Körperzellen der Katzen sind jeweils 2 Chromosomen. Sie werden als homologe Chromosomen bezeichnet. Eine Ausnahme bilden die Geschlechtchromosomen.

Hysterektomie
Entfernung der Gebärmutter

Ikerus
Gelbsucht. Augen, Mundhöhle oder Ohrmuschel färben sich gelb. Die Ursache ist meist eine Lebererkrankung.
Symptome: – Erbrechen, – starker Durst, – Untertemperatur, – heller oder dunkelgrüner Urin oder – weißlicher bis hellgrüner Kot.
Auf jeden Fall Tierarzt aufsuchen.

Immunglobulie
Eiweißstoffe mit Antikörperaktivität. Ist in der Milch der Katzenmutter und wird von den Jungen aufgenommen. Bildet eine Abwehrsystem.

Immunität
Erworbene Unempfänglichkeit gegen einen spezifischen Krankheitserreger durch körpereigene Antikörper.
Nachdem eine Katze eine Infektionskrankheit überwunden hat, haben sich auch Antikörper gebildet, die verhindern dass dieselbe Krankheit nochmals zum Ausbruch kommt. Was nicht zu bedeuten hat, dass die Katze nicht in der Lage ist andere Katzen anzustecken.

Impfungen
Krankheit Grundimmunisierung 1. Impfung 2. Impfung Auffrischungen
Katzentyphus
mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach alle zwei Jahre
Katzenschnupfen mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach jährlich
Chlamydiose mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach jährlich
Katzenleukose (FeLV) mit 9 Wochen möglich 1. Impfung ab dem Alter von 3 Monaten 2. Impfung genau 1 Jahr nach der ersten jährlich.  Tollwut 1. Impfung ab dem Alter von 3 Monaten 2. Impfung genau 1 Jahr nach der ersten jährlich
Außer der Impfung gegen Tollwut ist keine andere vorgeschrieben, sie sind jedoch dringend zu empfehlen.
Wichtig ist, dass das Tier zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein muss, da die Immunitätsausbildung sonst gefährdet ist.

Infektionskrankheit
Krankheiten, die durch einen Erreger in den Körper gelangen und nach einer bestimmten Zeit (Inkubationszeit) zum Ausbruch kommen. Diese Erreger werden über Schleimhäute, Kot, Husten, Urin oder Blut übertragen

Infektiöse Anämie
Ansteckende Blutarmut. Vorwiegend bei Jungkatzen (1-3 Lebensjahr). Die Übertragung ist noch nicht geklärt, es wird jedoch angenommen, dass es durch Zecken, Flöhe, Insekten, Kratz- und Bisswunden übertragen wird.

Inkubationszeit
Ist die Zeit die zwischen der Ansteckung einer Krankheit und den ersten Krankheitszeichen liegt. Die Inkubationszeit ist unterschiedlich und hängt von der jeweiligen Krankheit, der Anzahl der eingedrungenen Erreger und der Widerstandsfähigkeit der Katze ab.

Insektenstiche
Kommt bei Katzen selten vor. Kann jedoch lebensgefährlich sein, wenn ein Stich am Gaumen oder in der Speiseröhre ist.
Wird eine Katze von einem Schwarm angegriffen, besteht für die Katze in der Regel keine Überlebenschance.

Insektizidvergiftung
Besonders gefährdet sind freilebende Katzen auf dem Land. Durch ihren Putztrieb nehmen sie die Gifte auf die sich auf ihrem Fell niedergelassen haben. Anzeichen /Auswirkungen :- Krämpfe – Unruhe – geweitete Pupillen – Erbrechen – Schreien – Exsikkose – Lähmung – Appetitlosigkeit – Koma – Tod

Isospora
Mikroskopisch kleine, einzellige tierische Schmarotzer, die im Darmepithel leben und die Kokzidiose hervorrufen. Es erkranken ausschließlich Jungtiere.  Symptome: – blutiger Durchfall – Abmagerung – Anämie. Kann zum Tode führen.


Kalziummangel

Kalziummangel wird durch einseitige Fleisch- und Tierkörperorgangfütterung: -Leber, -Lunge, -Herz und -Nieren hervorgerufen. Durch Umstellung des Ernährungsplanes kann dies behoben werden.

Karbolineumvergiftung

Diese Vergiftung tritt durch den Kontakt mit teerhaltigen Holzschutzmitteln auf, die vom Tier durch Lecken des Felles aufgenommen wird. Symptome: -Erbrechen, -Durchfall, -Taumeln, -Krämpfe, -Lähmungen. Unbedingt einen Tierarzt konsultieren.

Karpfenbiss
Bekannt als Überbiss, eine angeborene Verkürzung des Unterkiefers. Vorwiegend bei -Siam, -Orientalisch Kurzhaar, -Semilanghaar.

Klistier
Einlauf in den Mastdarm bei Verstopfung, aber auch zur künstlichen Ernährung.

Knickrute
Bei Siamkatzen oder Burmesen angeborene und vermutlich vererbte Missbildung an der Schwanzspitze, die unbeweglich ist.

Kokzidiose
Darminfektion, die durch Ansteckung erfolgt.

Koliinfektionen
Können nur durch bakteriologische Stuhluntersuchung von anderen Durchfallerkrankungen diagnostiziert werden, treten eher selten auf.

Kotverstopfung
Durch falsche Ernährung oder bei sehr fetten und trägen Tieren.

Kryptorchismus
Fehlen eines oder beider Hoden im Hodensack durch unterbliebenen Abstieg. Nahezu ausschließlich bei Edelkatzen. Beidseitige Kryptorchiden sind unfruchtbar, einseitige sollten wegen der Erblichkeit des Leidens kastriert werden.

Larva migrans
Wanderlarve des Spulwurms, die auch im Menschen Schaden anrichten kann.

