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Katzenkörper

Fähigkeiten

Die Fähigkeiten
Springen Eine Katze springt aus dem Stand ca. fünfmal so hoch, wie sie selbst groß ist. Diese gewaltige Sprungkraft steckt in den muskulösen Hinterbeinen. Sie landet nur dort wo sie landen wollte, indem sie vorher genau die Entfernung abmisst. Will sie wieder runter, so beugt sie sich zunächst so weit vor, dass es aussieht als würde sie eine Wand hinunter laufen. Damit verkürzt sie die Entfernung zum Boden. Beim Herabklettern von Bäumen hat die Katze dann doch so ihre Schwierigkeiten, weil sie mit den nach hinten gerichteten Krallen keinen Halt findet. Daher gehen Katzen rückwärts einen Baum herunter. Das klappt  bei kleinen, unerfahrenen Katzen oft nicht so gut, dass in solchen Fällen meistens der Mensch zur Hilfe eilen muss.
Fallen Die Katze verfügt über die Fähigkeit beim Fallen immer auf den Füßen zu landen. Sie dreht sich beim Sturz blitzschnell, zuerst der Vorderkörper, dann das Hinterteil. Der Rückenteil wird gekrümmt, um den Aufprall abzuschwächen. So landet die Katze auf allen Vieren. Der Schwanz dient ihr dabei als Steuer und Bremse.
Pfoten Jede Katze geht auf leisen Sohlen, sie berührt nur mit den Zehen den Boden. Die Vorderfuße haben fünf, die Hinterfüße haben dagegen nur vier Fußballen. Damit die Krallen beim laufen nicht abgewetzt werden, zieht die Katze die Krallen in sogenannte Hauttaschen ein. Die Krallen werden durch Kratzen geschärft. Deswegen sollte ein Kratzbaum in keiner „Katzenwohnung“ fehlen.
Balancieren Durch den Schwanz balanciert die Katze wie ein Seiltänzer. Außerdem lassen sich an dem Schwanz verschiedenste Stimmungslagen ablesen. Mehr zu den Stimmungslagen findest Du unter Rubrik „Katzensprache“.
Fell Das Fell der Katze dient ihr zum Schutze vor Kälte, Nässe und Hitze. Im Sommer hat jede Katze dünnes, im Winter dickes Fell. Durch einen kleinen Muskel wird das Fell bei Erregung aufgerichtet.
Fallen Wenn es mal passiert, das eine Katze von einem Baum oder ähnliches herunterfällt, beginnt sofort ihr Regulierungseffekt. Beginnend vom Kopfende folgt die automatische Drehaktion. Zuerst dreht sich der Kopf, bis er zum Boden gerichtet ist, dann werden die Vorderbeine gedreht und nah an das Gesicht herangezogen, um es ggfs. vor dem Aufprall zu schützen. Danach wird der obere Teil des Rückgrats gedreht, so dass die vordere Hälfte des Körpers mit dem Kopf eine Linie bildet. Letztendlich werden die Hinterbeine angezogen, sodass jetzt alle vier Extremitäten zur Landung bereit sind – währenddessen dreht die Katze gleichzeitig auch die hintere Hälfte ihres Körpers herum, um mit dem Vorderkörper gleichzuziehen. Kurz vor dem Aufprall spreizt sie alle vier Beine dem Boden entgegen und macht einen Buckel, um die Kraft des Aufpralls somit abzufedern.
Der Schwanz agiert bei diesem ganzen Geschehen als art Balancierstab.

Der Regulierungsprozess
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Quelle Fotos: www.katzenwesen.de

 



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Kennzeichnung

Kennzeichnung durch Transponder/Tätowierung

Bei der elektronischen Kennzeichnung wird ein Transponder unter die Haut der Katze im Bereich von Hals oder Schulter verbracht. Ein Transponder ist nur etwa 12 mm lang. Er besteht aus einer gewebeverträglich beschichteten Glaskapsel, die einen Mikrochip mit Antenne enthält. Der Mikrochip trägt einen unveränderlichen Zahlencode, der nur einmal vorkommt. Dieser Zahlencode kann mit einem speziellen Lesegerät, über das inzwischen viele praktizierende Tierärzte, Amtstierärzte und Tierheime verfügen, abgelesen werden. Der Transponder ist dabei absolut passiv, verfügt über keine eigene Energie und strahlt nicht. Nur während des Lesevorgangs werden vom Lesegerät elektromagnetische Wellen ausgesandt, die den Transponder kurzzeitig aktivieren, um den Code abzurufen. Seit Einführung des ISO-Standards für Transpondersysteme setzt sich dieses sichere Verfahren mehr und mehr zur Kennzeichnung von Katzen, Hunden und anderen Tieren durch. Jeder ISO-Transponder kann mit jedem ISO-Lesegerät unabhängig vom Gerätehersteller abgelesen werden. Der Transponder wird mit einer sterilen Kanüle injiziert. Dafür ist eine Narkose oder Lokalbetäubung der Katze in der Regel nicht erforderlich. Die Tätowierung erfolgt dagegen unter Vollnarkose. Es wird eine einmalige Nummer ins Ohr tätowiert.
Ganz wichtig: Die Katze muss nach der Kennzeichnung – Tätowierung und/oder Transponderkennzeichnung – unbedingt bei einer Registrierstelle, z.B. bei Tasso, gemeldet werden! Deine Tierärztin / Dein Tierarzt wird das in der Regel für Dich mit Deiner Zustimmung erledigen. Zusammen mit den Daten zu Deiner Katze wird Deine Adresse und Telefonnummer dort gemeldet. Unter Berücksichtigung des Datenschutzes werden diese Daten bei der Registrierstelle verwaltet. Von der Registrierstelle erhälst Du eine Meldebestätigung und einen Halsbandanhänger, der bei Verwendung zusätzlich auf die Registrierung hinweist. An folgenden Stellen sollten die Tätowier- bzw. Transpondernummem vermerkt werden: Registrierstelle, Patientenkartei der Tierarztpraxis, Impfpass und – wenn vorhanden – Abstammungsnachweis. Sollte Deine Katze einmal verloren gehen und z.B. bei einem Tierheim abgegeben werden, wird die Katze nach einer Tätowierung und mit dem Lesegerät nach einem Transponder abgesucht. Über Nachfrage bei der Registrierstelle kann mit Hilfe der gefundenen Nummer der Besitzer ermittelt werden. Schon viele Katzen haben auf diese Weise ihr Frauchen oder ihr Herrchen wiedergefunden.
Bei der Tätowierung wird der Katze ein Zahlencode in die Haut am Ohr tätowiert. Sie erfolgt unter Vollnarkose, weil die Katze sonst zu starke Schmerzen hätte und diese natürlich gegen den Tierschutz verstößt. Beim Tätowieren wird eine schwarze Paste in die Ohren geschmiert, die in die kleinen Tätowierlöcher eindringt und damit die Kennzeichnung bleibend macht. Diese Schwarze Paste trocknet und bildet einen schwarzen Film auf der Haut, der nach einiger Zeit von selbst abfällt. Wenn allerdings eine Kruste aus dem Gehörgang herauskommen sollte oder die Katze sich kratzt und den Kopf schüttelt, sollte man einen Tierarzt aufsuchen.

 

Die wichtigsten Adressen der Haustier-Register:

Deutschland
Deutsches Haustierregister im Deutschen Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Tel.01805/231414Internationale Zentrale Tierregistrierung
www.tierwelt.deTasso-Haustierregister
Postfach 65795 Hattersheim
Tel.06190/4088

Österreich
SOS-Haustierruf,
Ignatz Rieder, Kai 37
5026 Salzburg-Aigen
Tel. 0662/620577

Schweiz
Tier-Rettungsdienst
Postfach 9151
8050 Zürich
Tel. 01/2112222

 

 

Wissenswertes
Du kannst Deine Katze auch tätowieren lassen. Du solltest aber bedenken, dass dieser Eingriff aufgrund der Schmerzen die eine Katze bei vollem Bewusstsein hätte, stets unter Vollnarkose gemacht wird. Zudem kann die Tätowierung nach einer gewissen Zeit vollständig vom Fell verdeckt werden und muss so eventuell noch mal wiederholt werden. Abgesehen von der Kennzeichnung direkt am oder im Körper solltest Du zusätzlich ein Adressanhänger am Halsband befestigen, so dass bei entlaufenen Katzen der Finder sich direkt mit Dir in Verbindung setzen kann. Dass klingt fast so, als ob man auf die anderen Kennzeichnungsmöglichkeiten verzichten kann. Du solltest aber bedenken, dass ein Ausreißer sein Halsband verlieren könnte, wenn er irgendwo damit hängen bleibt (wenn Deine Katze ein Halsband tragen soll, verwende bitte eins mit Klick-Verschluss – in der Regel löst es sich beim hängen bleiben). Die Kennzeichnung ist nicht allzu teuer (ca. 30 Euro). Wir empfehlen aufgrund des geringeren Eingriffs (Spritze unter die Haut) die Kennzeichnung mit dem Transponder. Falls dennoch Tätowierung solltest Du diese am besten direkt mit der Kastration machen lassen. So sparst Du Dir und vor allem Deiner Katze eine zusätzliche Vollnarkose.



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Sinne

Die Sinnesleistungen
Gehörsinn Die Katze hört in Frequenzbereichen bis zu 65 kHz(20 kHz beim Menschen). So nimmt sie Geräusche wie Laufen, Piepsen und Nagen von kleinen Beutetieren auf. Selbst beim „Dösen“ reagiert sie sofort auf fremde Geräusche. Mehr als ein Dutzend Muskeln wirken zusammen, um die Ohrenbewegungen exakt zu steuern. Orten können Katzen ihre Beute bis zu einer Entfernung von rund 20 Metern sehr genau.
Tastsinn Ohne Schnurrhaare würde die Katze nicht in der Lage sein z.B. durch ein Loch zu schlüpfen. Mit diesen sensiblen „Antennen“ misst die Katze die Breite einer Öffnung ab und weiß so sofort, ob sie stecken bleiben könnte. In der Dunkelheit sind die Schnurrhaare ihr Leitsystem um nicht an Stühlen, Tischbeinen oder anderem zu stoßen.
Sehsinn Katzen können in der Dunkelheit beinahe genauso gut sehen wie bei hellem Tageslicht. Die Augen stellen sich automatisch sofort auf die jeweiligen Lichtverhältnisse ein. Bei Dunkelheit weiten sich die Pupillen und werden groß, damit auch der letzte Rest an Licht gesammelt wird. Bei Helligkeit verengen sie die Pupillen zu einem schmalen Schlitz. Die Katze nimmt nur noch oben und unten ein wenig Licht über die Pupillen auf. Da die Pupillen so groß sind, kann die Katze Details nicht sehr scharf sehen. Das Auge der Katze besteht aus ca. 400.000 Sehzellen pro Quadratmillimeter Netzhaut (Menschen nur ca. 100.000). Der Blickwinkel der Augen beträgt 180 Grad. Beide Augen, mit sich überkreuzenden Blickwinkeln, ermöglichen einen extremen Weitwinkelblick von rund 280 Grad. Tests haben gezeigt, dass Katzen zwischen Grün, Blau und Gelb unterscheiden können, die Farbe Rot und Orange nur als Grautöne wahrnimmt. Zwischen folgenden Farben können Katzen unterscheiden: Rot und Grün, Rot und Blau, Rot und Grau, Grün und Blau, Grün und Grau, Blau und Grau, Gelb und Blau und Gelb und Grau. Weiteres ist derzeit noch nicht genügend erforscht. Im Vergleich zum Menschen hat die Netzhaut der Katze nur ein sechstel der Zäpfchen (farbempfindliche Zellen). Katzen nehmen gerade soviel Farbe wahr, um in ihrer angestammten Umgebung überleben zu können. Nachdem sich jede Art in einem anderen Umfeld entwickelt hat, dürfte das Farbensehen bei den verschiedenen Katzenarten entsprechend unterschiedlich ausgeprägt sein.
Geruchssinn Die Katze macht sich mit dem Geruchssinn ein „Bild“ von allem. Ob Futter, fremde Katzen oder andere Menschen. Jeder Katzenbesitzer kann immer wieder beobachten, wie die Katzen mit dem Kopf, Kinn, Schwanz und Pfote sich an Gegenstände reiben. Hierbei werden Duftmarken hinterlassen, die nur von Artgenossen wahrgenommen werden können. Im Vergleich zum menschlichen Riechorgan ist die Katzennase allerdings mit rund 200 Millionen Riechzellen doppelt so gut bestückt. Für bestimmte Düfte hat die Katze noch ein zweites Riechorgan, das Jacobsonsche Organ.
Geschmackssinn Geschmack- und Geruchssinn sind eng miteinander verbunden Sie werden als die chemischen Sinne bezeichnet. Die Katze nimmt über ihre Zunge jeglichen Geschmack auf und kann ihn somit zuordnen. Auf der Zunge der Katze sitzen viele, kleine Warzen. Wenn die Katze mit ihrer Zunge über die Haut des Menschen leckt, fühlt es sich wie Sandpapier an. Eine erwachsene Katze hat in einem Teil auf der Zunge und einem Teil in der Kehle liegenden Gewebehügelchen, sogenannte Papillen rund 250 pilzförmige Papillen mit jeweils 40 bis 40000 Geschmacksknospen. Sie kann saure, bittere und salzige, aber keine süßen Geschmacksqualitäten wahrnehmen.
Ortssinn Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass Katzen ein Heimfindevermögen besitzen. Forscher in Deutschland und den USA haben nachgewiesen, dass vor allem ältere Katzen wieder heimfinden, wenn sie in einer Entfernung von 12km freigelassen werden. Daraus kann man den Schluss ziehen, dass sich die Tiere wahrscheinlich an magnetischen Feldern orientieren: An Katzen angebrachte Magneten stören nämlich das Heimfindevermögen. Das könnte erklären, warum in den Gehirnzellen der Katze winzige Spuren von Eisen eingelagert sind.
Gleichgewichtssinn Neben dem Hören hat das Ohr außerdem eine zweite Funktion. Es dient dazu, der Katze zu helfen, die Balance zu halten. Während die meisten Haustiere auf dem Boden leben, ist die Katze von Hause aus ein Klettertier mit einem empfindlichen Gleichgewichtssinn. Das Gleichgewichtsorgan, der Vestibularapparat, befindet sich im Innenohr. Richtungs- oder Geschwindigkeitsänderungen werden in diesem Organ sofort registriert, das der Katze einen ausgleichenden Orientierungswechsel ermöglicht. Nach einem Sturz einer Katze reagiert blitzschnell dieses Organ, damit die Katze auf allen vieren landet. Danach kannst Du häufig beobachten, wie sie ihren Kopf schüttelt. Das tut sie, damit die Flüssigkeit im Gleichgewichtsorgan wieder in die Ursprungsposition zurückfließt.
Das Zeitgefühl Katzen verfügen über ein unglaubliches Zeitgefühl. Viele Katzenbesitzer werden es kennen: Sie kommen von der Arbeit nach Hause, fahren gerade mit ihrem Auto vor und genau in diesem Moment springt die Katze aufs Fenstersims. Auch gibt es viele Katzen, die ihr Herrchen oder Frauchen, genau zwei Minuten bevor der Wecker klingelt, wecken. Praktisch, allerdings behalten sie diesen Weckdienst manchmal auch am Wochenende bei. Dieses genaue Zeitgefühl ist für eine Katze in freier Natur von großer Bedeutung. Sie weiß genau, wann die beste Zeit zum Jagen ist und wann sich ein Rivale im Revier aufhält, dem man besser nicht begegnet. So passt eine Wildkatze ihre täglichen Gewohnheiten den Tieren ihrer Umgebung an und eine Hauskatze dem Rhythmus ihres Haushaltes.

