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Befehle befolgen

Auf Kommando herkommen
Du kannst jedem Kätzchen und auch jeder Katze beibringen, dass sie kommt, wenn Du ihren Namen rufst. Am einfachsten ist es, die Katze daran zu gewöhnen, wenn Du sie anfangs immer zu ihren Mahlzeiten rufst. Nach und nach wird sie auch bei allen anderen Gelegenheiten auf ihren Namen hören.
An der Leine gehen
Katzen benötigen frische Luft und Sonnenschein. Für Wohnungskatzen, die keinen geeigneten Auslauf haben, bietet es sich an. sie an die Leine zu gewöhnen. Auch wenn die Katze öfter im Auto mitgenommen wird ist es praktischer, wenn man sie bereits an eine Leine gewöhnt hat. Das Leinentraining sollte man bereits so früh wie möglich beginnen, da Jungtiere sehr lernwillig sind. Damit sich die Katze leichter an Halsband oder Brustgeschirr gewöhnt, lasse sie zuerst daran schnuppern oder ein wenig damit spielen. Bevor Du das Halsband erstmals anlegst, hebe Deine Katze erst einmal hoch und beruhige sie. Zeige ihr, dass Du nicht ihre Freiheit beschneiden willst, sondern ihr so die Möglichkeit gibst, mehr von der Welt zu sehen.

Nachdem Du Deine Katze an Halsband oder Brustgeschirr gewöhnt hast, meistens nach zwei bis drei Tagen, kannst Du zusätzlich noch die Leine befestigen. Lasse Deine Katze dann überall da herumspazieren, wo sie gerade möchte. Sie wird beruhigt feststellen, dass sich nicht viel geändert hat. Erst dann ist es sinnvoll, die Katze langsam in die Richtung zu lenken, in die Du gehen willst. Beim ersten befehlenden Ruck der Leine wird Deine Katze erst einmal versuchen, gegen die Leine zu rebellieren. Anschließend ist es gut möglich, dass sie sich tot stellt und sich eher überallhin abschleppen lässt, bevor sie gezwungenermaßen selber einen Schritt tut. Eventuell gibt eine Katze, die sich in der Wohnung der Leine widersetzt hat, ihren Widerstand auf, wenn sie nach draußen darf. Generell ist es aber am besten, das Leinentraining in der Wohnung zu beginnen, da die Katze sich dort auf gewohntem Gebiet befindet und nicht durch eine andere Umgebung abgelenkt wird.

Männchen machen
Fast jede Katze lernt es, für ihr Fressen Männchen zu machen, wenn man ihr die Futterschüssel nur hoch genug hält, da sie automatisch die Pfoten danach ausstreckt. Verbindet man dieses Manöver mit dem Kommando „hoch“ ist es nach einigen Wiederholungen für die Katze automatisch gleichbedeutend mit „Fressen“, auch wenn sie dann kein Futter mehr beim Kommando „hoch“ bekommt.
Apportieren
Manche Katzen sind geborene „Apportierer“. Sie bringen alles zurück, was man ihnen zuwirft und überraschen mit diesem Benehmen oft ihr Herrchen oder Frauchen, da dieses Verhalten normalerweise immer mit Hunden in Verbindung gebracht wird. Wenn eine Katze es als völlig normal ansieht, Dinge zu apportieren. ohne dass Du es ihr beigebracht hast, wird sie Dich zu den unmöglichsten Zeiten unüberhörbar zum Spielen auffordern und bei diesem Spiel die größte Ausdauer beweisen. Wir haben selber mit unserer Shiva die Erfahrung gemacht. Nachts gegen 4.00 Uhr kommt sie mit ihrem Katzenwedel ins Schlafzimmer und springt damit aufs Bett und legt diesen vor einem hin. Sie gibt nicht nach, bis man wenigstens 15 Minuten mit ihr gespielt hat. Manche Katzen bringen das Apportieren zu derartiger Perfektion, dass sie sich z.B. einen Ball selber die Treppe hinunterwerfen, dann begeistert hinterherlaufen, ihn wieder nach oben bringen und das Spiel von vorne beginnen. Die meisten Katzen werden sich mit Vergnügen auf jedes Spielzeug stürzen, das man ihnen zuwirft. Oft spielen sie dann damit zwar hingebungsvoll aber eben alleine, ohne es wieder zurückzubringen.
Pfote geben lassen
Auch diesen Trick kann man Katzen beibringen. Sie verstehen ziemlich schnell, was man will, sind aber oft der Meinung, dass diese Forderung zu weit geht. Verbinde das Pfote geben immer mit einem freundlichen Wort und einer kleinen Belohnung.
Auf den Rücken legen
Manchen Katzen kann man beibringen, sich auf Befehl auf den Rücken zu legen. Diese Übung ist für Katzen eigentlich ganz natürlich, da sie sich schon von klein an immer dann gerne auf den Rücken legen, wenn sie gestreichelt werden wollen. Dieses ganz natürliche Verhalten kann man für das Training ausnutzen, sollte jedoch daran denken, dass es auch Katzen gibt, die ihren Bauch mit allen zur Verfügung stehenden Krallen schützen und notfalls auch vor einem kräftigen Biss nicht zurückschrecken.
Weitere Tricks
Viele Katzen sind äußerst lernfähig und bringen sich selber Tricks bei, indem sie einfach zuschauen, wie z.B. Türen aufgemacht werden. Es kann durchaus vorkommen, dass Du Deiner Katze nie gezeigt hast, wie der Mechanismus der Tür funktioniert. Dennoch geht plötzlich die Tür auf, und Deine Katze betritt den Raum. In diesem Fall hilft nur noch ein Schlüssel. Darüber hinaus solltest Du Deinen Hausgenossen beobachten, ob er es auch schon versteht, Türen von innen zu öffnen. Auch in diesem Fall ist natürlich erhöhte Vorsicht geboten. Es gibt auch noch andere Tricks, die Dich nicht immer erfreuen werden. Manche Katzen haben Spaß daran, stundenlang das Licht an- oder auszuschalten, indem sie ganz einfach auf den Lichtschalter springen. Andere wiederum vergnügen sich liebend gern mit der Anschalttaste für Radio oder Fernseher. Auch Besitzer von Telefonen oder Anrufbeantwortern sind gefährdet. Das rote Licht des Anrufbeantworters, und das Surren des Bandes verführen dazu, die verschiedenen Schalter zu betätigen. Die stolzen, oft auch geplagten Besitzer derart „trickreicher“ Katzen können oft nicht der Versuchung widerstehen, Freunden und Bekannten begeisterte Schilderungen der Fähigkeiten ihrer Katze zu geben. Natürlich ist es dann nicht verwunderlich, wenn bei Gelegenheit eine Vorführung stattfinden soll. Nur Vorsicht: planmäßig lassen sich Katzen meistens nicht zu Vorführungen ihrer Tricks herab!

 

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