Läuse
Die gelblich weißen, blutsaugenden Insekten sind nur bei ungepflegten oder durch andere Krankheiten geschwächten Tieren zu finden. Die Läuse werden durch direkten Kontakt übertragen. Die ca. 1mm langen Nissen werden an die Haare geklebt. Das Fell sieht schmutzig aus und riecht eigenartig. Bei Massenbefall hilft nur noch Haare scheren. Vorsichtig mit Alugan waschen und im wöchentlichen Abstand mindestens 3mal wiederholen, damit alle inzwischen geschlüpften Läuse vernichtet werden. Eiweiß- und Vitaminreich füttern. Auf jeden Fall den Gesundheitszustand der Katze vom Tierarzt überprüfen lassen.

Lebererkrankungen
Werden nach Vergiftungen oder als Folge chronischer Infektionskrankheiten in Form allgemeiner Gelbsucht erkennbar: Urin gelblich oder dunkelgrün, Kot hell oder grünlich. Das Allgemeinbefinden ist stets beeinträchtigt gekoppelt mit -Appetitlosigkeit,
-Erbrechen oder Durchfall. Leberschonkost: Fett frei, leicht verdauliche Zucker (Traubenzucker, Bienenhonig, Gebäck), Quark, sowie zerkleinerter gekochter Fisch (mager). Im Bedarfsfall künstliche Ernährung und Elektrolytersatz zum Ausgleich des hohen Wasserverlustes.

Letalfaktoren
In allen Populationen gibt es Allele, die zu Defekten oder zum Tode des Trägers führen können. Diese oftmals rezessiven Allele werden je nach ihrer Wirkung als subvitale, semiletale oder letale Faktoren bezeichnet. Als Letalfaktoren bezeichnet man Allele, die den Tod des Tieres hervorrufen. Semiletale Faktoren führen bei mehr als 50% der Trägertiere, subvitale bei weniger als 50%; der Trägertiere zum Tode. Bei Katzen ist die dominante Schwanzlosigkeit als Letalfaktor bekannt. Nur heterozygote Katzen sind lebensfähig.

Lungenblutungen
Sind nach Unfällen ganz und gar nicht selten. Erschwerte Atmung sowie hellrotes, schaumiges Blut aus Mund und Nase. Lungenblutungen werden gelegentlich auch durch Lungenwurmbefall oder Geschwüre verursacht. Die Patienten sind dann zumeist stark abgemagert und haben ein stumpfes, glanzloses Fell. Die erschwerte Atmung sowie zunehmender Husten sind auffällige Merkmale.

Lungenerkrankungen
Meist vom Katzenschnupfen ausgehende Bronchitis oder Pneumonie, Bronchialasthma. Anfallsweise auftretende Atemnot infolge einer Verengung der Bronchien. Die Schleimhäute sind bläulich gefärbt.

Lungenwurmbefall
Lungenwürmer sind etwa 4-10mm lange, haardünne Rundwürmer, die in den Lungenbläschen schmarotzen. Dort schlüpfen auch die Larven, welche dem Luftstrom entgegen wandern und vom Wirt ausgehustet, abgeschluckt und mit dem Kot ausgeschieden werden. Schnecken fungieren als Zwischenwirte, kleine Nager oder Reptilien als Transport- oder Wartewirte.
Nach Verzehr der Zwischen – oder Transportwirte setzt sich die Blutwanderung zur Lunge in Gange.

Lymphgefäßsystem
Die Lymphgefäße transportieren die Lymphe, welche vor allem Transport- und Abwehrfunktionen erfüllt. In den Lymphknoten wird sie gefiltert und auf etwaige Fremdstoffe kontrolliert bzw. gereinigt. Für die Beurteilung von Krankheiten z.B. ist die Kenntnis dieser Gebiete von Bedeutung.

Lymphosarkom
Leukämie – Lymphosarkomkomplex

Lyssa
Tollwut

Magen-Darm Entzündung
Gastroenteritis

Magenerkrankungen
Bei Magenerkrankungen spricht man in erster Linie von Entzündungen (Gastritis), die oft von verschluckten Fremdkörpern verursacht werden. Anzeichen dafür sind mangelnder Appetit sowie Erbrechen meist kombiniert mit Darmentzündungen.

Mammatumor
Unter Mammatumor versteht man eine Geschwulst der Milchdrüsen, die bevorzugt in der zweiten Lebenshälfte auftritt. Die anfänglich kleinen Gebilde wachsen unterschiedlich schnell und können auch auf das benachbarte Gewebe übergreifen. Oftmals bösartig mit Tendenz zur Tochtergeschwulstbildung (Metastasierung). Bei frühzeitiger Erkennung und vollständiger operativer Entfernung bestehen gute Heilungsaussichten

Mangelerkrankungen
Können schon bei jungen Kätzchen aufgrund einseitiger Ernährung auftreten. Zu Beginn durch ausgewogene Kost (ganze Tierkörper mit Fell) schnell zu beheben. In späteren Stadien können Symptome wie Nachtblindheit, verzögertes Wachstum, erhöhte Infektionsanfälligkeit sowie Fortpflanzungsstörungen, Totgeburten und missgebildete auftreten.

Mastitis
Unter Mastitis bezeichnet man eine Entzündung der Milchdrüsen. Beginnt meist als Milchstauung aufgrund von Tod oder zu schnellem Absetzen der Jungen. Bei geduldigen Katzen kühlende Umschläge anlegen, doch meist sind Antibiotika und eine chirurgische Behandlung notwendig.

Megakolon
Krankhafte Erweiterung des Dickdarms. Immer auffällig durch lang anhaltende Kotverstopfung. Entweder angeboren oder als Folge von einseitiger, ballastarmer Ernährung. Im Anfangsstadium durch ballastreiche Fütterung vollkommen heilbar. Im fortgeschrittenem Stadium selbst durch Operation nicht immer heilbar.