 

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Haut und Haare

Hautstruktur
Die Katzenhaut ist zweilagig. Die Oberhaut besteht aus rund 40 Schichten abgeflachter toter Zellen, die in fetthaltiges Sebum, eine ölige Hautausscheidung, eingebettet sind. Unter dieser Hornschicht liegt die etwa vier Zellen dicke lebende Epidermis, die Basalschicht. Sie ist nicht sehr fest, spielt aber eine wichtige Rolle im Immunsystem des Körpers. Unter normalen Umständen brauchen die Zellen etwa drei Wochen, um von der Basal- zur Hornschicht zu wandern, doch dieser Vorgang beschleunigt sich, wenn die Haut verletzt ist; dann verkürzt sich die Abstoßung auf zwei Wochen. Unter der Epidermis befindet sich die vereinte Leder- und Unterhaut, das eigentliche Strukturelement der Haut. Sie besteht aus starkem, elastischen Bindegewebe und enthält Drüsen, Blutgefäße, Nerven und Rezeptoren. Jeder Haarbalg ist mit einer Schweißdrüse und einer Talgdrüse verbunden, die beide in der Unterhaut liegen. Die Talgdrüsen produzieren das fettige Sebum, das die Bakterienflora reguliert und dem Haar seinen Glanz verleiht. Sie konzentrieren sich auf den Hals und Rumpf, vor allem aber auf die Lippen und das Kinn. Spezialisierte Talgdrüsen säumen die Augenlider und erzeugen einen öligen Schutzfilm für die Augen. Andere spezialisierte Talgdrüsen um den After und zwischen den Zehen können Pheromone ausscheiden.
Anders als wir Menschen schwitzen Katzen nicht, um ihre Körpertemperaturen zu regulieren: Sie hecheln, was wenig effektiv ist, oder belecken sich ausgiebig.
Die Schweißdrüsensekrete halten die Haut geschmeidig, scheiden Abfallstoffe aus, liefern Nahrung für die Mikrofauna der Haut und enthalten Substanzen. die den Körper vor Chemikalien und gefährlichen Mikroben schützen. Wahrscheinlich sondern sie auch Pheromone ab. Schweißdrüsen, die mit Haarfollikeln gekoppelt sind, werden epitrichial genannt. Atrichiale Drüsen, etwa die an den Fußballen, sondern ihre Sekrete nach außen und nicht in Haarbälge ab.
Arten von Fellhaar
Unterwolle
Die Unterwolle ist der Haut am nächsten und ihre Hauptaufgabe besteht darin, das Tier vor Kälte zu schützen und seine lebenswichtige Körpertemperatur konstant zu halten. Sie besitzen auf ihrer Länge etwa den gleichen Durchmesser, sind jedoch nicht glatt, sondern weisen viele kleine Wellen auf.Graunnenhaare
Die Graunnenhaare bilden das mittlere Fell. Sie liegen in der Mitte zwischen der weichen Unterwolle und den Deckhaaren des oberen Fells. Ihre Funktion liegt in der Isolation und dem Schutz. Sie sind rauh und werden zur Spitze hin erst etwas voller.Deckhaare
Die Deckhaare bilden das schützende Oberteil. Sie sind die längsten und dicksten Körperhaare und dienen dazu, das Unterfell vor äußeren Einflüssen zu schützen, es trocken und angenehm warm zu halten. Diese Haare sind glatt und der Länge nach gleichmäßig zur Spitze hin verjüngt.

Vibrissae
Die Vibrissae sind sehr viel längere und härtere Haare, die als sensible Tastorgane arbeiten. Diese Tasthaare bilden den Schnurrbart auf der Oberlippe der Katze, weiter findet man sie auf den Wangen, am Kinn, über den Augen und an den Gelenken der Vorderpfoten. Im Vergleich mit anderen Haartypen gibt es von diesen nur sehr wenige, aber sie spielen eine lebenswichtige Rolle, wenn die Katze bei schlechten Lichtverhältnissen auf Erkennungsgang ist oder jagt.

Haarkleid
Haare bestehen größtenteils aus Keratin (Hornstoff), dem gleichen Gerüsteiweiß, das die Außenschicht der Haut und die Krallen bildet, die Hautanhanggebilde sind. Weil das Haar hauptsächlich Protein enthält, wird durch das normale Haarwachstum ein hoher Prozentsatz der täglichen Proteinaufnahme aufgezehrt.
Die Haaroberfläche setzt sich aus überlappenden Kutikulazellen zusammen, die vom Körper wegweisen. Fährt man an einem Haar von der Wurzel bis zur Spitze entlang, fühlt es sich glatt an, in der Gegenrichtung jedoch rau wegen der Anordnung der Zellen. Die Kutikula reflektiert das Licht und trägt so zum Fellglanz bei; ein stumpfes Fell kann auf eine Schädigung der Kutikula hindeuten. Das haar wächst in Zyklen, die durch Hormone, die Tageslichtdauer und die Umgebungstemperatur gesteuert werden. Der Mensch hat einfache Haarbälge oder -follikel: Aus jedem wächst ein einzelnes, großes Haar hervor. Katzen besitzen dagegen eine effizientere Wärmeisolierung, die sie ihren kombinierten Haarfollikeln verdanken: Bis zu sechs Leit- oder Primärhaare, die jeweils von feineren Sekundärhaaren (Grannen- und Woll- oder Daunenhaare) umgeben sind, gehen aus jedem Follikel hervor. Jeder Follikel ist mit einem eigenen Arrektormuskel gekoppelt, der die Leithaare aufrichten kann. Katzen sträuben ihr Fell, wenn sie beunruhigt oder wütend sind, aber auch um die Isolierung zu verbessern und Wärmeverluste zu reduzieren. Katzen verfügen außerdem über zwei spezielle Typen von Sinneshaaren: Die Schnurrhaare oder Vibrissen sind dicke, steife Haare, die an Kopf, Kehle und Vorderbeinen wachsen. Andere große Einzelhaare, die Leithaare, die jeweils von einem komplizierten Netz aus Blutgefäßen und Nerven umgeben sind, verteilen sich über den ganzen Körper und fungieren wie kurze Schnurrhaare.



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Geschlechtsreife

Katzenliebe
Wenn Du ein wenig aufpasst, wirst Du das Näherrücken der „tollen Tage“, der periodisch verlaufenden sexuellen Zyklen Deines Tieres, nicht übersehen können. Die Katze beginnt mehr als sonst zu schmusen und will beschmust werden, miaut mit tieferer Stimme, streicht Dir um die Beine, liebt besonders das Kraulen in der Kreuzgegend, wobei sie ihren Schwanz steil nach oben oder seitwärts stellt. Gurrende Laute werden ausgestoßen, die sich bis zu lauten Schreien steigern – wie durchdringendes Babyschreien. Besonders charakteristisch ist das Herumrollen auf dem Boden, daher auch die Bezeichnung für die Katzen-Hitze: Rolligkeit.
Früher als Du denkst, wird Deine Katze fortpflanzungsfähig – mit etwa 6-7 Monaten! Spätestens jetzt musst Du Dir Gedanken machen, weil Du mit der Tatsache umgehen musst, dass Du ein Tier im Haus hast, das nicht allein bleiben und Dir alljährlich stolz einen oder mehrere Würfe allerliebster kleiner Kätzchen präsentieren wird. Es sei denn, Du möchtest Deine Katze als reine Wohnungskatze halten und darauf achten, sie niemals in die Nähe eines potenten Katers zu bringen. (Alternative: Kastration) Aber selbst dann musst Du mit einigen Folgeerscheinungen leben, die eine sexuell aktive Katze mit sich bringt. Über einige Wochen hinweg wird Deine Katze für einen in der Ferne jaulenden Kater alles liegen- und stehenlassen; In diesen Zeiten musst Du stets auf verschlossene Türen achten. Eine von starken natürlichen Trieben gebeutelte Katze allein zu lassen entbehrt nicht einer gewissen Grausamkeit. Zudem haben Katzen einen unberechenbaren sexuellen Zyklus, der es nicht erlaubt, das Einsperren nur auf die Rolligkeitsperioden zu beschränken. Du müsstest bis zum äußersten konsequent bleiben, wenn Du unerwünschten Nachwuchs vermeiden willst. Statt dem Einsperren gibt es folgende drei Möglichkeiten der Verhütung: 1. Kastration, 2. Sterilisation, 3. Pille
Katerliebe
Kater werden, wenn ihre „Männlichkeit“ erwacht, unruhig; sie streben mit Macht ins Freie und lassen sich auf viele Kämpfe ein, um ihren Platz in der Bruderschaft der Nachbarkater zu sichern. „Ranzig“ werden heißt das in der Fachsprache. Unüberriechbar sind die Duftmarken, die an alle möglichen und unmöglichen Stellen in der Wohnung gesetzt werden. Schon wegen dieses Geruchs ist es fast ausgeschlossen, einen nicht kastrierten Kater in der Wohnung zu halten. Ihn in der Wohnung einzusperren ist außerdem ein Qual für das Tier: Bald riecht es wie im Katzenheim, und Verhaltensstörungen sind so gut wie programmiert. Lässt Du ihn ins Freie, wird er zu einer sinnlosen Katzenvermehrung beitragen. Die traurige Folge: Viele Kätzchen werden nach der Geburt eingeschläfert, ausgesetzt oder kommen qualvoll um, wieder andere enden als Streuner vor dem Gewehr der Jäger. Daher ist unbedingt anzuraten, Deinen Kater kastrieren zu lassen, sobald er beginnt, Urinmarken in die Wohnung zu setzen. Das kann bereits im Alter von 6 Monaten geschehen, bei Edelkatzen auch schon mal erst im Alter von bis zu 14 Monaten (z.B. Perser) eintreten. Erst dieser kleine Eingriff macht ihn zu einem wirklichen Haustier – er kann sich enger an den Menschen binden. Seinen Jagdinstinkt verliert er dadurch nicht, er muss keineswegs zwangsläufig träge und fett werden. Übergewicht ist immer eine Folge falscher Ernährung. Auch beim Kater bringt die Sterilisation kaum Vorteile. Seine Duftmarken setzt er auch weiterhin. Verzichte deshalb auf diese heute ohnehin kaum mehr praktizierte Methode.
Geschlechtsorgane des Katers
Der Hoden
Die Hoden des Katers befindet sich gut sichtbar unter der Aftergegend. Bei einem Kater von 5kg wiegen sie zusammen ca. vier Gramm. Dort liegt das samenbildende Gewebe, das aus vielen netzartig verzweigten Kanälchen besteht. Sie haben eine Länge von insgesamt 25 Metern. Darin werden die Spermien gebildet und werden dort im sogenannten Nebenhodenkanal gespeichert. Hoden und Nebenhoden münden in den Samenleiter, der mit Blutgefäßen und Nerven als Samenstrang in die Bauchhöhle führt. Beide Samenleiter münden in die Harnröhre, die durch die erbsengroße und relativ feste Prostata nicht vollständig umschlossen wird. Spermien, sowie die Sekrete der Prostata u. Harnzwiebeldrüse bilden zusammen die Samenflüssigkeit, auch Ejakulat genannt. Die Menge beträgt ca. 0,01-0,05ml pro Samenerguss.Der Penis
Die einfach gebaute Vorhaut umgibt ihn ringförmig. Er besteht aus dem paarigen Schwellkörper, dessen beiden Schenkel fest mit dem Sitzbein des Beckens verwachsen sind. Sie vereinigen sich an der Peniswurzel. Dieses Hohlorgan, dessen Adersystem bei der Versteifung mit Blut prall aufgefüllt wird beträgt im Ruhezustand etwa 20 Millimeter, die Penisspitze ist ca. 4 Millimeter lang. Im Penis sitzt interessanterweise ein kleiner Knochen. Bei der Erektion wird der Penis anderthalbfach verlängert, der Durchmesser verdoppelt sich. Eine eigentliche Eichel hat der Kater nicht, dafür verfügt er aber über eine Spitzenkappe. Der Penis ist nach hinten gerichtet und nur erigiert parallel zur Rückenlinie nach vorne. Trotzdem muss beim eigentlichen Akt der Rücken des Katers sehr stark gekrümmt werden, um ein Eindringen in die Scheide zu erleichtern.Die Wolluststacheln
Auf der Penisspitze befinden sich ca. 100-200 verhornte Papillen von etwa einen Millimeter Länge, die wie Widerhaken wirken, da sie nach hinten gerichtet sind. Das Wachstum dieser kleinen Stacheln ist hormongesteuert und wird somit durch eine Kastration beeinflusst. Nach der Einführung des Penis schreit die Katze dann laut auf, dann ist es auch schon alles vorbei.