Mikrosporie
Hautpilzerkrankung. Sie wird durch Microsporum canis oder Microsporum gypseum hervorgerufen. Bleibt jedoch meist ohne Symptome. Die Katze spielt eine wesentliche Rolle als Überträger.

Milchmangel
Aufgrund von Frühgeburt, bei oder nach schweren Erkrankungen, entzündlichen Veränderungen der Brustdrüsen oder Zitzen. Relativ häufiges Auftreten bei Erstgebährenden oder übergewichtigen Katzen. Durch Hormone oder regelmäßiges Anlegen der hungrigen Jungtiere häufig zu beheben. Die Gabe von Vitaminen und Eiweiß kann die Milchproduktion des Muttertieres unterstützen.

Mineralstoffmangel
Im gesunden Organismus werden die notwendigen Elektrolyte (Na, K, Mg, P, Ca, Chloride) durch den Stoffwechsel (Darm und Nieren) im erforderlichen Gleichgewicht gehalten. Deshalb sind Störungen vor allem bei erheblichem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch Erbrechen und Durchfall, aufgrund von Erkrankungen der Nieren, Leber, Magen und Darm zu erwarten. Vorgefertigter Nahrung sollten stets Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt werden.

Mykosen
Mykosen sind durch Pilze bedingte Erkrankungen. Entweder als Dermatomykosen oder Systemerkrankungen. Durch vorausgegangene Antibiotika-Behandlungen wird die Abwehrkraft soweit geschwächt, dass sich verschiedene Schimmelpilze im Darm, den Lungen oder anderen Organen ansiedeln und lebensgefährliche Erkrankungen verursachen können.

Nackenbiss
Der Nackenbiss kann bei Katzen in 3 verschiedenen Formen auftreten.
Als Tötungsbiss. Bei der Paarung, als Zugriff des Katers im Nackenfell der Katze. Beim Transport der Jungtiere durch das Muttertier. Im 2.und 3. Fall existiert eine durch das Zentralnervensystem gesteuerte Hemmung, die das tödliche Zubeißen verhindert. Alle Beutetiere, werden vor dem Auffressen durch einen gezielten Biss in den Nacken getötet. Normalerweise tritt der Tod der Beute daraufhin sofort ein. Auch im Rivalenkampf wird der Tötungsbiss angewendet, doch flieht die unterlegene Katze meist bevor es zum äußersten kommt. Bei der Paarung fasst das Männchen das Weibchen mit dem Gebiss im Nackenfell, bevor es über sie tritt und die Begattung vollzieht. Einerseits hält dieser Biss die Katze fest und andererseits gewährt er dem Kater Halt. Man sollte Katzen nie nur im Nackenfell fassen und hochheben, da sie sich sonst angegriffen fühlen und sich daraufhin eventuell wie im Kampf zur Wehr setzen könnten.

Nasenbluten
Tritt Nasenbluten einseitig auf ist es meist ein Hinweis für eingedrungene Fremdkörper oder Geschwüre. Tritt es beidseitig auf, so kann eine heftige Entzündung oder ein Unfall dafür verantwortlich sein. Bis zur tierärztlichen Versorgung, die selbstverständlich sofort in Anspruch genommen werden muss, mit Eisbeuteln oder kalten Kompressen kühlen und Ruhe für das Kätzchen gewährleisten.

Nickhaut
Die sogenannte, normalerweise nicht sichtbare Nickhaut schiebt sich zwischen Pupille und Augenlider, damit werden Fremdorganismen erkannt und beseitigt. Hierbei handelt es sich um Krankheitserreger, körperfremdes Gewebe oder sonstige Fremdstoffe. Ist die Nickhaut Ihres Kätzchens deutlich zu sehen muss man von einer Erkrankung ausgehen und einen Tierarzt aufsuchen.

Nidationsverhütung
Hormonspritzen, welche die Einnistung der befruchteten Eizellen in der Gebärmutterschleimhaut verhindern. Entweder 24 h nach dem Deckakt mit Gestagen oder innerhalb der folgenden 5 Tage 3mal mit Östrogenen. Nicht Risikofrei!

Nierenerkrankung
Entzündungen der Nieren sind relativ häufig.
akute Nephritis:
welche nur selten typische Krankheitszeichen, wie aufgekrümmter Rücken, Berührungsschmerz bei Betastung der hinteren Bauchhälfte aufzeigt. Meist mit Fieber, Apathie und Futterverweigerung verbunden. Häufig in Folge von Vergiftungen, akuten Infektionskrankheiten, selten nach Unfällen. Ohne Laboruntersuchungen nicht sicher erkennbar.
chronische Nephritis:
weit verbreitetes Leiden, vor allem bei älteren Katzen. Die Fähigkeit der Niere harnpflichtige Stoffe zu eliminieren ist eingeschränkt. Die Katze ist meist durstiger als normalerweise. Das Fell ist stumpf und glanzlos. Nickhautvorfall. Je nach Ausprägung des Leidens Durchfall, Erbrechen und nicht heilende Ekzeme.
Harnvergiftung:
Zustand, der das unabwendbare Ende der meisten chronischen Nephrosen signalisiert. Ständiges Erbrechen, übel nach Urin riechende Ausatmungsluft, nicht heilende Wunden in der Mundhöhle, rapider Kräfteverfall, Untertemperatur, Tod.  Nierengeschwülste: meist als Symptom oder in Folge von Leukämie.  Krankheitsverlauf ist sehr wesentlich durch zweckentsprechende Diät beeinflussbar, nach Absprache mit dem Tierarzt leicht verdauliche, je nach Form eiweißreiche oder eiweißreduzierte Kost reichen. Mehrere kleine Tagesportionen, z.B. hartgekochte Eier, Quark, Traubenzucker, Bienenhonig. 2mal täglich 1Tl Bohnenkaffee oder schwarzen Tee. Flüssigkeitsverluste ausgleichen. Zur Sicherheit von allen Katzen jenseits das 6. Lebensjahrs in kürzer werdenden Abständen Harnkontrollen durch tierärztliches Labor vornehmen lassen.