Der Penisknochen
Dieses hohlmeißelähnliche Gebilde von etwa drei bis fünf Millimeter Länge entwickelt sich mit der Geschlechtsreife aus ursprünglich sehnigem Gewebe. Der Penisknochen verstärkt die Festigkeit des Penis, erleichtert dessen Einführung in die Scheide, unterstützt die Stempelwirkung der Penisspitze und erhöht die Reizwirkung des Geschlechtsaktes.

Geschlechtsorgane der Katze
Die Geschlechtsorgane der Katze setzen sich aus den zwei Eierstöcken, der Gebärmutter mit Eileitern und Muttermund, der Scheide und Scham zusammen.

Die Eierstöcke
Die Eierstöcke enthalten das Gewebe, in dem die Eizellen heranwachsen. Es handelt sich um längliche Organe, die acht bis neun Millimeter lang und etwa sieben Millimeter breit sind, sowie rund vier Millimeter dick. Sie hängen an einem Band in der Bauchhöhle dicht hinter den Nieren und sehen bei der herangewachsenen Katze wie winzige „Himbeeren“ aus. Diese sogenannten Follikel dienen der Eizelle zum heranwachsen. Meistens sind an den Eierstöcken auch kleine gelbliche Knötchen zu entdecken, die sogenannten Gelbkörper.

Die Gebärmutter, Der Gebärmutterhals
Sie besteht aus zwei Hörnern sowie dem Gebärmutterkörper (Corpus uteri). Diese beiden Hörner sind bei Jungkatzen zwirnsfadendünn. Bei Katzen, die schon geworfen haben, weisen sie etwa die Länge von ca. acht bis zehn Zentimeter und drei bis vier Millimeter Dicke auf. Die Eileiter münden in die Gebärmutterhörner. Von dort geht es in den unpaarigen Gebärmutterkörper, der rund zwei Zentimeter lang und etwa genauso dick ist wie die Hörner. Ein kleines Knötchen markiert den Gebärmutterhals. Er hat nur einen äußeren Muttermund.

Die Eileiter
Zu den Eierstöcken hin liegen die beiden Eileiter. Sie sind etwa fünf Zentimeter lang und ein bis drei Millimeter dick. Durch sie sollen die nach dem Platzen der Eibläschen (Follikel) freiwerdenden Eizellen in die Gebärmutter durch die Eileitertrompete einwandern. Diese Verbindung ist nicht hundertprozentig dicht und in extrem selten Fällen kommt es dazu, dass sich eine Eizelle in die Bauchhöhle verirrt – wenn dann noch eine Samenzelle hinzukommt führt dies eventuell zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft, die auch bei Katzen nicht absolut ausgeschlossen ist.

Die Scheide
Die Scheide ist ein etwa vier Zentimeter langer Schlauch in der einerseits die Gebärmutter – durch den Muttermund abgegrenzt – und anderseits die Harnröhre mündet. Die Scheide geht nach außen in den Scheidenvorhof über. Auch viele Katzen haben ein Jungfernhäutchen (Hymen). Nach außen geht die Scheide in die Scham über. Sie ist mit feinen Haaren sehr dicht bewachsen. Die wulstigen Schamlippen laufen bauchwärts in einem spitzen und rückwärts in einem stumpfen Winkel zusammen. Der Kitzler liegt in einer Schleimhauttasche. Der eigentliche Kitzlerkörper, der genauso wie der Penis bei sexueller Erregtheit anschwillt, ist ca. einen Zentimeter lang.

Sexualzyklus der Katze
Zeitraum Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung
Vorfrühjahr groß bei allen Katzen
Frühjahr sehr groß bei allen Katzen
Frühherbst groß bei allen Katzen
Oktober bis Januar gering bei überwiegend draußen lebenden Katzen
immer gegeben bei vorwiegend im Haus lebenden Katzen
3.-6. Trächtigkeitswoche etwa 10 Prozent aller Katzen
18-20 Stunden nach der Geburt es gab schon Einzelfälle
1-2 Wochen nach der Geburt groß, wenn die Jungen nach der Geburt entfernt wurden
1-2 Wochen nach dem Absetzen der Jungen groß
Eine Zeitperiode, in der eine Befruchtung ausgeschlossen ist gibt es praktisch nicht.
Hormone – Steuerung des Sexuallebens
Der Sitz des Sexualzentrums ist der Hypothalamus, sprich das Zwischenhirn. Dort erfolgt die Steuerung des Sexuallebens durch körpereigene Botenstoffe, den sogenannten Hormonen. Das männlich bestimmende Hormon ist das Keimdrüsenhormon Testosteron. Es hat seinen Namen von der Bildungsstätte im Hoden (Testis). Das weiblich bestimmende Hormon ist das Östrogen. Östrogene lösen im geschlechtsreifen Körper die Brunst (Östrus) aus, daher auch deren Name. Wie jedes Hirnzentrum hat auch der Hypothalamus eine vorgesetzte Stelle, die Richtlinien vorgibt und untergeordnete Abteilungen, die Anweisungen entgegennehmen. Dem Sexualzentrum ist das Großhirn als Sitz des Verstandes, der Vernunft und der Überlegungen vorgesetzt. Über Sinnesorgane (z.B. Nase)  werden Reize aufgenommen, die unter anderem sexuelle Aktivitäten fördern oder hemmen. Diese Reize leitet das Großhirn in gefilterter Form an den Hypothalamus weiter. Der Verstand kann und soll entscheiden, ob einem sexuellen Impuls nachgegeben werden kann oder nicht. Untergeordnet ist dem Hypothalamus die Hirnanhangdrüse (Hypophyse), genauer der Vorlappen. Nach genauer Aufforderung durch den Hypothalamus schüttet sie im wesentlichen drei Hormone aus:
Das follikelstimulierende Hormon (FSH) fördert die Reifung der Follikel am Eierstock, bereitet also die Bildung der Eizellen vor.
Das luteinisierende Hormon (LH) hat zwei Funktionen. Zum einen bewirkt es mit der Ausreifung der Follikel den sogenannten Eisprung, zum anderen fördert es die Bildung des Gelbkörpers.
Das dritte Hormon Prolaktin fördert die Ausbildung der Milchdrüse und unterhält die Milchproduktion.
Die reifen Follikel produzieren ihrerseits das Hormon Östrogen und erzeugen so den starken Drang zur Fortpflanzung.
Sexuelle Abweichungen
Nymphomanie:
Darunter versteht man den krankhaft gesteigerten Geschlechtstrieb bei Weibchen. Sie ist eine behandlungsbedürftige Krankheit und keineswegs eine Unart oder Untugend.Hypersexualität:
Einige Kater treibt ein besonders starker Geschlechtstrieb, Hypersexualität oder auch Satyriasis genannt.Homosexualität:
Selten und dann meistens bei mehreren in der Wohnung gehaltenen Kater, in der Regel ohne Einführung des Penis.

Kronismus:
Das verzehren einiger Junge von der Mutter. Dies erfolgt meistens aus dem Grund, das die Mutter erkennt, das ein Tier zu schwach ist oder der Wurf zu groß zur Bewältigung ist.

Kannibalismus:
Unzweifelhaft werden immer wieder Jungkatzen durch Kater getötet und zuweilen auch verzehrt. Man diskutiert zwei Ursachen:
1. Fehlgeleiteter Sexualtrieb
2. Das Töten anderer Katzen um nur sein eigenes Erbgut durchzusetzen

Geschlechtsreife
Katzen werden in der Regel mit 6-9 Monaten, auch mal erst ab dem zwölften Monat geschlechtsreif. In Ausnahmefällen (bei Winterkatzen unter besonders guten Wetterbedingungen) kann die Geschlechtsreife bereits zwischen dem vierten und fünften Lebensmonat eintreten, genauso wie es einige Rassen gibt wie z. B. die Orientalen, die die „Pubertät“ bereits auch mit dem vierten Monat erreichen.

 

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Geburt

Geburt
Bei den meisten Katzen verläuft der Geburtsvorgang völlig unproblematisch. Dennoch gibt es einige Punkte, die Du beachten solltest. Bevor Du Deine Katzen decken lässt, empfiehlt sich eine Voruntersuchung beim Tierarzt. Etwa ab der fünften Woche der Trächtigkeit kannst Du ihre Futterration erhöhen und allgemein darauf achten, dass sie eine ausgewogene Ernährung erhält. Die Trächtigkeit dauert ungefähr 63-65 Tage. Einen Tierarzt benötigt die Katze meistens nur, wenn die Geburt nach 65 Tagen noch nicht erfolgt ist oder wenn die Wehen länger als vier Stunden dauern und starke Blutungen auftreten. Macht die Katze bei der Geburt den Eindruck, dass es ihr wirklich schlecht geht, solltest Du den Tierarzt sofort holen. Nach einer starken Presswehe erscheint die Fruchtblase und mit ihr das erste Junge. Die Mutter beißt die Fruchtblase auf, durchbeißt die Nabelschnur, und weitere Junge werden geboren. Der Wurf kann ein bis acht Junge betragen. Nach der Geburt verdient die Katzenfamilie Ruhe, wenn Du Dich vergewissert hast, dass keines der Kinder erdrückt werden kann, dass kein Junges sich verkriechen kann, und dass die Mutter über genügend Milch verfügt. Wenn Du eine Milchdrüse vorsichtig zwischen zwei Fingern zusammenpresst, müsste ein Tropfen Milch erscheinen. Hat die Katzenmutter auch nach etwa sechs Stunden noch keine Mich, muss der Tierarzt geholt werden. Falls Totgeburten bei dem Wurf sind, müssen sie sofort entfernt werden. Während der Stillperiode ist es wichtig, dass die Katzenmutter weiterhin besonders nahrhaftes Futter erhält. Nach etwa drei Wochen kannst Du die Mahlzeiten verringern, nach ungefähr sechs bis acht Wochen sollte die Futtermenge wieder normal sein, allerdings hat die Katze immer noch einen erhöhten Vitaminbedarf!