Notoedres-Räude
Durch mikroskopisch kleine Milben hervorgerufene, typische „Katzenkrätze“. Die Weibchen der Milben legen ihre Eier in die von ihnen in die obersten Hautschichten gebohrten winkligen Nischen und Gänge. Bevorzugt erkranken ganz junge, alte und geschwächte Tiere. Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt oder Pflegegeräte. Auf Mensch, Hund und andere Säugetiere übertragbar. Anfangs als leicht gerötete, juckende, kleine Ekzeme, später dann flächenhaftere Ausdehnung auf alle Körperregionen. Haare brechen ab, ständiger Juckreiz, der in warmer Umgebung intensiviert wird. Durch Kratzen und Scheuern entstehen eiternde Hautwunden, wobei unbehandelt Blutvergiftungsgefahr besteht. Vor der (Tierarzt!) Behandlung Haare scheren und die Borken mit lauwarmem Seifenwasser ablösen. Alugan oder andere, gut verträgliche Insektizide mit einer weichen Bürste vorsichtig einmassieren. Die Behandlung in 8-10tägigem Abstand mindestens 3mal wiederholen.

Osteosyntese
Operatives Zusammensetzen gebrochener Knochen durch Draht, Nägel, Splinte, Schrauben oder Metallplatten. Nur bei Gelenk naher und offener Fraktur nötig.

Othämatom
Blutohr. Durch häufiges Schütteln oder Kratzen, gelegentlich auch durch einen Unfall, entsteht ein Bluterguss zwischen Ohrknorpel und darüberliegender Haut. Die Ohrmuschel fühlt sich prall an und ist anfangs oft warm und sehr empfindlich. Trotz chirurgischer Maßnahmen entwickelt sich meist eine Verknorpelung der Ohrspitze, sodass sie umkippt.

Otitis externa
Unter Otitis externa versteht man eine Entzündung des äußeren Ohres.

Otitis media
Mittelohrentzündung. Meist als aufsteigende Infektion vom äußeren Gehörgang. Anzeichen dafür sind schief Halten des Kopfes, Augenzittern, Erbrechen, nicht selten Fieber, stets erheblich beeinträchtigter Gesundheitszustand.

Ovariohysterektomie
Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke.

Panleukopenie
Zum Teil starke Verringerung aller weißen Zellen des Blutbildes.

Panophthalmie
Eitrige Entzündung des gesamten Auges, nicht selten vollständige Zerstörung. Meist in Folge eines Unfalls, Beißerei, manchmal als Herd einer allgemeinen Infektion. Schnellstmögliche operative Entfernung.

Particolor, Bicolor
Mehrfarbig, Zweifarbig

Peritonitis
Bauchfellentzündung. Verursacht durch verschiedenste bakterielle Erreger, die entweder von außen oder durch entzündete, geplatzte oder Keimdurchlässige innere Organe auf das Bauchfell gelangen. Stets sehr ernste mit hohem Fieber verbundene Erkrankung. Apathie, Appetitlosigkeit, bei Berührung schmerzempfindlicher Leib. Durch gezielte Antibiotikagaben, sorgfältige Pflege und künstliche Ernährung bestehen Heilungschancen.

Pheromone
Soziohormone. Stoffe, die sowohl vom Kater als auch der Katze ausgeschieden und durch die Nase wahrgenommen werden. Sie spielen im Sozialverband, in der Beziehung zwischen den Geschlechtern und bei der Prägung eine bedeutende Rolle. Sie werden unter anderem über Stoffe der Duftdrüsen ausgeschieden

Pigmente
Unter Pigmenten versteht man Bestandteile der Zellen mit Eigenfarbe. Das bekannteste Pigment ist das u.a. in der Haut gebildete Melanin (schwarz). Farbnuancen von Blau, Braun und Lila werden dem Eumelanin, Gelb und Rot dem Phaeomelanin zugeschrieben.

Pneumonie
Lungenentzündung. Verschiedenste Auslöser, am häufigsten als Komplikation des ansteckenden Katzenschnupfens. Bei jungen und geschwächten Tieren gelegentlich tödlich endend. Stets deutlich erschwerte Atmung, anfangs oberflächlich, später angestrengt mit geöffnetem Fang und vorgestrecktem Kopf. Meist Fieber, Teilnahmslosigkeit, Husten, nicht immer schleimiger oder eitriger Nasenausfluss. Häufig auch durch überall vorkommende Bakterien, sehr viel seltener durch spezifische Erreger (Tuberkulose) verursacht. Sollte trotz mehrtägiger, zielgerichteter Antibiotikagabe keine Besserung eintreten, würde der Verdacht auf, durch Pilze oder Lungenwürmen verursachte Entzündungen bzw. Lungengeschwülste fallen. Unterbringung in nicht zu warmen, gut belüfteten Räumen. Liebevolle, vorsichtige Pflege und Zwangsernährung sind sehr wichtig.

Quarantäne
Sichere Absonderung infektionsverdächtiger oder als krank bekannter Tiere in besonderen Räumen, deren Zu- und Ausgang nur über eine Seuchenmatte erfolgt, die so breit sein muss, dass jedermann sie mit beiden Schuhen betreten kann. Tägliche Erneuerung notwendig!!! Fütterung und Betreuung der Tiere muss von einer Person, die keinen Zutritt zu gesunden Tieren hat, übernommen werden. Dauer, mindestens 14 Tage oder so lange, bis alle Untersuchungsergebnisse die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Patienten einwandfrei belegen.

Quecksilbervergiftung
Heutzutage sehr selten, jedoch über Nahrungsmittel (Thunfisch) oder defekte Fieberthermometer möglich. Muskelzittern, Taumeln, Durchfälle Schwäche sind unter anderem Anzeichen für eine Quecksilbervergiftung.

Rabies
Tollwut

Rachitis
Knochenweiche. Im eigentliche Sinne bei der Katze nicht vorkommend. Das durch Phosphorüberangebot rachitisch erscheinende Krankheitsbild – verbogene Gliedmaßen und Wirbelsäulenabschnitte – ist die Osteogenesis imperfekta.

Ranula
Froschgeschwulst. Erhebliche Erweiterung des Speichelgangs. Meistens als Folge eines den Ausführungsgang verlegenden Speichelsteins. Nur selten durch Wärme und Gabe von Medikamenten, sicher aber durch Operation zu beheben.

Rattengiftvergiftung
Selten direkt durch ausgelegte Giftköder. Meist indirekt, durch Verzehr vergifteter, leicht zu fangender Ratten oder Mäuse

Räude
Oberbegriff für alle durch achtbeinige Gliedertiere verursachten Hautkrankheiten. Durch unterschiedlich ausgeprägten Juckreiz auffällig.

Rekelsyndrom
Stoffwechselbedingte Streck- und Reckbewegung, die vorrangig der Muskeldurchblutung dient. Aus einer Ruhelage zur Bewegung übergehende Katzen rekeln sich meist. Erhebt sich die Katze aus dem Ruhesitzen oder der Kauerlage bevorzugt sie den Streckbuckel, welcher mit der Buckelstellung im Abwehrverhalten nichts zu tun hat. Schlief die Katze in Seitenhaltung oder eingerollt, so reckt sie sich zuerst auf den Hinterpfoten hoch und stellt die Vorderpfoten möglichst weit nach vorn. Meist folgt danach die umgekehrte Handlung. Dies ist oft mit Gähnen, Krallenspiel und Krallenschärfen verbunden.

Resorption
Aufsaugung der abgestorbenen Frucht. Selten mechanische Ursachen, meist als Folge von schweren Infektionskrankheiten. Manchmal durch falsche Ernährung. Sofern nur ein Teil des Wurfs resorbiert wird fehlen meist deutliche Symptome. Sonst Ausfluss, Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber.

Ringflechte
Hautpilzerkrankung


Salmonellosen

Salmonellosen sind Darminfektionen aufgrund sehr weit verbreiteter Bakterien. Katzen sind weitgehend resistent und erkranken nur nach Belastung (Stress, massiver Wurmbefall). Ansteckung erfolgt über Futter, von Tier zu Tier, besonders aber über Beutetiere. Anzeichen für eine Erkrankung sind fieberhafter Durchfall und Erbrechen. Erkrankte Tiere einzeln halten und persönliche Hygiene besonders beachten. Hände desinfizieren! Ohne krank zu sein sind etwa 3-5% aller Katzen Salmonellenträger und Salmonellenausscheider. Genaue Erkenntnis gibt nur eine Stuhlkontrolle.

Schmarotzer
Parasiten. Tierische Schädlinge, welche in oder auf der Katze leben.

Schmeißfliegenbefall
Während der warmen Jahreszeit legen Schmeiß- und Fleischfliegen ihre Eier in riechende oder eitrige Wunden, manchmal bei durchfälligen Tieren in Afternähe. Durch Bakterieneinwanderung verzögerte Wundheilung, bei Massenbefall kann es zum Tod kommen. Durch sorgfältiges Ablesen, wiederholtes Baden in warmem Wasser, vorsichtigen Gebrauch von Kontaktinsektiziden, gute Pflege und energiereiche, hochwertige Ernährung bestehen gute Heilungschancen.

Schock

Zusammenbruchzustand des Blutgefäßsystems aufgrund erhebliche innerer oder äußerer Blutungen, schwere, fieberhafte Allgemeinerkrankungen, Vergiftungen, erhebliche Schmerzzustände, wesentlicher Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Nase, Ohren und Zehen fühlen sich kalt an. Blutdruckabfall (Test: Durch Daumendruck erzeugte Blässe in der Mundschleimhaut bleibt länger als 1s bestehen!) Pupillen geweitet.  Schnellstmöglich tierärztliche Hilfe suchen! Auf dem Weg dahin die Katze warm halten und den Kopf leicht nach unten halten.

Sinusitis
Entzündung der Nasennebenhöhlen. Nicht selten führt chronischer Katzenschnupfen zu Sinusitis. Weder mit ausgewählten Antibiotika noch durch Operation sicher heilbar.

Sterilisation
Unter Sterilisation versteht man die Unfruchtbarmachung durch Unterbrechung des Eitransportweges, z.B. durch Herausschneiden von Eileiter- oder Gebärmutterhornstücken auf beiden Seiten. Meist nur irrtümliche Bezeichnung für Kastration der weiblichen Katze.

Stomatitis
Mundentzündung. Bei jungen Katzen meist als Folge von Katzen-Schnupfen-Infektionen. Später meist durch Zahnstein verursacht. Trotz des meist vorhandenen Appetits haben Katzen Schwierigkeiten Futter aufzunehmen. Übler Mundgeruch, gerötete und leicht blutende Mundschleimhaut sind Anzeichen dafür. Die Behandlung gestaltet sich problematisch, da die Ursachen nicht immer erkannt werden. Regelmäßige Zahnsteinentfernung und wenn möglich, regelmäßig Zähne putzen.

Stress
Im übertragenen Sinne alle Belastungen, Anforderungen und Schädigungen, die den Organismus zu typischen Alarmreaktionen veranlassen. Dadurch versucht der Körper, die Auswirkungen der Alarmsituation abzuschwächen oder zu überwinden. Falls das nicht gelingen sollte treten meist Anpassungskrankheiten auf.