Wenn die Mutter nicht weiß, was zu tun ist
Zunächst muss das Baby aus der Fruchthülle befreit werden (mit dem Kopf beginnen). Es kann sinnvoll sein, das Baby auszuschleudern, um womöglich aspiriertes Fruchtwasser aus den Atemwegen zu entfernen, dazu wird der Welpe sicher mit dem ganzen Körper (Kopf bitte ebenfalls sicher fixieren) umfasst und dann in zügigen Abwärtsbewegungen mit dem Kopf nach unten ausgeschleudert. Auch ein Absaugen des kleinen Kätzchens mit dem Mund kann den gewünschten Erfolg bringen. Lasse Dir das Vorgehen von einem erfahren Züchter oder dem Tierarzt vor dem Termin demonstrieren.

Die Welpen müssen nun abgenabelt werden. Dazu ist es am praktischsten, mit den gründlich gesäuberten Händen die Nabelschnur ca. zwei Zentimeter vom Welpen weg mit den Fingernägeln erst blutleer zu reiben und dann mit den Fingernägeln „durchzuknibbeln“. Durchschneiden mit der desinfizierten Schere erzielt den gleichen Effekt. In vielen Büchern lies man, man soll die Nabelschnur abbinden und dann durchschneiden. Ist der Welpe aber sehr agil, dreht und wendet sich und schreit, dauert dieses Handling mit dem sterilen Zwirn oft zu lange. Obendrein ist der Welpe oft noch mit der noch in der Mutter befindlichen Nachgeburt verbunden, dreht und wendet sich die Mutter ebenfalls, wird ein Abbinden oft sehr schwierig, so dass sich die erste Variante des Abnabelns als wesentlich leichter praktikabel herausgestellt hat.

Nun muss der Welpe trockengebügelt werden. Dazu nimmt man am besten ausgekochte Frottierhandtücher, die nicht weichgespült sein sollten. Rubbeln Sie ruhig kräftig, denn Sie stimulieren so die Atmung des Welpen. Nun verbringt man den trockenen Welpen an den Bauch der Mutter, wo er beginnt eifrig nach den Zitzen zu suchen.

Die Nachgeburt wird der Mutter vorgelegt, damit sie sie fressen kann. Manche Mutterkatzen nehmen sie nur klein geschnitten an.

Komplikationen bei der Geburt können sein:

·         primäre Wehenschwäche

·         sekundäre Wehenschwäche

·         trockener Geburtskanal

·         Beckenenge bzw. „Rachitisches Becken“

·         Einhorngravidität (alle Welpen liegen in einem Uterushorn)

·         zu großer Welpe

·         Uterussruptur (die Gebärmutter reißt)

·         zwei Welpen treten gleichzeitig in den Geburtskanal ein

·         fehlerhafte Haltung der Welpen

Checkliste für die Geburt

Wurfkiste, Bettlaken, Einlagen, Frottierhandtücher, Babywaage
Telefon, Telefonnummer des Tierarztes in Reichweichte,
Uhr, Rotlichtlampe, Wärmflasche, Transportbehälter, Schere, Desinfektionsmittel, Fieberthermometer
Katzenmilchersatz, Babyflasche,
Quelle: Auszugsweise aus einigen Fachzeitschriften bzw. Zusendungen

Lese zur Geburt auch weiterführende Informationen in der Katzenkinderfibel unter Katzenwelt/Ratgeber.
Entwicklung bis zur Geburt
Tage nach der Befruchtung Entwicklungszustand
5-7 Embryonen wandern in die Gebärmutterhörner
12-15 Einnistung der Embryonen in die Gebärmutterschleimhaut
24 Tastsinn der Früchte erstmals nachzuweisen
28 Früchte mit Fruchthüllen im Bauch der Katze zu ertasten
35 Vergrößerter Leibesumfang sichtbar
50 Knochen der Früchte im Röntgenbild zu erkennen
54 Stellreflex der Früchte bildet sich aus
voll entwickelt in 5. Lebenswoche
64 (58-69) Geburt zu erwarten
Die Geburtsdauer beträgt in etwa 30 Minuten pro Frucht – die normale Geburt ist nach spätestens 24 Stunden abgeschlossen.
Geburtenkontrolle
In der Bundesrepublik gibt es viele Katzen, deren Haltung nicht immer den Vorstellungen des Tierfreundes entspricht. Allein aus tierschützerischen Gründen sollte deshalb eine wirksame Geburtenkontrolle durchgeführt werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Durch Verabreichung von Mitteln, die den Geschlechtstrieb kurzzeitig unterbrechen, erreicht man einen relativen Erfolg. Doch diese Mittel können auf Dauer gesehen auch Nebenwirkungen haben. Hier berät Dich Dein Tierarzt gern. Eine endgültige, aber auch erfolgreiche Lösung ist die Kastration. Beim Kater werden unter Narkose die Hoden entfernt, wodurch die Samenbildung unterbleibt. Der Katze amputiert man die Ovarien (Eierstöcke) und, sofern erforderlich, einen Teil der Gebärmutter.
Entwicklungsphasen des Katzenkindes
1. Tag
Kätzchen können noch nichts sehen, wenn sie zur Welt kommen. Sie entwickeln innerhalb kurzer Zeit einen ausgeprägten Geruchs- und Tastsinn, durch die sie schnell die Nahrungsquelle finden. Sie sind noch nicht sehr aktiv und klettern nur zögernd und recht unbeholfen im Nest herum. Auf Helligkeitsunterschiede reagieren sie schon gut und zucken bei plötzlicher Einwirkung heller Lichtquellen zusammen. Das Geburtsgewicht bewegt sich zwischen 80 und 110g. Die Tiere schlafen sehr viel und sind nur zu den Mahlzeiten wach.2. Tag
Die Kätzchen haben jetzt durchschnittlich schon 15g zugenommen. Sie saugen kräftig bei der Mutter mit dem deutlich erkennbaren Milchtritt. Der Milchtritt ist eine angeborene Verhaltensweise, der da zu dient, den Milchfluss beim Muttertier anzuregen. Die kleinen Katzenpfoten treten, meistens mit gespreizten Krallen, links und rechts auf den Zitzenansatz.3.-7. Tag
Jetzt wiegen die Kleinen schon 30g mehr. Der Geruchssinn ist schon recht gut entwickelt. Obwohl die Kätzchen noch nichts sehen können, fauchen sie mit einem zarten „fffffff“, wenn jemand mit einem fremdartigen Geruch in ihre Nähe kommt. Auch der Tastsinn hat Fortschritte gemacht. Problemlos finden sich die Tiere im Fell der Mutter zurecht und können bereits Fellpartien und ihre nähere Umgebung im Körbchen unterscheiden. Am 7. Tag öffnet das erste Kätzchen die Augen. Sie sind nur halb geöffnet und das Tierchen kann noch nichts sehen.

8. Tag
Jetzt ist schon ein deutliches Schnurren zu hören. Es klingt zwar noch abgehackt, aber immerhin schon nach richtiger Katze. Noch etwas unbeholfen beginnen die Kätzchen, sich Bauch und Pfoten zu belecken. Auch an Gewicht nehmen sie weiter zu. Das schwerste wiegt jetzt 250g, also bereits 150g mehr als bei der Geburt. Die Krallen können schon gut eingezogen werden, gehen aber noch nicht ganz in die Hautfalte zurück.

9. Tag
Das letzte Kätzchen öffnet die Augen. Bei seinen Geschwistern sind die Augen bereits völlig offen. Allerdings können die Tierchen ihre Umgebung noch nicht vollständig wahrnehmen, da ihre Augen noch trübe sind.

10.-17. Tag
Die Kätzchen beginnen, ihre Umwelt genauer zu erforschen. Neugierig kriechen sie zum Nestrand und versuchen, über ihn hinwegzuklettern. Wenn sie jedoch merken, dass es abwärts geht, ziehen sie sich schnell wieder zurück. Sie werden aber zusehends mutiger.

18. Tag
Etwa um diese Zeit können die Kätzchen richtig sehen. Tapfer lassen sie sich über den Nestrand kullern. Werden sie zurückgesetzt, beginnen sie das Aussteigen von vorne. Die Kätzchen reagieren auch prompt auf visuelle Reize. Die Fingerkuppe wird mit den Augen verfolgt und das Köpfchen dreht sich mit.

19. Tag
Jetzt spielen die Kätzchen schon fleißig miteinander. Es finden kleine Kämpfe statt, die allesamt aber noch unbeholfen wirken. Wenn eines der Kätzchen über den Nestrand klettert, mischt sich die Katzenmutter in das Spiel ein und fasst ihr Kind am Nacken. Dabei trippelt sie recht energisch mit den Hinterfüßen nach dem Katzenjungen. Dann jedoch besinnt sie sich und lässt das Junge los. Deutlich kann man beobachten, wie die Mutter sichtlich darauf lauert, mit ihren Kindern spielen zu können.

20. Tag
Das schwerste Kätzchen wiegt jetzt 370g, es hat also sein Geburtsgewicht um fast das Dreifache überschritten. Es ist auch schnell herangewachsen und misst jetzt 25cm mit Schwanz. Im Nest gehen die Tiere jetzt ein und aus. Es macht ihnen sichtlich Spaß, ihre Umwelt zu erforschen. Mimik und Gestik sind auch schon ausgeprägter: Die Tiere gehen bei Fremden bereits mit einem leichten Katzenbuckel in Abwehrstellung, legen die Ohren am Kopf an, sträuben das Fell, fauchen leise und kauern sich auf den Boden. Die Körperpflege ist differenzierter geworden.

21.-22. Tag
Als Mutter Katz kurz außer Haus ist, harnt eines der Kätzchen ins Nest. Es scharrt jedoch noch nicht und kann auch mit der bereitgestellten Katzentoilette nichts anfangen. Die Toilette wird ab jetzt allen Kätzchen immer wieder gezeigt.

23.-24. Tag
Die Jungen haben sich prächtig entwickelt. Ein Teil der Schneidezähnchen ist bereits durchgebrochen. Das komplette Milchgebiß der kleinen Katzen umfasst 26 Zähnchen. Der Durchbruch der Milchzähne kann bereits mit dem 8. Lebenstag beginnen und ist in der Regel nach 30 Tagen abgeschlossen. Bereits nach zwei Monaten beginnt das Milchgebiß sich zu verändern. Das komplette bleibende Gebiß ist mit etwa sieben Monaten ausgebildet und umfasst 30 Zähne.

25.-26 Tag
Die Kätzchen haben weiter zugenommen und so eine schöne Körperfülle entwickelt. Mutter Katz macht ausgedehntere Spaziergänge und kehrt lediglich noch zum Spielen und Saugen zu ihren Jungen zurück. Obwohl die kleinen Kerlchen recht lebhaft sind, benötigen sie noch sehr viel Schlaf. Im abgedunkelten Zimmer schlafen sie die ganze Nacht über. Erst morgens, wenn jemand das Zimmer betritt, kommen sie aus ihrem Körbchen.

27.-28. Tag
Dies ist ein besonderer Katzentag. Ab nun wird zugefüttert, da bei der Mutter die Milch langsam versiegt. Die Kätzchen stellen sich bei ihrem ersten Milchtrunk recht unbeholfen an. Sie niesen und husten dabei. Aber sie lassen nicht locker und damit ist der erste Schritt der Zufütterung gelungen.

5.-6. Woche

Nun wird die Körpersprache differenzierter. Die Entwicklung der Beutefanghandlungen beginnt. Die munteren Kerlchen werden der Mutter zur Last. Das angebotene Dosenfutter schlingen sie nach einer kurzen Probe ohne weiteres hinunter.

7.-8. Woche
Nun ist die Feinmotorik schon ganz gut entwickelt. Die Kätzchen üben fleißig Anschleichen und Fangen. Es macht ihnen Spaß überall hochzuklettern und der Mutterkatze ins Ohr zu beißen. Manchmal treiben es die Kleinen allerdings so sehr auf die Spitze, dass sich die Mutter zurückzieht.