Stressverhalten
Zustand einer Katze unter Einwirkung von Belastungsfaktoren verschiedenster Art. Dazu gehören „sozialer Stress“, z.B. durch Haltung mehrerer Katzen in Käfigen, in Tierheimen etc., sowie ungewohnte Situationen auf Reisen oder Ausstellungen. Ebenso können auch plötzliche Familienauflösung, tiefgreifende Veränderung in der ständigen Umwelt des Tieres oder längere Abwesenheit der Bezugsperson, Aussetzung oder ähnliche Situationen zu Stress führen.  Durch Stress werden Katzen krank und können sogar in besonderen Fällen durch Erhöhung der Infektionsbereitschaft des Organismus daran zugrunde gehen.

Systemmykosen
Pilzbedingte innere Erkrankungen, die einzelne Organe oder den Gesamtorganismus befallen.

Teaniasis
Bandwurmbefall. Krankheitserscheinungen selten. Der Bandwurm ist als platte, bandnudelartige, ca. 2cm lange Glieder im Kot erkennbar. Die Behandlung ist nur dann sinnvoll, wenn die Zwischenwirte vernichtet werden. Am Besten den Freigang unterbinden oder ausschließlich gekochtes Fleisch oder Fisch füttern.

Thorax
Brustkorb

Tollwut
Die gefährlichste Virusinfektion der Katzen. Ansteckung erfolgt nur bei frei lebenden Tieren durch wilde Fleischfresser (z.B. Marder). Da aber alle Säugetiere empfänglich sind, kann eine Infektion auch über erkrankte Nager erfolgen. Die Inkubationszeit ist durchschnittlich zwischen 2-8 Wochen, selten länger als 6 Monate. Der Virus wandert auf Nervenbahnen und vermehrt sich im Rückenmark oder Gehirn. Die Krankheit verläuft in 3 Stadien:  Die Katze ist ängstlich, reizbar und überempfindlich gegen Licht, Geräusche und schnelle Bewegungen. Freundliche Tiere werden angriffslustig, scheue Tiere auf einmal liebebedürftig.  Stadium der Wut. Starrer, in die Ferne gerichteter Blick, heiseres Miauen, Schielen, Abschluckbeschwerden, zunehmendes Speicheln. Normales und aggressives Verhalten können sich schlagartig ablösen. Bedürfnis zu entweichen, zu beißen und unmotiviertes Kratzen. Lähmungsstadium. Unsicherheit, unfähig zu stehen, von hinten nach vorn fortschreitende Lähmung, Unvermögen zu schlucken, Tod durch Lähmung der Atmung. Aufgrund der Vieldeutigkeit der Krankheit ist eine exakte Diagnose nur am toten Tier möglich. In Tollwut gefährdeten Gegenden ist entweder ein generelles Ausgangsverbot oder eine Schutzimpfung ratsam. Die erste Impfung erfolgt mit 12 Wochen, nach 6 Monaten eine Wiederholung und dann jährliche Impfung. Wegen Lebensgefahr direkten Kontakt mit den Tieren vermeiden. Falls dies unumgänglich ist, nur mit dicken Handschuhen anfassen und das Tier zum Tierarzt oder zur nächsten Polizeidienststelle bringen. Auf jeden Fall baldmöglichst einen Arzt zwecks Schutzimpfung aufsuchen!

Toxoplasmose
Katzen sind Endwirt des auch für den Menschen nicht ungefährlichen tierischen Einzellers. Die Mehrzahl der Katzen sind symptomlose Träger und Ausscheider. Durch Sulfonamide ist eine Heilung möglich. Schwangere und junge Frauen sollten den Kontakt zu freilaufenden Katzen meiden.

Trichinellose/Trichinose.
Hervorgerufen durch den Verzehr rohen Schweinefleisches oder von Beutenagern, in deren Muskulatur die eingerollten Larven des schmarotzenden Wurmes leben. Die Larven werden durch den Blutstrom in die von ihnen bevorzugte Körpermuskulatur gebracht, wo sie sich einrollen und jahrzehntelang ansteckungsfähig bleiben können. Ein steifer Gang ist ein Anzeichen für einen möglichen Befall, der massiv auftretend auch zu Todesfällen führen kann. Zur Vorsorge keine rohen Schweineabfälle füttern!

Urämie
Harnvergiftung. Aufgrund chronischer Nierenerkrankungen, Harnsteinleiden oder ähnlichem.

Verhalten nach Operationen
Man sollte das frisch operierte Tier warm, ruhig und ebenerdig unterbringen. Möglichst in einem abgedunkeltem Raum ohne Sprung- und Klettermöglichkeiten. Appetit, Durst, Pflegeverhalten, Körpertemperatur, Harn- und Kotabsatz müssen täglich kontrolliert werden. Bei unnatürlichem Verhalten umgehend den Tierarzt konsultieren. Leichtverdauliches, vitaminreiches Futter in kleinen Portionen verabreichen. Strikte Ausgangssperre!

Verhaltensstörung
Die Domestizierung bescherte der Katze besondere Lebensumstände. Das Zusammenleben mit dem Menschen zwingt sie eine bestimmte Art der Kommunikation anzuwenden, doch längst nicht alle Menschen verstehen diese Sprache der Katze. Außerdem kann unsere Lebensweise, die alles andere als naturnah ist, das Tier verwirren. Diese beiden Faktoren tragen manchmal maßgeblich zur Entstehung von Verhaltensstörungen bei Katzen bei. Trotzdem verfügt die Katze über eine bemerkenswerte Ausgeglichenheit. Die häufigsten Probleme sind Aggressivität, Angst, Unsauberkeit und Zerstörungswut.
Depressionen und Stressfolgen hingegen führen selten zu einem Tierarztbesuch, da das Tier in solchen Fällen wenig Antrieb hat und sich zurückzieht, also seinen Besitzer nicht stört.

Verschleißkrankheiten
Vorwiegend Alterserscheinungen, wie Nierenentzündung, Bewegungsstörungen, Zahnausfall. Diese Verschleißkrankheiten können jedoch auch durch falsche Fütterung hervorgerufen werden.

Vibrissen
Tasthaare, Bart- oder Schnurrhaare. An deren Wurzeln enden viele Nerven, sodass die Katze alles wahrnimmt, was die Haare berührt. Kräftige Muskeln können diese nach vorn richten. Mithilfe dieses Systems tastet das Tier die Umrisse seiner Beute ab und findet die Stelle, an der es seine Zähne zum tödlichen Biss ansetzen muss. Für den Menschen ist es wichtig zu wissen, dass eine Katze, die ihre Barthaare nach vorn richtet, eventuell zum Beißen bereit ist.

Vitaminmangelerkrankungen
Mangelerscheinungen können bei zu einseitige Ernährung oder schweren Krankheiten auftreten. Bei ausgewogener Fütterung wird der Bedarf an Vitaminen ausreichend gedeckt.

Zahnerkrankungen
Zahnerkrankungen treten relativ häufig bei Katzen auf. Dem Katzenhalter fallen diese Erkrankungen meist erst durch Futterverweigerung (Schmerzen beim Fressen) oder Mundgeruch der Katze auf.
Karies.
Karies entwickelt sich oft aufgrund von Zahnstein. Kariöse Zähne sollten gezogen werden.
Zahnfisteln.
Auffälliges Merkmal ist eine verschwollene Gesichtshälfte sowie Fieber und Appetitlosigkeit.
Zahnfleischgeschwüre.
Kommen relativ selten vor. Es empfiehlt sich Zahnerkrankungen durch regelmäßiges Zähneputzen mit spezieller Katzenzahnpasta entgegenzuwirken.

Zahnstein
Ungefähr ab dem dritten Lebensjahr (sehr selten bei Mäusefängern) lagert sich bei der Katze oft Zahnstein ab der, wenn er nicht entfernt wird, im Laufe der Zeit die Zähne umkrustet, so dass ein Laie kaum noch zwischen Zahn und Zahnstein unterscheiden kann. Schwerer Zahnsteinbefall kann die Zähne lockern und schließlich zerstören. Betroffen sind vor allem die weit hinten liegenden Backenzähne. Zahnstein entwickelt sich aus Belägen (Plaque). Man sollte älteren Katzen ca. alle 6 Monate den Zahnstein vom Tierarzt entfernen lassen.

Zoonose
Unter Zoonose versteht man Erkrankungen, welche vom Menschen auf das Tier (und umgekehrt) übertragen werden. Dies geschieht aufgrund von Viren, Bakterien, tierischen Schmarotzern und Pilzen.

Zystitis
Blasenentzündung. Verursacht durch eine aufsteigende oder absteigende bakterielle Infektion. Anzeichen dafür sind oft Fieber, Schmerzen beim Wasser lassen, Aphatie oder Fressunlust. Tierarzt aufsuchen und die Katze warm halten.
Wie bei allen Erkrankungen ist auch liebevolle Pflege des Besitzers zur baldigen Genesung unerlässlich.

Quelle: www.miau.de  Verfasser: „Claudia Grillenberger“ Copyright 2002 by Claudia Grillenberger – verwirklicht durch Kürzung des Katzenlexikons auf medizinische Begriffe und Krankheiten. Vielen Dank für die freundliche Unterstützung.

 



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Allergien

Allergien bei Katzen
Allergien- die Haut setzt sich zur Wehr

Die Tierärztin und derzeitige Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Veterinäre, Frau Dr. Peters , und Herr Dr. Koch, Inhaber einer Tierklinik und Wegbereiter der Veterinärdermatologie, berichten über den aktuellen Erkenntnis stand“ Allergien bei Katzen“.

 

 

Auch Katzen haben Allergien. Heute weiß man , das verschiedene Erkrankungen, deren Ursachen früher fälschlicherweise als Hormonstörungen oder Verhaltensprobleme angesehen wurden, auf allergische Reaktionen zurückzuführen sind. Dazu zählen beispielsweise:

  • die psychogene Alopezie, d.h. der Haarverlust durch übermäßiges putzen;
  • der eosinophile Granulomkomplex, der eine geschwulstartige Hautveränderung bezeichnet;
  • die miliare Dermatitis, eine meist durch Flohbisse hervorgerufene Hautveränderung.

Durch das inzwischen größere Interesse des Katzenbesitzers, solche Erkrankungen vom Tierarzt genauer untersuchen zu lassen, und durch neue ,besser Methoden in der Diagnostik werden Allergien bei der Katze zunehmend häufiger bestätigt.

Bei Allergien reagiert der Organismus übermäßig auf normalerweise harmlose Substanzen in der Umgebung wie Blütenpollen, Hausstaub, Hausstaubmilben oder Futterbestandteile. Die erhöhte Bereitschaft zu solchen Reaktionen gilt als erblich, doch hängt es von weitern Faktoren ab, ob es zu Krankheitserscheinungen kommt oder nicht.

Grundsätzlich gilt ,das einer allergischen Reaktion immer eine Sensibilisierung des Organismus, also der Erstkontakt mit dem Allergienauslöser vorausgehen muss. Bei erneutem Kontakt mit dem Allergen werden eine Vielzahl von Substanzen freigesetzt, die Juckreiz und Entzündungen hervorrufen. Bei der allergischen Sofortreaktionen treten Symptome innerhalb von 30 Minuten und 6 Stunden auf. Verzögerte allergische Reaktionen zeigen sich erst nach eineigen Tagen. Dann ist ihr Auslöser natürlich noch schwerer herauszufinden.