Quelle: „zugesendetes Material“ Verfasser: „unbekannt“



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Gehirn

Einführung Biofeedback und das Gehirn
Alle Sinnesorgane und die Hormondrüsen des Körpers senden Informationen an das Gehirn. Dieses wertet die chemischen Signale aus und weist den Körper mittels des Nervensystems an, wie er reagieren soll. Das Gehirn übermittelt auch Instruktionen an die Hauptdrüse im Hormonsystem der Katze, die Hypophyse oder Hirnanhangdrüse. Die Informationen aus dem Gehirn regen die Hypophyse zur Bildung von Hormonen an, die Funktionen und Aktivitäten wie die Stoffwechselrate und das Sexualverhalten steuern. Dazu ist sehr viel Energie notwendig. Das Gehirn macht zwar weniger als ein Prozent des Körpergewichts aus, erhält aber 20 Prozent des vom Herzen ausgepumpten Bluts.
Alle Hormone, die die Körperfunktionen steuern und aufrechterhalten oder das Verhalten der Katze regulieren, unterliegen der direkten oder indirekten Kontrolle des Gehirns. In beiden Fällen sendet das Gehirn chemische Botschaften an den Hypothalamus, der die Hypophyse kontrolliert. Die Hypophyse wiederum produziert die Hormone, die anderswo Vorgänge stimulieren.
Steuerung der Körperfunktionen
Im Gehirn erzeugte Hormone steuern die meisten alltäglichen Körperfunktionen. Der Hypothalamus tief im Gehirn erzeugt das Antidiuretische Hormon (ADH), das die Konzentration des Urins überwacht und das Ocytocin, das bei der Kätzin die Wehen und den Milchfluss anregt. Die Hypophyse produziert eine Reihe von Hormonen. Ein wachstumsförderndes Hormon und sein Gegenteil, ein wachstumshemmendes Hormon, regulieren die Produktion des Wachstumshormons im Katzenhirn. Die Produktion dieses Hormons geht nach dem Welpenalter weiter, doch seine Bedeutung für die ausgewachsene Katze ist ungeklärt. Das Thyrotrope Hormon (Thyreotropin) regt die Schilddrüse an, die den Stoffwechselumsatz reguliert. Das Adrenocorticotrope Hormon (ACTH) stimuliert die Adrenalindrüse zur Ausschüttung von Cortisol als Reaktion auf Stress oder Gefahr. Die Bildung von Geschlechtshormonen, Eizellen und Sperma wird bei der Kätzin durch das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und beim Kater durch das Luteinisierende Hormon (LH) reguliert. Ein erst neuerdings entdeckter hormonaler Kontrollmechanismus betrifft das Melanin. Die Hypophyse produziert das Melanocytstimulierende Hormon (MSH), das die Melaninsynthese in der Zirbeldrüse anregt. Das Melanin ist an der Auslösung der Schlafzyklen beteiligt und überwacht die innere Uhr des Körpers, die den Tag- und Nach-Rhythmus aufrechterhält.
Die Nebennierendrüsen
Die Nebennierendrüsen, die den beiden Nieren aufsitzen, bestehen aus der Nebennierenrinde und dem davon eingeschlossenen Nebennierenmark. Die Nebennierenrinde erzeugt Cortisol und andere Hormone, die für den Stoffwechsel zuständig sind und die Reaktion des Körpers auf Verletzungen bestimmen. Das Nebennierenmark bildet Epinephrin und Norepinephrin, bekannter unter den Namen Adrenalin und Noradrenalin. Diese Hormone steuern den Herzschlag und die Erweiterung der Blutgefäße. Die Nebennierendrüsen sind ein wesentlicher Bestandteil des Biofeed-Regelkreises. Dieses System reguliert die Kampf-oder-Flucht-Reaktion und hat eine ganz unmittelbare Auswirkung auf das Katzenverhalten. Der Biofeedback-Mechanismus bestimmt die Wesenseigenschaften, die Verträglichkeit und die Zähmbarkeit einer Katze.
Der biologische Computer
Über all diesen Aktivitäten thront das Gehirn. Das Gehirn ist ein unvorstellbar kompliziertes Informationsspeichersystem, das aus Milliarden von spezialisierten Zellen, den sogenannten Neuronen, besteht, von denen jede bis zu 10000 Verbindungen zu anderen Zellen aufweist. Die Neuronen kommunizieren untereinander mit chemischen Botenstoffen, den Neurotransmittern. Bei einer sieben Wochen alten Katze flitzen die Botschaften mit fast 400 km/h durch das Gehirn. Diese Geschwindigkeit nimmt mit dem Alter ab, doch neueren Studien zufolge kann dieser Abbau rückgängig gemacht werden. Ältere Katzen, die mental angeregt werden, können tatsächlich ein schwereres Gehirn bekommen. Die Gewichtszunahme ist nicht auf neue Hirnzellen, sondern auf mehr Verbindungen zwischen den vorhandenen zurückzuführen.
Die Fähigkeit des Gehirns, Informationen zu speichern, ist genetisch vorprogrammiert. Manche gespeicherten Daten sind instinktiv oder angeboren und steuern das Sexualverhalten, die Reviermarkierung, die Aggressivität und im Welpenalter eingegangene Bindungen. Das Katzengehirn kann aber auch neue Daten aufnehmen, etwa die Art und Weise, wie ein Katzentürchen benutzt oder Nahrung beschafft wird. Anatomisch ähnelt das Gehirn der Katze dem aller anderen Säugetiere. Das Kleinhirn steuert die Muskeln, das Großhirn ist für das Lernen, Emotionen und Verhalten zuständig und der Hirnstamm für das Nervensystem. Ein Netzwerk von Zellen, das sogenannte limbische System, integriert wahrscheinlich Instinkt und Lernen. Der Konflikt zwischen dem, was eine Katze instinktiv tun möchte, und dem, was das Lernen sie zu tun zwingt, wird vermutlich hier ausgetragen.
Katzenintelligenz
Schaltkreise und Hormone bilden den Rahmen, in dem sich die Persönlichkeit entfaltet. Diese Struktur ist von Katze zu Katze verschieden und durch Vererbung beeinflusst. Sie ist freilich nur ein Teil des Gesamtphänomens; Entwicklung beruht auch auf Lernen. So wie der Mensch sich bei der Geburt instinktiv durch Laute mitteilen möchte, aber zuerst die Sprache erlernen muss, so werden auch Katzen mit dem Instinkt geboren, ihr Territorium zu markieren und zu verteidigen oder für ihren Lebensunterhalt zu jagen, doch sie müssen lernen, wie das geht. Katzen, die nicht zu jagen brauchen, um zu überleben, entwickeln einfach nie die für die Jagd zuständigen Gehirnbereiche. Viele jagen dennoch, sind aber nicht so erfolgreich wie jene, die das Jagen erlernt und praktiziert haben. Verwilderte Katzen erlangen ein gesundes Misstrauen gegen andere Tiere und Menschen, denn Katzen sind klein und gegenüber solchen Widersachern relativ wehrlos. Wenn wir Kätzchen in unserer Wohnung aufziehen, greifen wir aktiv in die Entwicklung ihres Gehirns, ihrer Biofeedback-Mechanismen und ihres Verhaltens ein. Eine Katze, die vor ihrer siebten Lebenswoche von Menschen aufgezogen wird, hat ein modifiziertes Biofeedback. Sie lernt, dass Menschen ungefährlich sind – ein Wissen, das sich ihrem Gehirn und ihren hormonellen Reaktionen auf uns fest einprägt.
Manche Leute glauben, Katzen könnten nichts lernen; sie sind scheinbar unfähig dazu, weil ihr Gehirn für eine solitäre Lebensweise ausgelegt ist und kaum auf soziales Lernen anspricht, das wir als „Rudeltiere“ ganz selbstverständlich nutzen. Katzen gehorchen in der Regel nicht, um gelobt zu werden, weil eine Belobigung für einen einzelgängerischen Jäger keinen Überlebensvorteil darstellt, aber sie können unsere Wünsche erfüllen, wenn sie dafür eine Futterbelohnung erhalten.
Das Nervensystem
Das Nervensystem, die Gesamtheit der erregungsleitenden und erregbaren Organe, koordiniert alle Körpervorgänge und Lebensäußerungen der Katze. Es arbeitet eng mit dem Hormonsystem zusammen, mit dem es durch das Gehirn und die Hypophyse verbunden ist, um alle natürlichen Funktionen des Tiers Sekunde für Sekunde, Tag für Tag aufeinander abzustimmen. Während die Hormone langsam, aber langfristig wirken, reagiert das Nervensystem mit seinen phantastisch komplizierten Vernetzungen schnell, exakt und direkt auf innere wie äußere Vorgänge. Einige Bereiche des Nervensystems werden von der Katze bewusst kontrolliert; andere funktionieren scheinbar automatisch, werden aber in Wirklichkeit auf tieferen, unbewussten Ebenen gesteuert. Informationen wandern in zwei Richtungen durch das Nervensystem: Sensorische Nerven informieren das Gehirn darüber, wie sich die Katze fühlt,  und motorische Nerven leiten Informationen vom Gehirn weg und teilen dem Körper mit, was er dann tun soll.
Zentral und Peripher
Das Nervensystem wird in das zentrale und das periphere unterteilt. Das zentrale Nervensystem umfasst das Gehirn und das Rückenmark – das Kommandozentrum des Körpers und die Schnellstraße für die zweibahnige Übermittlung der Nervenimpulse. Das periphere Nervensystem empfängt Informationen über Temperatur, Tasteindrücke und Schmerzen und leitet Befehle an die Muskeln weiter. Es besteht aus den Hirnnerven und den spinalen oder peripheren Nerven.
Die Hirnnerven sind zuständig für die Gesichtsmuskeln und die Weiterleitung von Informationen der Sinnesorgane. Sie verlaufen unterhalb des Gehirns zum Hirnstamm. Die Spinalnerven gehen vom Rückenmark in dessen ganzer Länge aus und verbinden die Extremitäten mit dem Zentralnervensystem.
Die Unterteilung des Nervensystems dient dem besseren Verständnis, ist aber keine physische Trennung. Viele Nervenzellen liegen teils im Zentralnervensystem und teils im peripheren System.
Chemische Botenstoffe
Das Nervensystem besteht aus Nervenzellen oder Neuronen und unterhält Zellen, die Strukturen bilden und Myelin produzieren. Ein Neuron ist bedeckt mit zweigähnlichen Gebilden, den sogenannten Dendriten, die Botschaften von anderen Zellen empfangen. Jede Zelle besitzt auch einen langen schwanzartigen Fortsatz, der Axon genannt wird und Botschaften an andere Nervenzellen oder direkt an Organe übermittelt. Alle diese Botschaften werden von Neurotransmittern weitergeleitet. Das sind chemische Substanzen, die in den Axonen gebildet werden und die winzige Lücke zwischen den Nervenzellen, den synaptischen Spalt, überwinden. Neuronen berühren einander nie. In jedem Augenblick, selbst im Tiefschlaf, sendet und empfängt das Nervensystem einer Katze zahllose Botschaften. Jede Zelle verschickt dabei gewöhnlich Botschaften an Tausende von anderen Zellen.
Willkürliche, automatische  und unbewusste Kontrolle
Willkürliche Kontrolle
Das periphere Nervensystem besteht aus Millionen von Nervenfasern, die zu einzelnen Nervensträngen gebündelt sind. Diese leiten Informationen der Haut und der Muskeln zum Gehirn und Anweisungen vom Gehirn zurück zu den Muskeln. Einzelne Nervenfasern, die von einer einzigen Zelle ausgehen, können bis zu 30 cm lang sein. Die gesamte Struktur gleicht anatomisch einem weitverzweigten Wurzelsystem.Automatische Kontrolle
Das vegetative (autonome) Nervensystem überwacht die unwillkürlichen Funktionen und Aktivitäten. Solange eine Katze entspannt und streßfrei ist, ist der Parasympathicus zuständig. Unter Streß übernimmt der Sympathicus sofort die Kontrolle, er beschleunigt den Puls, weitet die Pupillen und leitet Blut zu den Muskeln, damit sie unverzüglich in Aktion treten können.Unbewusste Kontrolle
Viele Funktionen des Nervensystems werden bewusst oder willkürlich gesteuert. Wenn eine Katze ein Beutetier erblickt, kontrolliert sie bewusst ihre Muskeln, damit sie sich auf das Opfer stürzen kann. Sinnesnerven leiten Botschaften zum Gehirn weiter, und motorische Nerven leiten Botschaften zurück zu den Muskeln und stimulieren sie, so kontrolliert zu funktionieren, wie es für einen präzisen Beutesprung notwendig ist.
Andere Aktivitäten geschehen dagegen unwillkürlich. Das gilt in der Regel für die inneren Organe, etwa die Regulierung des Herzschlags und der Atmung und die vielen Verdauungsvorgänge. Solche unwillkürlichen Aktivitäten werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Das vegetative System besteht aus zwei Teilen, einem sympathischen und einem parasympathischen. Der erste fördert Aktivität, der zweite hemmt sie. Bei einer entspannt ruhenden Katze koordiniert der Parasympathicus die unwillkürliche Aktivität: Die Pupillen sind entspannt, Puls und Atmung langsam und regelmäßig. Gerät die Katze unter Streß, übernimmt der Sympathicus die Kontrolle; er regt den Hypothalamus und die Hypophyse im Gehirn an, die Nebennierendrüsen zur Kamp-oder-Flucht-Reaktion zu stimulieren. Diese Abläufe sind zwar komplex, erfolgen aber blitzschnell.