Symptome an Haut und Haar

Häufig tritt Juckreiz auf, der allerdings nicht immer einfach zu erkennen ist. Manche Tiere lecken sich stark (was als verstärktes Putzverhalten fehlinterpretiert werden kann) ,andere fallen nur durch unterschiedlich ausgeprägten Haarausfall auf. Betroffen sind alle Stellen, wo Lecken leicht möglich ist, also Bauch, Beine, bei manchen Katzen auch der Rücken sowie alle Kombinationen hieraus. Da keine Veränderungen der Haut selbst auftritt und der Großteil der Tiere sich niemals in Anwesenheit oder Sichtweite ihrer Besitzer leckt, Wird häufig eine Hormonstörung oder Verhaltensstörung als Ursache für die Haarlosigkeit vermutet.

Die meistverbreiteten Allergien bei Katzen sind die Flohallergien sowie die atopische Dermatitis, bei der Allergieauslöser über die Haut aufgenommen werden und dort Entzündungen hervorrufen. Entgegen langläufiger Meinungen sind nur 1 bis 6 % aller in der Praxis vorgestellten Hauterkrankungen mit einer Futterallergie in Zusammenhang zu bringen. Auslöser sind in den meisten Fällen sehr spezifische Eiweißverbindung ( beispielsweise in Hühnereiern, Rindfleisch oder Milch), mit denen die Tiere in der Regel bereits monate- oder jahrelang in Kontakt kamen. Farb- und Konservierungsstoffe sind ebenfalls als Allergieauslöser möglich. Nach unseren Erfahrungen werden sie als Ursache allerdings meistens überschätzt.

Speziell bei der Futterallergie kann es zu Magen-Darm-Problemen kommen, häufig tritt aber auch Juckreiz im Gesichtsbereich zwischen Auge und Ohr auf ( oft verwechselt mit Ohrmilben!) aber auch Juckreiz am ganzen Körper.

Die mühsame Suche nach dem Allergieauslöser

Da die Hautveränderungen keinen direkten Hinweis auf die Allergieursache geben, wird für die Diagnose ein möglichst detaillierter Vorbericht gebraucht. So ist ein Flohbefall bei einer Katze mit Freilauf wahrscheinlicher als eine Futterallergie und es empfiehlt sich, zuerst auf Parasiten zu untersuchen, bevor eine „Allergieabklärung“ erfolgt. Ähnliche Hautveränderungen bei anderen Tieren des selben Haushaltes oder sogar beim Tierbesitzer deuten daher eher auf eine ansteckende Ursache ( Flöhe, Milben oder Hautpilze ) als auf eine Allergie hin, deren Auftreten bei allen Tieren gleichzeitig extrem unwahrscheinlich ist. Um sicher zu sein ,dass keine Futterallergie vorliegt, ist eine spezielle Futterumstellung erforderlich. Dabei erfolgt die Diagnose der Futterallergie in 2 Stufen: Zunächst gibt man eine so genannte Eliminationsdiät, welche aus nur einer Eiweiß- und einer Kohlenhydratquelle besteht. Empfehlenswert sind z.B. Wild, Ente, Kaninchen, Ziege und spezielle Fischarten, eher ungeeignet sind Futterbestandteile, mit denen die allergische Katze vorher schon häufig Kontakt hatte( wie z.B. Rind und Milchprodukte.) Als Kohlenhydrate sind gekochter unbehandelter Reis und Kartoffeln geeignet. Diese Eliminationsdiät wird 3 bis 12 Wochen konsequent durchgeführt, bis eine Besserung eintritt.

In der Zweiten Phase wird systematisch abgeklärt, welche Stoffe eine Allergie hervorrufen und welche nicht. Allergische Reaktionen zeigen sich dabei meistens nach 1-3 Tagen, seltener einige Stunden nach Fütterung. Auf der Basis derartiger Tests kann dann ein entsprechendes Futter ausgesucht werden. Während der gesamten Testphase müssen alle Leckereien ,Kauspielzeug, Vitamintabletten echt. vermieden werden. Solche Vorgehensweise ist gerade bei Katzen nicht immer einfach: Katzen mit Freilauf müssen im Haus gehalten werden. Manche akzeptieren womöglich das neue Futter nicht ,bekommen doch irgendwelche Leckereien usw. Wenn man nicht selbst kochen will oder die Katze frisst das Futter nicht, gibt es heute die Möglichkeit , ein Allergenarmes Fertigfutter zu nehmen. Allerdings enthalten nur wenige so genannte „Diäten für Tiere mit Futterallergie“ nur eine Eiweiß- und eine Kohlenhydratquelle. Es empfiehlt sich von einem Tierarzt beraten zu lassen. Auch diese Futter sollte dann ausschließlich gefüttert werden.

Linderung ist möglich

Wie bei allen Allergien, sollte das auslösende Allergen vermieden werden, was bei frei laufenden Katzen allerdings meist unmöglich ist. Mit verschiedenen Medikamenten kann versucht werden, Juckreiz und Entzündungsreaktionen zu vermindern. Als bei Katzen relativ gut wirksame Alternativen zum manchmal unumgänglichen Kortison gelten bestimmte Antihistamininka, die den Juckreiz bekämpfen, sowie Mastzellstabilisatoren in Tablettenform ,die den Austritt der Juckreiz auslösenden Stoffen aus den Entzündungszellen verhindern. Auch bestimmte ungesättigte Fettsäuren können helfen, die Symptome deutlich zu verbessern .Diese Präparate müssen auf Dauer gegeben werden ,wenn die Allergieauslöser nicht ermittelt oder vermieden werden können. Bei allen allergischen Katzen sollten unbedingt Flöhe und andere Parasiten konsequent behandelt werden, um sie als Ursachen für Juckreiz auszuschließen. Denn nur bei 10 bis 15% aller Allergien bei Katzen handelt es sich um eine Futterallergie

Quelle: www.catsbine.de

 



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