 

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Genetik

Vererbung von Merkmalen
Die Details der Genetik sind sehr komplex, aber die Basis der vererbten Merkmale ist jedoch recht einfach. Alle lebensnotwendigen Informationen liegen in den Genen, die in jeder Körperzelle enthalten sind. Die meisten dieser Informationen sind bei allen Säugetieren gemeinsam. Der Rest macht die Katzen zu dem, was sie sind, und uns Menschen zu dem, was wir sind. Die wissenschaftliche Vererbungslehre wurde von Gregor Mendel (1822-1884) begründet, der nachwies, dass bei Kreuzungen die elterlichen Merkmale teils dominant und teils rezessiv weitergegeben werden. Das 1953 von Crick und Watson entwickelte Modell der DNS, also des genetischen Speichersystems, führte zu neuen Erkenntnissen, was den Einfluss des Erbguts auf Körpermerkmale, emotionales Verhalten und Krankheiten betrifft.
Die Vererbung folgt einfachen, mathematischen Gesetzen. Jede Zelle im Körper einer Katze enthält einen Kern. Jeder Kern enthält wiederum 38, in 19 Paaren angeordnete Chromosomen, die gerade so groß sind, dass man sie mit einem starken optischen Mikroskop erkennen kann. Jedes Chromosom hat die Form einer eng gewundenen Doppelspirale aus Desoxyribonukleinsäure (DNS oder DNA), die sich ihrerseits aus Tausenden von Komponenten, den Genen, zusammensetzt, welche wie Perlen aufgereiht sind. Jedes Gen besteht aus vier unterschiedlichen Proteinen – A, T, C, G, und die Kombination dieser Proteine liefert die Informationen für alle Lebensäußerungen der Katze.
Kopien und Mutationen
Jedesmal wenn eine Zelle, etwa eine Hautzelle, ersetzt wird, werden ihre Chromosomen kopiert. Die DNS teilt sich längs der Mitte wie ein Reißverschluss. Ribonukleinsäure (RNS oder RNA), die der DNS entspricht, wird gebildet und gleichsam als Schablone für die Bildung neuer DNS aus den Proteinen der Zelle verwendet. Der Kopiervorgang verläuft so präzise, dass nur in jeweils einer Million Kopien ein Fehler oder eine Mutation in einem einzigen Gen vorkommt. Doch solche seltenen Fehler können können Krebs auslösen und das Altern beschleunigen.
Erbinformationen werden auf andere Weise weitergegeben. Ei- und Samenzellen enthalten jeweils nur 19 Chromosomen, also ein halbes Paar. Bei der Empfängnis vereinen sich die 19 Chromosomen im Ei mit den 19 im Sperma und lassen so eine neue und neuartige Folge von 19 Paaren entstehen. Jedes Kätzchen ererbt von jedem Elternteil jeweils die Hälfte seines genetischen Materials. Wenn sich die Chromosomen verbinden, ordnen sich auch die Gene für jedes Merkmal nebeneinander an. Fehler oder Mutationen, die manchmal in den Ei- oder Samenzellen vorkommen, bringen neue Merkmale hervor.
Dominante und rezessive Merkmale
Genetische Abweichungen von Merkmalen, zum Beispiel die Haarlänge, werden als dominant bezeichnet, falls eine Kopie davon notwendig ist, um Wirkung zu zeigen, und als rezessiv, wenn zwei Kopien, eine auf jedem Chromosom in einem Paar, nötig sind. Ursprüngliche Merkmale sind im allgemeinen dominant, neue Mutationen rezessiv: Katzen hatten ursprünglich ein kurzes Fell, und das Gen dafür erhielt das Zeichen L, doch vor langer Zeit geschah eine Mutation, die ein rezessives Gen für langes Haar, das mit l bezeichnet wird, hervorbrachte. Eine Katze, die ein dominantes Merkmal zeigt, kann heterozygot (spalterbig) sein und die rezessive Alternative verdeckt unter dem dominanten Merkmal tragen; eine Katze mit einem rezessiven Merkmal muss dagegen für dieses homozygot (reinerbig) sein, da sie keine Alternativen trägt. Zwei heterozygote Kurzhaarkatzen – beide Ll mit dem rezessiven Gen für langes Haar – bringen, wenn sie miteinander verpaart werden, im Schnitt zwei Ll-Kätzchen, ein LL-Kätzchen und ein langhaariges ll-Kätzchen hervor. Äußerlich lässt sich nicht feststellen, welche der drei kurzhaarigen Nachkommen das l-Gen haben, das sie befähigen würde, langhaarige Nachkommen zu erzeugen. Leider sind nicht alle Vererbungsregeln so einfach. Viele Merkmale sind polygenetisch und werden durch eine unbekannte Genkombination bestimmt. Zudem sind nicht alle Gene einfach dominant oder rezessiv; manche Mutationen zeigen eine partielle Dominanz über andere oder sogar über die ursprüngliche Erscheinungsform.
Allele
Spezielle Informationen über ein Merkmal sind stets am selben Ort (Locus) auf jedem Chromosom in einem Chromosomenpaar angesiedelt; dieser paarige Ort wird Allel genannt. Die Informationen in einem Allel können sich verändern. Wenn sie an beiden Orten gleich sind, sind die Anweisungen homozygot; sind sie verschieden, sind die Anweisungen heterozygot.
Mendelsche Vererbungsmuster
Mehrere wichtige Merkmale im Erscheinungsbild der Katze sind identifiziert worden. Dominante Merkmale werden mit Groß-, rezessive mit Kleinbuchstaben bezeichnet. Eine Kurzhaarkatze bekommt das Zeichen L, sofern Testverpaarungen sie nicht als LL ausweisen, denn L muss nur einmal in einem Allel auftauchen, um Wirkung zu zeigen; die Natur des zweiten Gens innerhalb des Paars bleibt gewöhnlich unbekannt. Untern aufgeführt siehst Du ein Diagramm, welches zeigt, wie Langhaar- und Kurzhaarmerkmale weitergegeben werden. Es sind Durchschnittsergebnisse im Laufe vieler Paarungen.
LL = ll
Ll Ll Ll Ll = Ll
Ll = ll Ll Ll LL
Ll Ll ll ll
Merkmale im Erscheinungsbild der Katze
A Agouti oder Tabby
a Nicht-Agouti oder einfarbig
B Schwarz
b Braun oder Chocolate
b1 Hellbraun oder Cinnamon
C Voll pigmentiert oder einfarbig
cb Burmazeichnung oder Sepia
cs Siamzeichnung oder mit Abzeichen (Points)
D Dichte, dunkle Farbe
d Verdünnte, helle Farbe
l Melaninhibitor oder Silberung
i Pigmentierung bis zur Wurzel
L Kurzhaar
l Langhaar
O Orange oder geschlechtsbezogenes Rot
o Melanistische, nicht-rote Farbe
S Weiße Fleckung oder Bi-Colour
s Einheitliche Farbe auf dem ganzen Körper
T Gestreift oder getigert
Ta Abessiniertabby oder Ticking
tb Gestromt
W Weiß, dominant über alle Farben
w Normalfarben

 

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Anatomie Teil 2

Anatomie 2
Schädel

Katzen haben im Gegensatz zu anderen Tieren einen kurzen, nach vorne gerundeten Schädel. Der obere Teil des Schädels (Gesichtsschädel) unserer Katzen setzt sich aus der Schädelhöhle, dem Stirnbein, dem Scheitelbein, dem Schläfenbein, dem Jochbein dem Nasenbein und den Oberkieferknochen zusammen. Das Stirnbein grenzt an das Scheitelbein. Vom Stirnbein setzt sich das Nasenbein, welches am Oberkiefer endet. Der Oberkiefer besteht aus einem paarigen Hohlknochen. Die Oberkieferbeine bestehen aus einem mittleren, hohlen Teil mit einer Verbindung zur Nasenhöhle. Das Jochbein ist deutlich seitlich ausgeprägt. Die Augen ruhen in den Augenhöhlen. Der Unterkiefer ist durch ein Gelenk mit dem Hirnschädel verbunden. Er besteht aus dem Unterkieferkörper, den Zahnfächern und dem Unterkieferrast mit Gelenk- und Muskelfortsatz auf beiden Seiten.
Um die Beute festzuhalten und zu zerteilen, hat unsere Samtpfote ein Raubtiergebiss mit langen Eckzähnen, Reißzähne oder Fangzähnen und kräftige vordere Backenzähne. Im sitzen Kiefer insgesamt 30 Zähne (16 oben und 14 unten). Der Unterkiefer hat einen Backenzahn weniger. Allerdings hat eine Katze als Fleischfresser weniger Zähne als wir. Das Gebiss der Katze ist auf das Zerteilen der Beute ausgerichtet und da die Katze ihren Unterkiefer kaum hin und her bewegen kann, muss sie beim Kauen den Kopf mal nach links und mal nach rechts drehen. Sie kann das Fleisch also nicht zermalmen, sondern nur zerkleinern und schlucken. Zur Unterstützung hat hier eine starke Kaumuskulatur. So wird das Gebiss einer Katze zu einem effektiven Werkzeug und ist gleichzeitig eine Waffe.

Zähne

Welpen haben nur 26 Milchzähne. Im Alter von etwa zwei Wochen brechen die ersten Milchzähne eines Kätzchens durch und mit acht Wochen ist das Welpengebiss dann vorhanden. Mit vier bis sechs Monaten erfolgt der Zahnwechsel und mit neun Monaten ist das Gebiss einer erwachsenen Katze vollkommen entwickelt. Durch Zahnstein verliert eine Katze ihre Zähne. Servieren sie daher ihrer Samtpfote auch Trockenfutter. Ein gesundes Gebiss ist weiß und das Zahnfleisch rosa; ein mit Zahnstein &überzogenes ist grau bis braun verfärbt. Katzen mit Zahnerkrankungen riechen nicht nur aus dem Maul, sondern in der Folge kann sie auch ernsthaft (z. B. Nieren) erkranken. Beim Besuch des Tierarztes müssen daher auch die Zähne untersucht und der Zahnstein entfernt werden.
Mit den nach innen gebogenen Reißzähnen (2) oder Eckzähnen fasst und tötet sie ihre Beute und mit seitlich gerichteten Kopf reißt sie die Fleischbrocken aus dem Beutetier. Eine Katzenmutter setzt sie allerdings auch ein, um ihre Jungen, die bei diesem Biss in eine Tragstarre fallen, in ein sicheres Versteck zu bringen. Die vorderen kräftigen Backenzähne (3) zerteilen das Fleisch mundgerecht um es nun herunterzuschlucken. Auch kleinere Knochen werden zermalmt. Da Hühnerknochen leicht splittern, lösen sie bitte die Knochen vom Hühnchen aus. Durch die aggressiven Magensäfte wird die Nahrung nun verdaut. Die winzigen Schneidezähne (1) im Ober- und Unterkiefer benutzt eine Katze nur um Fleischreste vom Knochen abzuschaben oder zur Fellpflege. Mit Geschick angelt sie sogar Flöhe aus ihrem Fell. Danach folgt im Unterkiefer links und rechts eine Zahnlücke und der letzte verkümmerte Backenzahn.

Die Zahnformel des Milchgebisses bezogen auf die Kieferhälfte
oben 3 P 1 C 3 I
unten 2 P 1 C 3 I
Die Zahnformel einer erwachsenen Katze bezogen auf die Kieferhälfte
oben 1 M 3 P 1 C 3 I
unten 1 M 2 P 1 C 3 I
Die Bedeutung:
M=Molare(s) = Backenzähne P=Prämolare(s) = Vorderbackenzähne C=Canini = Reisszähne I=incisivi = Schneidezähne
Das Rückgrad

Das Rückgrat der Katze besteht aus unterschiedlichen Wirbeln: 7 Halswirbel, 13 Brustwirbel, 7 Lendenwirbel, die von vorne nach hinten an Breite zunehmen, 3 Kreuzbeinwirbel und 20-23 Schwanzwirbel. Da die Rückenwirbel sehr elastisch miteinander verbunden (im Gegensatz z.B. beim Menschen) sind, dadurch ist das Rückgrat sehr beweglich. Nur die Kreuzbeinwirbel sind starr verbunden und damit keine Bewegung zulassen. Das Schlüsselbein ist verkümmert und in der Muskulatur eingebettet, so dass das Schultergelenk trotzdem einen festen Halt hat. Die Halswirbel sind besonders gut drehbar und da zusätzlich zwischen dem ersten und zweiten Halswirbel ein Gelenk ist, kann eine Katze ihren Kopf nach allen Seiten, auch rückwärts gut drehen. Die hohen Dornfortsätze der Halswirbel garantieren die gute Befestigung für eine kräftige Muskulatur. Eine Voraussetzung für die Sprungkraft, das gute Klettervermögen und auch das die Katze beim Fallen auf die Füße landet, ist die Drehfähigkeit der Lendenwirbel. Die Beweglichkeit der Schwanzwirbel zeigt nicht nur die aktuelle Stimmung Ihres Vierbeiners, sondern hilft auch beim Sprung, Laufen und Fallen als „Balancegerät“.

Brustkorb

Der Brustkorb (Thorax) einer Katze setzt aus Brustwirbel, an denen die Rippen (13 Stück) befestigt sind und dem Brustbein (Sternum) zusammen. Das Brustbein besteht aus mehreren kleinen Knochen, die durch Knorpel verbunden sind. Mit zunehmendem Alter verhärten diese Knorpelstückchen allerdings und bilden damit eine Einheit. Die Schulterblätter der Katze sind dünne, flache Knochen und an den vorderen, schmalen Teilen befinden sich die Pfannen der Schultergelenke. Die Schulterblätter liegen lose seitlich am oberen Teil des Brustkorbs an und werden lediglich durch Muskeln und Bänder gehalten. Dadurch kann sich eine Katze nicht nur durch engste Ritzen zwängen, sondern auch mühelos auf einem schmalen Sims laufen. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass Kopf und Wirbelsäule unbeweglich bleiben, aber Schulterblätter und Beine fast den Boden berühren, um fast den Erdboden berührend, sich an eine Beute anschleichen zu können. Auch beim Laufen bewegen sich die Schulterblätter gleichzeitig mit den Oberarmbeinen.

Das Becken

Das Becken der Katzen ist äußerst schlank ausgebildet und besteht aus den beiden Hüftbeinen. Die beiden Hüftbeine bilden zusammen mit dem Darmbein, Scharmbein und Sitzbein den Beckengürtel. Die Kreuzbeinwirbel und der erste Schwanzwirbel begrenzen die Beckenhöhle. Die feste Verbindung des Beckens mit den Kreuzbeinwirbeln ist ideal zum Schleichen, bei Stürzen und um bei Sprüngen abzufedern. In der halbkugelförmigen Beckenpfanne liegen die Oberschenkel. Die gesamte Anordnung der Beckengliedmaße trägt und unterstützt den Katzenkörper beim Laufen und Springen und liefert mit den freien Gliedmaßen, die nötige Kraftübertragung.

Vorderlauf

Der halbkugelförmige Gelenkkopf des Oberarmbeins lagert in der Gelenkpfanne des Schulterblattes und ist zum restlichen Knochen leicht verdreht ist. Es bildet die knöcherne Grundlage des Oberarms. Das Oberarmbein ist ein Röhrchenknochen, dessen Gelenkende mit glasartigem Knorpel überzogen ist. Der Oberarmknochen endet mit einem rollenförmigen Gelenk, das in der Einbuchtung der Elle eingebettet ist und auf der Gelenkfläche der Speiche aufliegt. Diese Gelenkform nennt man Ellenbogen. Speiche und Elle, auch Unterarmbein genannt, sind etwa gleich stark, sind nur durch einen kleinen Zwischenraum getrennt und enden rollenförmig. Es folgen mehrere Karpalknochen, die nebeneinander zweireihig angeordnet sind, unter anderem das seitlich herausragende Erbsenbein. Dann die unterschiedlich langen Voderfußknochen (vergleichen Sie Ihre Handfläche) und Zehenknochen mit den Krallenbeinen. Der gesamte Aufbau des Vorderlaufes in Verbindung mit dem Schultergelenk hilft der Katze, Stöße zu dämpfen und abzufangen.

Hinterlauf

Der Oberschenkel, der einen abgewickelten Gelenkkopf hat, sitzt in der Beckenpfanne. Damit der Unterschenkel im Oberschenkel gleiten kann, ist er am Ende mit einem Rollkamm und einer Rollfuge ausgebildet. Der Unterschenkel hingegen ist durch ein Kniegelenk und einer tropfenförmigen Kniescheibe mit dem parallel verlaufenden Schienbein und Wadenbein (Unterschenkel) verbunden. Das Schienbein ist am oberen Ende verdickt, so dass das Wadenbein anliegen kann und zusätzlich ist eine Auskehlung vorhanden, damit die Kniescheibe geführt wird. Der Hinterfuß unserer Katze besteht aus dem Tarsalknochen, dem Sprungbein und dem Fersenbein. Der Tarsalknochen setzt sich aus drei Reihen zusammen. Wie eine Gelenkrolle funktioniert das Sprungbein. Das Fersenbein ragt aus dem Hinterlauf deutlich heraus und bildet damit die Vorstufe zur Ferse.

 

Pfoten

Dem Skelett folgend bauen nach den Beinen sich die Füße wie folgt auf: Eine Katze besitzt 7 Vorderfußwurzelknochen, die das sehr bewegliche und drehbare Fußgelenk bilden. Direkt an den Fußwurzelknochen sitzen 5 Mittelhandknochen oder Vordermittelfußknochen, an die sich 5 Zehenknochen der Vorderhand oder des Vorderpfoten anschließen. Ihre Pfoten setzen Katzen nicht nur zum Klettern ein, sondern auch wirksam zum Greifen, Zuschlagen und zur Körperpflege. Vielleicht haben Sie schon einmal beobachtet, dass Ihr Liebling diese wie ein Löffel zum Trinken oder Fressen benutzt. Wenn sich Katzen vorwärts bewegen, treten sie nicht mit der ganzen Pfote auf, sondern nur mit den Zehenspitzen und gehören damit zu der Gruppe der Zehengänger. Den typischen geschmeidigen Gang nennt man auch Schleichgang. Das Fell geht bis zu den Ballen, je nach Rasse unterschiedlich stark ausgeprägt. Die spitzen und sichelförmigen Krallen liegen in Krallenscheiden verborgen und schnellen nur bei Bedarf hervor. Sie sind eine Kletterhilfe und eine wirksame Waffe zur Verteidigung und der Jagd. Unsere Samtpfote läuft, sprintet und landet nur auf den Zehenspitzen, im Gegensatz zu anderen Lauftieren. So kann hier nicht das gesamte Gewicht auf vielen Knochen sich verteilen. Damit sie einer solchen Belastung standhalten können, halten Gewebebänder die Knochen fest zusammen und lassen nur eine geringe Seitenbeweglichkeit in den Fußgelenken zu.

Nur mit den Vorderpfoten, an denen sich Duftdrüsen zum Markieren des Reviers befinden, schärft und wetzt sie die Krallen. Wir finden dann die alten und ausgedienten Krallenhüllen. Um die hinteren Krallen auf Vordermann zu bringen, setzt sie ihre Zähne ein. Die Krallen sind nicht nur zum Jagen oder bei einer Verfolgungsjagd, sondern auch für das Sozialverhalten untereinander wichtig. Die Vorderpfoten haben 5 Zehen, vier an der Pfote und der kürzere Daumen ist weiter oberhalb angeordnet.
An den hinteren Pfoten sind 4 große Zehen, die fünfte ist verkümmert.
Der Aufbau der Gliedmaßen der Menschen ähnelt denen der Katze, nur sind die Längenverhältnisse umgekehrt. So sind die Oberarmbeine und Oberschenkel kürzer, dafür werden die Beine über Mittelfußknochen, Fußknochen bis zu den Zehen immer länger. So erreicht unser Vierbeiner die hohen Geschwindigkeiten. Damit sie den großen Beanspruchung standhalten können werden die Knochen von Gewebebänder fest zusammenhalten. Gleichzeitig ergibt sich daraus eine nur geringe Seitenbeweglichkeit in den Fußgelenken.
Die Fußballen

Je nach Rasse ist die Farbe und Größe der Ballen unterschiedlich, aber sie dienen als Stoßdämpfer bei Sprüngen, als Bremse, um schnell die Laufrichtung zu ändern und schützen vor Verletzungen, wenn die Katze durch dorniges oder steiniges Unterholz streift. Auch sorgen die Ballen mit der dicken Haut dafür, dass die Fußwurzelknochen nicht verletzt werden. Die Vorderpfoten haben fünf und die Hinterpfoten vier Fußballen. Ungeklärt ist die Funktion des einzelnen Fußballens, der nur an den Vorderpfoten oberhalb der übrigen Fußballen sitzt und den Boden nicht berührt. Für die normale Fortbewegung ist dieser Extraballen eigentlich ohne Bedeutung.

Blutgruppen unserer Katzen

Unsere Hauskatzen haben drei verschiedene Blutgruppen, die je nach Rasse unterschiedlich häufig vorkommen. So hat die Europäisch Kurzhaar Katze (EHK) in der Regel die Gruppe A, dagegen ist die Verteilung bei getesteten Britisch Kurzhaar Katzen 40 % Gruppe A und 59 % Gruppe B. Weitere Blutgruppen sind die Gruppen B und AB. Nach der letzten Gruppe bezeichnet man das Blutgruppensystem der Katzen als AB-System. Da in den Gruppen A und B jeweils Antikörper der anderen Blutgruppe vorhanden sind entstehen Unverträglichkeiten, die bei einer Bluttransfusion und insbesondere bei der Aufzucht der Welpen durch die Muttermilch zu Hämolyse, Zerfall der roten Blutkörperchen; führt. Wenn die Welpen ohne erkennbaren Grund sterben, kann Blutunverträglichkeit der Katzeneltern die Ursache sein, daher müssen um dieses zu vermeiden, die an sonsten gesunden Welpen für zwei Tage zu einer Ersatzmuter geben oder mit Aufzugsmilch aufziehen. Danach dringen die Antikörper nicht mehr durch die Darmwand. Die bei einer säugenden Mutter in dem Kolostrum (Muttermilch der ersten paar Tage) enthaltenden Abwehrstoffe und Immunstoffe können bei sorgfältiger Hygiene vernachlässigt werden.
Blutgruppenunverträglichkeit
Der medizinische Fachausdruck für die Blutgruppenunverträglichkeit heißt feline neonatale Isoerythrolyse oder „Fading kitten syndrom (FNI). Erste Anzeichen des Zerfalls der roten Blutkörperchen können eine Gelbsucht, Blutarmut oder ein bräunlicher Urin der Welpen sein. Da die Antikörper der Blutgruppe B stärker dominieren, als die der Blutgruppe A, sind die Jungen mit der Blutgruppe A stärker gefährdet. Hat hier der Kater die Gruppe A und die Katze die Gruppe B, muss dies bei der Paarung von Katzen beachtet werden. Aber Katzen mit der Blutgruppe AB besitzen dagegen keine Antikörper.

Quelle: www.katzenwesen.de Copyright: „R. Neumann“

 

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Allgemeines Körper

Allgemeines zum Katzenkörper

Eine Katze bringt es auf über 500 Muskeln( der Mensch auf 650), wobei die Hinterbeinmuskulatur am stärksten ausgeprägt ist, gefolgt von den Muskeln im Nacken und Vorderbeinbereich.
Eine gut trainierte Katze kann auf Kurzstrecken eine Geschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern erreichen.
Anschleichen, Sprint (Kurzstrecken-Schnelllauf) Weit- und Hochsprung Hindernislauf Klettern sind die Katzen -Disziplinen die eine Katze am Tag durchläuft
Während Menschen erst nach etwa einem Drittel ihrer Lebenszeit erwachsen sind, benötigen Katzen nur ein Zehntel zum Erwachsenwerden.
Tierbesitzer leben gesünder: Eine Studie des Baker Research Institutes in Melbourne, Australien, hat erbracht, dass Tierbesitzer im Vergleich zu anderen ein Verringertes Herzinfarkt-Risiko aufweisen, einen niedrigeren Cholesterinspiegel und Bluthochdruck haben. Sie leiden weniger unter Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Abgeschlagenheit und sind seltener anfällig für Grippeleiden
Katzen haben mehr Knochen als wir Menschen, vor allem wegen des langes Schwanzes.
Quelle: „Internet“ Verfasser: „unbekannt“

 

Klassifizierung der Katzen (Felide)

Die Klassifizierung der Feliden sorgt immer wieder für mehr oder weniger intensive Diskussionen. Der Grund dafür sind geringfügige morphologische und genetische Unterschiede zwischen den einzelnen Spezies. Trotz der teilweise erheblichen Größenunterschiede (Sibirischer Tiger mit 320 kg gegenüber der Schwarzfußkatze mit 1kg Körpergewicht) stellen die Feliden eine ziemlich homogene Gruppe im Tierreich dar. Die zahlreichen Arten werden in Pantherine (Großkatzen) und Feline (Kleinkatzen) unterteilt. Die Entschlüsselung des genetischen Codes der 38 verschiedenen Spezies der Feliden ließ die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen ihnen in einem neuen Licht erscheinen. Derzeit sieht die Klassifizierung wie folgt aus:

Verwandtschafts-
gruppe
Spezies (deutsch) Spezies
OZELOT
(FELINE)
Ozelot Leopardus pardalis
Tigerkatze Leopardus tigrinus
Langschwanzkatze Leopardus wiedi
Nachtkatze Oncifelis guigna
Pampaskatze Oncifelis colocolo
Salzkatze Oncifelis geoffrey
Andenkatze Orealiurus jacobita
HAUSKATZE
(FELINE)
Wildkatze Felis silvestris
Hauskatze Felis catus
Rohrkatze Felis chaus
Graukatze Felis bieti
Schwarzfußkatze Felis nigripes
Sandkatze Felis margarita
Pallaskatze Otocolobus manul
PUMA
(FELINE)
Puma Puma concolor
Jaguarundi,
Wieselkatze
Herpailurus yaguaroundi
Gepard Acinonyx jubatus
PANTHER
(Pantherine)
Löwe Panthera leo
Leopard Panthera pardus
Jaguar Panthera onca
Tiger Panthera tigris
Schneeleopard Uncia uncia
Nebelparder Neofelis nebulosa
LUCHS
(Pantherine)
Luchs Lynx lynx
Pardelfuchs Lynx pardinus
Kanadischer
Luchs
Lynx canadensis
Rotluchs Lynx rufus
Marmorluchs Pardofelis marmorata
MARMORKATZE

(Pantherine)

Rostkatze Prionailurus rubiginosus
SERVAL

(Pantherine)

Serval Letailurus serval
CARACAL

(Pantherine)

Wüstenluchs Caracal caracal
GOLDKATZE
(Pantherine)
Afrikanische
Goldkatze
Profelis aurata
Temminck
Goldkatze
Catopuma temmincki
Borneo
Goldkatze
Catopuma badia
LEOPARDKATZE
(Pantherine)
Bengalkatze Prionailurus bengalensis
Flachkopfkatze Prionailurus planiceps
Fischkatze Prionailurus  viverrinus
Iriomote-Katze Maylairurus iriomotensis
Verwandtschafts-
gruppe
Spezies (deutsch) Spezies

Evolution der Katze

Die Landraubtiere, darunter auch die Katzen, stammen von den Miaciden ab, einer Gruppe von Raubtieren, die vor etwa 60 Millionen Jahren die Wälder bevölkerten. Die ältesten archelogischen Funde stammen aus dem Oligozän (vor etwa 34 Millionen Jahren), als der Proailurus erchien, der erste bekannte Vertreter der Feliden. Er war etwa so groß wie eine Hauskatze und jagte in den tropischen Urwäldern. Zehn Millionen Jahre später, im Miozän, steht der Pseudaelurus an der Spitze zweier großer Evolutionslinien katzenartiger Raubtiere, deren bekannteste Vertreter die Machairodontidae oder Säbelzahnkatzen sind. Die Säbelzahnkatzen besaßen charakteristisch, säbelartig gekrümmte obere Eckzähne. Die Machairodontidae dominierten vom Miozän bis zum Ende des Pleistozäns. Die letzten Vertreter der Gattung waren das Homotherium mit säbelartigen Eckzähnen und der große und mächtige Smilodon, der Säbelzahntiger. Die beiden Jäger starben erst vor etwa 13.000 Jahren aus. Aus dem zweiten Evolutionsarm entwickelte sich die große Gruppe Panthera vor etwa fünf Millionen Jahren, vor etwa drei Millionen Jahren im unteren Pilozän spaltete sich die Linie der Luchse ab und bildete eine homogene Gruppe. Die modernen Arten der Pantherinen haben sich im Laufe des Qartärs in den letzten 100.000 Jahren entwickelt. Vor etwa neun Millionen Jahren erschienen die ersten Vorfahren der Kleinkatzen der Alten Welt, zu denen auch die Wildkatze gehört. Die Wildkatze ist asiatischen Ursprungs und tritt erstmals im unteren Pleistozän mit der Spezies Felis lunensis in Erscheinung. Anschließend breiten sich diverse Subspezies in der gesamten Alten Welt aus.

 

Gesundheit

Normalerweise sind Katzen gesunde und widerstandsfähige Tiere. Natürlich haben sie ab und zu kleinere oder größere Unfälle oder werden auch einmal krank. In diesem Fall ist es unbedingt nötig, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen und auf keinen Fall auf eigene Faust an der Katze „herumzudoktern“. Wenn Du Deine Katze aus dem Tierheim geholt hast, hat sie bereits alle nötigen Impfungen erhalten. Bei Katzen aus Tierhandlungen kann es sein, dass die Grundimpfungen noch durchgeführt werden müssen. Auf jeden Fall benötigt Deine Katze Grundimpfungen gegen folgende Krankheiten: Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut. Außerdem ist eine Wurmkur nötig. Über den Zeitpunkt, wann die Impfungen aufgefrischt werden müssen, wird Dich Dein Tierarzt informieren. Bei Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden ist es nötig, regelmäßig die Krallen zu stutzen. Wie man dies richtig macht, zeigt Dir Dein Tierarzt. Hat Deine Katze freien Zugang nach draußen, darfst Du ihr die Krallen nicht schneiden, da sie für die Katze die einzigen Waffen bei Auseinandersetzungen mit anderen Tieren sind. In Bezug auf Wärme oder Kälte sind Katzen sehr anpassungsfähig. Starke Sommerhitze oder auch ein Spaziergang im Schnee bei klirrender Kälte machen ihr nichts aus. Ist sie jedoch Zugluft ausgesetzt oder unterwirft man sie starken Temperaturschwankungen, kann sie sich leicht erkälten. Was die Ernährung anbelangt, so ist eine ausgewogene Ernährung, angereichert mit Mineralien und Vitaminen, die beste Garantie für eine gesunde Katze. Weiterführende Informationen findest Du unter den Unterrubriken der Rubrik Katzenkrankheiten.

Der Katzenschlaf – Spiegel der Katzenseele oder freiwerdende Energie?
Auf viele Menschen hat die Anwesenheit einer Katze große beruhigende Wirkung. Sicherlich auch deshalb, weil Katzen die meiste Zeit des Tages mit Ruhen, Dösen und Schlafen verbringen. Am liebsten sind ihr Plätze, die ein wenig erhöht sind, damit sie immer den Überblick behält – und Orte, die kuschelig warm und sonnig sind. Deshalb steht die Fensterbank über der Heizung ganz oben auf der Hitliste der Lieblingsplätze: Sie vereint meist beide Vorzüge miteinander. Aber auch (fast) jeder andere Platz scheint sich – zumindest für ein kurzes Nickerchen – zu eignen.
Doch eine Katze beim Schlafen zu beobachten kann nicht nur sehr entspannende Wirkung haben – es ist auch hochinteressant! Besonders dann, wenn Mieze tief, fest und entspannt schläft. Dann zucken plötzlich Pfötchen und Schwanz, vibrieren die Tasthaare, rollen die Augen hinter den geschlossenen Lidern hin und her. Manche Katze murmelt im Schlaf sogar vor sich hin. Jetzt zu wissen, was im Kopf unserer Katze vorgeht – wäre das nicht „ein Traum“?
Seit Jahrzehnten schon beschäftigen sich Traumforscher mit dem Schlaf der Katze. Und aufgrund fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse kann man heute mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Katzen wie wir Menschen träumen. Es wird vermutet, dass der Traum für die Katze eine wichtige gesundheitserhaltende Funktion erfüllt: Im wachen Zustand strömt auf das Katzenhirn eine ungeheure Fülle von Nachrichten ein. Es muss ständig Eindrücke verarbeiten, aber auch all die Informationen verwalten, die es vom Anbeginn des Katzenlebens gespeichert hat. Doch das Gehirn muss sich erholen, denn das Wachsein verbraucht langsam seine Reserven: Ihre Katze wird müde und möchte schlafen. Im Traum unserer Mieze tauchen unbewusst Gesehenes, Gehörtes, Erlebtes wieder auf und werden vom Gehirn verarbeitet. Besonders Kinder sollten deshalb früh lernen, wie wichtig es ist, die Katze jetzt auf keinen Fall aus ihrer Ruhe zu reißen – auch wenn sie jetzt noch so niedlich aussieht und man sie am liebsten streicheln und knuddeln möchte.
Mehr als fünfzehn von vierundzwanzig Stunden verbringen Katzen mit Schlafen und Dösen: Das sind fast zwei Drittel des Tages. Dabei muss man natürlich auch berücksichtigen, dass das individuelle Schlafbedürfnis jeder Katze unterschiedlich ist. Und dass ganz junge und schon etwas ältere Semester mehr Schlaf brauchen als eine Katze in den besten Jahren. Ein wahrer „Wachmacher“ ist ein leerer Magen. Ist eine Katze hungrig, erwacht ihr Jagdinstinkt, und sie wird nicht eher ruhen, bis ihr Hunger gestillt ist. In ihrer Natur als Jägerin liegt interessanterweise auch die Erklärung, warum die Katze so viel schläft. Das hochentwickelte Raubtier Katze braucht für seine Jagdaktivitäten viel Energie. Und wer viel Energie braucht, braucht auch viel Erholung.
Doch obwohl das Gehirn sich beim Schlafen erholt, ist der Schlaf kein absoluter Ruhezustand. Das Katzenhirn arbeitet ständig weiter, wie man an Aufzeichnungen der Gehirnaktivitäten zeigen kann. Anhand dieser Aufzeichnungen kann man auch feststellen, in welcher Phase des Schlafes die Katze gerade ist. Zunächst versinkt sie in einen leichten Schlaf, der nur etwa eine halbe Stunde dauert und währenddessen sie sich auch nicht bewegt. Man nennt diesen Schlaf auch den „langsamen Schlaf“, sogenannt nach dem Aufzeichnungsbild der dabei auftretenden Gehirnwellen. Ihre Körpermuskeln bleiben gespannt, und Ihre Katze kann teilweise auch noch wahrnehmen, was um sie herum geschieht. Leicht kann sie aus dieser Schlafphase aufschrecken – und hellwach sein.
Erst nachdem die Phase des „langsamen Schlafes“ vollendet ist, beginnt der Tiefschlaf. Das EEG zeichnet jetzt kleine enge Zackenlinien auf, und man kann sehen, wie sich die Augäpfel schnell hinter Miezes geschlossenen Lidern bewegen. Man nennt diese Schlafphase, die übrigens nur sechs bis acht Minuten dauert, deshalb auch REM-Schlaf (REM, ausgeschrieben „Rapid Eye Movement“, heisst übersetzt „schnelle Augenbewegung“). Vom Menschen weiß man, dass er in dieser Phase träumt – und das lässt auch den Schluss zu, dass sich unsere Mieze jetzt im Reich der Träume befindet.
Nach sechs bis acht Minuten aber ist, wie bereits erwähnt, diese Tiefschlaf-Phase vorüber, und Ihre Katze gleitet wieder in die Phase des leichten Schlafes, der wiederum ca. eine halbe Stunde anhält. Und in diesem Wechsel geht es weiter, bis Ihre Katze wieder die Augen aufschlägt, wach ist und bereit zu neuen Aktivitäten.
Zum Schluss ist es vielleicht ganz interessant zu erfahren, was – streng wissenschaftlich gesprochen – im Katzenhirn geschieht, während unsere Katze träumt. Tierärzte und Verhaltensforscher sehen den Schlaf als eine „Ruheaktivität“ der Gehirnzellen an, die in Traumbildern ihr Übermaß an Energie ableiten, das sie während der Wachphase gewonnen haben.
Und noch etwas Verblüffendes hat die Traumforschung bei Schlafvergleichen quer durch die Tierwelt herausgefunden: Je höher entwickelt eine Art ist, um so öfter kann man REM-Phasen, also Tiefschlafphasen mit Träumen, bei ihr beobachten. Bei Fischen und Reptilien zum Beispiel konnte man solche Phasen überhaupt nicht feststellen. Absoluter Spitzenreiter im Träumen ist die Katze: Der Grund dafür ist allerdings nicht, dass sie das am höchsten entwickelte Lebewesen auf der Welt ist – sie schläft einfach so viel, dass sie mindestens drei Stunden am Tag im Land der Träume verbringt. Beneidenswert
Quelle: „Internet“ Verfasser: „unbekannt“

Der Tagesablauf der Katze
10 Stunden Schlaf 5,5 Stunden Ruhen Dösen, 30 Minuten Essen Trinken, 45 Minuten Flanieren/ Spazieren 15 Minuten Laufen 3,5 Stunden Katzenwäschen 3,5 Stunden Jagen.
Der Tagesablauf einer Katze ist ein Zwischending eines Tag-und Nachtschichtarbeiters und dem zeitraubenden Nichtstun eines Gammlers.
Dr.Rosemarie Wolff
Quelle: „Internet“ Verfasser: „unbekannt“

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